Was haltet ihr von der S-Notation?

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und absolut nie, nie , nie würde ich versuchen
"• 2 x bei "Marusha" auf Radio Fritz: "Rave Satellite""
in den grünen pelz unter der lamettahose zu flüstern, dass ein plattenspieler ein instrument ist.
hat jemand die perle so vor 5 jahren bei "wetten dass..." gesehen, wo sie zeigen sollte, wie man mixt?
die sache ist daran gescheitert, dass der kopfhörer nicht angeschlossen war und sie nicht wusste, wo man den reinsteckt...
 

08/15 Poser

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Original geschrieben von Pimpone
Wie würde es für einen Dichter sein, wenn er seine Gedanken nicht aufschreiben könnte, um sie nachträglich vor anderen vorzulesen?
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ich glaub ich hab noch nie einen abwegigaren vergleich gehört.
---
Zum Eintrag von Cheap0:
Vielen Dank für dein Interesse und glaube mir, dass ich an alle Punkte gedacht habe die du mir aufgezählt hast - die Organisation des Tonmaterials, die Tonhöhenfähigkeit, Spieltechniken und die Definition was es im Vergleich zu traditionellen Instrumenten als vollwertiges musikalisches Werkzeug rechtfertigt . Es tut mir leid, dass bis jetzt noch keine näheren Informationen zum Buch bzw. zur S-Notation auf der Seite zu erfahren sind. Das liegt daran, dass das Buch voraussichtlich erst Ende Sommer erscheinen wird und ich vorher noch nicht mit der grundlegenden Symbolistik herausrücken möchte - verständlich wie ich denke. Der s-notationelle Auszug der zu lesen ist, hat den Anschein, dass es sich um klassische Noten handelt aber so ist es nicht - es baut darauf auf aber letztendlich ist es doch ein wenig anders. Der Grundgedanke war meinerseits, sich der traditionellen Notationsform zu bedienen um daraus eine schriftliche Aufzeichnungsform zu erschaffen, welche für den Tonspieler sowie für den Musiker eines traditionellen Instruments gleichermaßen lesbar ist. Meiner Meinung nach bringt es nichts eine völlig neuartige Notationsform zu entwickeln, welche sich zu weit von der Tradition entfernt, wodurch die Kommunikation zwischen den Musikern nahezu unmöglich wird. Auch ein Klavierspieler muss lesen können, was ich kratze, damit man musikalisch zusammenarbeiten bzw. musizieren kann.
glaubst du das jeder musiker die notation lesen könnte, die von der art der spielens gar nicht in einem herkömmlichen sinne aufgeschrieben werden kann. alleine daurch dass die platte in verschiedene richtungen bewegt wird unddabei verschiedene Tempi durchläuft und durch den fader geöffnet oder geschlossen wird, ist die möglichkeit der herkömmlichen note überschritten.
und das gekritzel auf der seite sieht mir weit weg von einer vernünftigen notation aus, da hab ich schon durchaus bessere ansätze gesehen
 
J

JuggleberrySpin

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ich find so ein notationssystem extrem fürn arsch.

notier mal bitte "flatulent boy confesses" von toad....

1. glaub ich kaum dass jemand bock hat nach noten zu scratchen
2. glaub ich noch weniger dass jemand bock hat (bzw. in der lage ist) seine scratches aufzuschreiben.
 

Dj Direct

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Also bei der DMC hat man von euer Notation nicht viel gemerkt. Sorry!
 

freshhh!

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hey, cool dass du mal stellung genommen hast, aber etwas bei deiner ausführung hat mir sofort eine riesen frage in den kopf geschossen

und zwar meinst du ja, die s-notation ist eine "wegnotation"
dementsprechend müsstest du ja, wenn du exakte töne bzw sounds haben willst, die exakte zieh/schiebelänge des samples und die dauer dieser bewegung aufschreiben, dass man es reproduzieren kann und es genauso läuft wie du es dir vorstellst


und zu deinem beispiel in der küche:

kannst du dir im kopf genau die unterschiedlichen chirp-längen exakt vorstellen, und dann wie komponisten klassischer musik sagen "nein, eine viertel note ist zu lange, ich lass eine achtel spielen" und kannst das direkt auf das skratchen umsetzen um es dir wirklich exakt zu notieren?
wenn du dir irgendwas aufschreibst, kannst du es genauso skratchen, wie du es aufgeschrieben hast ohne am table vorher zu stehen, ohne irgendwas zu improvisieren?


ich persönlich habe keinen wirklichen einblick in diese notation, doch wenn es notation genannt werden soll um stücke richtig nachzuspielen müsste wie bei sinfonien oder großen orchesterwerken alles notiert sein

tonlänge, tonhöhe, mit welcher dynamik bzw ausdruckskraft es gespielt wird und der gesamte verlauf

ansonsten würde ich das keine vollkommene notation bezeichnen, da noch lücken aufbleiben, bei musikstücken wirste sowas nicht finden, dass da jemand fragt "ähm hier steht nich genau wie lang der ton dauern darf"


als wiederholendes fazit:
eine notation beim turntablism ist extrem kompliziert und verdammt schwer, da eben sehr schwer mitnotiert werden kann
kein notenblatt kann eine 2 stündige einarbeitung in einem team ersetzen, kein notenblatt kann dir exakt sagen, wie schnell bzw langsam du chirpen musst und wie lang der drag bzw die tears dauern dürfen ...... meiner meinung nach ein etwas unnötiger versuch in das chaos der individuellen kreativität des turntablisms eine ordnung hineinzubringen
vielleicht ist es in 15 jahren gut entwickelt, mal schauen, aber ich werd mich wohl nicht nach sowas richten
 

DjGist

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Ach du scheise. Mir ist das viel zu kompliziert. Ich scratch lieber nach meinem Gefühl als nach Noten. ich find es aber ganz interessant, was ihr da macht. Zu einem Orchester scratchen. Krass...
 

Toubsen

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Hmm... seit langer Zeit mal wieder ein sehr interessanter Beitrag. Sehr schöne Kommentare... und möglicherweise sogar "das" Thema überhaupt...
Hab die Ideen gerne gelesen und drum werd ich auch mal schreiben was ich zu diesem Thema so erlebt habe.

Seit über einem Jahr versuche ich Leuten in einer Schule DJing Scratchen etc beizubringen. Damals hab ich mich auch intensiv mit TTM beschäftigt und ich habe auch versucht es in den Untericht einzubauen. Aber ich stellte für mich selbst sehr schnell fest... "Es ist gut... aber es geht nicht..." Zu schnell stößt man an Grenzen die selbst mit hunderten von Zeichen nicht zu bewältigen sind. Die ganze Sache ist, wenn sie in einer hohen Form ausgeübt wird einfach zu Komplex um sie ausreichend zu "notieren".
Für den Untericht hingegen ist es sehr hilfreich. Bei dem erlernen von Grundtechniken zeichne ich fast jede Stunde dem Schüler bestimmte Sachen auf (die wir diese Stunde gemacht haben und damit er sie zuhause üben kann.) Das ist ein sehr gutes Hilfsmittel weil Schüler oft vergessen wie "das" grade nochmal genau ging.


Fazit... ich denke für "Basics" ist es sehr Hilfreich auf eine bestimmte Art, eine einfache & verständliche, notieren zu können. (zB. Schule) Privat dagegen wird keine Notation solchen komplexen Anforderungen gerecht werden. Eine Videoaufnahme mit Sound würde es grade schaffen. Wie soll es dann eine geschriebene Form schaffen?
Die Lösung dieses glaube ich "imaginären Problems" wird sich dort finden wo jeder für sich selbst entscheidet wann es für ihn sinnvoll ist etwas zu notieren oder wann es einfach überflüßig bzw. nicht möglich ist. Und ich glaube nicht das es daran liegt das es noch nicht erfunden wurde. TTM ist euch nicht komplex genug? Ihr habt es erweitert mit 3D Grafik und 200 Extra Zeichen und es reicht immer noch nicht? Aber warum und wozu? Die Grenzen in diesem Bereich sind schon lange erreicht denn die Notation nach der viele noch suchen ist eine Videoaufnahme.
Also werde ich weiterhin so verständlich wie möglich einfache Zeichnungen auf Papier bringen um Leuten schriftlich mit auf den Weg zu geben wie noch gleich dies oder das ging. Will ich dagegen einem Freund zeigen wie mein neustes Set geht dann nehme ich meine 20 Euro Webcam und recorde ein von der Größe Email freundliches Video auf meinem 6 Jahre alten PC.

Ein anderes Thema...
Der Gleichberechtigungskampf mit klassischen Instrumentalisten.
Vor ca. 2 Wochen fand ich eine Anzeige in der Zitty.
Saxofon Spielerin (prof. Jazz Studium) sucht DJ der scratchen kann für Bandprojekt. [...]
Daraufhin schrieb man sich ein paar Mails und schau an... die Person sah das Video vom DStyles Abend in der Knitting Fac. in LA und war darüber so begeistert das nun sofort ein DJ Band Projekt starten muß.
Die erste Session: Man traf sich im privaten Proberaum mit besagter Saxofonistin und einem Basser. Ein sehr kleiner Probe und ein noch kleinerer Bassverstärker auf der Erde stehend für den DJ. Es ergaben sich teilweise recht spaßige Momente doch überschattet von einer Erwartungshaltung die seines gleichen sucht ging es Berg ab. Recht eingefahrene Free-Jazzer die gerne offen wären für Neues? Bestimmt lag es auch an der recht angespannten Stimmung und Laune der Gastgeber aber eines steht fest.
Die Mischung von Turntablisten und klassichen Instrumentalisten sollte mit äußerster Vorsicht angegangen werden. Ein Großteil weiß rein garnichts von DJing Scratching etc und hat recht falsche Vorstellungen was nicht geht aber was dafür sehr gut geht. Es wird nicht möglich sein spontan ein Sample zu nehmen und eine Melodie zu spielen zu einem Stück das man nicht kennt. Es wird dafür sehr gut gehen einen jazzigen Beat vom Sampler zu starten (wenn es keinen Drummer gibt wie in diesem Fall) und anzufagen einzelne Themen auszuarbeiten was sich auf der DJ Seite nun mal ganz klar um bestimmte Samples dreht.
Nun dieser Abend bleibt negativ in meinen Erinnerungen aber trotzdem war er wieder mal sehr lehrreich. In diesem Fall, anders als bei der S-Notation sehe ich den Wirbel um die ganze Sache schon berechtigt. Die Grenzen vom Plattenspieler zum Instrument sind schwer zu setzen und noch lange werden sich Leute darüber den Kopf zerbrechen.

Ich denke ich werde einfach weiter versuchen Musik zu machen... ganz ohne Grenzen und zuvieler Regeln.
 

08/15 Poser

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ich hab aber auch schon projekte gesehen, die das ganze sehr gut umgesetzt haben. Turntablejazz z.B.
 

Cheap0_

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Original geschrieben von Jeff Damn
Lest euch das durch und fangt an zu verstehen...
Concerto For Turntable

Das war zwar sehr sinnvoll die Seite als Link zu posten, trotzdem regt mich das auf.... du Frechdachs du! du frecher, bodenloser Frechdachs! Ich werde mir mühe geben zu verstehen...
naja, so wie´s aussieht checken aber die meisten Leute ja doch den Unterschied zwischen Wichtigtuerei und ernstzunehmenden Entwicklungsschritten. Radar ist nämlich super. Das freut mich ja so!
Und Ich muss sagen: Das war das ernsteste Thema was ich hier jemals bearbeitet habe! Props!
 
J

JuggleberrySpin

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Original geschrieben von 08/15 Poser
ich hab aber auch schon projekte gesehen, die das ganze sehr gut umgesetzt haben. Turntablejazz z.B.

wo hast du die gesehen? gibts da material davon?
 

PTR

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Turntablejazz mit Rafik etc.? Die hier: www.uniqueclub.de ?
Da bin ich auch schon sehr gespannt drauf was die so machen, werde sie am Mo. zusammen mit Gunkhole sehen.



Ich habe selbst sehr gute Erfahrungen gemacht mit anderen Musikern zusammen zu spielen. Ich hab ca. 4 Jahre in einem Funk/Jazz - Bandprojekt gespielt, bestehend aus Drums, Bass, E-Gitarre, Rhodes/Hammond/Keys, Querflöte und eben mir an den Turntables.
Wobei es aber weniger mein Part war, instrumentale Samples am Turntable zu flippen wie jetzt bei Gunkhole, Ned Hoddings etc. (das ganze war auch so 1998 bis 2001...), sondern ich habe mehr mit klassischen Scratchsounds verbunden mit nem Effektgerät (Alesis Wedge) experimentiert, das hat sich dann manchmal mehr nach nem Synthie angehört... Natürlich hab ich auch normal gecuttet, aber immer im Zusammenspiel mit den anderen Musikern, nicht etwa so solomäßig, wie als würde man über nen Beat rocken. Ich hatte jedenfalls eine absolut gleichberechtigte Stellung und Aufgabe in der Band, wie die anderen Instrumente eben auch.

Die Schwierigkeit liegt dabei aber gar nicht darin als Scratch-DJ mit "normalen" Instrumentalisten zusammen zu spielen, sondern darin wie bei allen Musikern, die zusammen spielen wollen - das man sich auf der musikalischen Ebene versteht, miteinander harmoniert und offen ist für neue Impulse.
Bei uns war live einfach sehr viel Improvisation dabei und daraus haben sich dann wieder neue Ideen ergeben... Von denen hatte vorher auch keiner ne Ahnung davon, was man mit nem Turntable so alles anstellen kann. Vielleicht auch wieder gut so, da gabs wenigstens keine falsche Erwartungen wie bei der Erfahrung von Toubsen.

Unseren 1. Gig werde ich auch nie vergessen, das war auf nem kleinen Bauwagendorf-Festival und wir hatten gerade ein Mal vorher zusammen gejammt. Und dann beim zweiten Mal gleich vor Publikum, ohne Bandnamen, ohne Songs oder feste Themen zum improvisieren und ohne eine Vorstellung, wo es eigentlich hingehen soll. Aber es hat funktioniert, es hat einfach gestimmt zwischen uns. Alle waren auf einmal so geflasht, wir selbst und auch das Publikum. Bis dann irgendwann die Bullen kamen und uns von der Bühne holen wollten... (war wirklich so!)
 

iboto-bob

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Original geschrieben von freshhh!
als wiederholendes fazit:
eine notation beim turntablism ist extrem kompliziert und verdammt schwer, da eben sehr schwer mitnotiert werden kann
kein notenblatt kann eine 2 stündige einarbeitung in einem team ersetzen, kein notenblatt kann dir exakt sagen, wie schnell bzw langsam du chirpen musst und wie lang der drag bzw die tears dauern dürfen ...... meiner meinung nach ein etwas unnötiger versuch in das chaos der individuellen kreativität des turntablisms eine ordnung hineinzubringen
vielleicht ist es in 15 jahren gut entwickelt, mal schauen, aber ich werd mich wohl nicht nach sowas richten [/B]
Kannst Du mir sagen, was da bei ner Geige anders ist? Extrem komplizierte Technik, viele Nuancen im Spiel die nicht in der Notation erfasst werden können (wie schnell ist jetzt das Vibrato, z.B.), und trotzdem ist die Notation hilfreich. Eine notation für Turntables, die sagt zwei Flares, insgesamt ein Viertel lang, an der Stelle im Beat kann das schon sehr hilfreich sein.

Interessant finde ich die Notation, die man im Film Scratch kurz zu sehen kriegt. Die schaut so aus, dass man in ein Raster, die Bewegung der Platte einträgt, aber nur, wo man den Fader offen hat. Ich probier das mal ASCII-art-mäßig darzustellen. Viel Spaß beim Versuch das zu verstehen:

+---+---+---+---
...../...../\.........
..../.................
.../...../....\../.\
+---+---+---+---

(Das Raster ist blau, die eingezeichneten Linien hab ich schwarz gelassen)
Die erste Linie wäre dann ein Forward, das hoch-runter-Teil ein 1-Click-Flare (beide Wege, also ein 1-Click Orbit, in anderen Sprechweisen) und das letzte ein Chirp. Man muss natürlich noch dazuschreiben, welchem Notenwert ein Stück im Raster anspricht, und das Sample schreibt man senkrecht einmal daneben, sodass man weiß, wieviel hoch wie weit im Sample entspricht. Die Linien sind natürlich eigentlich gekurvt, Tears entsprechen in diesem Bild dann, schräg -> waagerecht -> schräg. Etc.

Für tonescratching malt man den jeeilingen pitch ein, also ne waagerechte Linie, die dann je nach pitch hoch oder runter geht.
 

Cheap0_

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@Pimpone

Nur noch eine Frage: Wenn du deinem Kumpel die Noten gibst und nix dazu sagst, was macht er dann damit? Und vor allem, was benutzt er dazu?
 

freshhh!

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Original geschrieben von iboto-bob
Kannst Du mir sagen, was da bei ner Geige anders ist? Extrem komplizierte Technik, viele Nuancen im Spiel die nicht in der Notation erfasst werden können (wie schnell ist jetzt das Vibrato, z.B.), und trotzdem ist die Notation hilfreich. Eine notation für Turntables, die sagt zwei Flares, insgesamt ein Viertel lang, an der Stelle im Beat kann das schon sehr hilfreich sein.

mit der normalen notation kannste net nur geige spielen
das vibrato wird dann wohl vorher eingeübt sein, ansonsten sache des einzelnen artisten

jedoch kannste bei dingen wie klavier, trompete etc genauso die notation verwenden, die deswegen universell gehalten ist

zu dem nuancen bla kann ich auch sagen, dass man bei tears die schnelligkeit auch net sagen kann, bei den drags nicht das genaue muster wie schnell er gestoppt werden soll, was für ein gefühl etc



ich bleib weiterhin dabei, dass es vielleicht im großen und ganzen eine kleine hilfe sein wird, jedoch werden die leute, die bereits auf so einem niveau skratchen um sowas im teamverband zu brauchen, das nach einer practice session in etwa raushaben wie sie zusammenzuspielen zu haben
ein kleines gimmick, was jedoch nicht viel helfen wird, ausser du willst tablism unterricht geben und einem anfänger muster geben, die er zu hause üben soll
 

iboto-bob

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Original geschrieben von freshhh!


mit der normalen notation kannste net nur geige spielen

das vibrato wird dann wohl vorher eingeübt sein, ansonsten sache des einzelnen artisten

jedoch kannste bei dingen wie klavier, trompete etc genauso die notation verwenden, die deswegen universell gehalten ist
Ach ne. Das war genau mein Punkt: die Notenbaltt-Notation kann nicht alles widergeben, auch bei anderen Instrumenten als dem Turntable nicht.
zu dem nuancen bla kann ich auch sagen, dass man bei tears die schnelligkeit auch net sagen kann, bei den drags nicht das genaue muster wie schnell er gestoppt werden soll, was für ein gefühl etc
Das ist alles in der Notation die ich im zweiten Teil von meinem Post beschrieben habe erfasst ... dazu würd mich ne Antwort interessieren. Ich hab jetzt auch ne Website gefunden, wo man sich das Booklet mit ner Beschreibung der Notation downloaden kann: http://www.battlesounds.com/transcription.html

ich bleib weiterhin dabei, dass es vielleicht im großen und ganzen eine kleine hilfe sein wird, jedoch werden die leute, die bereits auf so einem niveau skratchen um sowas im teamverband zu brauchen, das nach einer practice session in etwa raushaben wie sie zusammenzuspielen zu haben
ein kleines gimmick, was jedoch nicht viel helfen wird, ausser du willst tablism unterricht geben und einem anfänger muster geben, die er zu hause üben soll
Es geht auch nicht darum eine Session zu koordinieren, sondern Stücke zu "schreiben", die man dann spielen kann, also darum, Ideen aufzubewahren, auch wenn sie auf mehreren Spuren stattfinden, man sie also nicht einfach einspielen kann, wenn sie einem einfallen. Dafür wär ne Notation doch ganz interessant. Das schöne an der Notation, die ich oben verlinkt habe ist, dass man nicht erst scratchen gecheckt haben muss, um die Dinger lesen zu können. D.h. es gibt z.B. kein Zeichen für 3-click Flares, sondern die Linie ist einfach dreimal unterbrochen -- dort wo die Clicks sind. Ich befürchte halt, dass die S-Notation, da sie sich an der Notenschrift orientiert, viele Spezialzeichen einführt (etwa wie die Schlagzeugnotation, wo man für jede Drum ein eigenes Zeichen hat, nur halt für jeden Scratch) und man deswegen erst scratchen können muss, um die Notation lesen zu können -- was ihren pädagogischen Nutzen deutlich reduziert.
 
J

JuggleberrySpin

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Original geschrieben von iboto-bob


Es geht auch nicht darum eine Session zu koordinieren, sondern Stücke zu "schreiben", die man dann spielen kann, also darum, Ideen aufzubewahren...


das macht meiner meinung nach aber auch keinen sinn...

wenn du nen scratchtrack machst, setzt du dich dann irgendwo mit so nem notenblatt auf ne wiese und schreibst deine combos auf?

fürs ideen aufbewahren nehme ich cool edit her.
 

Dj Direct

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"Es geht auch nicht darum eine Session zu koordinieren, sondern Stücke zu "schreiben", die man dann spielen kann, also darum, Ideen aufzubewahren... "

Kann mir leider nicht wirklich vorstellen das Du nen Track/Stück/Song ganz ohne Turntables komponieren kannst. Gerade beim Scratchen gibt es seht viele Dinge die aus ner Situation heraus entstehen, wenn man vorher alles stur aufschreibt, geht glaub ich einiges an funkyness und style verloren...
 

freshhh!

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antwort gibts morgen oder so, wenn ich mir die zeit genommen hab, grad bischen in hektik

das problem beim turntablism ist, dass du eigentlich alle instrumente spielen kannst, alle samples spielen kannst, die es gibt


das mit der wiese ist etwas stark ausgedrückt aber gibt es so in etwa wieder, um was es geht
komponisten können ohne instrumente werke schreiben, da ich nich glaub dass die alles beherrschen ... aber n tablist ... nunja



wie gesagt antwort kommt evtl noch
 

iboto-bob

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Original geschrieben von Dj Direct
Kann mir leider nicht wirklich vorstellen das Du nen Track/Stück/Song ganz ohne Turntables komponieren kannst. Gerade beim Scratchen gibt es seht viele Dinge die aus ner Situation heraus entstehen, wenn man vorher alles stur aufschreibt, geht glaub ich einiges an funkyness und style verloren...
Und was ist da bei anderen Instrumenten anders? Und trotzdem notiert man auch da mal Sachen, obwohl es viel "funkiger und stylisher" wäre, alles zu improvisieren. Ich seh schon ein, dass man Sachen einfach aufnehmen kann, aber das geht eben nur mit einer Tonspur auf einmal (Ideen hat man nunmal erstmal allein), und auch nicht wenn man auf ner Wiese sitzt und ne Idee hat, aber keinen Turntable zur Hand. Da könnte sowas doch auch praktisch sein. Gerade bei so jungen Hiphoppern in der Selbstfindungs-Kiff-Phase kann eine kleine Gedächtnisstütze nicht schaden :)

Abgesehen davon ist ne Notation, die es einem erlaubt, Scratches anders zu beschreiben als "dreimal klicken, und nach dem ersten Klick die Platte etwas bremsen" doch auch nicht schlecht. Schaut Euch mal die oben verlinkte Turntablist Notation an, die bietet das.
 
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