Da geht es doch eben oft auch sehr stark darum, dass diese betonte Weiblichkeit bei Transfrauen bspw. dazu führt dass sie sich dadurch selbst als femininer wahrnehmen.
ich glaube, das läßt sich doch aber kaum trennen? diese Idee, daß bspw. besonders stereotype "Frauenkleidung" eine Person sozusagen fraulicher mache, ist ja schon seltsam. salopp gesagt: kaum jemand käme auf die Idee, Cis-Frauen, die ausschließlich "unisex" Kleidung (Jeans, Pullover) tragen, ihre Weiblichkeit abzusprechen (oder, um bei dem anderen Beispiel von dir zu bleiben: wenn eine Cis-Frau sich gegen Hausfrau und für berufliche Karriere entscheide, käme doch außer komplett Hängengeblieben deshalb auf die Idee, sie "weniger als Frau" zu begreifen). dementsprechend würde ich vermuten, daß das zu einem gewissen Grad immer auch eine Form von "Kompensieren" ist.
Lesben vorzuwerfen, nicht mit Penisträgerinnen Sex haben zu wollen, ist natürlich komplett bescheuert.
schwieriger tue ich mich mit dem hier unterstrichenen Teil
"What's happening is women who are attracted to biological females and female genitalia are finding themselves put in very awkward position
denn wie es im Artikel (oder hier im Thread) erwähnt wird, gibt es auch Transfrauen, die komplett als Cis durchgehen (können). fände es tatsächlich befremdlich, wenn jemand eine post-OP Transfrau (also mit weiblichen Genitalien) zunächst attraktiv findet, dann aber aufgrund der "Beichte" von ihr das Interesse verliert (rein körperlich wäre sie in diesem Fall ja nicht mehr zu unterscheiden, also müßte das Gegenüber es schon auf andere Weise "herausfinden").
denn da würde ich tatsächlich argumentieren, daß es nur bescheuerte Transablehnung ist; entweder "du warst mal ein Mann!" (ja, Betonung auf "warst") oder aber gleich "du bist ein Mann/keine echte Frau" (wobei ich mich da dann immer spitzfindig frage, ob post-OP Transmänner mit Penis für solche ZeitgenossInnen dann immer eine Frau sind, müßten sie dann ja eigentlich).