www.schulemachen.de

HakaNsbraten

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Ok, hier nun eine dringende Bitte von "oma7". Ursprünglich wurden diese zwei Beiträge im "Das dreigliedrige Schulsystem" gepostet, aber da nur keine bis wenig Resonanz kam und dieses Thema auch viele hier ansprechen sollte, hat es einen eigenen Thread verdient. Ich kopiere die Beiträge hier rein, dann kann man sehen, wie sich der Thread hier entwickelt.

Hi,
seid Neusestem gibt es ein Bündnis für Bildg, d.h. eine Revoloutionierng des Bldungssystems nach wissenschafltichen erkenntisssen und nach Menschenverstand.

Was die jetzt an den Kindern und an Euch verbrechen ist eine Schande.
Schule muss Spass machen, und das wäre normal. Kinder wollen nämlich lernen, darauf sind die gepolt. Doch sobald sie in die Schule kommen, wird es ihnen ausgetrieben und zum Zwang gemacht.
Dbei gehen z.B. auch die Stunden voll an den Kids vorbei, man muss sich auch bewegen, damit das Hirn entwickelt. Und die Stühlchen sind für die großen auch zu klein, die ganze einrichtung Scheisse.

Unterschreibt auch!
http://www.schulemachen.de/

Ihr habt gutes Zeug zum Schulsystem geschrieben.
Wollt Ihr Euch nicht vielleicht zusammen tun, und das Bündnis gemeinsam unterstützten, d.H. als Hip-Hopper gemeinsam, für eine Verbesserung des Bildungssystems?

Dann könntet Ihr Aktionen oder Veranstaltungen machen, bundesweit und in Eurer Stadt.

Ich stehe in Kontakt mit Reinhard Kahl, der das Bündnis intiiert hat. Da sind halt Leute von der CDU dabei, wie Lothar Späth, aber auch tolle grüne Pädagogen wie Hasenclever, und viele Profs. Doch ich glaube, daß Leute wie Ihr mitmacht, ist besonders wichtig und wird sicher auch begrüsst.

Ihr braucht dabei intellektuell als Hip-Hopper nicht alleine vor Euch hindümplen.

2006 findet ein int. Hip-Hop Kongress in Chemnitz statt, zum splash. Da wird es auch um Bildung mit Hip-Hop gehen.
Außerdem wollen wir gegen die Abwanderung der Jugend und gegen den Druck von Rechts die Stadt mit Hip-Hop aufmotzen. Da wird es um Kunst gehen, um Konsum, aber auch um Bildung!

Rap stammt aus Afrika, da wird seid Urzeiten mit Musik und Rhythmen gelehrt, in Amiland gibt es einige Initiativen für Bildung mit Hip-Hop. Machen wir eine Hip-Hop Initiative für Bildung?!.

Ihr seid echt so gut drauf, Ihr könntet es der Republik echt zeigen, einfach mit Köpfchen und Hip-Hop, indem Ihr Euch zusammentut

- gegen das Sch.... Schulsystem

http://www.schulemachen.de/ .

Wie wär’s damit: Hip-Hopper machen Schule ??

Eure

grandma Jackson


MfG, Hakan
 

oma7

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Ich habe ca. 6 vom andern thread per PM angeschrieben.

-Drei fanden die Idee gut
-einer hats noch nicht ganz gecheckt
-einen betriffts nicht mehr
weiß nicht recht, ob ich noch jemand geschrieben habe.

Das ist eigentlich ein recht guter Schnitt.

Hakansbraten hat vorgeschlagen, nen eigenen Thread zu eröffnen. Die Idee finde ich gut.

Jetzt kommt es drauf an, irgendwie Werbung zu machen für den Thread hier, damit sich mehr Leute begeistern, was an der Schule zu verändern. Davon engagiert sich aber nur ein kl. Prozentsatz dann echt.

-Das Engagement kann so aussehen, daß sich jemand verantwortlich zeigt, und für die andern z.B. das Bündnis für Bildung unterschreiben könnte, z.B. der MZEE Moderator, das wirft ein gutes Licht auf MZEE, oder Hakansbraten, der das Thema aufgebracht hat.
-Man braüchte auch jemand, der die Unterstützer und Unterstützerinnen „verwaltet“ und koordiniert,
-und den Thread und Diskussionen moderiert.

Jeder einzelne Unterstützer könnte überlegen, ob er/sie in seinem Umfeld was machen will, z.B. seine Klasse aktivieren, oder seine Crew. Vielleicht möchte seine Klasse und Crew unterschreiben, vielleicht wollen die an der Schule was veranstalten, oder vorschlagen, wie man Hip-Hop in den Unterricht einbaut, wie man die Schule freundlicher gestaltet (mit writing hihi) usw.

Wir können auf MZEE beschreiben, was man in der Schule allgemein, im System alles verändern kann, was es für Erkenntisse und Ansätze gibt. Zusammen können wir dann eine Abstimmung machen, welche Veränderungen Ihr wünscht, und das Ergebnis an das Bündnis für Bildung übermitteln.

Mal was anderes auf MZEE, als eine Abstimmung darüber, wer gedisst werden soll.
 

newbie

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Ich hab deine PM bekommen und begrüsse es dass du/deine Organisation sich für dieses Thema einsetzt.

Aber ich sehe die Sache etwas realistisch und Glaube nicht an den Erfolg einer solchen Aktion.

Ich glaube nicht dass sich am Schulsystem in den nächsten Jahren grundlegend etwas ändern wird. Auch die Föderalismus Diskussion wird nichts in Sachen Bildung bewirken.

PS: Warum so ein Betrüger wie Lothar Späth mitmacht ist mir auch nicht ganz klar
 

oma7

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gell, das Cleverle macht die Aktion nicht grad symphatisch. Aber da das Hasen-Cleverle auch dabei ist macht es das wieder wett.

Nun, es gibt viel Intiativen für Bildung mit Hip-Hop weltweit. Es gibt moralische Bildung, politische Bildung, viele von Hip-Hoppern selber, aber auch von Pädagogen, Sozialarbeitern-.

Es ist auch nicht abwegig, Hip-Hop in den Unterricht einzubauen, was möglich ist, wenn Schule gemacht wird, die Kids interessiert.

Dass Schule gemacht wird, die Kids interessiert geschieht eher, wenn Kids an der Planung mitwirken, oder Ihre Vorbilder und Multiplikatoren.

Die meisten Kids in einem gewissen Alter sind Hip-Hopper, die wollen und können nicht alle Klassensprecher sein, aber sie können Ihrer Stimme mit ihrer Kultur Gewicht verleihen. In dem neuen nationalen Bündnis, oder einfach in ihrer Schule, in ihrer Klasse.

Warum gerade Hip-hop für Bildung?? Weil du Gothik oder metal nicht in den Anden, in China, Afrika usw. hören wirst so wie rap. In Dakar gibt es an die 5000 Hip-Hop crews - und wie viele gothic bands?
Oder an Eurer Schule??
Hip-Hop wurzelt in Afrika, dort wird seit Urzeiten gelehrt mit Musik, Information über lange Strecken und lange Zeiten Wort für wort, ton für ton übermittelt, Mund zu Mund.
 

Big Mäk

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Ich find den Ansatz sehr gut, was mich jedoch an Eurem Bündniss stört, ist, dass lediglich Schule als bildende Institution angesprochen wird. Bildung beginnt viel früher. Was ist mit den Kindergärten, den Krippen, was mit Eltern(fort)bildung?
Dass das Schulsystem reformbedürftig ist streitet niemand ab, gute Ansätze gibt es deutschlandweit immer wieder vereinzelt, aber solang der gesamte pädagogische Sektor nicht endlich an einen Strang zieht, wird sich wenig bewegen, fürchte ich.

PEACE!!!
 

skunky

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Die Idee an sich ist ja nicht absolut abwegig, aber warum muss die Sache mit Hiphop verknüpft werden?
Zum einen kann ich mir ganz und gar nicht vorstellen, wie das ablaufen soll, zum anderen wäre damit mindestens 50% der Schülerschaft vollkommen unzufrieden. Warum tut man einem Punk Gutes, wenn er sich in der Schule mit Hiphop auseinandersetzen muss, der ihn nicht im Geringsten interessiert, den er wahrscheinlich gar nicht mag? Auf meiner Schule gibt es zum Beispiel nicht übermäßig viele "Hip-Hopper". Im Gegenteil. In meiner Stufe bin ich fast die einzige, die gern Rap hört oder sich anderweitig für Hiphop interessiert. Ich bin mir sehr sicher, dass meine Mitschüler von einer solchen Aktion ganz und gar nicht angetan wären. Und ich selbst ehrlich gesagt auch nicht...
Was soll denn dabei rauskommen?
Noch mehr untalentierte Mini-Ganxter, die sich zu Gruppen zusammenschließen und schlechten Rap über das Internet verbreiten? Oder viele schlechte Maler, die dann womöglich auf die Idee kommen nachts ihr Dorf vollzuschmieren? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was bei einer solchen Sache rumkommen soll.....
 

Styler aka M-S

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Solange Kinder immer nur in Krippen, Kindergärten und Schulen abgeschoben werden, damit sich die Eltern nicht kümmern müssen, wird jedwede Änderung des Schulsystems nichts bringen, weil die sozialen Kompetenzen und die Bereitschaft zu lernen sehr früh anfängt (wenn sich niemand wirklich mit dem Kind beschäftigt, wird es auch nicht MEHR und MEHR wissen wollen...)

Das Problem liegt nicht am Schulsystem (welches höchstens durch Lehrermangel marode wird) sondern an den kaputten Familien.
 

Muttertag

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Das ist doch nicht euer Ernst? Ihr wollt wirklich einen Haufen Menschen mit beschränktem Horizont sog. HipHopper auf harmlose Kinder loslassen?

Wer hat denn euch ins Hirn geschissen?

Geht in den Park und sammelt den Müll auf. Dann habt ihr was für die Allgemeinheit getan und könnt gleichzeitig stolz auf euch sein...

Mann, Mann, Mann...was dieser HipHop-Scheiss für Blüten treibt...
 

UDU

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Original geschrieben von Styler aka M-S
Solange Kinder immer nur in Krippen, Kindergärten und Schulen abgeschoben werden, damit sich die Eltern nicht kümmern müssen, wird jedwede Änderung des Schulsystems nichts bringen, weil die sozialen Kompetenzen und die Bereitschaft zu lernen sehr früh anfängt (wenn sich niemand wirklich mit dem Kind beschäftigt, wird es auch nicht MEHR und MEHR wissen wollen...)

Das Problem liegt nicht am Schulsystem (welches höchstens durch Lehrermangel marode wird) sondern an den kaputten Familien.

Wer soll denn wohl für die Familie sorgen, wenn nicht die Eltern? Glaubst Du ernsthaft, daß Alleinstehende noch mehr Abgaben hinnehmen werden, damit Väter und Mütter zu Hause hocken, um auf Ihre Kinder aufzupassen?
Glaubst Du ernsthaft, daß alle Eltern pädagogische Glanzleistungen vollbringen?
Viel entscheidender ist, daß Politiker verdrängt haben, daß es immer mehr Teilfamilien gibt, die sich zu neuen Familien zusammenfinden, was innerhalb der Familien Probleme bereiten kann, allerdings nicht zwangsläufig zu Problemen führen müssen
Wer die Schule als erste Bildungsinstitution sieht, hat schon die Familie und den Kindergarten als Bildungsinstitutionen vergessen.
Wenn man sich anschaut, wie Politiker reagieren, dann sollte man zuerst dort ansetzen und darauf hinwirken, daß die Erhöhung des Kindergeldes arme Familien immer ärmer macht, weil dieses Kindergeld zum Einkommen hinzugerechnet wird.
Wichtiger wäre eine Vereinfachung der Kostenübernahme für Grundbedürfnisse, die allen Kindern zur Verfügung stehen sollte:
1. Freie Fahrt auf öffentlichen Verkehrsmitteln bis zur Volljährigkeit:
Schwarzfahren würde wegfallen
Kinder und Jugendliche könnten sich innerhalb ihrer Stadt frei bewegen und Kinder-
u. Jugendeinrichtungen ihrer Wahl besuchen.
Geld einsammeln in Tagesheimen oder Schulen entfällt.
Arbeitslöhne und Druckkosten für Fahrscheine entfallen.

Mütter, die ihre Kinder im PKW zur Schule fahren wollen, bleibt das unbenommen.

2. Verlässliche Halbtags- oder Ganztagsschulen m. päd. Mittagstisch:
Alle Kinder bekommen eine warme Mahlzeit, die vollwertig ist, kein Fastfoodessen.
Verlässliche Schulen sichern für Eltern einen Zeitraum, wo Kinder unter päd. Betreuung sind. In dieser Zeit können sie die Zeit für sich planen, sei es durch Teilzeitarbeit, sei es, um kleinere Kinder in der Familie zu beschäftigen oder einzukaufen.
Warum müssen vormittags die Hortgruppen leer sein und nachmittags die Klassenräume?
Würden in Grundschulen nachmittags bis abends Freizeitangebote stattfinden, hätten jüngere Kinder eine Freizeiteinrichtung, die stärker wohnortbezogen wäre.
Sportvereine nutzen ohnehin schon nachmittags bis abends die Turnhallen.
Häuser der Jugend wären dann für ältere Jugendliche und Jungerwachsene da, könnten die Öffnungszeiten auf diese Personengruppen abstimmen.

Schule muß nicht vorrangig SPASS machen, sondern Wissen vermitteln. . Die Auseinandersetzung mit Lehrstoff liegt nicht jedem gleich gut, ist aber erforderlich. Aber auch dann, wenn man die Schule nicht als Spaßfabrik sieht, gibt es Methoden, wie man den Wissensstoff attraktiver vermittelt, Schüler neugierig und wissensdurstiger macht, als durch Frontalunterricht.
Auch die Auflockerung durch Freizeitaktivitäten hilft, dem Unterricht wieder mit neuer Konzentration zu folgen. Wenn dann noch gemeinsam Hausaufgaben in der Schule gemacht werden, wo die leistungsstarken Schüler schwächeren helfen, profitieren beide Seiten und reduziert auch die so oft beklagte Gewaltbereitschaft.
Entscheidend ist auch, wie Lehrer und Mitschüler auf Misserfolge einzelner Schüler reagieren.
 

Big Mäk

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Tjaja, Udu, alles richtig, was Du schreibst, schade nur, dass die Hamburger Politiker lieber die Berufsschulen verkaufen (die sozialpädagogischen Fachschulen werden mit einer ganzen Stimme in der Ärztekammer vertreten sein, weil unser Berufszweig durch keine Kammer vertreten wird... ein Gnadenbrot, dass schnell zur Henkersmahlzeit wird) und im KiTa-Bereich mal eben 80 Millionen Euro einspart... :), und natürlich nicht prüft wo die 12 Millionen Euronen gelandet sind, die letztes Jahr aus den Kassen spurlos verschwunden sind... moment... wo und wie wohnt nochmal Ex-Senator Lange? :p:D

Bilduingspolitik ist ein weites Feld, sichere soziale Strukturen für Kinder sind ein absolut unabdingbares Gut um eine Gesellschaft zukunftsträchtig und selbsterhaltend zu belassen. Eigentlich ein Fakt, den jeder kennt, doch stattdessen wird auf Separatismus gesetzt, ab 2005 erhalten in Hamburg Kinder von Sozialhilfeempfänger und Migranten nur noch 4 Stunden KiTa-Plätze in der Woche... das reicht grad mal für 4 Mittagstische... Aber die Titanic galt ja auch als Unsinkbar :D.

PEACE!!!
 

UDU

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Original geschrieben von Big Mäk
Tjaja, Udu, alles richtig, was Du schreibst, schade nur, dass die Hamburger Politiker lieber die Berufsschulen verkaufen (die sozialpädagogischen Fachschulen werden mit einer ganzen Stimme in der Ärztekammer vertreten sein, weil unser Berufszweig durch keine Kammer vertreten wird... ein Gnadenbrot, dass schnell zur Henkersmahlzeit wird) und im KiTa-Bereich mal eben 80 Millionen Euro einspart... :), und natürlich nicht prüft wo die 12 Millionen Euronen gelandet sind, die letztes Jahr aus den Kassen spurlos verschwunden sind... moment... wo und wie wohnt nochmal Ex-Senator Lange? :p:D

Bilduingspolitik ist ein weites Feld, sichere soziale Strukturen für Kinder sind ein absolut unabdingbares Gut um eine Gesellschaft zukunftsträchtig und selbsterhaltend zu belassen. Eigentlich ein Fakt, den jeder kennt, doch stattdessen wird auf Separatismus gesetzt, ab 2005 erhalten in Hamburg Kinder von Sozialhilfeempfänger und Migranten nur noch 4 Stunden KiTa-Plätze in der Woche... das reicht grad mal für 4 Mittagstische... Aber die Titanic galt ja auch als Unsinkbar :D.

PEACE!!!

Du rennst bei mir offene Türen ein. Wm sagst Du das...
Wer in Hamburg immer noch nicht weiß, wo er sein Kreuz hinzumachen hat, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Krass ist nicht nur, daß Sozialhilfeempfängern nur noch wenige Kita-Stunden angeboten werden, sondern auch Arbeitslos bekommn aum Unterbringungszeit. Das hat wieder zur Folge, daß sie dem Arbeitsmarkt nicht ganztags zur Verfügung stehen und daher nur anteiliges Arbeitslosengeld bekommen, wodurch die Verarmung sich beschleunigt.
Die Kassen sollen leer sein???
 

oma7

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Schön, daß sich jemand von Hamburg gemeldet hat, denn genau da versuche ich anzusetzen.

Ihr habt völlig recht. Bildung setzt viel früher an als mit der Schule. Wenn man in die Schule kommt, hat man das Wesentliche schon gelernt: Laufen, sprechen.....

Aber es gibt den Begriff: „Schule machen“ auch ohne den Sinn von Schule, indem man einfach etwas vormacht, das dann „Schule macht“. Ich fand halt das Wortspiel nett, aber vielleicht wisst Ihr einen besseren Namen, weil zur Bildung gehört ausser die Vorschulische, auch die Erwachsenenbildung, oder die informelle Bildung.

Hip-Hopper haben der Welt vorgemacht, daß sich eine Kultur fast überall bis in die hintersten Winkel der Welt verbreitet, daß Jugendliche von Bhutan bis Kishasa, die gleichen Klamotten tragen und die gleiche Musik hören.
Hip-Hop hat vorgemacht, daß man auch als Arsch der Menschheit, in Sklaverei, im Ghetto, Rhythmen entwickelt, Slangs und Gesten, ohne die dann ein wesentlicher Teil der Menschheit nicht mehr leben möchte.

Hipper Hopper können auch vormachen, daß man sich zusammentut, wenn einem etwas stinkt, und was dagegen unternimmt. Denn auch das liegt in seinen Wurzeln, sonst gäbs vielleicht immer noch Sklaverei in US und Sekregation.

Wenn Ihr sagt, daß bei Euch grad mal die Hälfte hip-Hopper sind, müsst Ihr Euch vorstellen, daß alle andern Kulturen sich unter den andern aufteilen. Darunter ist Rock. Klassik, Punk, Metal, Skin-Musik, Gothik, Charts, Schlager, Jazz.......

Denen steht natürlich auch frei, sich für die Schule zu organisieren, wäre natürlich auch begüssenswert. Wenn die Hip-Hopper anfangen, macht das vielleicht Schule.

Wenn man in Hamburg ansetzt, könnte man "Hamburg Hip-Hop" fragen, und es über deren home-page machen.

Wäre doch Klasse, wenn man dann Events macht an der Schule, kl. Hip-Hop Festivals, in denen man mit den Mitteln des Hip-Hop -z.B. der Massenmedien - auf Veränderungen drängt, und Wünsche effektiv anbringt.
So kann man auch Mittel einspielen, um Schulprokjekte zu fördern oder so.
 

UDU

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@Oma7

Ich kriege bei Betrachtung Deines Vorschlags Bauchschmerzen.
Hast Du Dir mal angeschaut, was an Sachinfos kommt, wenn man Leute befragt, welche ungeschriebenen Regeln sie für den Bereich Graffiti kennen und welche sie für „überholt“ ansehen oder für sich nicht akzeptieren?
Was willst Du unter Hip Hop alles verbuchen?
Zurzeit sieht es so aus, daß man von der CDU Hessen erneut einen Entwurf für ein Graffiti- Bekämpfungsgesetz eingerecht hat. Es ist der 6. oder 7 Entwurf.
Mir scheint, man möchte o lange Abstimmen, bis endlich so viele Regierungsmitglieder fehlen oder die Justizministerin die „Schnauze voll hat“ und ihr OK gibt.
Mit Break- Dance, Rap und DJing könntest Du noch punkten, aber was ist mit Graffiti?
Sprayer werden zunehmend ausgebeutet und zum Spielball von Wirtschaft, Polizei, Politik u. auch Pädagogen.
Die Wirtschaft verdient an den Spraydosen und richtet sich komplett auf die Bedürfnisse der illegalen Sprayer ein und verdient auch nicht schlecht mit dem 2. Standbein, den Entfernungsmitteln unerwünschter Lackierungen und Markerbeschriftungen.
Polizei und BGS richten auf politischen Druck Sondereinrichtungen ein, archivieren alles Mögliche, obwohl Schriftsachverständige des BKA und der LKAs bereits mehrfach mitgeteilt haben, daß man diese Schriften nicht gutachterlich bewerten kann, weil wesentliche Kriterien
Fehlen.
Sie laufen sich lieber einen Wolf und tippen sich Blasen an die Fingerkuppen, um Fakten zusammenzutragen, die schlimmstenfalls ganze Umzugskartons füllen. Oft habe ich den Eindruck daß entlastende Fakten dem Gericht oder der Staatsanwaltschaft nicht mitgeteilt werden, damit die Erfolgsquote nicht noch weiter sinkt. Daraus resultiert dann bei einigen Sprayern das Gefühl, sie unbesiegbar seien. Siegfried, der Held, fühlte sich auch unbesiegbar, hatte aber eine Stelle, die ihn verwundbar machte. Gleiches gilt auch für Sprayer.
Mit Graffiti- Bekämpfungsgesetzen versuchen manche Politiker von wirklichen Problemen abzulenken, werden aber nicht schlauer. Das Problem/die Probleme durch Graffiti lassen sich nicht über das Jugendstrafrecht in den Griff kriegen, sondern nur mit pädagogischen Mitteln, eines davon heißt: Jugendliche sind mit ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten ernst zu nehmen.
Jeder Mensch braucht Grenzerfahrungen und Möglichkeiten, nach erfolgter Grenzüberschreitung „Flurschäden“ in Ordnung zu bringen. Wer seine Grenzen nicht kennt, weiß auch nicht, wie weit er gehen kann.
Wenn Ihr Euch mal Graffiti- Projekte anschaut, so gibt es sehr wenige, die sich auch mit den Belangen der illegalen Sprayer befassen und diese in der Niederlage betreuen und ihnen aus der Illegalität heraus helfen. Was bringen Graffiti- Work- Shops, wo man sprühen lernt, aber im Anschluß keine Wände hat, wo man das Erlernte umsetzen, vertiefen und verbessern kann.
Es wäre so, als würde man Fahrschulen subventionieren, damit möglichst viele Menschen einen Führerschein machen, ihnen danach aber untersagt, ein Auto zu kaufen, bzw. ein Fahrzeug zu lenken. Logisch, daß es dann auch Personen gibt, die sich über diese Verbote hinweg setzen.
Hip Hop wurde als Alternative zur Gewalt der Street- Gangs eingesetzt. Wenn ich mir heute, in Hamburg oder in anderen Großstädten die Szenen anschaue, so entwickelt es sich eher in Richtung zunehmender Gewaltbereitschaft u. Drogenkonsum, was als Vorbildfunktion mit Sicherheit nicht so prickelnd ist.
Du meinst, Hip Hopper können vorleben, wie man sich zusammentut. Wo tut man sich zusammen? Man trifft sich, aber man tut sich selten zusammen, sondern JAMs sind eine Ansammlung von Egomanen, wo einer das Licht des anderen ausbläst, um das eigene leuchten zu sehen. Klar, es gibt auch Gegenbeispiele, aber leider sind diese Gruppen in der Minderheit. Du findest selbst in Crews, daß einer den anderen abwertet, wenn er gerade nicht anwesend ist.
Trotzdem begeistert mich die Hip Hop Bewegung, weil sie von der Kreativität der Leute lebt und in den Armenvierteln entstand.
Hip Hop steht für mich in erster Linie dafür, daß man sich auch als mittelloser Mensch mit Kreativität zu einer unikaten Persönlichkeit entwickeln kann, der mit seinen Fähigkeiten Beachtung und Achtung findet, sich damit auch aus der Armut lösen kann.
Das kann man mit Hip Hop, aber das kann man auch auf anderen Bereichen. Wichtig ist, daß man Menschen ein Recht auf Bildung gibt, was nicht n das Einkommen der Eltern gekoppelt ist, sondern an die Fähigkeiten) jedes Einzelnen und an dessen Entwicklungsstand.
Hip Hop als Beispiel ist OK. Hip Hop als angeordnete Massenbewegung empfinde ich nicht als OK, sondern als Zwangsberieselung.
.
 

oma7

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Well, UBU, so wie Hip-Hop zwar eine Massenbewegung ist, ist sie doch nicht angeordnet, und kann es nie sein. Es gibt zu viele verschiedene Strömungen und verschiedene Levels von underground. Wenn sich von den Hip-Hoppern welche für Schule engagieren, ist das nicht verordnet, und es gibt andere Hip-Hopper, die sind nicht dabei, oder sogar dagegen.

Das Sprühen sehe ich wie Du, man muss es fördern wie’s nur geht, und trotzdem Verständnis haben, daß es immer Illegale geben wird – wie der Apfel, der von Nachbars Garten besser schmeckt. Die die illegal sprühen, und auch da stimme ich Dir zu, sollen halt den „Dreck“ wieder weg putzen müssen, wenn sie erwischt werden, oder auch die, die Busse verschmieren, sollten die Konsequenzen tragen müssen, das ist Erziehung, und nur zu deren Bestem.
Ich persönlich freue mich an guter Graffity auch, wenn sie illegal ist.

Viele wollen sorgfältig arbeiten, und nicht immer wegrennen müssen, man braucht legale Flächen, das ist sonnenklar, und das bindet viel kriminelles Potential, es ist positive Energie, zu sprühen.

Ich bin aus Tübingen, hier sieht es so aus. Die Städte Rottenburg und Reutlingen neben uns, haben kürzlich Flächen freigegeben. In Tübingen haben wir grosse Schwierigkeiten damit. Eine Sprühaktion auf unserm kl. Festival gegen Vandalismus will weder der Rektor noch das Ordnungsamt. Irgendwie ziehen wir’s trotzdem durch.

Für legale Flächen setzt sich der Jugendgemeinderat ein, schon zwei mal haben Hip-Hopper, die da drin sind, eine Kolumne in der Zeitung geschrieben, ich hab einen Leserbrief geschrieben, mit dem Ordnungsamt und dem Rektor telefoniert, und auch so wird Druck gemacht. Das geht halt besser, wenn sich Hip-Hopper was tun, sei es im Jugendgemeinderat, als Klassensprecher, oder als Crew etc., die einen kl. Event macht oder eine Brief an die Zeitung schreibt.
Hier in Tübingen tut man sich auch zusammen in „beatzforpeace“, die inzwischen in mehreren Städten sind, verschiedne DJs und MCs, die Konzerte für gemeinnützige Zwecke machen, oder auch die Jungen anleiten und mitmachen lassen.
Auch gibt es die Hip-Hop Partisanen, die zwar sehr moralisch sind, das kann man sehen wie man will, aber auch die tun sich zusammen und tun was.
 

oma7

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Es gibt ausserdem auch politische Einrichtungen, die für Graffity sind und Preise untersützten, wie die Bundezentrale für politische Bildung.
 

UDU

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@oma7

Coole Einstellung.
Wenn Du willst, kannst Du mir mailen.
Wichtig sind die Jugendhilfeausschüsse der jedweiligen Städte.
 

Cyphar

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ich finds ansich super ich mein ich geh selber zur schule und mekr ja wie viel spaß ich daran habe :) aber bildung durch hip hop?ne lieber nich
da kann ich mir beim besten willen nix gescheites drunter vorstellen
 

oma7

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Nun, ich bin zwar kein Fan von Farrakhan, aber ich schick mal eine Kurfassung seiner Rede, vieles davon gefällt mir. Die war zum Hip-Hop summit 2001.

http://www.daveyd.com/farrakahnbreaksitdown.html

vielelicht verstehst du dann ein kl. wenig besser, was Bildung mit Hip-Hop bedeuten kann, aber es kann sogar noch weiter gehn.

Es gibt schon Hip-Hop CDs zu Biologie o.ä., weiss aber nicht, ob das zu empfehlen ist.


In Deutschland laufen solche Aktionen eh anders als in Amiland, die Hip-Hopper hier sind intellektuer, oder mehr davon halt, die Politik aufgechlossener (ausser die CDU und NPD etc.), und die Medien und Industrie nicht so aufdringlich.
 
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