Versklavt, totgequält, weggeworfen

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JimJ0n3s

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Sie ließen ihn hungern, schickten ihn auf den Strich - am Ende starb er an schweren Misshandlungen: Ein Paar hielt sich den geistig behinderten Thies F. wie einen Sklaven. Verurteilt wurden die Eheleute wegen versuchten Mordes. Jetzt kämpft die Mutter des Toten vor dem BGH für ein härteres Urteil.

Kassel - Es gibt nur zwei Dinge, die Helga F. für ihren toten Sohn Thies noch tun könnte. Einen richtigen Grabstein bestellen, mit persönlicher Inschrift. Und die Menschen, die den 29-Jährigen auf dem Gewissen haben, des Mordes überführen.

Für den Grabstein fehlt der mittellosen Frau das Geld. Umso dringender ist der Wunsch, dass seine Peiniger eine höhere Strafe bekommen, als das Landgericht Kassel sie verhängt hat.

Der Tod des geistig leicht behinderten Thies ist in den Augen der Mutter nicht gesühnt - angesichts von Freiheitsstrafen von vier und acht Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Mordes durch Unterlassen. "Ein anderes Urteil wird mir Thies zwar nicht zurückbringen, aber es geht mir um Gerechtigkeit", sagt die 55-Jährige mit dem blonden Kurzhaarschnitt. Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet nun über ihren Revisionsantrag.


WAS PASSIERT IST :

Ihre schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich am 6. Juli 2003. Es ist der Tag, an dem Werner H. den Akten zufolge einen Holzschemel auf Thies' Kopf zertrümmert. Thies erleidet Knochenbrüche am Kopf und im Gesicht. Er kann sich nicht mehr bewegen. Eineinhalb Tage lassen die H.s den blutenden 29-Jährigen auf der Couch liegen. Am Abend des 7. Juli rufen sie ein befreundetes Paar an, Alexander E. und Jennifer K. Gemeinsam entscheiden sie, Thies auszusetzen. Vor der Fahrt schneiden sie ihm noch ein Ohr ab. Michaela H. soll es nach Aussage von Jennifer K. auf einem Grill verbrannt haben.

In der Nacht zum 8. Juli schleppen sie den Schwerverletzten in den VW-Bus der Familie. "Er hatte Tränen in den Augen und sagte, dass er noch einmal seine Mama sehen wollte", sagt Jennifer K. später vor Gericht.

Während der Fahrt erliegt Thies seinen Verletzungen. Den Leichnam werfen seine Peiniger hinter einen Holzstapel in einem Wald bei Lengröden in der Nähe von Eisenach.


Wie krank kann man sein...junge junge


Quelle
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,539129,00.html
 

Gronka Lonka

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kann man nur hoffen, dass ein paar mithäftlinge die so richtig verstümmeln etc.
 
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