Religionen und Atheismus

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Ich verspreche damit gar nichts bzw. bin an nichts gebunden. Wie kann man mich denn bitteschön belangen, wenn ich das Kind grad dareinschlepp und taufen lasse. Damit ist das Kind auf dem Papier ein Christ, und Papier ist bekanntlich geduldig. Gesellschaftliche Nachteile hat es davon nicht. Zwar auch keine Vorteile (abgesehn davon, dass man bessere Optionen haben könnte einen Kindergartenplatz zu bekommen, da die Kirche etliche dieser Einrichtungen trägt), aber daraus ergeben sich keine Nachteile. Würde ich in einen Land leben, in denen Christen eine (möglicherweise sogar verfolgte) Minderheit sind, dann würd ich sie ja auch nicht taufen. So ist man doch auf der sicheren Seite.
Danach kann es sich ja sonsteiner Glaubensrichtung hingeben.
Eine Nachtaufung unmittelbar vor einer möglichen Konfi kostet gleichen Aufwand und Zeit.
 

ChIrUrG

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man kanns auch übertreiben. ne taufe hat noch keinem geschadet und ob man aufm papier christlich is oder nich, interessiert einen als kind herzlich wenig :rolleyes:

taufe hat noch keinem geschadet? dafür schadet das christentum seit 2000 jahren menschen "im namen gottes"....
 

WorldWhy

Altgedient
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Ich werde später auch austreten. Ersteinmal will ich Pate werden für spätere Kinder meines Bruders, der will nämlich welche. Außerdem gibts glaubig auch eine Kultursteuer, die trotzdem zu verrichten ist, und nachher setze ich auch noch Blagen in die Welt, weil ich mich anders entscheide, und dann sollen die auch ihre Taufe bekommen. Über das Konfigeld anderer Verwandter freut man sich als Vadder natürlich auch, weils die Kiddies liquide macht und man selbst nicht so viel zaHlen muss. Von der Bewirtung/Restaurant mal abgesehn.


du bist ja voll abstosend
 

King Dawn

Altgedient
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achso...ein bisschen wasser aufn kopf und das wars ja....:rolleyes:
du nimmst dem kind die entscheidung ab ob es deinen glauben annimmt oder nich...du versprichst damit eine christliche erziehung...
aber hast recht is nich schlimm bereits einem kleinind nen sinnlosen glauben aufzudrücken...:rolleyes:

Toll, wenn du dein Kind nicht taufen lässt, wirst du es nach deinen Werten erziehen und die decken sich fast mit den Christlichen Werte (Barmherzigkeit, Vergebung...). Von daher nimmst du deinen Kindern die Entscheidung eh ab..

Sprich ne ordentliche Konfirmationsfeier im schönen Restaurant, und alle sind da
...einen Tag schulfrei wollen wir mal auch nicht vergessen.

Dann kannst du deine Kinder einfach selber einen Tag aus der Schule "befreien" und ihr geht mit Oma (und Co.) zusammen zum Griechen (Anlass: Geburtstagsfeier; da findet sich immer irgendein Grund).
 

EizEizBaby

Altgedient
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findest dus nich unfair deine kinder taufen zu lassen wenn sie sich dagegen nicht wehren können und garkeinen eigenen willen haben ob sie das überhaupt wollen?

die kriegen dann die krätze und sterben


mit ner taufe is dein kind noch lang nich gläubig, wenns später kb hat an gott zu glauben dann wirds auch nich an gott glauben und da hat die taufe auch gar keine bedeutung mehr

später kannst du dich ja selbst bekennen oder nicht

die taufe is keine bekenntnis deinerseits

dem kind kann nix passieren nur weil die eltern es taufen lassen wollten...das is nunmal die sache deiner eltern, die taufe is als segnung/schutz gedacht für deinen lebensanfang...verseucht werden dadurch höchstens vampire
 

WorldWhy

Altgedient
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ob des jetzt alles stimmt?aber durch rituale ans gute zudenken kann doch nicht falsch sein,segnet eure kinder egal wie aber mit dem guten
 

Rain-Man

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Zum Thema Taufe...

...

Kinder werden zum größten Teil durch die Eltern beeinflusst, aber auch zu nem sehr großen teil durch die Umgebung. Die Umgebung wird aber vorerst wiederum von den Eltern gewählt. Also wird das Kind von der Inneren und Äußeren Welt der Eltern beeinflusst. Und das ergibt dann die Mentalstruktur des Kindes; also seine Gedanken usw - Das ist immer so, bei allen Kindern.

Eine Taufe ist ein Ritual - ein religiöses Ritual. Die Eltern, die ihre Kids taufen lassen sind in der Regel religiös und glauben an das was geschieht und dessen Effekt. Außerdem versprechen die Eltern bei einer Taufe eine christliche Erziehung des Kindes. Dies überträgt sich auf das Kind. Das Kind kann ja gar nicht anders als das anzunehmen, was von den Eltern kommt, weil es noch nicht wirklich Kritisch denken und reflektieren kann. Natürlich ist das Kind durch die bloße Taufe nicht gleich an irgendwas gebunden. Aber es endet ja in der Regel nicht bei der Taufe; die gesamte Erziehung, das gesamte Umfeld, die Welt in der das Kind aufwächst - das alles sind enorme Einflüsse, die auf das Kind wirken. Und selbst wenn das Kind im erwachsenen Alter sich von dem Glauben abwendet, wird es niemals alles ablegen können, was es in der Kindheit erfahren hat; ergo werden diese Erfahrungen diesen Menschen Zeit seines Lebens begleiten, also beeinflussen. Und das größte Problem an der ganzen Sache ist, daß das alles größtenteils Unbewusst passiert; du kannst dich gegen deine Mentalstruktur nicht währen, da du nicht um sie weißt, sie nicht anfassen bzw. ohne weiteres bearbeiten kannst.

Das soll jetzt kein Aufruf dazu sein, seine Kids nicht religiös oder anti-religiös zu erziehen... Man kann Kinder eh nicht neutral Erziehen weil man, egal was man macht, das Kind immer beeinflusst. Aber ich zumindest würde mein Kind nicht taufen lassen. Anstatt dessen würd ich meinem Kind lehren offen zu sein, und selbst zu entscheiden, ohne zu bewerten oder zu beurteilen.





Peace
 

Saadi

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taufe ist nicht alles:
"Kommunion und Konfirmation
Im Christentum versteht man unter Kommunion und Konfirmation den vollständigen Eintritt in die Kirchengemeinschaft. Diese beiden Ereignisse haben den gleichen Charakter und sollen auch das selbe symbolisieren. Allerdings gibt auch hier einige Unterschiede, die vor allem dadurch bedingt sind, dass diese Feste einer unterschiedlichen Kirche des Christentums angehören.
Die Kommunion findet dabei bereits statt, wenn das Kind ungefähr das neunte Lebensjahr vollendet hat. Bevor die Kinder allerdings ihre Erstkommunion erfahren, gehen sie vorher in eine kleine Gruppe, bei welcher ihnen der Gruppenleiter den ersten Kontakt zu Gott bereitet. In diesen Zusammenkünften geht es meistens um die Fragen wie Gott aussieht, welchen Charakter er hat, was Taufe bedeutet, wie die Messe aufgebaut ist und erfahren vieles über Jesus, den Sohn Gottes. Die Feier zur Kommunion findet traditionsgemäß am ersten Sonntag nach Ostern statt, am so genannten "Weißen Sonntag". Später, wenn das Kind etwa vierzehn Jahre alt ist, wird es nochmals auf die Firmung vorbereitet, um dann vollständig der katholischen Kirche anzugehören. Das Fest für den Eintritt in die evangelische Kirche nennt man Konfirmation. Diese findet in der Regel dann statt, wenn der Jugendliche das vierzehnte oder fünfzehnte Lebensjahr vollendet hat. Ungefähr ein Jahr vor der Konfirmation gehen die Jugendlichen in den Konfirmationsunterricht. Dort lernen sie ein Jahr über den Kontakt zu Gott kennen und schätzen. Sie werden auch öffentlich in die Kirche eingeführt und beim so genannten Vorstellungsgottesdienst zeigen sie den Besuchern der Sonntagsmesse, was sie in diesem Jahr alles gelernt haben. Bevor dann allerdings die eigentliche Konfirmation an einem Sonntag statt findet, begeben sich die Konfirmanden mit ihren Familienangehörigen zum Abendmahl, welches einen Tag vor der Konfirmation gehalten wird.
Beide kirchlichen Feste sind von einer hohen Feierbereitschaft geprägt. Bei der Konfirmation beispielsweise erhalten die Konfirmanden von nahezu allen Verwandten und Bekannten viele Geschenke. Der vollständige Eintritt in die Kirche ist für jeden ein Tag zum Feiern. Jedoch ist vorher zwingend erforderlich dass man getauft ist. Wer kurz nach seiner Geburt nicht getauft wurde, kann das vor seiner Kommunion oder Konfirmation selbstverständlich noch nachholen." (Quelle: http://www.die-religionen.net/kommunion-und-konfirmation.html)

So wie bei jedem Thema und jeder Ansicht gibt es auch bei der Religion sowohl positive als auch negative Aspekte, die damit verbunden sind. Um diese positiven Aspekte zu erkennen, sollte man es allerdings wagen, mal über seinen Schatten zu springen und sich nicht nur damit beschäftigen, was man selbst glaubt.
 

Saadi

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rain men@ also das mit der mentalstruktur -könntest du das noch mal besser belegen?!
was du ansprichst hört sich für mich an wie die "inneren landkarte" die durch erfahrungen usw. entsteht und bei jedem menschen anders ausschaut. aber erfahrungen hin oder her wir können doch selbst entscheiden ob wir aus einer christlichen erziehung oder nicht uns mit unseren erfahrungen auseinander setzen und bereit sind auch fehler einzusehen...wenn du jedoch damit den fanatismus ansprechen wolltest kann ich dich leider nur bestätigen da meiner erfahrung nach die wenigsten christen offen sind für kretik oder eben bereit ernsthaft und objektiv mit bestimmten dingen zu arbeiten.(wenn meist sehr einseitig)
ich selbst komme aus einer evang. freikirche..hier ist auch so einiges anders es gibt zum beispiel keine kindstaufe dh. die menschen sollen sich selbst für die taufe entscheiden! babys werden gesegnet und die konfirmation wird als eintritt in die jugend gefeiert. außerdem gibt es keine feste kirchensteuer..(man soll aber trotzdem den dritten teil geben) im allgemeinen habe ich diese gemeinden als sehr charismatisch erlebt.
 

Rain-Man

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rain men@ also das mit der mentalstruktur -könntest du das noch mal besser belegen?!

Die Mentalstruktur musst du dir wie ein Gefäß vorstellen. Das Material dieses Gefäßes ist im Babyalter noch extrem weich und sehr leicht formbar. Durch das, was das Baby erfährt, sieht, hört, fühlt, etc formt sich dieses Gefäß langsam und wird immer ein bisschen "fester". Im Kindesalter ist dann das Gefäß schon etwas stabiler; die Erfahrungen des Babyalters haben sich gefestigt und bilden nun den "Boden" des Gefäßes. Das Kind nimmt nun mehr Informationen auf als je zuvor; jeder Einfluss ergießt sich in dem, noch sehr kleinen Gefäß, wirkt dort und hinterlässt Spuren. Die Einflüsse, die direkt von den Eltern kommen, hinterlassen die größten Spuren. Das Gefäß formt sich in dieser Zeit am meisten. Es baut auf dem Boden (der im Babyalter gefestigt wurden ist) auf und entwickelt sich nun stetig weiter.
Das Gefäß ist die Form. Die Informationen, also die Einflüsse sind der Inhalt. Der Inhalt ergießt sich in die Form. Es kann sich aber nicht jeder Inhalt in jede Form ergießen; bspw. kannst du keine Flüssigkeiten in eine Flasche gießen, deren Boden Löcher hat... Aus diesem Grund haben ja auch alle Menschen unterschiedliche (individuelle) Wahrnehmungen.
Das Gefäß entwickelt sich das ganze Leben lang weiter - eine kleine Evolution. Aber der Boden des Gefäßes und die Grundform, welche sich in der Kindheit ergibt, ändern sich nicht mehr. (Es ist zwar möglich diese im Nachhinein zu bearbeiten, aber das ist eine sehr intensive und u.U schmerzhafte tiefenpsychologische Arbeit.)

Ein Beispiel:
Ein Baby kommt auf die Welt und wird sofort von der Mutter abgelehnt; sie will es nicht; es war ein Unfall. Das Baby kommt in eins dieser kleinen Kästchen und wird später weggegeben. Das erste was dieses kleine Wesen erfahren hat war Ablehnung. Wenn das Baby jetzt auch noch das Pech hat, nicht sofort auf Liebevolle Erzieher zu treffen, die ihm das Gefühl von Akzeptanz und Wärme geben, werden Ablehnung und Kälte die ersten Inhalte sein, die sich in das Gefäß ergießen. Dieser Mensch wird Zeit seines Lebens von der Angst vor Ablehnung beeinflusst werden. Dies kann sich unterschiedlich äußern: Anfälligkeit für Gruppenzwänge, zwanghafter Perfektionismus, Depressionen, extreme Eifersucht, Drogenmissbrauch, übermäßiges Misstrauen, Selbsthass - usw...

Die Mentalstruktur ist uns nicht Bewusst. Sie wirkt in unserem Unbewussten und beeinflusst uns, ohne daß wir davon wissen. Man könnte auch sagen, sie arbeitet eigenständig.


Hoffe ich konnte dir das jetzt n bisschen anschaulicher machen.
Sorry wegen Offtopic.


Peace.
 

Saadi

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danke rain-men@
aber christliche werte zu vermitteln ist doch an sich nichts schlechtes...
die wertevermittlung in der erziehung allgemein erfolgt über gewohnheiten ("lebensregeln"*), dem lebensstil (einstellungen zu bestimmten sachen wie verhalten, geld, beruf, besitz) und dem denken (lebensphilosophie)
und kinder brauchen auch werte an denen sie ihr leben ausrichten können. das gilt für das kleinkind wie für das schulkind, den teenager wie dem jugendlichen. sie wollen wissen woran sie sind und wie sie sich verhalten sollen. sie müssen unterscheiden können zwischen richtig und falsch, gut und böse
die frage ist glaube ich was für werte und wie diese vermittelt werden
(ohne zu vergessen dabei das nicht jedes erziehungsmittel automatisch zum gewünschten effekt führt und nicht für jedes alter und kind in gleicher weise geeignet ist und das es polare zusammenhänge gibt zwischen beispielsweise autorität und vertrauen, bindungsfähigkeit und kretikfähigkeit.)

*lebensregeln wurden früher von außen durch die tradition vorgegeben..heute in einer pluralistischen-idividualistischen gesellschaft muss jede familie selber solche verbindlichen regeln (traditionen)setzen
 

Rain-Man

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aber christliche werte zu vermitteln ist doch an sich nichts schlechtes...

die wertevermittlung in der erziehung allgemein erfolgt über gewohnheiten


Ja; die Werte an sich (Aufrichtigkeit, Ehrfurcht vor dem Leben, respektvoller und liebevoller Umgang mit den Mitmenschen - etc.) sind gut und erstrebenswert. Diese Werte weiterzugeben ist auch nicht verkehrt. Aber Kinder nehmen nicht die theoretisch weitergegebenen Werte auf, sondern das, was gelebt wird. Doch leider ist es bei zu vielen Menschen so, daß sie die Werte theoretisch zwar kennen aber sie praktisch nicht umsetzen, leben.
Das ist wie: Man weiß, daß Rauchen schlecht ist, tut's trotzdem, weils in dem Moment gut tut; Theoretik vs. Praktik.
Kinder lernen nicht aus Büchern, sondern aus erlebten Erfahrungen. Darum bringt es nicht wirklich viel, seinen Kindern irgendwelche Vorträge zu halten oder ihnen irgendwelchen Scheiß aus der Bibel (entschuldigung!) vorzulesen. Bei Erwachsenen isses anders; Erwachsene können in der Regel ohne Probleme theoretische Informationen aufnehmen, bewerten, bedenken und ggf. in das eigene Leben integrieren. Aber bei Kids sind diese Funktionen noch nicht so ausgereift. Daher sind theoretisch weitergegebene Werte für Kinder eher uninteressant.
Und genau da seh ich das größte Problem bei den Religionen: Die Mehrheit, der Gläubigen "betreibt" ihren Glauben theoretisch, praktizieren aber eher gegenteiliges. (Als könnte man vom bloßen Predigen und Bibel/Koran/usw. lesen in den Himmel kommen.)
Das beste Beispiel hierfür sind die Kämpfe und Streitereien, die es zwischen den unterschiedlichen Religionen gibt. Heißt es nicht "liebe deinen Nächsten wie dich selbst"? Warum gibts dann Hass, Groll und Streit zwischen den Menschen (Mitmenschen!)?

Ich kenn wirklich viele Leute, die sich als religiös oder gläubig bezeichnen, aber erfüllt sind von Hass, Groll, Unzufriedenheit - usw. Und wenn ich diese Personen auf dieses Paradoxon anspreche, wird erstmal komisch geguckt, kurz überlegt, und dann kommt immer "aaabeeeerr".

......

Peace
 

Saadi

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ich weiß nicht genau warum das so ist ich kann da nur von mir sprechen und bei mir ist es so das ich eine christliche erziehung gar nicht unbedingt gut finde wenn sie totalitär ist.
auch sehe ich eine gefahr wegen dem aufzeigen falscher gottesbilder..aber das würde jetzt zu weit führen...
und außerdem sollen sie vielleicht lieber von wolke zu wolke springen immerfort jubelnd " gott liebt mich"...:confused::oops:
 
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