Vielleicht Ausländer klatschen oder sowas in der Art?
Bist du Ausländer? Falls ja, wäre das tatsächlich eine Option.
Nein, noch nicht. Wenn Gott will aber in den nächsten 1-2 Jahren. Why?
my2cents (nur notizen ohne zusammenhang...):
du scheinst keine motivations-, sondern viel mehr eine kleine sinnkrise zu haben. das kommt relativ schnell, wenn es einem finanziell gut genug geht.
die paar coolen wagecucks, die ich bislang kennengelernt habe, haben alle irgendwas cooles neben der arbeit laufen. zum beispiel part-time und fokus auf familie, aufwendige hobbys, nebenbei irgendetwas nur aus interesse an dem fach studieren, soziales engagement, etc.
keiner von denen hat den sinn (des lebens) in der angestelltentätigkeit gesucht bzw. haben diejenigen, die anfangs den sinn darin gesucht haben, eingesehen dass sie ihn nicht auf der arbeit finden.
wenn das alles nichts für dich ist, wäre halt auch selbständigkeit ne option.
Ja Selbständigkeit ist tatsächlich auch eine Option. Ansonsten "sich außerhalb des Jobs zu verwirklichen" klingt für mich eher nach nem faulen Kompromiss - "mein Job ist scheiße aber dafür bin ich begeisterter Mountainbiker". Dafür geht einfach zu viel Zeit für die Arbeit drauf. (Allerdings muss ein Kompromiss ja nicht schlecht sein, vielleicht ist es auch die Lösung. 35h Woche bei irgendeinem Konzern 70-80k im Jahr und gib ihm.)
Kenne deine Stimmung. Ich hab 2011 angefangen zu arbeiten. Erst Start Up, dann Agentur und seit 2016 Konzern. Mein Job ist in der Regel abwechslungsreich, gut bezahlt, das Umfeld ist motivierend und die Kollegen passen auch. Corona und Home Office seit Frühjahr 2020 demotivieren mittlerweile aber.
Meine Energie ziehe ich aber aus meiner Familie, Arbeit am Haus und Sport in der Freizeit. Das motiviert wieder. Ohne Familie und Hypothek würde ich vielleicht noch den Job/ Branche wechseln.
Vielleicht bin ich da zu pessimistisch, ich habe (gerade in meiner Situation) etwas Angst davor mich mit ner Hypothek für die nächsten 30 Jahre an einen Lifestyle zu binden. Gibt zwar auch dann noch immer Alternativen wenn man sich verändern möchte, aber bindet dennoch und geht mit einem Freiheitsverlust einher.
Im Worst case kommt dann noch irgendwann Scheidung und Unterhaltspflicht
ich muss ja gestehen, dass mein job mir
echt spass macht (wichtig sind nur vernünftige kollegen mit denen man wirklich gut zusammenarbeiten und dann über die restlichen amateure hetzen kann) und ich noch nie ernsthafte motivationsprobleme hatte. klar gibts zwischendurch tage/wochen wo man eher leidlich produktiv ist, aber sone sinnkrise wie du es beschreibst hatte ich nie.
hast du denn bisher nur beratung gemacht oder auch schon länger mit richtige kollegen an einem ort gearbeitet? grundsätzlich kannst du heutzutage in dem bereich ja sehr sehr unterschiedlich arbeiten. so part time halte ich persönlich für eingeschränkt sinnvoll wenn man nicht einfach nur den status quo aufrecht erhalten will, bin diesbzgl. aber auch eher konservativ

da würde ich dann echt eher freelancer machen, da kannst du ja auch 4 tage die woche arbeiten, aber kompensierst das eher übers einkommen bzw. hast je nachdem halt zwischen projekten mal frei

ansonsten ist beratung oft ja auch nur ein sprungbrett um danach irgendwo ne führungsposition oder expertenstelle inhouse zu kriegen. ich persönlich finde v.a. disziplinarische führung total scheisse weil man viel zu viel mit so scheissthemen wie mitarbeitern zu tun hat, aber man muss natürlich nicht mehr am rechner sitzen, sondern eigtl nur noch in meetings

interessant ist sicherlich das modell ein paar jahre durchzupowern, sparsam zu leben und zu investieren und dann relativ früh in ruhestand zu gehen. und muss ja auch nicht vollkommen ausgesorgt sein, man kann da ja dann noch alles mögliche machen, von rattanstühle flechten wie tony soprano über driftwood lampen basteln bis hin zum profitrödler. ich glaub das wäre noch das eheste was ich machen würde, wenn ich nochmal savegame nach dem abi laden könnte

ansonsten ist halt noch die frage inwieweit der job dir wirklich spaß macht oder du dir das nur einredest, aber das musst du mit dir selber ausmachen
Bis auf Praktikas und Werkstudentenjobs nur Beratung (Konzern fande ich noch 10 mal monotoner, v.a. wegen den Kollegen, Beratung taugt mir mehr). Mach aber auch zum Großteil lange Projekte mit den gleichen Kollegen und Kunden.
Typischer Consulting Exit zum Konzern ist eigentlich grade auch keine Option (siehe oben). Eher Start Up oder was ganz anderes.
Durchpowern ist denke ich auch schwierig - je nach Lebenssituation. Ich lege aktuell so zwischen +- 1k pro Monat zu Seite. Als Frugalist + zukünftige Gehaltserhöhungen - Inflation könnte ich evtl. auf 2k pro Monat kommen. Wenn man 10 Jahre lang jeden Monat 2k spart, bei 5% p.a. Zinsen kommen ca. 310k zusammen. Nette Summe, aber mit (Teil-)Ruhestand ist das nichts. Und 2k pro Monat muss man erstmal sparen mit Frau und Kind (wobei als Frugalist spart man sich ja auch die Frau oder

).
Freelancer wäre cool, brauche wahrscheinlich noch etwas mehr Seniorität.
"ansonsten ist halt noch die frage inwieweit der job dir wirklich spaß macht oder du dir das nur einredest, aber das musst du mit dir selber ausmachen "
--> Vielleicht auch Corona verstärkt weil alle Meetings remote sind und es als Berufsanfänger cool war ab und an zu reisen, aber wie kann es jemandem Spaß machen 5 Tage die Woche 8-10h vor dem Computer zu sitzen? Das ist doch nicht normal, wie ein Mensch leben sollte


my 2 cents
Erstmal würde ich mich fragen ob das der Arbeit geschuldet ist, oder dem eigenen Zustand den man möglicherweise auf die Arbeit projeziert. Manchmal sieht vieles auch so grau aus weil man vll ungesund unterwegs ist usw, da sind dann natürlich nicht so Ressourcen da vieles unverkrampfter zu sehen.
Wenn du wirklich richtig ehrlich drüber nachdenkst auszusteigen aus dem Hamsterrad wünsche ich dir einfach mal viel Glück.
Ehrlicherweise ist es eher andersrum - bin gesünder und sportlicher unterwegs als jemals zuvor in meinem Leben.
Könntest trotzdem Recht haben, dass ich Unterbewusstes oder so auf die Arbeit projeziere. Andere wären froh in meiner Situation zu sein und würden mehr Gas geben. Bin mir selbst nicht ganz im klaren, vielleicht tatsächlich verkrampft + Corona etc. und sollte einfach durchziehen. Oder ist es das System, dass mich zum Wagecuck geformt hat und ich bin kurz vor der Erkenntnis das Arbeit nicht alles ist.
Vandal hat doch keine Sinnkrise, vor paar Wochen hat er hier noch mit seiner 70h/Woche geflext. Kann ich nicht ernst nehmen, sorry.
Wie viel wollt ihr euch ansparen, bis ihr in den vorzeitigen Ruhestand (mit 45?) geht, ihr Frugalisten? Habt ihr einen Masterplan?
Hab nie mit Arbeitszeiten geflext, wenn dann war das eher ein Hilferuf
Glaube für mich wäre einfach generell weniger Arbeit und mehr Abwechslung das Richtige. Und mit Abwechslung meine ich ganz andere Tätigkeit, eher körperlich und im freien. Mach wohl ein Mini-Sabbatical um mich selbst zu finden und meine Situation zu evaluieren. Und wenn ich mich nicht selbst finde, habe ich hoffentlich wenigstens einen guten Urlaub gehabt.