HobbyZicke
Frischling
- Mitglied seit
- 22 Februar 2010
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Naja, aber gerade dieses Amoralische -gute Reimtechnik, und ein wenig schwarzen Humor natürlich vorrausgesetzt -macht die Musik für mich reizend.
Sicherlich ist die Art von deutschen Rap nicht sehr förderlich für Heranwachsende, aber ich genieße die Musik trotzdem.
Wenn das Rumgeprolle zu flach wird, der Humor fehlt und der Rapper sich sprachlich nicht angemessen ausdrücken kann, dann höre ich ihn mir auch nicht an.
Aber wie gesagt, ich habe natürlich eine andere Auffassung als etwa ein alter HipHopHead der noch mit den 4 Elementen großgeworden ist, oder so ein Gangsterverschnitt mit penetranten Klingelton und Steinchen im Ohr. Soll heißen ich habe weder mit der klassischen Szene noch mit der zweiten Charge Gangsterraphörern viel gemeinsam. Ich würde mich, selbst wenn ich sehr viel deutschen Rap höre nicht als Hip-Hopper bezeichnen. Ich bin eher so der konservative Typ, höre auch andere Musik und lasse mich einfach nur faszinieren und unterhalten.
Ein Mafiafilm wie Scarface oder ein Thriller wie etwa American Psycho verherrlicht auch in gewisser Weise Gewalt, oder irgendwelche B-Movie-Splatter-Komödien und als Zuschauer entwickelt man wie ganz selbstverständlich gewisse Sympatien zu den "Bösewichten".
Problematisch wird es in der Tat dann, wenn Jugendliche die Musik wörtlich nehmen, und sich als Leitfaden für ein gutes Leben Vorbilder wie Bushido und Ko beiseitestellen. Das geht natürlich nach hinten los.
Wenn man das distanzierter betrachtet, dann entsteht ja auch kein negativer Einfluss für die Persönlichkeitsentwicklung.
Wenn einen im Film der Patrick Bateman zum Schmunzeln bringt mit seiner Schneidigkeit, dann zieht man ja auch nicht los und weidet die Damenwelt aus oder verkauft Koks weil Tony Montana so "cool" dargestellt wird.
wow...dazu kann ich nichts mehr beifügen