Umweltzerstörung und Gegenmaßnahmen

pabeluga

Moderation
Mitglied seit
25 Juli 2001
Beiträge
52.233
Die Überbevölkerung ist sicher ein riesiges Problem, aber das ist eine Variable, die man kaum beeinflussen kann.

Das Hauptproblem sind sicher die zu Neige gehenden fossilen Brennstoffe. Das Problem ist bekannt, doch es wird nichts getan, vorallem auch, weil die Ölkonzerne und die OPEC Länder zusammen viel zu mächtig sind und kein Interesse daran haben.
Aber Peak Oil ist nicht mehr fern, bzw. schon erreicht. Und jeder sollte wissen, was das bedeutet. Als damals die Saudis mit ihrem Öl Embargo kamen ist die komlette Weltwirtschaft in die Rezession geschlittert. Dabei haben die die Förderung ja nur um 2% oder 4% gedrosselt. Als dann die Gefahr einer Weltwirtschaftskrise zu groß wurde, haben sie ihr Embargo aufgegeben.
Jeder weiß also was passiert, wenn das Öl nur ein bisschen knapp wird. Die Spitze der Ölförderung wird ja von diversen Wissenschaftlern zwischen 2005 und 2015 erwartet. Selbst die großen Ölkonzerne sind inzwischen relativ still geworden.
2004 oder 2005 ist der Ölpreis förmlich explodiert. Auf 45 $. Rekordstand. Heute ist man bei 100 $. Das gibt schon zu denken. Klar, da hängen momentan die Spekulanten drin. Aber warum wohl? Nur weil das Öl knapp wird. Die Nachfrage steigt, aber die förderbare Menge geht zurück. Erst steigt der Preis. Aber was wenn die Nachfragelücke immer größer wird? Wenn die Märkte erkennen, dass sich da nichts mehr machen lässt? Das mangelnde Öl wird nicht das Hauptproblem sein, sondern die Panik. Jeder erinnert sich an die Panik bei der vergleichsweise geringen Immobilien Sache vor 2, 3 Jahren. Selbst das hat schon gereicht um die halbe westliche Wirtschaft an den Rand des Abgrundes zu bringen. Aber Öl wäre ein ungleich größeres Problem, da ca. 90 % aller hergestellten Produkte von Öl abhängen. :oops:

Theoretisch wäre es kein Problem, die komplette Welt regenerativ zu betreiben. Es wären nur gewaltige Investitionen erforderlich. Aber die Kosten wären um ein vielfaches geringer als die Kosten, die ein solcher Öl-Schock verursachen würde. Von den Kosten, die der Klimawandel verursacht will ich gar nicht reden (Umweltkatastrophen, zerstörte Ökosysteme, Anstieg der Meeresspiegel [80% der Weltbevölkerung lebt in Küstengebieten]).
Aber man muss eigentlich gar nicht so schnell alles umstellen. Das Energieeinsparpotenzial durch effizientere Technologien und vorallem durch Energieeinsparungen ist so dermaßen gewaltig. Aber irgendwie gibt niemand einen ****. Inzwischen gibt es immerhin minimale Anstrengungen, aber in Anbetracht dessen, was möglich wäre, ist das doch sehr wenig.

Ist natürlich nur ein Szenario, aber ich denke es ist nicht sooo abwegig. Wird ja auch von immer mehr Wissenschaftlern propagiert.

Interesante Gratisliteratur zum Thema gibt es hier:

Die Rolle der Ozeane beim Klimawandel
http://worldoceanreview.com/bestellen/

Zur Öl-Situation und wie man aus der Abhängigkeit kommen kann:
http://nanotech.sc.mahidol.ac.th/doc/oil-end-game.pdf
 

Sandmann1983

Altgedient
Mitglied seit
13 September 2005
Beiträge
2.779
Um auf Abweichungen zwischen dem prognostizierten und eingetretenem Stromverbrauch der Kunden kurzfristig zu reagieren, kaufte Lichtblick im Dezember 2006 und ab Oktober 2007 konventionellen Strom an der European Energy Exchange (EEX) ein, machte dies aber nicht öffentlich bekannt. Nach Angaben von Lichtblick handelte es sich im ersten Halbjahr 2008 um 0,5 Prozent der Gesamtmenge des Stroms.[20] Laut TÜV-Prüfzertifikat[21] bietet das Unternehmen „zu 100 Prozent regenerativen Strom“; der Strom der EEX ist jedoch unbekannter Herkunft und kann somit auch Atom- und Kohlestrom enthalten. Laut eigener Aussage gleicht Lichtblick diesen Bezug „durch eine Einspeisung von zusätzlicher regenerativer Energie zu anderen Stunden aus.“[22] Dies ist ein übliches Vorgehen um Prognoseabweichungen auszugleichen. Die für diesen Zweck auf der EEX angebotene elektrische Energie wird nicht nach der verwendeten Primärenergie unterschieden, so dass Ökostromanbieter keine Alternative dazu haben.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtblick

Lichtblick ist auch Händler und kein Erzeuger von regenerativen Energien, was defintiv besser ist als Strom aus AKWs oder Kohlekraftwerken, die nur darauf aus sind das Land zu verpesten und sich dabei Milliardengewinne einzustecken und die Politik macht dabei fleißig mit, und das ist mal sowas von offensichtlich. Ich finanziere definitiv keine Energieriesen! und du?

achja:
Erneuerbare Energien 100 %, davon
Wasserkraft: 72 %
EEG-Strom: 18 %
Biomasse: 10 %
 

--Cha\/ezz--

Moderation
Supporter:in
Mitglied seit
31 Oktober 2002
Beiträge
45.414
Ich sehe das etwas anders. Grundlastfähiger Strom ist Weder durch Sonnen noch durch Windenergie zu erreichen und den brauchen wir dringend. Die Wasserkraft ist in der BRD fast am Limit. Also fallen Modelle wie in Schweden (50%AKW-50% Wasserkraft weg) Nur Atom, Kohle, Gas, Wasser und ich glaube Biogas sind derzeit Grundlastfähig. Das man nicht unbedingt massiv auf Gas umsteigen will sollte klar sein.
Um Solar und Windkraftanlagen Salonfähig zu machen bräuchte man mehr Pumpspeicherkraftwerke. Auch hier ist man bereits am Limit und neubauten werden massiv kritisiert und bekämpft(Verschandelund der Umwelt usw.)
Die Niederlande sind Komplett aus der Windkraft ausgestiegen wurde die Tage bekannt, und sie bauen lieber ein AKW.
Mit der Wunsch und Träumerei Vorstellung ein Land (ca. größe Deutschland) 100% aus erneuerbaren Energien zu versorgen steht die BRD komplett alleine da.
Wenn es nämlich ums Thema Ausbau der Netze geht, sind die Grünen aufeinmal auch nicht mehr mit dabei, womit der Traum gestorben wäre.
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-09/patrick-moore-atomkraft-interview?page=all
Interview mit einem der Greenpeace Gründer zu dem Thema.

Lichtblick kauft seinen Strom übrigens bei der EEX ein und zertifiziert ihn nur damit trägst du NULL zur Wende für Erneuerbare ein- die nie eintreten wird.
:thumbsup:

So sieht es aus. Es ist schon verdammt lächerlich, wenn Ortsgruppen der Grünen den Bau neuer Pumpspeicherkraftwerke oder Überlandleitungen bekämpfen, obwohl diese essentiell für die "Energiewende" sind.
 

pabeluga

Moderation
Mitglied seit
25 Juli 2001
Beiträge
52.233
naja, man darf die dezentrale Stromversorgung auch nicht ganz außen vor lassen. Kraft-Wärme gekoppelte Mikrokraftwerke und Solarisierung.

Woking council is one of country's leaders in adopting greener energy technologies.[citation needed] Several combined heat and power stations provide district heating and electricity, and electricity is also provided by a combination of hydrogen fuel cells and solar cells dispersed throughout the borough[13]. These are linked via an innovative private electricity distribution system operating completely off the public power grid.

In order to do this the local government laid new power lines to all locations on the Woking sustainable community energy system (due to Department of Trade and Industry regulations). Should the public power grid fail, central Woking would continue to have an energy supply.[14]

The cost for providing this is approximately UK£0.01/kWh less than for public electricity. It has been reported that the borough saves UK£974,000 a year in energy costs if the installation costs are ignored.[14] By March 2004 the initiatives had also cut the borough's carbon emissions by 17.24%, and those of the council by 77.4%.[15]

Woking Station Canopy, which was approved by Woking Councillors in March 2004, was built in 2007. It is equipped with photovoltaic cells to collect sunlight and convert it into energy.[16]

On 23 March 2007, Prince Charles opened a climate change exhibition in Woking. The exhibition, which was a joint venture by Business in the Community and BCSC and endorsed by the Climate Group, featured display stands with information on issues like recycling, energy use, transport, waste reduction and food sources. He also inspected work on the Albion Square canopy. After the launch, the Prince took lunch at Auberge. He then gave a speech to introduce Al Gore’s film An Inconvenient Truth, which was being viewed by local business leaders.

http://en.wikipedia.org/wiki/Woking

~ 80 % Einsparung bei ähnlichen Preisen ist eine Menge.
Dadurch werden die zentralen Stromnetze entsprechend entlastet und müssten nicht so übermäßig ausgebaut werden, während der generierte Strom anderweitig genutzt werden kann, da er nicht mehr zum Betrieb unseres Druckers benötigt wird.
 

--Cha\/ezz--

Moderation
Supporter:in
Mitglied seit
31 Oktober 2002
Beiträge
45.414
naja, man darf die dezentrale Stromversorgung auch nicht ganz außen vor lassen. Kraft-Wärme gekoppelte Mikrokraftwerke und Solarisierung.



http://en.wikipedia.org/wiki/Woking

~ 80 % Einsparung bei ähnlichen Preisen ist eine Menge.
Dadurch werden die zentralen Stromnetze entsprechend entlastet und müssten nicht so übermäßig ausgebaut werden, während der generierte Strom anderweitig genutzt werden kann, da er nicht mehr zum Betrieb unseres Druckers benötigt wird.

Solarenergie ist für Deutschland keine Option, um den Antel regenerativer Energien zu erhöhen, da der Wirkungsgrad bei uns einfach zu gering ist. Anders sieht das natürlich in südlichen Ländern aus. Nur im Verbund mit Wasserkraft aus Skandinavien, Windkraft aus Offshore-Kraftwerken, Solarenergie aus Südeuropa und Pumpspeicherkraftwerken, kann Deutschland die "Energiewende" schaffen.
 

pabeluga

Moderation
Mitglied seit
25 Juli 2001
Beiträge
52.233
hä, wieso soll das in D nicht gehen, wenn es in UK geht? :confused:

hier sind auch Photothermie Paneele auf dem Dach und an einem Tag wie heute übernehmen die die komplette heizung + warmwasser.
moderne Photovoltaikanlagen erlauben es sogar, überschüssigen Strom in das regionale/nationale Netz einzuspeisen. Theoretisch ist das alles möglich, man braucht nur den Willen und Investoren, bzw. eine Politik, die Anreize schafft. :p
hauptproblem ist ja heutzutage noch die speicherung. also tagsüber sonnenlicht in strom wandeln, speichern und nachts abrufen. aber da geht es auch voran.

klar geht es hier nicht mit sonne allein, deshalb muss man die energiequellen ja auch entsprechend mixen.
 

--Cha\/ezz--

Moderation
Supporter:in
Mitglied seit
31 Oktober 2002
Beiträge
45.414
hä, wieso soll das in D nicht gehen, wenn es in UK geht? :confused:

hier sind auch Photothermie Paneele auf dem Dach und an einem Tag wie heute übernehmen die die komplette heizung + warmwasser.
moderne Photovoltaikanlagen erlauben es sogar, überschüssigen Strom in das regionale/nationale Netz einzuspeisen. Theoretisch ist das alles möglich, man braucht nur den Willen und Investoren, bzw. eine Politik, die Anreize schafft. :p
hauptproblem ist ja heutzutage noch die speicherung. also tagsüber sonnenlicht in strom wandeln, speichern und nachts abrufen. aber da geht es auch voran.

klar geht es hier nicht mit sonne allein, deshalb muss man die energiequellen ja auch entsprechend mixen.

Der Knackpunkt ist die Effizienz der Solaranlagen. Diese ist in Deutschland relativ niedrig, deshalb sollten die Subventionen lieber für erneuerbare Energien ausgegeben werden, die einen höheren Ertrag versprechen. Das wäre in Deutschland vor allem die Windenergie. Solaranlagen sind weitaus besser für Südeuropa geeignet. Energie kannst du nur in Form von Pumpspeicherkraftwerken "speichern" und da werden Neubauten in Deutschland leider blockiert und leider ist die Topographie bei uns auch nicht ideal. Da hilft nur eine Vernetzung Europas.
 

Wulfpac

Altgedient
Mitglied seit
15 Dezember 2005
Beiträge
1.578
was heißt denn am limit?

am limit sind wir, wenn auf jeder bergkuppe windräder stehen und gezeitenkraftwerke etc. pp. überall da sind, wo es möglich wäre. atomkraft ist genauso vom uran abhängig wie wie kohlekraft von der kohle und das mit der zeitlichen verfügbarkeit kriegt man auch irgendwie geregelt. man muss nur wollen und darf das ganze nicht primär wirtschaftlich sehen. dieser gerne ins spiel geführte zur dunklen seite konvertierte greenpeaceler erinnert mich an die von israelkritikern gern vorgezeigten israelkritischen juden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erneue...Cgbarkeit_von_Strom_aus_Erneuerbaren_Energien


Wasserkraftwerke sind so ziemlich überall wo es möglich ist, da ist in der BRD nicht mehr viel möglich:rolleyes:
Und die Pumpspeicherkraftwerke sind schon jetzt viel zu wenige, das wird mit der Zeit nicht besser sondern schlechter.
Wirtschaftlich ist ein Kraftwerk meiner Ansicht nach dann wenn es genügend Strom erzeugt.
Die Photovoltaik ist in Deutschland was reale Stromerzeugung angeht für die Katz, die eignet sich nur für kleine Bonzen um ihre 8-10% Rendite zu bekommen.
Und bei der Windkraft ist das Problem das sie nur Off Shore wirklich effizient ist.
Aber da der Strom im ganzen Land und besonders im Industriereichen Süden gebraucht wird, und der Netzausbau wie gesagt behindert wird und zwar massivst durch die grünen wird auch das zum Problem.
Außer einem Zusammenbruch des Stromnetzes wird da garnichts bei rauskommen.
Eine Dezantrale Stromversorgung ist schon eine ganz tolle Sache für die Haushalte. Sprich für knapp 1/3 des benötigten Stroms kann man das in Zukunft vllt. so machen über BHKWs etc.
Die anderen 2/3 zieht sich dann schon irgendwer irgendwie ausm Arsch:cool:
 

pabeluga

Moderation
Mitglied seit
25 Juli 2001
Beiträge
52.233
Der Knackpunkt ist die Effizienz der Solaranlagen. Diese ist in Deutschland relativ niedrig, deshalb sollten die Subventionen lieber für erneuerbare Energien ausgegeben werden, die einen höheren Ertrag versprechen. Das wäre in Deutschland vor allem die Windenergie. Solaranlagen sind weitaus besser für Südeuropa geeignet. Energie kannst du nur in Form von Pumpspeicherkraftwerken "speichern" und da werden Neubauten in Deutschland leider blockiert und leider ist die Topographie bei uns auch nicht ideal. Da hilft nur eine Vernetzung Europas.


wie du völlig an dem vorbeiredest was ich schreibe und was in dem Wiki Artikel steht... :confused::D

weiß ich jetzt gar nicht was ich antworten soll. ich hab jedenfalls nirgendwo von pumpkraftwerken und solar-parks oder ähnlichem geredet, sondern von dezentraler Mikroversorgung als alternative/ergänzung zur zentralen Versorgung. und das geht sehr wohl, wenn man es in dem versuchsstandort in england schafft, knapp 75% der energie direkt vor ort zu erzeugen, indem jede hütte solarpaneele auf dem dach hat, ne MKWK-Anlage enthält, Wasserstoffzellen arbeiten und die Gebäude richtig isoliert sind. ;)

Die restlichen 25 % kommen über das zentrale Netz, das könnte man aber locker mit Wind- und Wasserkraft generieren. Evtl. noch etwas Atomstrom, aber von Kohle / Öl / Gas wäre man weg, außer ein geringer Anteil, der für die KWK Anlagen genutzt wird, falls man die mit fossilen brennstoffen betreibt.
 

Wulfpac

Altgedient
Mitglied seit
15 Dezember 2005
Beiträge
1.578
wie du völlig an dem vorbeiredest was ich schreibe und was in dem Wiki Artikel steht... :confused::D

weiß ich jetzt gar nicht was ich antworten soll. ich hab jedenfalls nirgendwo von pumpkraftwerken und solar-parks oder ähnlichem geredet, sondern von dezentraler Mikroversorgung als alternative/ergänzung zur zentralen Versorgung. und das geht sehr wohl, wenn man es in dem versuchsstandort in england schafft, knapp 75% der energie direkt vor ort zu erzeugen, indem jede hütte solarpaneele auf dem dach hat, ne MKWK-Anlage enthält, Wasserstoffzellen arbeiten und die Gebäude richtig isoliert sind. ;)

Die restlichen 25 % kommen über das zentrale Netz, das könnte man aber locker mit Wind- und Wasserkraft generieren. Evtl. noch etwas Atomstrom, aber von Kohle / Öl / Gas wäre man weg, außer ein geringer Anteil, der für die KWK Anlagen genutzt wird, falls man die mit fossilen brennstoffen betreibt.

Hat England im Mix nicht sogar weniger erneuerbare als wir?
Auch hier gibt es versuche mit Smart Grids usw. aber wäre halt wenn dann nur privat nutzbar also für knapp 1/3 der benötigten Strommenge. Und selbst da braucht man einfach mehr Speicherkapazitäten damit es reibungslos läuft. Als Ergänzung ist es sicherlich überlegenswert. Aber eine Alternative sehe ich darin nicht.
 

Gronka Lonka

Gold Status
Mitglied seit
7 August 2007
Beiträge
14.270
ein ausbau der stromnetze ist halt wirklich elementar, dann sollte es allein schon durch die grösse des netzes möglich sein, zu 100% auf erneuerbare energien umzusteigen. wind und wasser aus skandinavien, sonne aus der sahara, etc. pp.
 

Wulfpac

Altgedient
Mitglied seit
15 Dezember 2005
Beiträge
1.578
ein ausbau der stromnetze ist halt wirklich elementar, dann sollte es allein schon durch die grösse des netzes möglich sein, zu 100% auf erneuerbare energien umzusteigen. wind und wasser aus skandinavien, sonne aus der sahara, etc. pp.

Das hat mit der Netzgröße nichts zu tun, das muss man nur ausbauen damit es bei kurzzeitiger Überversorgung aus erneuerbaren nicht zusammenbricht. Und damit es evtl. die Energie aus angeschl. Autos zieht nachts und diese ins Netz speist das ist aber noch Zukunftsmusik.
Wie gesagt ohne weitere Speichermöglichkeiten- die derzeit nicht in Aussicht stehen,(Ich rede hier von Kapazitäten die unsere jetzigen mehr als verfünffachen müssten-grob geschätzt) ist da nichts möglich.
Die Fragen wer das Netz ausbauen soll wurden bisher ebensowenig beantwortet, wie die Frage was man wegen den andauernden Protest der Grünen gegen den Energiewandel unternehmen soll.
 

Gronka Lonka

Gold Status
Mitglied seit
7 August 2007
Beiträge
14.270
mir gehts grad mehr um den internationalen stromtransport. ist es denn momentan möglich, strom über so weite strecken zu transportieren ohne grössere verluste?
 

Wulfpac

Altgedient
Mitglied seit
15 Dezember 2005
Beiträge
1.578
mir gehts grad mehr um den internationalen stromtransport. ist es denn momentan möglich, strom über so weite strecken zu transportieren ohne grössere verluste?

Das ist das große Problem bei zb. Desertec.
Da ist die Option der Kooperation mit Schweden und Norwegen größer, Problem ist da nur das die ihre Strommärkte stark abschotten wir da also für Speicher immer Zahlen werden und nicht selbst investieren können.
 

--Cha\/ezz--

Moderation
Supporter:in
Mitglied seit
31 Oktober 2002
Beiträge
45.414
wie du völlig an dem vorbeiredest was ich schreibe und was in dem Wiki Artikel steht... :confused::D

weiß ich jetzt gar nicht was ich antworten soll. ich hab jedenfalls nirgendwo von pumpkraftwerken und solar-parks oder ähnlichem geredet, sondern von dezentraler Mikroversorgung als alternative/ergänzung zur zentralen Versorgung. und das geht sehr wohl, wenn man es in dem versuchsstandort in england schafft, knapp 75% der energie direkt vor ort zu erzeugen, indem jede hütte solarpaneele auf dem dach hat, ne MKWK-Anlage enthält, Wasserstoffzellen arbeiten und die Gebäude richtig isoliert sind. ;)

Die restlichen 25 % kommen über das zentrale Netz, das könnte man aber locker mit Wind- und Wasserkraft generieren. Evtl. noch etwas Atomstrom, aber von Kohle / Öl / Gas wäre man weg, außer ein geringer Anteil, der für die KWK Anlagen genutzt wird, falls man die mit fossilen brennstoffen betreibt.

Problem bei deiner Rechnung ist, dass die Industrie in Deutschland 3x soviel verbraucht wie die privaten Haushalte und Fabriken kannst du nicht mit ein paar Solarzellen betreiben. Dezentral müssten diese dann eben wieder mit fossilen Brennstoffen versorgt werden, denn Solarzellen etc liefern eben nichts konstant Strom. Besonders nicht in Deutschland - jeden Euro den du hier in Solarzellen investierst, solltest du lieber in Windkraftanlagen investieren, denn dort wird er weitaus effizienter genutzt.
 

Wulfpac

Altgedient
Mitglied seit
15 Dezember 2005
Beiträge
1.578
Problem bei deiner Rechnung ist, dass die Industrie in Deutschland 3x soviel verbraucht wie die privaten Haushalte und Fabriken kannst du nicht mit ein paar Solarzellen betreiben. Dezentral müssten diese dann eben wieder mit fossilen Brennstoffen versorgt werden, denn Solarzellen etc liefern eben nichts konstant Strom. Besonders nicht in Deutschland - jeden Euro den du hier in Solarzellen investierst, solltest du lieber in Windkraftanlagen investieren, denn dort wird er weitaus effizienter genutzt.

Das Stimmt aber auch da machen Umweltschutzbestimmungen (Park muss zig Kilometer von Küste weg sein usw.) das Leben Schwerer.
 

pabeluga

Moderation
Mitglied seit
25 Juli 2001
Beiträge
52.233
Hat England im Mix nicht sogar weniger erneuerbare als wir?
Auch hier gibt es versuche mit Smart Grids usw. aber wäre halt wenn dann nur privat nutzbar also für knapp 1/3 der benötigten Strommenge. Und selbst da braucht man einfach mehr Speicherkapazitäten damit es reibungslos läuft. Als Ergänzung ist es sicherlich überlegenswert. Aber eine Alternative sehe ich darin nicht.

das weiß ich jetzt gar nicht, ist aber wahrscheinlich so. aber ich beziehe mich ja auch spezifisch auf diesen Versuch in dieser Gemeinde. das kann man sicher auch im großen Maßstab durchführen, wenn man denn nur will. Vielleicht sind am Ende nicht 75% zu schaffen wie dort, aber selbst 30% wäre doch schon ein immenser Fortschritt.
Zumindest besser als weiter Kohlekraftwerke zu bauen und CO2 in die Atmosphäre pumpen bzw. zu Neige gehende fossile Brennstoffe zu verballern.

Problem bei deiner Rechnung ist, dass die Industrie in Deutschland 3x soviel verbraucht wie die privaten Haushalte und Fabriken kannst du nicht mit ein paar Solarzellen betreiben. Dezentral müssten diese dann eben wieder mit fossilen Brennstoffen versorgt werden, denn Solarzellen etc liefern eben nichts konstant Strom. Besonders nicht in Deutschland - jeden Euro den du hier in Solarzellen investierst, solltest du lieber in Windkraftanlagen investieren, denn dort wird er weitaus effizienter genutzt.

Das ist völlig richtig, aber ich habe ja auch nur von privaten Haushalten geredet, bzw. in dem angeführten Beispiel in Woking gibt es keine Großindustrie.
War dann natürlich dahingehend falsch, dass man von Kohlestrom völlig loskommen würde. ;)
 

--Cha\/ezz--

Moderation
Supporter:in
Mitglied seit
31 Oktober 2002
Beiträge
45.414
das weiß ich jetzt gar nicht, ist aber wahrscheinlich so. aber ich beziehe mich ja auch spezifisch auf diesen Versuch in dieser Gemeinde. das kann man sicher auch im großen Maßstab durchführen, wenn man denn nur will. Vielleicht sind am Ende nicht 75% zu schaffen wie dort, aber selbst 30% wäre doch schon ein immenser Fortschritt.
Zumindest besser als weiter Kohlekraftwerke zu bauen und CO2 in die Atmosphäre pumpen bzw. zu Neige gehende fossile Brennstoffe zu verballern.



Das ist völlig richtig, aber ich habe ja auch nur von privaten Haushalten geredet, bzw. in dem angeführten Beispiel in Woking gibt es keine Großindustrie.
War dann natürlich dahingehend falsch, dass man von Kohlestrom völlig loskommen würde. ;)

So kommen wir zusammen. Leider wird das noch Jahrzehnte dauern bis auch der Grundlaststrom aus regenerativen Energien gewonnen werden kann. Dazu sind noch Milliarden an Investitionen nötig. Zudem sollte die Subvention von Solaranlagen in Deutschland drastisch reduziert werden und die Kohle lieber vernünftiger (Off-Shore Windkraft, Leitungen etc) investiert werden. Denn wie Wulfpac schon sagte, die Solaranlagen auf Dächern machen vermögende nur noch reicher, ohne eine wirkliche Wikrung zu zeigen.
 
Oben Unten