Ranking aller No Limit Records Alben

Score_

Altgedient
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Sep 29, 2018
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Freunde! Das nächste Projekt aus dem Hause Score ist da! Und wer dachte, nach E40s Double Tripple Exkurs könne es nicht schlimmer sein, der halte sich fest, denn jetzt kommt das berühmt berüchtigte Label No Limit Records.

Welchen Umfang wird das Projekt haben? Die 90er Jahre werden komplett abgearbeitet, da hat No Limit auch zweifelsohne seine Glanzzeit gehabt. Die frühen 2000er finde ich, mit einigen Ausnahmen, auch noch solide und werden behandelt. Bis 2005 werde ich gehen, mit der No Limit Forever Era in den 2010ern kann ich leider nichts anfangen, da machen Reviews weniger Sinn. Wie bei der E40 Geschichte bewerte ich nur, was ich selber auf CD (oder Tape) hab.

Ich werde versuchen, so viel Background Infos, Trivia zu Releases etc zu bieten wie möglich, habe allerlei Wissen aus Artikeln und Interviews zusammengesucht. Da ich zu NLs großer Zeit damals noch ein kleiner Scheißer war, bitte ich eventuelle unkorrekte Infos zu entschuldigen, ich lasse mich gerne von Zeitzeugen und Internetgangstas korrigieren.

Es gibt vieles was ich an No Limit schätze. Ihr Sound hat sich über die Dauer des Labels immer wieder geändert, sei es der exzellente Bay Area Sound von 94/95, oder der Trademark Sound von 98/99, der mir auch sehr zusagt. Den gigantischen Output muss man auch respekten. Das Line-Up an Rappern und Produzenten, die NL unter sich versammelt hat ist auch sehr beeindruckend. Und natürlich die epischen Phunky Phat X Graph / Pen & Pixel Graphics Cover, die special colored CD Cases sowie die Q-Paks, die allein die Verpackung der Alben schon zu einem Highlight machten.

Da No Limit mein Lieblingslabel ist, werden hier auch ein paar biased Beiträge kommen. Ich werde trotzdem versuchen die Geschichte hier so objektiv zu bewerten wie es mir möglich ist. Um bei manchen Alben nicht nur mit mir selber zu diskutieren und das ganze Projekt, das über 80 Alben umfasst, etwas abzuwechseln, habe ich auch einige Gastbeiträge mit am Start. An dieser Stelle dickes Danke an die Homies @Trae92, @Mister Chimp, @Young Germany und @SnoopDeVille, die alle zwischendurch ihre geschätze Meinung dazu geben und mit in meinen Reviews verarbeitet werden. Bleibt dran, um zu sehen wie das Ganze ausschaut.

Freitag kommt das erste Review. Let the Tank Roll! :emoji_sparkles:

Discography:

1991
1992
1993
Zwischenstand #1 (Tape Exklusives Zeug & Rückblick)

1994
1995
Zwischenstand #2
1996
Zwischenstand #3

1997
Zwischenstand #4

1998

  • Young Bleed "My Balls & My Word"
  • Silkk the Shocker "Charge It 2 da Game"
  • C-Murder "Life or Death"
  • Various Artists "I Got the Hook Up"
  • Sons of Funk "The Game of Funk"
  • Fiend "There's One in Every Family"
  • Soulja Slim "Give It 2 'Em Raw"
  • Master P "MP Da Last Don"
  • Kane & Abel "Am I My Brother's Keeper"
  • Mac "Shell Shocked"
  • Snoop Dogg "Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told"
  • Big Ed "The Assassin"
  • Skull Duggery "These Wicked Streets"
  • Magic "Sky's the Limit"
  • Mean Green: "Major Players Compilation"
  • Prime Suspects "Guilty 'til Proven Innocent"
  • Gambino Family "Ghetto Organized"
  • Mia X "Mama Drama"
  • Ghetto Commission "Wise Guys"
  • Steady Mobb'n "Black Mafia"
  • Full Blooded "Memorial Day"
  • No Limit Soldiers "We Can't Be Stopped"
  • Mystikal "Ghetto Fabulous"
Zwischenstand #5

1999

  • Silkk the Shocker "Made Man"
  • Mr. Serv-On "Da Next Level"
  • C-Murder "Bossalinie"
  • Various Artists "Foolish"
  • Mo B. Dick "Gangsta Harmony"
  • Lil Soldiers "Boot Camp"
  • Snoop Dogg "No Limit Top Dogg"
  • Various Artists "Who U Wit?"
  • TRU "Da Crime Family"
  • Mercedes "Rear End"
  • Fiend "Street Life"
  • Lil Italy "On Top of da World"
  • Magic "Thuggin'"
  • Mac "World War III"
  • Master P "Only God Can Judge Me"
Zwischenstand #6
 
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Radar

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Hoffe, Master P spricht noch ein Shoutout für den Thread ein!
Freue mich schon sehr hier drauf!
 

JoeFernandez

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Große Vorfreude :D, ich werde hier auch ab und zu mal meine Meinung aktiv kundtun (falls ich etwas anders sehe), da NL auch mein Lieblingslabel ist.
Aber du hast dir da echt was vorgenommen, schonmal mein großer Respekt.
 

Trae92

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Auf jeden Fall die logische Steigerung nach E-40. :D

Hab sehr sehr Bock drauf und freu mich schon, wenns am Freitag los geht. :thumbsup:
 

Nino_Brown

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Alles aus!
Friss das, Falk!
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D.U.T47

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hm naja 80 prozent sind doch nich so dolle , klar ein paar harte klassiker sind dabei aber bei nem ranking aller alben stirbt man doch am fließband wahnsinn
 
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Score_

Altgedient
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Freunde! Es ist Freitag und ihr wisst was das heißt!

TRU - Mind Of A Psychopath (1990)

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Zusammen mit einem BWL Studium, einer Erbschaft von 10K durch den Tod seines Großvaters und großen Ambitionen wurde von Percy Miller der Grundstein für eins der erfolgreichsten Indipendent Labels aller Zeiten geschaffen. Geboren und aufgewachsen in New Orleans, versuchte der spätere Selfmade Millionär Master P seinen Start ins Rap Game zuerst nicht in seiner Heimat, sonder Richmond, Kalifornien. Seine Bruder Silkk The Shocker und C-Murder gehörten zu den ersten Acts, die sein Label No Limit Records signte, ebenso die Rap Gruppe TRU (The Real Untouchables, welche sich aus den 3 Brüdern, Big Ed, King George, Milkman, P's Ehefrau Sonya C und noch ein paar anderen Rappern zusammensetze. Der erste Release des Labels mit dem Titel "The Real Untouchables" erschien 1990, auf Kassette, und wurde aus dem Kofferraum von Master Ps Auto in Richmond verkauft. Qualitativ ist das ganze noch sehr unscheinbar und schlicht, man hört halt schon hart, unter welchen musikalisch schwierigen Umständen das Teil entstand. Positiv zu bemerken ist die aber schon recht motivierte Performance einiger Mitglieder im Camp. Schon interessant zu sehen wie sich die Karriere des Labels über die Jahre noch ausweiten sollte. Bewerten werd ich das mal nicht, weil ich das Tape selber nicht besitze. Hier kann man aber mal reinhören:




Master P - Get Away Clean (1991)

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Und 1990 passierte noch viel mehr. Der jüngste Bruder der Millers, Kevin Miller, welcher in New Orleans noch bei der Familie wohnte, wurde auf offener Straße erschossen. Das war für Master P eine weitere Motivation, erfolgreich zu werden und seine Familie aus dem Ghetto zu holen. Kurz nach dem Debüt Tape mit der Gruppe TRU, droppte No Limit Records Master Ps Solo Debüt "Get Away Clean" Anfang 1991, auf der sich auch die Tape Only Single "Jack Of The Jackers" befindet. Da auf jedem Release desAlbums die Tracklist ziemlich durcheinander gewürfelt worden ist, können die Namen der Tracks die ich nenne auch falsch sein. Etwas Material vom ersten Tape ist auch mit dabei. Da es noch kein Produktionsteams oder Kohle für Beats von gestandenen Beatmakern zu der Zeit gab, wurde das Teil kurzerhand komplett selbst zusammen geschneidert.

Da hier noch alles in den Kinderschuhen steckt, ist natürlich weder die Produktion noch die Raps wirklich herausragend, und hat mit dem späteren No Limit Stil wenig bis gar nichts gemeinsam. Das Album klingt recht zusammen gewürfelt und in der Garage produziert, was man Stücken wie "Dana You Can Bang Her" oder "No Limit" auch anhört. Diese Nummern sind sehr schlicht gebastelt, Aufnahme Qualität alles andere als gut. Punkten kann das Album schon eher mit Stücken wie "Saxophone", das tatsächlich etwas Tiefgang im Beat vernehmen lässt, ein schön verarbeitetes Sample und gute Raps von P und seine Ehefrau Sonya C. "You Only Life Once" ist zwar mit seinen 6 Minuten etwas zu lang, aber kann insgesamt schon soweit gefallen, das man den Song nicht skippen muss, da auch Ps Lyrics hier gut sind. Neben dem Master dürfen sich aber auch andere auf diesem Album mit Ruhm bekleckern; die Parts von King George und Big Ed auf "Low Down And Dirty" sind sehr stabil, was Flow und Raptechnik angeht wohl die Highlights dieses Albums. Eher unscheinbar, schon fast stümperhaft ist Silkks Part auf "What's Up With That", der mit seinen 16 Jahren überhaupt nicht klingt wie 4 Jahre später.

Ein Must Have ist Ps erstes Solo Album für Nicht-Sammler keinesfalls, doch ist es ja immer interessant eine lange Karriere mal von Angang an zu betrachten. Indikatoren für den späteren Ruhm und Klassiker Qualität sind hier keine zu finden, aber für ein paar solide Tracks war No Limit schon zu Anfang zu haben.

3.5/10

Anspieltipps:
"Saxophone", "Perving," Low, Down And Dirty"
 
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Mister Chimp

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"get away clean" ist natürlich alles andere als gut, aber tracks wie "low down and dirty" oder "you only live once" sind schon ganz cool. :thumbsup:
bei der bewertung gehe ich mit.



 

Trae92

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Gerade noch rechtzeitig vor dem Start heute angekommen. :D

Würde bei der Bewertung aber auch mitgehen. Hat ein paar ganz coole Ansätze, ist aber insgesamt nichts besonders.
 

Nino_Brown

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King George aufjedenfall später auch noch sehr sehr nice. Freu mich schon auf die nächsten Reviews!
 

D.U.T47

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rapt c-murder auf dem ersten tru tape schon parts??? hab den lachs nie gehört
 
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