Hypnotize – Sinneserweiternd

Was im Leben läuft rund?
Außer die Teu­fels­krei­se im Schä­del …

Bis vor etwas mehr als einem Jahr haben sich Besu­cher der Enemies-Kon­zer­te noch gefragt, wann denn end­lich ein Release der Mag­de­bur­ger Crew auf den Markt kommt. Doch seit Dezem­ber 2016 releast mit Hyp­no­ti­ze zumin­dest einer der Rap­per flei­ßig Solo-​Tapes. Wie auch bei "Skunk auf Eis" und "Ana­nas Exzess" ziert bei Tape Num­mer drei wie­der eine Weed-​Referenz das Cover. Die­ses Mal: "Sin­nes­er­wei­ternd".

Womit wir auch direkt beim The­ma der Plat­te wären. Hyp­no­ti­ze erzählt auf sei­ner Plat­te von Weed, vom Kon­sum des­sel­bi­gen und vom Leben am Exis­tenz­mi­ni­mum. Über­ra­schend ist dabei, wie kurz­wei­lig das Gan­ze trotz des breit­ge­tre­te­nen The­mas bleibt. Natür­lich gibt es aber auch knap­pe Anek­do­ten über ande­re Inhal­te, wie etwa die Anfän­ge auf dem Skate­board oder dass es bei man­chen Bekann­ten nicht nur beim Gras blieb. Hyp­no­ti­ze und auch Enemies-Kol­le­ge Skunk ver­ste­hen es dabei stets, ihre Geschich­ten ein­drück­lich in sprach­li­che Bil­der zu ver­pa­cken. Aller­dings trägt auch Pro­du­zent Skunk­Junk einen gro­ßen Teil zum Hör­ge­nuss bei. Sei es durch wum­mern­de Bäs­se zu knar­zen­dem Boom bap oder mehr als nur einen klas­si­schen Cut von Savas und ande­ren Deutschrap-​Größen.

Alles in allem klingt "Sin­nes­er­wei­ternd" ein­fach wun­der­bar unauf­ge­regt und wird durch Hyp­no­ti­ze' ein­zig­ar­ti­ge Stim­me sowie die ent­spann­ten Beats auch nach mehr­ma­li­gem Hören nicht lang­wei­lig. Schließt man nun noch die Augen und lässt alles auf sich wir­ken, wird der Album­ti­tel zum Pro­gramm. Und das Release hof­fent­lich nicht das letz­te aus dem Hau­se der Enemies sein.

(Lukas Päck­ert)