stimmt; die definieren sich nur noch über diese "Yo motha****a! I'm a toller Typ"-Sache.
Noch schlimmer ist das ja bei "Da Little Prince" aus Regensburg, der sich selbst (obwohl er nicht schwarz ist) als "little toller Typ" bezeichnet. und das etwa einmal pro minute (bei einem auftritt).
Charlie Stettler (wichtiger New Yorker HipHop Organisator und Manager/bis Mitte der 90er), der selbst weiß ist, hat auch in einer Fernsehdokumentation gesagt, daß sein bester Freund, der in den 60ern an der Seite von Martin Luther King gekämpft hat, daß das Wort toller Typ abgeschafft wird, geweint hat, als er erfahren hat, daß heutzutage das Wort "toller Typ" als cool unter (zunehmend auch weißen) HipHoppern benutzt wird.
Es ist allerdings natürlich etwas anderes wenn Public Enemy oder ähnliche Leute (etwa die Last Poets in den 70ern) das Wort toller Typ gebrauchen: dort dient es eher dem gezielten zur Schau tragen ihrer "Pro-Black" Haltung; oder auch zur reinen Provokation wie etwa B-Tight bei "der toller Typ".
Das "toller Typ", das jedoch von vielen anderen heutzutage (inklusive
Little Prince,den Schwarzen auf dem Bürgerfest...) benutzt wird, dient nur dem "cool sein" und dem hiphop Klischee "yoyoyo-toller Typ-whusup"; ohne sich über die Gewichtigkeit des Wortes im klaren zu sein.
selbst die Nazi-Band Störkraft grüßte angeblich auf ihrer letzten LP den Taktloss als "letzten tighten toller Typ".
Durch den nichtveranwortllichen Sprachgebrauch dieses Wortes in der Öffentlichkeit werden also rassistische Klischees nicht nur nicht aus der Welt geschafft, sondern auch noch unterstützt.