V-Drums aufnehmen

goon

am Start
Mitglied seit
30 Oktober 2005
Beiträge
59
Hallo Leute

Bei ersten Aufnahmeversuchen von V-Drums ( http://www.thomann.de/de/roland_td12k-bk_mds-12-bk_vdrum.htm )
hat sich das Problem ergeben, dass die Drums sehr viel leiser waren, als die ebenfalls aufgenommene E-Gitarre. Ich vermute das es daran liegt, dass die Attack-Phase der Drumsounds vom Pegel her weit über den Sustain-Pegeln liegt. Man müsste da doch mit starker Kompression was machen können, oder sehe ich das falsch?

Hat jemand Tipps zum Abnehmen von Drums. Ich habe bis jetzt nur Drumspuren programmiert, die dabei verwendeten Samples sind im Verhältnis in der Regel viel 'lauter' ...


MfG

Goon
 

goon

am Start
Mitglied seit
30 Oktober 2005
Beiträge
59
Bitte?!

Also, die Aussage müsstest Du mir mal erklären.
 

morphtec

am Start
Mitglied seit
23 Dezember 2004
Beiträge
95
goon schrieb:
Hallo Leute

Bei ersten Aufnahmeversuchen von V-Drums ( http://www.thomann.de/de/roland_td12k-bk_mds-12-bk_vdrum.htm )
hat sich das Problem ergeben, dass die Drums sehr viel leiser waren, als die ebenfalls aufgenommene E-Gitarre. Ich vermute das es daran liegt, dass die Attack-Phase der Drumsounds vom Pegel her weit über den Sustain-Pegeln liegt. Man müsste da doch mit starker Kompression was machen können, oder sehe ich das falsch?

Hat jemand Tipps zum Abnehmen von Drums. Ich habe bis jetzt nur Drumspuren programmiert, die dabei verwendeten Samples sind im Verhältnis in der Regel viel 'lauter' ...


MfG

Goon

Hast Du die Pads mikrofoniert, oder was? ;-)
Laß den Trommler doch einfach mit seinem Lieblingssoundset vom TD-12 spielen und zeichne nur die Mididaten auf. Dann schickst Du diese Daten in der Mischphase zurück zum TD-12 und suchst Dir ein passenderes Kit. Oder Du stellst Dir ein eigenes Kit aus passenderen Drumsamples in einem Sampler zusammen und steuerst den dann mit der eingespielten Spur an.
Kauf Dir ein paar Bücher zum Mischen von Tonsignalen und mach ein Praktikum in einem Tonstudio.
 

goon

am Start
Mitglied seit
30 Oktober 2005
Beiträge
59
Erstmal danke für die Antwort und die Ratschläge. Hast Du persönliche Erfahrung mit Geräten wie den Roland V-Drums?

Zur Aufnahmesituation folgendes:
- Es geht um ein hartes Metal-Stück (einer befreundeten Band)
- Ich habe die Stereosumme des V-Drum Computers in einen Line-Eingang des Audio-Interfaces geführt.
- Die Verzerrerbox der Gitarre ist an den Hi-Gain/Intrumenteneingang eines älteren Mischpults (no-name Gerät) angeschlossen, dessen Rec-Out wiederum in einen Line-Eingang des Audio-Interfaces.
- DAW ist Ableton Live

Zum Drumset:
- Der Drummer hat bereits im V-Drum Gerät ein eigenes Set zusammengestellt, dass er auch gerne verwenden würde. Schließlich will er sich mit dem Sound identifizieren, wenn er dazu in nem Skatevid rollt.
- Es müsste doch möglich sein entweder im V-Drum mit den eingebauten Effekten (Equalizer, Kompressor) oder in der DAW mit entsprechenden Plugins den Sound so zubearbeiten, dass er von der subjektiven Lautstärke und nicht nur von den Maximalpegeln 'laut' ist.

Zum Thema Literatur: die Theorie ist nicht das Problem, sondern die Praxis ;-) Das konservierte und käuflich zu erwerbende Wissen von Bob Katz und Konsorten habe ich mir in weiten Teilen schon zu gemüte geführt :)
 

PeterPiper0815

Altgedient
Mitglied seit
16 November 2004
Beiträge
6.641
Ich würde die Spuren nicht als Stereosumme sondern einzeln aufnehme. Dazu bräuchtest du dann aber viele Eingänge am Interface. Dies lässt sich aber mit der schon beschriebenen Methode (MIDI Daten aufnehmen). Diese danach an das DrumModul einzeln zurückschicken und jede Spur als Audio aufnehmen. Das ist zwar ne menge Arbeit mehr aber du kannst dann wesentlich besser mischen und somit mehr raus holen. Auch die Effekte würd ich erst nach diesem Vorgang draufmachen wobei der Drummer sich beim MIDI aufzeichnen ja trotzdem Hall drauflegen kann (MIDI nimmt ja keinen Hall auf ;))
BD und Snare in die Mitte. Gitarre mehrmals aufnehmen und im Panorama verteilen.

Peace
 

goon

am Start
Mitglied seit
30 Oktober 2005
Beiträge
59
Danke für die Antwort, Peter und Danke für die Tipps. Direkte Mehrspuraufnahme ist geplant, jedoch aufgrund der gerade verfügbaren Hardware leider noch nicht möglich. Werde den Rat das ganze zweistufig laufen zulassen sobald als möglich umsetzen.

Da mir bzgl. meiner ursprünglichen Frage, den krassen Dynamikumfangs der einzelnen Drumsounds per Kompression zu reduzieren und damit die subjektive Lautstärke zu erhöhen, niemand widersprochen hat (mal abgesehen von o.b.s.o.l.e.t.es grundsätzlichem Misstrauen ;)), liege ich mit der Strategie wohl prinzipiell richtig!?

Greetz

goon
 

PeterPiper0815

Altgedient
Mitglied seit
16 November 2004
Beiträge
6.641
Ich hab noch nicht so viele Drummodule testen können aber die die ich bis jetzt gehört habe können grade für Metal nicht überzeugen. Gegen ein echtes Drumset ist das einfach nur schwach. Grade bei den für Metal wichtigen Sachen wie den Becken. Wir haben im Studio oft ein echtes Drumset benutzt und bei bedarf zusätzlich getriggerte Drumsamples druntergemischt (natürlich so das es sich nach einer einzigen BD bzw Snare anhört).
Für Pop, Rock etc sind die Dinger aber ok.

Peace
 

morphtec

am Start
Mitglied seit
23 Dezember 2004
Beiträge
95
goon schrieb:
Erstmal danke für die Antwort und die Ratschläge. Hast Du persönliche Erfahrung mit Geräten wie den Roland V-Drums?

Zur Aufnahmesituation folgendes:
- Es geht um ein hartes Metal-Stück (einer befreundeten Band)
- Ich habe die Stereosumme des V-Drum Computers in einen Line-Eingang des Audio-Interfaces geführt.
- Die Verzerrerbox der Gitarre ist an den Hi-Gain/Intrumenteneingang eines älteren Mischpults (no-name Gerät) angeschlossen, dessen Rec-Out wiederum in einen Line-Eingang des Audio-Interfaces.
- DAW ist Ableton Live

Zum Drumset:
- Der Drummer hat bereits im V-Drum Gerät ein eigenes Set zusammengestellt, dass er auch gerne verwenden würde. Schließlich will er sich mit dem Sound identifizieren, wenn er dazu in nem Skatevid rollt.
- Es müsste doch möglich sein entweder im V-Drum mit den eingebauten Effekten (Equalizer, Kompressor) oder in der DAW mit entsprechenden Plugins den Sound so zubearbeiten, dass er von der subjektiven Lautstärke und nicht nur von den Maximalpegeln 'laut' ist.

Zum Thema Literatur: die Theorie ist nicht das Problem, sondern die Praxis ;-) Das konservierte und käuflich zu erwerbende Wissen von Bob Katz und Konsorten habe ich mir in weiten Teilen schon zu gemüte geführt :)

Ich bin selbst Trommler und habe lange ein elektr. Kit zum üben gespielt, also hab ich wohl Erfahrung ... aber keine Guten ;-)
Das TD-12 hat 4 Audioausgänge, warum zeichnest Du nur die Stereosumme auf? Nimm Kick und Snare seperat auf und den Rest Stereo (zumindest die Snaresamples könnten natürlich in Stereo vorliegen, letztendlich brauchst Du sie aber eher seperat als in der Summe und dann mußt Du halt damit leben das sie nur in Mono aufgenommen werden). Ansonsten hat Herr Piper schon alles gesagt denk ich.
Wenn Du nur die Summe via Kompression bearbeitest, dann verschalt mal zwei Kompressoren hintereinander. Den ersten stellst Du mit recht großer Attack- und kurzer Releaszeit ein, darf ruhig extremer sein, dazu eignet sich natürlich der "Britmode" des vom ollen 1176 (vielleicht hast Du ja ne UAD1 im Rechner?). Den zweiten benutzt Du dann um den vorrangegangenen "Schaden" wieder ein glatt zu bügeln und das Sustain der Trommeln hochzuholen. Könnte helfen.
 

goon

am Start
Mitglied seit
30 Oktober 2005
Beiträge
59
Deiner Einschätzung zur eingeschränkten Metaltauglichkeit möchte ich nicht widersprechen, die (Pre)Sets klingen alle eher zu soft. Das Set, dass sich der Drummer konfiguriert hat, passt schon. Hartgespannte Felle und Ketten (bei der Snare). Er ist damit seit geraumer Zeit zufrieden.

Ich denke einfach, dass die V-Drums-Aufnahme eine Schlagzeugaufnahme (von unerfahrenen Leuten) in der Qualität um Längen schägt. Mal abgesehen davon fehlt das passende Equipment, wohingegen sich mein Kumpel das Schlagzeug schon elektrifiziert (eigenskonstruierte Triggermodule) und mit einem Soundmodul ausgestattet hat ;)

Es klingt, als ob Du schon an der einen oder anderen Schlagzeugaufnahme beteiligt warst. Irgendwelche Tips zur Dynamikbearbeitung?

Grüße
 

goon

am Start
Mitglied seit
30 Oktober 2005
Beiträge
59
Danke Morphtec, werde mir Deine Ratschläge zu Herzen nehmen.
Habe mich besonders über die Hinweise zur Dynamikbearbeitung gefreut, da liegt nämlich das akute Problem.
Mehrspuraufnahmen sind aktuell nur über den von Peter vorgeschlagenen Weg drin. Mittelfristig wird ein Audio-Interface kommen, dass genügend Line-Eingänge für sämtliche Outs des V-Drums besitzt, is aber noch nicht.
Den Link zum TD12 habe ich nur zur Verdeutlichung gepostet, um welchen Typ von Gerät es sich ungefähr handelt. Mein Kumpel hat sich vor einer Weile sein TAMA-Schlagzeug gemoddet und mit einem V-Drum-Soundmodul verknüpft, welches Modell der V-Drum-Reihe weiß ich aus dem Stehgreif nicht.


Grüße
 

morphtec

am Start
Mitglied seit
23 Dezember 2004
Beiträge
95
goon schrieb:
Danke Morphtec, werde mir Deine Ratschläge zu Herzen nehmen.
Habe mich besonders über die Hinweise zur Dynamikbearbeitung gefreut, da liegt nämlich das akute Problem.
Mehrspuraufnahmen sind aktuell nur über den von Peter vorgeschlagenen Weg drin. Mittelfristig wird ein Audio-Interface kommen, dass genügend Line-Eingänge für sämtliche Outs des V-Drums besitzt, is aber noch nicht.
Den Link zum TD12 habe ich nur zur Verdeutlichung gepostet, um welchen Typ von Gerät es sich ungefähr handelt. Mein Kumpel hat sich vor einer Weile sein TAMA-Schlagzeug gemoddet und mit einem V-Drum-Soundmodul verknüpft, welches Modell der V-Drum-Reihe weiß ich aus dem Stehgreif nicht.


Grüße

Wenn er sowieso auf seinem Tamakit rumkloppt bei der Aufnahme dann versuch noch irgendwie ein Raummikrofon dazu zu stellen. Das Ding komprimierst Du dann wie Hölle und mischst es den Signalen des TD-12 bei. Der Trommler sollte sein Tama dann in etwa so stimmen wie das Kit das er im TD12 spielt. Wenn Du nur die Mididaten aufnimmst, hast Du ja die beiden Audioeingänge der Soundkarte offen ... falls die nur zwei Eingänge hat. Hat sie?
 

goon

am Start
Mitglied seit
30 Oktober 2005
Beiträge
59
Sorry, hab mich vielleicht unklar ausgedrückt :oops: Er hat bei seinem TAMA-Schlagzeug die Felle von BD und Toms durch Netze ersetzt und sich Trigger gebaut, hat sich V-Drum-Becken und V-Drum-Hihats gekauft und das ganze mit nem V-Drum-Soundmodul verbunden. Dementsprechend gibt's da nichts, was sich mit Raummikrofonen aufnehmen lässt. Danke trotzdem.

Grüße
 

PeterPiper0815

Altgedient
Mitglied seit
16 November 2004
Beiträge
6.641
Vielleicht hängt der "schlechte" Sound auch mit den selbst gebauten Triggern zusammen. Sind die denn anschlagsdynamisch? Wenn ja, dann grossen Respekt an den Bastler. Wenn nein klingt ja jeder Schlag genau gleich was nicht grade natürlich klingt.
Hm aber du willst es ja eigentlich schön laut haben........
Kannst du mal ein paar Takte online stellen und zum vergleich die Gitarre?


Peace
 

goon

am Start
Mitglied seit
30 Oktober 2005
Beiträge
59
Also die Trigger sind auf jeden Fall anschlagsdynamisch. Ist ein vielseitiger Tüftler. Ich werde schauen, dass ich Anfang nächste Woche unbearbeitete Aufnahmen hochstellen kann. Wir haben bei ihm aufgenommen und er ist übers Wochenende unterwegs.

So long

goon
 
Oben Unten