Galv – Of the 3 Moonz

Galv – Of the 3 Moonz

Ey, yo! Speicher's in dein Makrohirn:
So mäch­tig – Darth Vader hat auf Luke ge­schis­sen, um mich zu adoptier'n.

Die "Meteoritenvorschau für die nächs­ten sie­ben Lichtjahre" ver­spricht Einschläge di­ver­ser Punchlines, denn der "Master of the Universe" mel­det sich zu­rück. Galv lenkt "Of the 3 Moonz" in den Orbit des deut­schen Raps. Dazu rollt Pierre Sonality den pas­sen­den Klangteppich aus und die "fun­key Spaceparty" kann be­gin­nen.

Sehr gut wer­den wort­ge­wandte Punchlines und der an den Funk an­ge­lehnte Sound mit­ein­an­der kom­bi­niert und in ho­mo­ge­ner Art und Weise über die kom­plette Länge des Albums durch­ge­zo­gen. Auch wenn diese Mischung zu­nächst et­was ge­wöh­nungs­be­dürf­tig an­mu­ten mag, funk­tio­niert sie von Anfang bis Ende per­fekt. Die Spieldauer von etwa 53 Minuten ist so­mit op­ti­mal be­mes­sen, da zu kei­nem Zeitpunkt Langeweile auf­kommt. Gerade mehr­fa­ches, auf­merk­sa­mes Hören wird da­mit be­lohnt, dass man stän­dig auf wit­zige Punchlines stößt, die Galv aus dem "Phonkphrazer" ab­feu­ert. Inhaltlich be­weist er da­mit ein ho­hes Maß an Kreativität. Er lie­fert Zeilen mit gro­ßer Metaphorik wie "Bleibt in eu­rem Versteck, bis sich die Wogen glät­ten. Wie Wasserläufer – kennt nur die Oberfläche" und um die Ecke ge­dachte Vergleiche – bei­des in kon­stant ho­her Qualität. Besonders er­wäh­nens­wert sind Galvs Wortwitz und die ge­schickte Unterbringung von Science-​Fiction-​Anleihen – vor al­lem aus dem "Star Wars"-Universum. Zusätzlich über­zeugt Galv mit ex­trem sau­be­rer Aussprache und dem be­wuss­ten Überschlagen sei­ner Stimme, wo­bei der Flow ein we­nig dem von Morlockk Dilemma äh­nelt. Das sollte aber auf kei­nen Fall als Kritikpunkt ge­se­hen wer­den. Denn "Of the 3 Moonz" be­sitzt mehr als ge­nug Alleinstellungsmerkmale wie die aus­ge­zeich­nete Wortsetzung.

Der "Rottweiler" lie­fert mit "Of the 3 Moonz" ein herr­lich in­no­va­ti­ves Album, das vor al­lem bei Freunden von Punchlines auf gro­ßen Zuspruch sto­ßen sollte. Pierre Sonality sorgt da­für, dass auch mu­si­ka­li­sch ei­ni­ges ab­seits des Mainstreams ge­bo­ten wird. Somit sei je­dem zum Reinhören in das neue Werk von Galv ge­ra­ten. Man wird es nicht be­reuen.

(Benjamin Borowitza)

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