Yes, endlich wieder 5:40 Uhr :) - Der Thread für Arbeitnehmer:innen

FurioG

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naja, damit meinte ich auch mein umfeld, sorry.

dass in arbeitsverträgen ohne zeiterfassung (all-in wie man so schön sagt) mehrarbeit mit dem grundgehalt (bzw fix + variablen gehalt) abgeglichen sind, ist euch schon bewusst?
und dass auftragsbücher in allen branchen hinweg mehr als voll sind und dadurch extreme mehrarbeit entsteht, auch?
ich habe freunde und bekannte in bau-, maschinen- und it-branche und überall ist es dasselbe schema ab einer gewissen position: man bekommt mehr o. weniger dickes gehalt, aber ob man die arbeit in 40, 50 oder 60 h macht, interessiert nicht...und leider tendieren die meisten dazu richtung 60 und mehr zu arbeiten (beinhaltet auch wochenenden und feiertage).
Was hast du für 1 position und wieviel k bekommst du im Jahr
 

Kunstfigur

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FurioG

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was kann ich nur tun damit du nicht mehr böse bist o_O

das ist mir zu privat
Was für privat.
Hier will keiner deine Visitenkarte, sondern nur grob umrissen.
Ampli hat schon recht, fu laberst in die Richtung viel rum, dann musste auch raushauen (gesetz)
Ich hasse das ja schon wenn meine Kollegen nicht mit der Sprache rausrücken, aber hier im forum ist das ja noch ne nummer bescheuerter so rumzudrucksen XD
 

wild-vandal

verwarnt
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Ampli hat schon recht, fu laberst in die Richtung viel rum, dann musste auch raushauen (gesetz)
Ich hasse das ja schon wenn meine Kollegen nicht mit der Sprache rausrücken, aber hier im forum ist das ja noch ne nummer bescheuerter so rumzudrucksen XD

Weil wir eine große Familie sind?
 

Kunstfigur

selbstverliebtes Drecksstück [sic]
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Hier will keiner deine Visitenkarte, sondern nur grob umrissen.
Ampli hat schon recht, fu laberst in die Richtung viel rum, dann musste auch raushauen (gesetz)
Ich hasse das ja schon wenn meine Kollegen nicht mit der Sprache rausrücken, aber hier im forum ist das ja noch ne nummer bescheuerter so rumzudrucksen XD
ist ja nicht so, als ob ich's in diesem forum nicht schon mehrmals erwähnt hätte, ich gebe eigentlich überdurchschnittlich viel preis von meinem privatleben, darf dann aber auch entsprechend oft einstecken...ist eine innendienstposition (sales) aber mit verantwortung die eher in projektleitung geht und bekomme seit dem 2. jahr 55 k (bei 100% aber realistisch sinds 120% wie im 1. jahr + div. extra-boni ca. 3k in summe)
 

RaketenAlfred

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ist ein höheres Gehalt bei euch wirklich so ein großer Motivator, dass ihr 40+ Stunden die Woche machen wollen würdet? oO kann das irgendwie echt nicht nachvollziehen
 

Svansen

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ist ein höheres Gehalt bei euch wirklich so ein großer Motivator, dass ihr 40+ Stunden die Woche machen wollen würdet? oO kann das irgendwie echt nicht nachvollziehen
Karriereleitern klettern heißt für mich, dass über mir immer weniger Leute sind, deren Emtschdidungen mich betreffen. Plus mehr Geld. Top
 

David Husselhoff

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Ich glaube die Kunst bzw. der Trick ist nicht, immer noch höhere Brutto Phantasiesummen zu erzielen mit irgendwas zwischen dann 50 und 80 Stunden Arbeit die Woche, wo dann kaum noch Zeit übrig bleibt um Erholung zu finden, ein normales Leben zu führen oder mit dem Geld etwas Sinnvolles anzufangen (außer Konsum, ohne dann auch die Zeit zu haben um das Konsumierte auch wirklich zu nutzen), sondern einen okayen bis guten Verdienst mit so wenig Aufwand bzw. ZEIT wie möglich zu erzielen.

Wenn man einen bestimmten Bereich überschreitet wandert etwa die Hälfte sowieso an den Staat, gerade auch als Selbstständiger ggf. noch mehr, wenn man in alles einzahlt. Außer vielleicht man hat eine Kapitalgesellschaft und versteuert erstmal nur über die Körperschaft und alles was man zuviel erwirtschaftet kann erstmal liegen bleiben oder reinvestiert werden ohne etwas mit der Lohnsteuer / ESt oder den SVs zu tun zu haben.

Das ist natürlich als Angestellter schwierig zu steuern, da man meist nur pauschal für seine gesamte Lebenszeit bzw. sein gesamtes Zeitkontigent entlohnt wird. Da gilt es dann natürlich, so viel wie möglich mitzunehmen, da die gesamte Zeit ja sowieso schon weg ist.
 

Kunstfigur

selbstverliebtes Drecksstück [sic]
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ich möchte hier mal was klarstellen zu der gehaltsangabe:

1) selbstverständlich ist es brutto (gehalt wird nie netto angegeben) und mir ist der workload auch zu viel, aber es ist noch iwie ertragbar weil die zeiteinteilung mir selbst überlassen wird...ich kann private termine unter den tag legen so wie ich will, sollte sich nur nicht mit geschäftlichen terminen beißen und wichtig ist eigentlich auch nur, dass abgabefristen eingehalten werden...aber ob ich eine angebotskalkulation morgens um 6, mittags um 3 oder nachts um 2 uhr mache, ist völlig egal.

2) grundsätzlich würde ich auch freizeit gegen geld tauschen, aber die bittere realität ist, dass man rund 40% direkt abgibt und wenn man nicht völlig verblödet oder naiv ist, legt man zusätzlich geld von den restlichen 60% netto in div. formen an, sodass man eines tages wenn man das renteneintrittsalter erreichen sollte nicht flaschensammeln oder schlimmeres tun muss...d.h. mit fixkosten und fürs alter sparen bleibt einem ohnehin nicht so viel übrig und die lebensunterhaltungskosten steigen rapide, sodass selbst wenn ich wollte eigentlich auf keinen cent aktuell verzichten könnte, zumindest nicht ohne krasse einschränkungen, darunter gehören btw auch spenden.

3) ewig möchte ich mir diesen job oder diese art von job allerdings auch nicht antun und daher gibt es schon konkrete überlegungen, wie die berufliche zukunft aussehen könnte, mit weniger arbeitsstunden/verantwortung oder gar kpl wechsel in etwas stressfreieres/menschlicheres, aber für die nächsten paar jahre gilt es wohl zu cucken und ich hoffe weiterhin jährlich +10% zu bekommen, sodass sich das ganze in wenigen jahren auch wirklich auszahlen wird (hoffe nur, die lebensunterhaltungskosten steigen nicht noch krasser..); aber mit > 50 oder so könnte ich mir das auf dem niveau keineswegs mehr vorstellen, das ist viel zu viel und gesund ist es auch nicht...ich habe mal gelesen, dass menschen vor der agrarrevolution durchschnittlich 4h am tag mit "arbeiten" verbracht haben (nahrungssuche und -verarbeitung, werkzeuge herstellen, etc) - also ca 28 h/woche wäre eher "normal", zumindest wie es die natur vorgesehen hat

4) durchschnittliches gehalt von vollbeschäftigen in de beträgt übrigens 3.975 €/monat (2020), dh jahresgehalt 47,7k €
https://de.statista.com/statistik/d...verdienst-eines-arbeitnehmers-in-deutschland/
 
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David Husselhoff

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2) grundsätzlich würde ich auch freizeit gegen geld tauschen, aber die bittere realität ist, dass man rund 40% direkt abgibt und wenn man nicht völlig verblödet oder naiv ist, legt man zusätzlich geld von den restlichen 60% netto in div. formen an, sodass man eines tages wenn man das renteneintrittsalter erreichen sollte nicht flaschensammeln oder schlimmeres tun muss...d.h. mit fixkosten und fürs alter sparen bleibt einem ohnehin nicht so viel übrig und die lebensunterhaltungskosten steigen rapide, sodass selbst wenn ich wollte eigentlich auf keinen cent aktuell verzichten könnte, zumindest nicht ohne krasse einschränkungen, darunter gehören btw auch spenden.
Ich meinte mit meinen Ausführungen falls du dich auf diese beziehst jetzt auch nicht, ein Lebenskünstler- / Phantasieleben zu führen bzw. das dies erstrebenswert ist.

Aber wenn es einem für den gewünschten Lebensstandard gut geht und man gut vorsorgen kann, dann macht es wenig Sinn nach noch mehr zu greifen, wenn dies bedeutet statt 30 oder 40 Stunden die Woche vielleicht 50 oder 60 arbeiten zu müssen. Genau das ist auch das Problem bei vielen gut bezahlten und höher gestellten Jobs, wie du es weiter oben in Bezug auf diese und deren Arbeitsverträge beschrieben hast. Dort sind quasi alle Überstunden für ein Phantasiegehalt vertraglich abgeglichen, man unterzeichnet also eine Zeitflatrate zum Festpreis.

Darauf beziehe ich mich auch etwas, denn das macht keinen Sinn (für mich). Habe ich im Bekanntenkreis auch genug (und sehe das den Leuten nichts vom Leben bleibt außer Arbeiten, Konsum und Statusdenken, aber hey).

Also wenn es einem für den gewünschten Lebensstandard gut geht und man gut vorsorgen kann und man irgendwie die Möglichkeit oder die Wahl hat, warum dann nicht einfach weniger arbeiten, wenn das Einkommen gleich bleibt oder "nur" weniger stark steigt?

Quasi Einkommenserhöhungen nicht in mehr Geld für die gleiche oder mehr aufgewendete Zeit stecken, sondern in weniger aufgewendete Zeit für das gleiche oder weniger mehr Einkommen. Und das geht ja als Angestellter leider nicht ganz so einfach.
 
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