Behind the Bars #48: A-Ron

Batt­ler­ap steht nach wie vor eher sel­ten im Fokus der deut­schen HipHop-​Szene. Dabei bro­delt es schon seit Jah­ren in den Cypher-​Kreisen und auf den Büh­nen des Lan­des, auf denen sich angriffs­lus­ti­ge MCs Auge in Auge gegen­über­ste­hen. Erfreu­li­cher­wei­se geht die Auf­merk­sam­keits­kur­ve jedoch seit Jah­ren nach oben, wodurch auch die Qua­li­tät der Batt­les stets zunimmt. Somit wird das Sub­gen­re, wel­ches bereits seit den Anfangs­ta­gen von Hip­Hop fes­ter Bestand­teil der Kul­tur ist, jeden Tag ein Stück rele­van­ter. Ob beim Free­sty­len, on Beat oder A cap­pel­la – immer mehr Talen­te ver­sor­gen die Live-​Crowd wäh­rend den Events sowie die hung­ri­gen Fans vor ihren Rech­nern mit beson­ders lus­ti­gen und bis­si­gen Dif­fa­mie­run­gen ihres Gegen­übers. Bei "Behind the Bars" kom­men die Protagonist:innen der Sze­ne auch außer­halb ihrer Matches zu Wort und beant­wor­ten uns die wich­tigs­ten und span­nends­ten Fra­gen rund um das The­ma "Batt­ler­ap".

 

Außer­dem hat A-​Ron sich nicht lum­pen las­sen und der MZEE Redak­ti­on ein paar exklu­si­ve Bars gewidmet:

"Geil, jetzt müsst ihr dem gefühlt fünf­hun­derts­ten Battle-​MC für die Text­skiz­ze danken …
Weil die MZEE Anfra­gen bei berühm­te­ren Künst­lern direkt im Spam-​Filter landen.
Euer Drecks­blatt erklärt jun­gen Frau­en die Gefahr von weib­li­chen Rap­pern und deren Schönheitsideal.
Doch ihr kennt das Selbst­be­stim­mungs­recht höchs­tens als Wort mit höhe­rer Silbenzahl!
Stellt euch vor, euer Cover wür­de sich noch im Kiosk …
Oder an der Tan­ke zwi­schen Tabak und Dreh­zeug zeigen.
Dann wür­de ich nach der gan­zen Schei­ße erst recht nach dem Play­boy greifen.
Doch Glück­wunsch an eure Hob­by­jour­na­lis­ten im zwölf­ten Semes­ter Philosophie:
So tot wie nach dem Arti­kel war ech­ter Hip­Hop noch nie!"

Wer sich das bes­te Batt­le von A-​Ron noch ein­mal anse­hen möch­te, fin­det sei­ne Aus­wahl hier:

A-​Ron vs Chi­no­o­ka /​/​ DLTLLY Rap­Batt­le (Dort­mund /​/​ Day2) /​/​ 2018

(Jakob Zim­mer­mann)
(Gra­fik von Micki)
(Foto von Ingo Sodeik)