rain men@ also das mit der mentalstruktur -könntest du das noch mal besser belegen?!
Die Mentalstruktur musst du dir wie ein Gefäß vorstellen. Das Material dieses Gefäßes ist im Babyalter noch extrem weich und sehr leicht formbar. Durch das, was das Baby erfährt, sieht, hört, fühlt, etc formt sich dieses Gefäß langsam und wird immer ein bisschen "fester". Im Kindesalter ist dann das Gefäß schon etwas stabiler; die Erfahrungen des Babyalters haben sich gefestigt und bilden nun den "Boden" des Gefäßes. Das Kind nimmt nun mehr Informationen auf als je zuvor; jeder Einfluss ergießt sich in dem, noch sehr kleinen Gefäß, wirkt dort und hinterlässt Spuren. Die Einflüsse, die direkt von den Eltern kommen, hinterlassen die größten Spuren. Das Gefäß formt sich in dieser Zeit am meisten. Es baut auf dem Boden (der im Babyalter gefestigt wurden ist) auf und entwickelt sich nun stetig weiter.
Das Gefäß ist die Form. Die Informationen, also die Einflüsse sind der Inhalt. Der Inhalt ergießt sich in die Form. Es kann sich aber nicht jeder Inhalt in jede Form ergießen; bspw. kannst du keine Flüssigkeiten in eine Flasche gießen, deren Boden Löcher hat... Aus diesem Grund haben ja auch alle Menschen unterschiedliche (individuelle) Wahrnehmungen.
Das Gefäß entwickelt sich das ganze Leben lang weiter - eine kleine Evolution. Aber der Boden des Gefäßes und die Grundform, welche sich in der Kindheit ergibt, ändern sich nicht mehr. (Es ist zwar möglich diese im Nachhinein zu bearbeiten, aber das ist eine sehr intensive und u.U schmerzhafte tiefenpsychologische Arbeit.)
Ein Beispiel:
Ein Baby kommt auf die Welt und wird sofort von der Mutter abgelehnt; sie will es nicht; es war ein Unfall. Das Baby kommt in eins dieser kleinen Kästchen und wird später weggegeben. Das erste was dieses kleine Wesen erfahren hat war Ablehnung. Wenn das Baby jetzt auch noch das Pech hat, nicht sofort auf Liebevolle Erzieher zu treffen, die ihm das Gefühl von Akzeptanz und Wärme geben, werden Ablehnung und Kälte die ersten Inhalte sein, die sich in das Gefäß ergießen. Dieser Mensch wird Zeit seines Lebens von der Angst vor Ablehnung beeinflusst werden. Dies kann sich unterschiedlich äußern: Anfälligkeit für Gruppenzwänge, zwanghafter Perfektionismus, Depressionen, extreme Eifersucht, Drogenmissbrauch, übermäßiges Misstrauen, Selbsthass - usw...
Die Mentalstruktur ist uns nicht Bewusst. Sie wirkt in unserem Unbewussten und beeinflusst uns, ohne daß wir davon wissen. Man könnte auch sagen, sie arbeitet eigenständig.
Hoffe ich konnte dir das jetzt n bisschen anschaulicher machen.
Sorry wegen Offtopic.
Peace.