Fettes Brot – Chroniken der Hamburger HipHop-Dinosaurier

Am 31.08.2022 ver­kün­den die Bro­te ihre Auf­lö­sung für Ende 2023 und schlie­ßen nach über 30 Jah­ren Band­ge­schich­te ein gro­ßes Rap-​Kapitel. Mit "Brot weint nicht" lie­fern sie den Start­schuss für das Fina­le ihrer Band­ge­schich­te. Schon seit Jah­ren wird die Band über­wie­gend als Pop­grup­pe wahr­ge­nom­men: "Die­ses Trio mit den ein­gän­gi­gen Hooks". Dass in den Bro­ten jedoch wesent­lich mehr Rap und Hip­Hop steckt, als so man­cher wahr­ha­ben möch­te, zeigt ein kur­zer Blick in die His­to­rie der Rap­per. Und hier gibt es viel zu sehen – auch wenn nicht alles im Detail benannt wer­den kann: zwi­schen ver­rück­ten Ideen, erfolg­rei­chen Sin­gles, lus­ti­gen Album­ti­teln und einer Rap­grup­pe, die ihren eige­nen Platz gefun­den hat.

 

Die 90er

Die Inter­view­fra­ge, die den Bro­ten ver­mut­lich am häu­figs­ten gestellt wur­de, ist: "Fet­tes Brot – wie kamt ihr auf den Namen?" Die Fra­ge ist rela­tiv ein­fach zu beant­wor­ten. Nach einem der ers­ten Auf­trit­te – der bis dato – namen­lo­sen Grup­pe bewer­tet Rap­kol­le­ge Spax den Gig als "fet­tes Brot". Unwis­send dar­über, dass man viel­leicht ja tat­säch­lich mal "ernst­haft" Musik machen wür­de, ent­schließt man sich kur­zer­hand, Fet­tes Brot als Band­na­men zu verwenden.

Die wesent­lich span­nen­de­re Geschich­te bie­tet aller­dings die Zusam­men­set­zung der Band, die im Kern bis heu­te gleich geblie­ben ist. Oder, um es mit ande­ren Wor­ten zu sagen: Der Kreis blieb stets klein. Offi­zi­ell wird die Band 1992 gegrün­det, damals noch zu fünft. Wäh­rend sich Schiff­meis­ter, Dok­ter Renz und König Boris schnell für Fet­tes Brot ent­schei­den, ent­schlie­ßen sich die bei­den Schmidt-​Brüder, ande­re Wege zu gehen. Die bei­den waren gemein­sam mit Mar­tin Van­drei­er aka Dok­ter Renz und Cram bereits zuvor in der Band Poets of Pee­ze, die eng­lisch­spra­chi­gen Jazz­rap pro­du­zier­te. Wäh­rend sich Oli­ver Schmidt zunächst aus dem Musik­ge­schäft ver­ab­schie­det, ist Tobi­as Schmidt nur kurz dar­auf unter ande­rem Mit­glied von Der Tobi & Das Bo bezie­hungs­wei­se spä­ter Fünf Ster­ne Delu­xe – eine Zusam­men­kunft, die es ohne das Umfeld der Bro­te nicht gege­ben hät­te – und Moon­booti­ca gewor­den. Wäh­rend König Boris vor sei­ner Zeit bei Fet­tes Brot "nur" als Bas­sist der Punk­band Straw­ber­ry Power aktiv war, tob­te sich Schiff­meis­ter unter ande­rem mit sei­nem Bru­der Ole und der Graffiti-​Legende Daim in einer ande­ren HipHop-​Disziplin aus und soll­te ers­te Erfah­run­gen mit der Poli­zei machen, wel­che sich auf "Hier Drin­ne" nach­hö­ren lassen.

1993 fällt der Schwes­ter des Mit­be­woh­ners von Schiff­meis­ter das Pin­ne­ber­ger Tage­blatt in die Hän­de, in dem Bands für einen Musik­sam­pler aus Süd-​Schleswig-​Holstein gesucht wer­den. Die per­fek­te Mög­lich­keit für die Jungs aus Hals­ten­bek, Pin­ne­berg und Sche­ne­feld, ihre Musik einem grö­ße­ren Publi­kum zu prä­sen­tie­ren. Kur­zer­hand steckt Schiff­meis­ter ihr ers­tes Demo­tape, bestehend aus Homestudio-​Aufnahmen, in eine alte Brot­tü­te und schickt die­se an Jens Herrn­dorf. Die­ser ist nicht nur für den aus­ge­schrie­be­nen "End­zeit 93"-Sampler ver­ant­wort­lich, auf dem die Bro­te ihre ers­ten zwei ver­öf­fent­lich­ten Tracks "Schwarzbrot-​Weißbrot" und "Schu­le der Gewalt" plat­zie­ren konn­ten, son­dern wird nur wenig spä­ter Mana­ger der Band.

Ende 1993 und Anfang 1994 pro­du­zie­ren die Rap­per im Container-​Studio in Hamburg-​Bramfeld dann ihre ers­te EP "Mit­sch­nacker". Auf die­ser befin­den sich unter ande­rem die "Defi­ni­ti­on von Fett" und der Posse-​Track "Schlecht", auf dem Bo, Gubb, MC Rene, Migh­ty und Judge Dré ali­as And­re Luth, ihr dama­li­ger Plat­ten­la­bel­chef bei Yo Mama Records, gefea­turet sind. Obwohl André Luth damals deut­scher Rap­mu­sik ableh­nend gegen­über­steht, ent­schließt er sich, die EP zu ver­öf­fent­li­chen, viel­leicht auch weil die eins­ti­ge Band von Dok­ter Renz, Poets of Pee­ze, bereits eine EP bei Yo Mama Records ver­öf­fent­lich­te. Wie es der Zufall will, ist André Luth bis heu­te in "bera­ten­der Funk­ti­on" für die Bro­te aktiv. In die­ser Zeit ler­nen sie im Container-​Studio Mario von Hacht ken­nen, mit dem sie auch die fol­gen­den Relea­ses pro­du­zie­ren soll­ten, wodurch er sicher­lich nicht ganz unschul­dig am Sound von Fet­tes Brot in den 90ern ist.

Spä­tes­tens 1994 geht es für die Bro­te im Live­ge­schäft so rich­tig los: Von Jams über Auf­trit­te in Jugend­zen­tren bis hin zu Fes­ti­vals ist alles dabei. Soll­te eines der drei Bro­te mal aus­fal­len, wis­sen sie sich schnell zu hel­fen. Boris klei­ne Schwes­ter Nina Lau­ter­bach aka Hei­ßes Eisen über­nimmt in den ers­ten Jah­ren die Rol­le des Ersatz-​MCs und beglei­tet die Band. Kein Wun­der, dass sie auf dem ers­ten Album der Bro­te 1995 "Auf einem Auge blöd … (aber der Erfolg gibt uns Recht)" einen Part auf dem Track "Fried­hof der Nuschel­tie­re" rappt. Die­ser ist von ihrem Bru­der geschrie­ben und sie damit eine der ers­ten Rap­pe­rin­nen, die in Deutsch­land aktiv ist. Unter ande­rem Sido erklärt das Debüt-​Album der Bro­te als das Album sei­ner Jugend. Par­al­lel zur Ver­öf­fent­li­chung des Albums geht die Band mit der Klas­se von 95 auf Tour, auf deren Sam­pler sie eben­falls musi­ka­lisch ver­tre­ten sind. Die Sin­gle "Nor­disch by Natu­re" sticht aus dem Debüt-​Album der Grup­pe beson­ders her­vor und erklimmt Platz 17 der Charts. Die­se sind damals in der Rap­sze­ne noch ver­pönt und so wird der Erfolg der Band fort­an kri­tisch und miss­güns­tig von eini­gen Mitstreiter:innen begut­ach­tet. So hält Dok­ter Renz selbst retro­spek­tiv fest: "Mit die­sem fri­schen Hit 'Nor­disch by Natu­re' im Rücken hat­ten wir mit einem Mal ein ganz ande­res Stan­ding. […] Da war bestimmt ein gewis­ser Neid­fak­tor dabei." Die Bro­te ent­schei­den sich zu dem aus heu­ti­ger Sicht unver­ständ­li­chen Move, die Sin­gle vom Markt zu neh­men und eine ent­spre­chen­de Todes­an­zei­ge zu schal­ten, damit "Fet­tes Brot leben kann". Der Haupt­grund dafür ist die Angst vor Kre­di­bi­li­täts­ver­lust und der Mög­lich­keit, nur noch als "nord­deut­sches Blödelrapband-​One-​Hit-​Wonder" wahr­ge­nom­men zu wer­den. Schon die Pro­duk­ti­on des Posse-​Tracks grenzt an ein Wun­der. Ins­ge­samt wer­den an einem Tag 14 Stim­men auf nur neun Spu­ren auf­ge­nom­men, unter ande­rem von Fischmob, Jan Delay, Tobi und Bo. Zudem trifft hier auch DJ Rabau­ke auf die Bro­te und ersetzt fort­an den DAT-​Rekorder bei Auf­trit­ten und wird ihr Live-​DJ. "Nor­disch" ent­hält zudem Stro­phen auf vier Spra­chen: Deutsch, Platt­deutsch, Nie­der­län­disch und Dänisch.

Fet­tes Brot - Nor­disch by Natu­re (Offi­cial)

Die Sin­gle vom Markt zu neh­men, ist eine gute Idee, die jedoch zum Schei­tern ver­ur­teilt ist. "Nor­disch" darf auf kei­ner Set­list feh­len und selbst die ame­ri­ka­ni­sche Inspi­ra­ti­ons­quel­le, die Rap­grup­pe Naugh­ty by Natu­re, erfährt von der Exis­tenz des Tracks. Den Sta­tus als "One-​Hit-​Wonder" sind die Bro­te aller­dings spä­tes­tens ein Jahr spä­ter los: "Es ist 1996" und die Bro­te schrei­ben einen Hit. "Jein" sprengt den Erfolg von "Nor­disch by Natu­re" und erhält ein Musik­vi­deo, für des­sen Dreh extra nach Mexi­ko geflo­gen wird. Der Song ist für acht Wochen das erfolg­reichs­te deutsch­spra­chi­ge Lied in den Sin­glecharts und dem­entspre­chend die erfolg­reichs­te Sin­gle des Albums "Außen Top Hits, innen Geschmack". Doch der wah­re Geschmack ver­birgt sich im Inne­ren der Plat­te. Sie ent­hält Tracks zu den ver­schie­dens­ten The­men und span­nen­de Fea­tures, unter ande­rem von Max Her­re, Tei­len vom Blu­men­topf und Den­de­mann bezie­hungs­wei­se sei­nen dama­li­gen Rap­crews. Letz­te­rer bezeich­net die Bro­te als sei­ne "Ham­bur­ger Fami­lie", die ihn nicht nur mit auf Tour nimmt, son­dern auch für die Zusam­men­kunft mit DJ Rabau­ke sorgt, mit dem Den­de­mann spä­ter das Duo Eins Zwo grün­det. Um die Pro­mo­ti­on des Albums abzu­run­den, ent­steht noch fix die "Fet­tes Brot Par­tei", wäh­rend die Rap­per in ihrem Musik­vi­deo die "Sil­ber­fi­sche in mei­nem Bett" in Los Ange­les besei­ti­gen. Zudem mode­riert die Band ihre ers­te Radio­show "Forel­len­tee" zwi­schen 1996 und 1998. "Forel­len­tee" ist zudem der Name ihres eige­nen Maga­zins, das zu die­ser Zeit an Fans ver­schickt wird, um über neue Musik oder Merch zu berichten.

1997 sind die Bro­te zu Gast bei den drei Fra­ge­zei­chen in den Hör­spiel­fol­gen 76 und 79. Zum Glück revan­chie­ren sich die­se 1998 und fin­den die ver­lo­re­nen Mas­ter­bän­der des Albums "Fet­tes Brot lässt grü­ßen". Sie bil­den mit ihren Skits eine wit­zi­ge Klam­mer für das drit­te Stu­dio­al­bum der Bro­te. Das Album­co­ver ent­hält Refe­ren­zen an den Film­klas­si­ker "Der Pate" und die legen­dä­re Rap­grup­pe Public Enemy. Neben dem Kopf­ni­cker­track "Kön­nen die­se Augen lügen" ste­chen vor allem die Nicht-​Rapfeatures mit Heinz Strunk und Toco­tro­nic aus dem Album her­vor und zei­gen, dass die Bro­te nie viel von schein­ba­ren Gen­re­gren­zen hiel­ten. Der Track mit der Rock­band Toco­tro­nic ist zudem eine Adap­ti­on des Bananarama-​Songs "Robert De Niro is wai­t­ing". Auf die Bro­te war­tet aller­dings Nico­let­te Kre­bitz. Zu den Sin­gles "Vie­le Wege füh­ren nach Rom" und "Lieb­lings­lied" ent­ste­hen zudem noch Musik­vi­de­os in Italien.

1999 kommt es dann zu einer zunächst selt­sam erschei­nen­den Zusam­men­ar­beit mit James Last. Denn ursprüng­lich soll­te der Kom­po­nist ledig­lich einen Remix der Grup­pe auf­neh­men. Der gemein­sa­me, in Flo­ri­da auf­ge­nom­me­ne Song "Ruf mich an" ist ein soulig-​jazziger Rap­t­rack, der unter ande­rem zu gemein­sa­men Auf­trit­ten in Lon­don führt. Der Song zeigt, dass Sample-​Techniken – des Pro­du­zen­ten I.L.L. Will – und live auf­ge­nom­me­ne Musik auch har­mo­nisch bei der Pro­duk­ti­on von Musik fusio­nie­ren kön­nen. Zu die­ser Zeit trennt sich die Band von DJ Rabau­ke, der nun mit Den­de­mann als Eins Zwo unter­wegs ist.

 

Die 2000er

Als Live-​DJ ist ab 2000 DJ exel. Pau­ly mit den Bro­ten unter­wegs und darf sein Kön­nen gleich in Russ­land auf der Fet­tes Brot-​Tour, in Koope­ra­ti­on mit dem Goethe-​Institut, unter Beweis stel­len. Mit im Gepäck haben die Bro­te hier ihre neu­es­te Sin­gle "Da Draus­sen", die bis heu­te ihre Ver­wur­ze­lung als Rap­crew zemen­tiert und als Vor­bo­te ihrer Antho­lo­gie "Fet­tes Brot für die Welt" fun­giert. Auf die­ser befin­den sich, neben drei neu­en Tracks, Demo- und Cover­ver­sio­nen, Remi­xe, unter ande­rem von den Begin­nern, und bis­her unver­öf­fent­lich­tes Mate­ri­al wie der Song "Klei­ner Nager" zusam­men mit Tobi und Bo, einer Lie­bes­er­klä­rung an die Sen­dung mit der Maus.

2001 stellt ver­mut­lich den här­tes­ten Bruch in der Geschich­te von Fet­tes Brot dar. Da man sich in der hie­si­gen Rap­sze­ne seit jeher zwi­schen den Stüh­len befin­det, ent­schlie­ßen sich die Bro­te, mit einem neu­en "Demo­tape" den gänz­lich eige­nen Weg zu gehen. Der Plan soll­te auf­ge­hen, angeb­li­che Rap­ge­set­ze wer­den gebro­chen und ein eige­ner Sound kre­iert. Das Demotape-​Logo auf dem Album­co­ver ist eine Hom­mage an das "Home Taping Is Kil­ling Music"-Logo aus den 80ern und stellt bis heu­te das Band­lo­go dar. Mit "Schwu­le Mäd­chen", einer der Sin­gles des Albums, erobern die drei Rap­per zwei Wor­te zurück, die zu die­ser Zeit in der Rap­sze­ne pein­li­cher­wei­se als Belei­di­gun­gen genutzt wur­den. Der Song soll­te zumin­dest teil­wei­se zu einem Umden­ken inner­halb der Sze­ne füh­ren, da Rap­per ver­mehrt, in Bezug auf den Song, auf ihre homo­pho­ben und sexis­ti­schen Lines von Journalist:innen ange­spro­chen wer­den. "Wir sind zwar immer noch Feind­bild für eini­ge Rap­per, aber so blöd war dann doch nie­mand, die Begrif­fe noch­mal gegen uns zu rich­ten", erin­nert sich Björn Beton, zuvor als Schiff­meis­ter bekannt, in einem Inter­view mit Soo­kee. Die Melo­die der Hook des Songs eta­bliert sich nur wenig spä­ter zu einem Fan-​Gesang des FC St. Pau­li. Auch die zwei­te Sin­gle des Albums weißt eini­ge Beson­der­hei­ten auf. König Boris adap­tiert den Klas­si­ker "The Joker" der Ste­ve Mil­ler Band. "The Gros­ser" – so der Name der Fet­tes Brot-​Version – soll­te zu einem der belieb­tes­ten Live­songs der Bro­te in den fol­gen­den Jah­ren werden.

Fet­tes Brot - The Gros­ser (Offi­cial)

2002 erfolgt die Ver­öf­fent­li­chung von "Amne­sie". Der Film ent­hält, neben einer erneu­ten Ver­öf­fent­li­chung aller bis­he­ri­gen Sin­gles, die jüngs­te Sin­gle "Welt­hit". Zudem gibt es Musik­vi­de­os, TV-​Ausschnitte und Behind the Scenes-​Material der Bro­te zu sehen. Am Ende des Kurz­films sind die Rap­per zum Glück wie­der von ihrer Amne­sie geheilt und bli­cken in eine gol­de­ne Zukunft. 2003 gibt es dann einen der sel­te­nen Batt­le­tracks zu hören. Gemein­sam mit Bela B. von Die Ärz­te ent­steht der Song "Tanz­ver­bot (Schill to Hell)". "Merkt euch eins: Die­se Stadt gehört uns und die­ses Ding geht heu­te raus an den Sack, der sie bummst." Die­ser "Sack" ist Ronald Schill aka Rich­ter Gna­den­los, der unter ande­rem als Innen­se­na­tor Ham­burgs mit rech­ter und unso­zia­ler Poli­tik auf­fäl­lig wur­de. Bela B. und die Bro­te spen­den alle Ein­nah­men der Sin­gle an jene Orga­ni­sa­tio­nen, die unter der Poli­tik des Ham­bur­ger Senats lei­den müs­sen, und der Song wird auf eini­gen Demons­tra­tio­nen gespielt. Schill ver­liert noch im Sep­tem­ber 2003 sei­nen Pos­ten als Innensenator.

2004 ent­schei­det sich die Band, ein eige­nes Label zu grün­den: die Fet­tes Brot Schall­plat­ten GmbH. Neben den drei Rap­pern gehö­ren zu die­sem wei­ter­hin ihr Mana­ger Jens Herrn­dorff, André Luth von Yo Mama und spä­ter Rafa­el Mans, der sich spe­zi­ell um das Mer­chan­di­se der Band küm­mert. Eine weg­wei­sen­de Ent­schei­dung, denn 2005 ver­öf­fent­li­chen die Bro­te eines ihrer erfolg­reichs­ten Alben "Am Was­ser gebaut" und zei­gen, dass es dafür kei­ne Major­la­bels braucht. "Uns gemein ist ein Man­gel an Selbst­si­cher­heit und ein tota­les Des­in­ter­es­se an unsen­si­blen Men­schen. Wir glau­ben an Auf­rich­tig­keit und unse­re Musik ist auf­rich­tig. Wir sind Rap­per und Sample-​Techniker und wir lie­ben die­sen Scheiss nach wie vor", heißt es im Book­let des Albums. Mit "Am Was­ser gebaut" gehen sie einen ähn­li­chen Weg wie Künst­ler, die Jah­re spä­ter eben­falls Rap und Pop­wel­ten ver­schwim­men las­sen – unter ande­rem Peter Fox, Casper, Cro oder Mar­te­ria. Neben den Hits "Ema­nue­la" – Platz eins in Öster­reich –, "Lau­ter­bach" und "Fal­sche Ent­schei­dung" befin­den sich vor allem nach­denk­li­che Stü­cke auf dem Album. "Die meis­ten mei­ner Fein­de", der Solo­tra­ck von Dok­ter Renz, sam­pelt Kool Savas. Die­ser hat­te spe­zi­ell Dok­ter Renz immer wie­der gedisst, da er Savas Ende der 90er zwar Rap­ta­lent attes­tier­te, ihn aber par­al­lel für sei­ne homo­pho­ben und sexis­ti­schen Lines kri­ti­sier­te. Der Com­ing of Age-​Song zeigt erneut, wie weit die Bro­te 2005 über der­lei Klein­geis­tig­keit der hie­si­gen Rap­sze­ne ste­hen. "An Tagen wie die­sen", zusam­men mit Pas­cal Fin­ken­au­er, sam­pelt Fal­cos "Jean­ny". Die­ses Sam­ple wird 2017 noch zu einer span­nen­den Zusam­men­kunft füh­ren. Der Song befasst sich mit Krieg, Ter­ror, Hun­gers­nö­ten, Ängs­ten und Abstump­fungs­sym­pto­men unse­rer Gesell­schaft. The­ma­ti­ken, die in den Jah­ren dar­auf von immer grö­ße­rer Bedeu­tung wer­den soll­ten. Für das Musik­vi­deo der Sin­gle "Ema­nue­la" sind die Bro­te gemein­sam mit einem Spiel­manns­zug durch Kap­stadt in Süd­afri­ka gezo­gen. Dies soll­te sich loh­nen, denn sowohl in Deutsch­land als auch Öster­reich erreicht der Song Goldstatus.

2006 wird die Band D.O.C.H.! von der Fet­tes Brot Schall­plat­ten GmbH gesignt. Nach media­len Ver­wir­rungs­spiel­chen ist jedoch schnell klar: Die angeb­lich neue Band sind die Bro­te selbst, die unter dem Pseud­onym zwei Punk­tracks, gesun­gen von Dok­ter Renz, ver­öf­fent­li­chen und mit "Was in der Zei­tung steht" sogar auf dem FIFA 07-​Soundtrack lan­den. Zu die­ser Zeit sind die Bro­te gemein­sam mit Bela B. die ers­ten pro­mi­nen­ten Sup­por­ter von Viva con Agua und unter­stüt­zen fort­an regel­mä­ßig die Arbeit des Ver­eins, lan­ge bevor eine Koope­ra­ti­on mit Viva con Agua als Pres­ti­ge­auf­wer­tung funk­tio­nie­ren konn­te. So sind sie auch die offi­zi­ell ers­ten Zustif­ter der "Viva con Agua Stif­tung". 2008 ist dann "Strom und Drang"-Zeit. Um das Album in einem "klei­ne­ren Rah­men" fei­ern zu kön­nen, geht es bereits 2007 unter dem Pseud­onym "Bet­te Frost" auf Club-​Tour. Das Album weist nicht nur einen elek­tro­nisch ange­hauch­ten Sound auf, son­dern besticht auch durch eine enor­me inhalt­li­che Band­brei­te. "Ich lass dich nicht los" mit Pas­cal Fin­ken­au­er etwa erzählt die Geschich­te eines unend­lich ver­lieb­ten Stal­kers, wäh­rend der "1€ Blues" gekonnt die hie­si­ge Sozi­al­po­li­tik auf die Schip­pe nimmt und König Boris mit sei­ner "Auto­ma­tik­pis­to­le" unter ande­rem die Gewalt­be­reit­schaft sei­ner Rap­kol­le­gen anpran­gert. Abge­run­det wird das Release durch die bei­den Hits "Erd­be­ben" und "Bet­ti­na, zieh dir bit­te etwas an", der von dem Produzenten-​Duo Mod­ese­lek­tor co-​produziert ist.

 

Die 2010er 

Anfang 2010 lan­den die Bro­te einen Coup mit der Ver­öf­fent­li­chung der bei­den Live­al­ben "Fet­tes" und "Brot". Bei­de Alben zie­hen zeit­gleich in die Top Ten der deut­schen Album­charts ein. Auf dem Album prä­sen­tie­ren die Rap­per ihre gesam­te musi­ka­li­sche Band­brei­te, die zwi­schen 2008 und 2009 auf Tour mit der Band Ner­ven­kos­tüm ent­stan­den ist. Neben alt­be­währ­ten Klas­si­kern in neu­em Gewand wie "Jein" befin­den sich auch neu aus­ge­kop­pel­te Sin­gles und Cover­ver­sio­nen auf den Alben, unter ande­rem "Ich bin müde", "Ams­ter­dam", "Kon­trol­le" und "My Way By Natu­re". Ende des Jah­res fährt die Band mit knapp 300 Fans nach Ams­ter­dam, um dort im Sin­ne des gleich­na­mi­gen Songs ein Kon­zert zu spielen.

2012 legt Fet­tes Brot eine kur­ze Band­pau­se ein, damit aus König Boris Der König tanzt wird. Mit sei­nem Album und vor allem Out­fit – schwar­zer Anzug, Hut mit Feder und ein geschmink­ter Stern über einem Auge – ent­führt uns der Musi­ker in eine Punk-​Pop-​Welt, die an die 80er Jah­re erin­nert. König Boris stellt jedoch schnell fest, dass eins nur eine Gesell­schaft ist – im Sin­ne von Andy War­hol – und so kommt die Rap­grup­pe bereits 2013 mit "3 is ne Par­ty" zurück. Der Sound der Plat­te ori­en­tiert sich eben­falls an den 80ern, aller­dings über­wie­gend an Ele­men­ten der dama­li­gen Rap­mu­sik und dem Dis­co­sound. Es ist ein Album vol­ler Refe­ren­zen, die von D.A.F. über Sexu­al Harr­ass­ment bis zu Janet Jack­son und A Tri­be Cal­led Quest rei­chen. Einen Gegen­pol zu die­sem Par­ty­sound bil­det aus­ge­rech­net die erfolg­reichs­te Sin­gle des Albums, "Echo", die spä­ter Teil des Sound­tracks der US-​Serie "Bet­ter Things" wird. Für das Intro des Albums "Wacke­li­ge Ange­le­gen­heit" wagen sich Klaus & Klaus & Klaus mal wie­der auf neu­es Ter­rain und dre­hen ein "Halt die Fresse"-Video für AGGRO​.TV. Im Zuge des Relea­ses des Albums geben die drei Rap­per ein Kon­zert in der Roten Flo­ra. "Bro­te Flo­ra" wird aus Soli­da­ri­tät mit den Besetzer:innen des auto­no­men Kul­tur­zen­trums und trotz eines Haus­ver­bots der Band, erteilt vom Besit­zer der Immo­bi­lie, durch­ge­führt. Die Bro­te über­tra­gen ihre Show am 03.11.2013 zudem auf eine Häu­ser­wand am Schul­ter­blatt, der Stra­ße, in der die Rote Flo­ra steht, was für ein mehr­stün­di­ges Ver­kehrs­cha­os in der Schan­ze sorgt. Mit "3 Ham­bur­ger mit'm Mons­ter­bass" legt die Band zudem ein von DJ exel. Pau­ly erstell­tes Mix­tape nach. Auf die­sem befin­den sich über­wie­gend Boom bap-​lastige B-​Seiten der Band aus ver­gan­ge­nen Tagen wie "Wär das nicht der­be", "Das Neus­te", "Schlecht­wet­ter­front" und "Der Hass Pt. 2".

2014 erscheint die "Toten Manns Disco"-EP, die es nicht digi­tal gibt und auf nur 300 Exem­pla­re limi­tiert ist. Auf die­ser befin­det sich neben eini­gen Remi­xen die jüngs­te Sin­gle "Fuß­ball­gott", die offi­zi­el­ler DFB-​Fansong der WM 2014 ist. 2015 star­ten die Bro­te ihre zwei­te Radio­show "Was Wol­len Wis­sen" gemein­sam mit Mode­ra­to­rin Anne Radatz, die in meh­re­ren Staf­feln bis 2020 pro­du­ziert wird. In die­ser ver­kün­den sie unter ande­rem, dass sie als "Teen­ager vom Mars" – mit Anfang 40 – unse­re Gesell­schaft unter­gra­ben und die­ser alles neh­men wer­den, wor­an sie bis­her geglaubt hat. Mit dem 2015 erschei­nen­den Album wir­ken die drei Rap­per tat­säch­lich wie Ali­ens im Ver­gleich zu vie­len ihrer Kolleg:innen. Sie for­dern unter ande­rem zu bestehen­den Schön­heits­idea­len ein "Gegen­mo­dell", fres­sen unse­re Autos auf und pran­gern an, dass alle jetzt nur noch Schla­ger hören. Aber auch für erns­te­re The­men ist Platz. Auf "Ganz schön low" rech­net König Boris mit Faschis­ten, Ras­sis­ten, Sexis­ten und Schlä­gern ab. Mit "Mei­ne Stim­me" ist dann auch mal wie­der Zeit für einen Posse-​Track, auf dem sich Fato­ni, Felix Brum­mer und Kryp­tic Joe von Deich­kind die Hän­de rei­chen. Abge­run­det wird das Album durch die zuge­hö­ri­ge EP "Erd­beer­bow­le", live auf­ge­nom­men in der eige­nen Stu­dio­kü­che, ledig­lich beglei­tet von Taco van Het­tin­ga – lang­jäh­ri­ger Teil der Live­band der Bro­te – am Kla­vier und DJ exel. Pau­ly an den Percussions.

Nur ein Jahr spä­ter spielt Fet­tes Brot drei Kon­zer­te in Ham­burg unter dem Mot­to "Gebäck in the Days". Ziel ist es, end­lich mal wie­der Songs aus der Zeit zwi­schen 1992 und 2000 zu per­for­men, die bereits seit Ewig­kei­ten über­wie­gend aus den Set­lis­ten geflo­gen sind. Her­aus­ge­kom­men ist dabei ein Live­al­bum, das mit eini­gen Beson­der­hei­ten auf­war­tet. Bei "Defi­ni­ti­on von Fett" gibt es eine zusätz­li­che Stro­phe von Fato­ni, in der die­ser unter ande­rem erwähnt, dass er sich als Jugend­li­cher dau­er­haft "Außen Top Hits, innen Geschmack" aus der Biblio­thek aus­lieh. "Kön­nen die­se Augen lügen" haben sie mit der Band Boy per­formt und den Song mit deren Hit "Litt­le Num­bers" kom­bi­niert. Für "Wo die wil­den Ker­le woh­nen" holen die Rap­per nicht nur DJ Rabau­ke zurück ins Live­ge­schäft, son­dern dich­ten dem Track eine zwei­te Stro­phe auf einem Trap-​Beat hinzu.

Fet­tes Brot - Kön­nen die­se Augen lügen /​ Litt­le Num­bers (mit BOY)

Dank der bestehen­den Con­nec­tion durch das Sam­ple für "An Tagen wie die­sen", sind die drei Rap­per 2017 zu Gast bei der Band des ver­stor­be­nen Fal­co, um beim Donau­in­sel­fest bei der "Wie­der­ho­lung" des legen­dä­ren Kon­zer­tes von 1993 mit­zu­wir­ken. Sie per­for­men gemein­sam die Klas­si­ker "Der Kom­mis­sar" und "Vien­na Cal­ling", die 2018 dann als Vinyl-​Single von den Bro­ten ver­öf­fent­licht wer­den. Zu die­ser Zeit ent­steht auch die Trap-​Single "Pop­corn" von Schön­ling Doris ali­as König Boris fea­turing Por­ky von Deich­kind unter dem Aka Tino Tur­ner. Zeit­gleich ist die Band außer­dem Mit­grün­der des Ver­eins "VIVA LA BERNIE", der zum Ziel hat, den Hin­ter­hof in der Bernstorff­stra­ße 117 in Ham­burg vor ame­ri­ka­ni­schen Immo­bi­li­en­hai­en zu ret­ten. Der Hin­ter­hof besteht nicht nur aus Woh­nun­gen, son­dern ist auch eine Kreativ- und Kul­tur­stät­te, in der sich unter ande­rem das Stu­dio der Bro­te befindet.

2019 erfolgt dann die Ver­öf­fent­li­chung eines Buches zur eige­nen Radio­show "Was Wol­len Wis­sen" und des bis­her letz­ten Stu­dio­al­bums "Love­sto­ry". Mit der Sin­gle "Du drif­test der rechts" posi­tio­niert sich die Band erneut ein­deu­tig gegen rech­te Verschwörungstheoretiker:innen. Mit "Opa + Opa" zeich­nen sie den fik­ti­ven, aber schwe­ren Lebens­weg eines homo­se­xu­el­len Paa­res nach. Abschlie­ßend kari­kie­ren sie sich selbst mit "Zwei Freun­de und Du": "Dein Leben ist nicht so wie in Rap­vi­de­os: Du fährst kein dickes Auto und du gehst nicht auf Tour. Und du fragst dich: 'Was soll ich denn nur mit einer gol­de­nen Uhr?' […] Kei­ne Gang, kei­ne Pos­se, kei­ne Crew. Nur zwei Freun­de und du, mit schie­fer Fres­se und schrä­gem Humor." Viel­leicht ist der humor­vol­le Vinyl-​Bonussong "Das ver­stimm­te Kla­vier" bereits ein Hin­weis auf eine mög­li­che Tren­nung, denn eine sol­che wird dort erzählt. "Wir mach­ten gro­ße Kunst: sub­ver­siv und ziem­lich cle­ver! […] Doch wir sind immer noch wir."

 

2020er – und was die Zukunft bringt 

Anfang 2020 wird es direkt mal wie­der soli­da­risch und so ste­hen die drei Rap­per gemein­sam mit DJ Dyna­mit für Fri­days for Future auf der Büh­ne und neh­men selbst­ver­ständ­lich auch an deren Demons­tra­ti­on teil. Auf­grund des Pan­de­mie­be­ginns kurz dar­auf muss die geplan­te Open Air-​Tour zunächst auf 2021 ver­scho­ben und letzt­lich ganz abge­sagt wer­den. Im August 2022 folgt dann die spon­ta­ne Live-​Rückkehr. Auf einer typi­schen Bar­kas­se – moto­ri­sier­tes Bin­nen­schiff für Hafen­ge­bie­te – fah­ren die Bro­te quer durch den Ham­bur­ger Hafen und spie­len an vier Spots klei­ne Gurrilla-​Konzerte. Damit machen sie erneut etwas Ein­zig­ar­ti­ges und sind die ers­ten Musi­ker, die eine rap­pen­de Hafen­rund­fahrt ver­an­stal­ten. In der Woche dar­auf erfolgt dann mit "Brot weint nicht" die Bekannt­ga­be der Tren­nung. Und auch die­se ist mal wie­der vol­ler Refe­ren­zen. Die Hook ist ange­lehnt an einen Klas­si­ker von The Cure, das Sin­gle­co­ver erin­nert an die Beat­les. Im Novem­ber erscheint das Re-​Release vom "Demo­tape", ehe dann im Janu­ar 2023 ihr Best Of-​Album erschei­nen soll. Mit die­sem wird dann noch ein­mal mit allen Fans auf ihrer Abschieds­tour im Früh­ling gefei­ert wer­den. Das Fina­le der Tour fin­det selbst­ver­ständ­lich in Ham­burg statt. Am ers­ten Sep­tem­ber­wo­chen­en­de wird dort ein letz­tes Mal unter dem Titel "BROTSTOCK" die Büh­ne gerockt.

Fet­tes Brot - Brot weint nicht (Offi­cial)

Es scheint nur schwer vor­stell­bar, dass wir von den drei Bro­ten in Zukunft nichts mehr zu hören (und sehen) bekom­men. König Boris hat sich bereits häu­fig solo aus­ge­tobt und wird das ver­mut­lich auch in Zukunft tun. Björn Beton ist ein eini­zi­ges Krea­tiv­bün­del, arbei­tet heim­lich an meh­re­ren EPs und schloss in die­sem Jahr sein Film­stu­di­um ab. Kein Wun­der, war er bereits vor­her Regis­seur eini­ger Fet­tes Brot-​Musikvideos und ist seit Mit­te der 2000er in ver­schie­dens­ten Funk­tio­nen am Star Wars-​Fanfilm "Tydir­um" betei­ligt. Sei­nen ers­ten eige­nen Kurz­film "Cold Solu­ti­ons" gibt es seit Anfang 2022 auch auf sei­nem YouTube-​Kanal zu sehen. Dok­ter Renz kün­dig­te bereits Ende 2020 sein ers­tes eige­nes Singer-​Songwriter-​Album inklu­si­ve einer Liveper­for­mance sei­nes Tracks "Mit­tel­fin­ger" an.

Fet­tes Brot hin­ter­lässt nicht ein­fach nur eine Lücke, son­dern auch ein Denk­mal, das die Rap­per 2023 voll­enden wer­den. Oder, um es mit ihren eige­nen Wor­ten zu sagen: Fet­tes Brot schau­felt sich das Grab selbst, eröff­net par­al­lel aber ein Muse­um, das "für immer immer" geöff­net bleibt. Bei den Bro­ten "ist der Feh­ler King" und es geht stets dar­um, Hal­tung und Unter­hal­tung zu ver­ei­nen. Hier kommt man von Jams vor zehn Leu­ten hin zu Festivalheadliner-​Shows und von kru­den Song­ideen zu Chart­hits. Und das alles, ohne abzu­he­ben. Hier wird das Tanz­bein geschwun­gen, aber nie­mals nach unten getre­ten. Man zeigt sich stets soli­da­risch und ist in der Lage, über sich selbst und die eige­nen Hater zu lachen. Vom ers­ten Beat bis zum letz­ten gerapp­ten Wort ist stets alles DIY ent­stan­den, schließ­lich ist man Musi­ker, Nerd und Fan durch und durch. Fet­tes Brot steht auch in Zukunft für Zusam­men­halt, HipHop-​Liebe und Krea­ti­vi­tät. Dan­ke Boris, Björn und Mar­tin! "Nein, ver­ges­sen wer­den wir Euch nicht!"

(Alec Weber)
(Titel­bild von Dani­el Fersch)