Original geschrieben von TWISTER
Mir sind Fälle bekannt, bei welchen der
Entwickler die Kripo eingeschaltet hat.
UDU kennt den Fall, an welchen ich jetzt
denke mit Sicherheit. Sicher ist, daß es so
etwas gegeben hat.
Nicht in der Form, daß die Kripo die Photos
sofort beschlagnahmt (was ja dumm wäre,
da die richtige Adresse meist nicht angege-
ben wird), sondern dem Zugriff, wenn die
entwickelten Photos von demjenigen abge-
holt werden.
MFG
TWISTER
Es gibt Labore, wie z.B. Schlecker in HH- Lurup, da hatte eine neugierige Verkäuferin in die Fototüten geschaut und die Polizei informiert, daß in der Tüte Abzüge von Graffiti zu sehen seien. Die Polizei kam, machte einen Abgleich der Anschrift und, weil Name und Anschrift nicht zusammenpaßte, wurde die Tüte beschlagnahmt.
Die EG Graffiti Hamburg hatte allen Ernstes sich auf die Suche nach den Bildern gemacht und an die stoneage- Regel der Hip Hop Bewegung geglaubt, daß Sprayer nur ihre eigenen Werke fotografieren und die Strafverfolgung durchgeführt.
Real war es so, daß im Kofferraum mehrere Taschen u. Tüten umgekippt waren und man sich geeinigt hatte, die Filmrollen untereinander aufzuteilen, sie entwickeln zu lassen, um sie dann dem jeweiligen Fotografen zurückzugeben. Alle Filmrollen, bis auf die eine, die die Angestellte von Schlecker unberechtigterweise geöffnet hatte,
wurden zurückgetauscht.
Der Jugendliche fragte mich ob es oft vorkäme, das Filme verschwinden. Ich teilte ihm mit, man könne einen Suchauftrag geben, weil es manchmal auch zu Irrläufern kommen kann. Er ging mit dem Abschnitt hin, bekam die Antwort, daß der Film nicht verloren gegangen wäre, sondern von der Polizei beschlagnahmt worden sei. Ich hielt das für ein Gerücht, weil es für mich keinen Sinn machcte. Wenn eine Straftat begangen wird, holt man die Polizei, die dann die Beweislage ohnehin sichert. Wie will man die orte ausfindig machen.
Ich schickte ihn nochmals hin und bekam tatsächlich das Aktenzeichen. Daraufhin hatte ich die Presse informiert, weil ich solche Ermittlungsarbeit lächerlich fand. Wenn ich einen Porsche fotografiere, selbst wenn ich mich daneben stelle, ist das kein Eigentumsnachweis.

Die Presse informierte die Soko und ich bekam eine Vorladung, ich solle als Zeugin aussagen, wem der Film gehöre.
Das habe ich nicht gemacht; denn ich wußte nicht, wer der Eigentümer war, sondern nur, wer den Film abgegeben hatte.
Ich besorgte dem Jugendlichen einen Anwalt. Man hatte rd 3 Jahre gebraucht, um die Hauptverhandlung zu eröffnen. Es gab einen Freispruch. Das lag aber daran, daß der Richter fit war, wie ein Turnschu. Er hatte genug Szenekenntnisse, um den Quatsch zu erkennen.
Dieses Glück hat nicht jede(r). Wer Pech hat, zahlt für Bilder, die ein anderer gesprüht hat.
@Cartel
Wenn mir ein Writer die Geschichte erzählt hätte, hätte ich einen Psychiater geholt! Alles klar???
Außerdem, wenn Du nur der Fotograf gewesen bist, hättest Du zumindest Hausfriedensbruch begangen.
Udu