Vocals mischen mit Samplitude ?! HELP

clapmusic

Frischling
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Heyhey allerseits !

Seit ca. 1anhalb jahren record und misch ich meine songs mit samplitude 11. Klar, am Anfang hat ich wie jeder andre blutige amateur überhaupt keine ahnung was ich da mit welchem werkzeug mach und alles drum und dran, aber nach ner zeit checkt man schon einiges mehr.
So nun is aber aber folgendes der fall:
ich hab des gefühl ich komm von allein nimmer weiter, sprich ich mach keine fortschritte, und das obwohl der sound meiner songs noch nich so wirklich als "perfekt" bezeichnet werden kann. Also irgendwie muss man doch neues dazu lernen ??
Dehsalb der Thread hier, ich hätt gern dass jeder der was intressantes zu posten hat, das auch tut.
hmm, vllt. hab ich noch weng ungenau ausgedrückt..
Also meine Bittte is, dass ihr einfach etwas über eure Vorgehensweisen, über eure selbstgemachten Entdeckungen/Erfahrungen im Umgang mit irgendwelchen Werkzeugen oder Effekten, und soooo weiter hier rein postet !

seit so nett, vllt. wird ja nich nur mehr sondern auch andren durch eure infos geholfen :)
 

Big E

Altgedient
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Beschreib doch mal deine Vorgehensweise und zeige am besten ein Soundbeispiel mit Vorher/Nachher, dann kann man dir am besten helfen.

Ein Trick, den ich leider viel zu spät gelernt habe. Ich benutze niemals nur einen Compressor auf einer Spur und hau den voll rein. Ich verwende immer mehrere Compressoren und lasse die nur minimal einsetzen (-0.1 bis MAXIMAL -1db). So hast du a) den Klangeinfluss verschiedener Compressoren und b) behältst dir deutlich mehr Dynamik, kommst im Gesamtergebnis aber auf die selbe Compression.

Ein Ohr für Frequenzen entwickeln. Man sollte in der Lage sein, einen Ton seiner ungefähren Frequenz zuordnen zu können ohne mit dem EQ die Frequenz zu suchen oder eine Spektralanalyse zu machen. Das hilft meiner Meinung nach dem Sound seinen Charakter zu behalten und man arbeitet nicht zu technisch.

Ansonsten die üblichen Verdächtigen:
-Matschfrequenzen bei ca. 300Hz raus.
-Unter 50Hz einen rigorosen Lowcut machen.
-Lieber mit dem EQ etwas weg nehmen und Platz machen, anstatt irgendwas künstlich zu pushen.
-Compressoren immer lieber mit Vorsicht genießen als einfach mal zu übertreiben.

Und die Wichtigsten Dinge:
-Aufnahmegegebenheiten optimieren! Die Akustik hat mehr Einfluss als die meisten sich vorstellen können.
-Üben, Üben, Üben, Üben, Üben!

Sorry, falls du das alles schon wusstest. Aber ohne weiterer Aussagen deiner Seits, kann ich nicht beurteilen was du schon kennst/kannst und was nicht :)


PeacE
 

clapmusic

Frischling
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erstmal danke für die antwort ! :)
Also das mit den Soundbeispielen vorher/nacher is im moment leider überhaupt nich möglich, weil mein rechner nen virus hatte und ich mir jetzt ne neue festplatte zugelegt hab, sprich ich hab überhaupt nix mehr an irgendwelchen songs.

Das einzige was ich dir anbieten könnte wär´n da 2 alte songs die ich noch auf rappers.in hab : http://www.rappers.in/clapyourhands
Na ja , hast halt leider kein vorher/nacher vergleich..

Meine Vorhergehensweise, meinst du damit nur die Reihenfolge der benutzten werkzeuge oder auch WIE ich die benutze ?
Also nach dem recorden der main- und doublespur geh ich meist wie folgt vor:
Zuerst einmal kompressier (mit´n einfachen comp.) ich beide spuren runter, was denen leider auch weng die power aus der stimme nimmt, aber nur so krieg ich des kratzen raus..
Als nächstes kommt der EQ, da wird meist 100HZ der lowcut gesetzt. So bei 250HZ wird abgesenkt um eben des "matschige" rauszukriegen. (hat bei mir aber eben auch den nebeneffekt dass meist der bass in der stimme und somit der druck verloren geht)
Bei ca. 8Khz kommt ne leichte anhebung, so zwischen 2-5DB. Auch bei 11Khz wird ganz leicht angehoben, meist um 2DB. Ab 18Khz wird alles so um 8DB abgesenkt.
Dann kommt noch´n Multibandkompressor mit dem ich anschließend versuch bissle mehr Druck neizubekommen (was auch nich immer klappt)
Anschließend noch´n Reverb-oder Halleffekt per Aux-Spur. (das mach ich aber erst seit neustem, bei den songs auf rappers.in war der noch direkt in der mainspur)

Soo vllt. noch´n Dehisser und des wars dann im großen und ganzen.
Des ganze hat sich jetzt alles auf die Mainspur bezogen, bei den doubles senk ich mitn EQ eig. nur die Höhen großzügig ab, damit die nich so krass präsenz sind.


Was ich aber ehrlich nich versteh, is die Sache mit dem Kompressor.
Deiner schilderung nach benutzt du den auch, um mehr Druck neizukriegen oder ?
Das tut irgendwie jeder, nur ich nich ! Ich nehm mit dem Kompressor den Druck immer raus, wie oben schon erwähnt..
Sobald ich nämlich versuchen würde in die andre Richtung zu gehn, würd meine Stimme übelst kratzig werden. Und des kratzt ja jetzt schon, deshalb muss ich dem ganzen immer etwas an Power nehmen..


Wegen der Akustik: Ja, da arbeite ich grad dran, hab in nächster zeit vor mir ne kleine kabine zu basteln.. :)
 

Big E

Altgedient
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Ich glaube du hast eigentlich nur ein großes Problem. Du nimmst VIEL zu laut auf! Normalerweise Pendelt man sich so bei -10db ein. Da haste genug Luft nach oben um mit dem Compressor Druck reinzukriegen und auch mim Eq noch Sachen zu boosten. Man hört auch deutlich, dass du da mim Compressor irgendwas falsch machst.
Probier auch mal mim Eq bei ca. 2-4kHz zu pushen. Dann kriegst du mehr verständlichkeit in die Stimme.

Du willst ne Kabine bauen? Mach das blos nicht! Damit machst du mehr kaputt als du rettest! Optimier die Akustik deines Zimmers mit Absorbern und Diffusoren. Eine Kleine Kabine killt den kompletten Klang.

PeacE
 

clapmusic

Frischling
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darüber hab ich mir auch gedanken gemacht, aber des eigentlich kaum sein !
Ich muss so schon den Beat auf -3 bis -6 dB drehen, damit man die Stimme (gedoublet) überhaupt gut genug hören kann ..

Ich glaube ich nehm irgendwie FALSCH, aber nich zu laut auf.
Am Mic wirds auch ehrlich gesagt kaum liegen, is zwar nich des non plus ultra aber doch recht anständig (t-Bone sc1100).

Echt keine Ahnung, vielleicht hats was damit zu tun wie die ein-und ausgangspegel am verstärker oder interface eingestellt sind.
Hab da zwar auch öfters mal rumprobiert, aber nie des gewünschte ergebniss erzielen können.

Hab des auch schon öfters gelesen dass die eingangslautstärke nich den wert von -10dB überschreiten sollte. Ich komm teilsweise (nur mit der mainspur) auf -1 dB.
Zusammen mit den Doubles lieg ich dann schon mal bei +2 dB, mit Beat nochmal entsprechend höher.

Nur, wie soll das bitte funktionieren wenn ich die aufnahme leiser drehen würde, ich mein der beat is wie gesagt jetzt schon bei bis zu -6, ja manchmal auch -7 oder -8dB, wobei die Stimme bei -1 dB liegt.
Wenn die Stimme jetzt bei -10 dB liegen würde, müsste der beat quasi bei ca. -18 dB sein. Und das geht wohl echt nich..


Nochmal zur Kabine:
Ja ich hab dazu auch nen thread auf rappers.in geöffnet, um mir da paar meinungen zu holen. Einige raten ab, einige meinen es wär super ..
Mal schauen :)
 

Big E

Altgedient
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Der Beat sollte auch MAXIMAL bei -6db eingependelt sein! Du brauchst dringend Luft nach oben um ein sauberes Signal zu haben!
-1db bei der Aufnahme is viel zu laut und wenn du mit Doubles schon bei +2db liegst, übersteuert es ja schon! 0db is Übersteuerungsgrenze!

Nimm lieber Leise auf. Lautermachen kannst du immer! Wenns aber einmal zu laut is wirds schwierig, das Signal wieder sauber zu kriegen.

Pendel deinen Beat und deine Stimme im Mix so ein, dass du bei Maximal -8db bis -6db bist bei der lautesten Stelle. Dann kannste mit Compressor und Limiter ordentlich Druck und Lautstärke reinkriegen. Lautheit is nicht auch gleich lautstärke. Also ein Signal mit -10db muss nicht unbedingt leise sein.

Diese kleinen billigen Gesangskabinen sind Schwachsinn. Das wurde hier aber auch schon in einigen Themen besprochen. Einfach mal die Suche benutzen oder die letzten Seiten durchsuchen.
Eine Kabine lohnt sich erst aber einer gewissen Größe. Unter 6m² braucht man da meiner Meinung nacht nicht anfangen. Klang braucht Raum um sich zu entwickeln. Das ist Physikalisch auch leicht zu belegen. Der Druck einer Männerstimme liegt im Durchschnitt bei ca. 150Hz. Schallwellen sind ja Sinuswellen. Bei 150Hz hast du eine Wellenlänge von ca. 2,5 metern. Bei 100Hz sinds schon ca. 3,5 meter!

Dazu kommt dann noch, dass die Bedämpfung in diesen kleinen Kabinen meistens sehr unklug gelöst ist. Da werden oft nur die Höhen und die Mitten bedämpft und du hast einfach nur einen reinen Matsch in der Kabine. Höhen Weg, mitten leicht bedämpft und im Bass passiert garnichts. Kannst dir ja vorstellen, wie das klingt :)
Von Flatterechos, stehenden Wellen und extrem schlechten Nachhallzeiten brauchen wir garnicht erst anfangen.

Ein normales Zimmer, mit Bücher/Plattenregal, Bett, Sofa und Schrank ist akustisch meistens sehr viel besser als eine Gesangskabine. Wenn du hier die Akustik noch optimierst, hast du einen gut klingenden Raum, der auch nach einem Raum klingt ohne großartig künstliche Reverbs draufklatschen zu müssen.

PeacE
 

clapmusic

Frischling
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Ja bin mir im klaren darüber dass ich somit eigentlich ´nen wichtigen grundsatz völlig ignorier..
Lautheit ist nicht gleich Lautstärke, richtig, aber wenn ich alles so runterdreh dass ich mit der aufnahme den grenzwert von -6 dB nich überschreite, ist gleichzeitig die Lautstärke auch im Eimer. Aber was solls, ich werds demnächst nochmal versuchen und schauen ob ich dann anschließend beim mix die gewünschte power neibekomm..

Ja, hab ich auch definitiv gegen den bau solch einer mini-booth entschieden :)
Laut dem was sich bis jetzt so herausgestellt hat, wären 3 Stellwände im Halbkreis hinter mir aufgestellt die beste lösung. dazu noch von der rückseite des mic´s bis zur nächsten schallharten wand ein abstand von knapp 3,50m.
Is ja echt unglaublich wie komplex des thema der raumakkustik is !
Ich dacht mir anfangs noch einfach mal hier und da bisschn noppenschaum angebracht und fertig .

So easy scheints dann aber doch nich zu sein :)
 

Big E

Altgedient
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Die Lautstärke kannst du dann ja aber wieder mít Compressor und Limiter ordentlich hochziehen. Das ist ja der Sinn hinter Compressoren und Limitern :)

Stellwände sind immer gut!
Hast du schon einen Bauplan für die Stellwände? Am leichtesten ist es, einen Holzrahmen mit ca. 15-20cm dicke zu bauen, da Glas/Steinwolle reinzupacken, diese mit dünnen schnüren zu befestigen und mit dünner Plastikfolie zu verpacken. Dann einen dünnen Stoff drum rum. Das schaut cool aus und hilft sehr viel.
Hier ist gute und selbsterklärende Anleitungen http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=72&thread=1137
http://www.barthman.de/absorber.html
http://www.flickr.com/photos/snykehd/3173182018/
Nur ist es ziemlich schwachsinnig da einfach nur Noppenschaumstoff (beim ersten Link) reinzupacken. Glaswolle hat viel bessere Absorbtionswerte die auch deutlich Tiefer gehen!

PeacE
 
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3headed Monkey

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Die Lautstärke kannst du dann ja aber wieder mít Compressor und Limiter ordentlich hochziehen. Das ist ja der Sinn hinter Compressoren und Limitern :)

Bahh, Loudness War ftl. Dann lieber ordentlich (und mit genug Headroom) abmischen und am Ende normalisieren. Auf jeden Fall besser als am Schluss alles tot zu limiten.
 
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