Im Bus ganz hinten
VÖ: 16.09.2011
☆
Es geht Schlag auf Schlag: 6 Monate rum, neue Flizzy Platte iz da. „Im Bus ganz hinten“ sortiert sich ganz unauffällig in die Reihe der letzten, beliebigen, nichtssagenden Releases ein. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was ich zu diesem Album schreiben soll, ich habs vor Langeweile kaum bis zum Ende ausgehalten (Tuntenroman folgt trotzdem).
„Du bist out“ ist noch ein ganz solider Opener, aber wenn die erste Zeile schon die Hashtag-Offenbarung „Die Scheiße ist zu heiß – Herdplatte“ ist, kann ich da kaum noch ein Auge zudrücken. Und wenn auf Track 2 auf einmal nicht Shizoe oder irgendeine Sängerin oder wer auch immer singt, sondern tatsächlich MOE MITCHELL mit seinem rausgepressten Rumgejaule in Erscheinung tritt, ist der Griff zum Vorschlaghammer auch nicht mehr weit. Moe Mitchell klingt so, als hätte man ihn während den Aufnahmen von hinten mit
Jamaica Joe penetriert. Ich dachte, der wäre 2011 schon längst tot gewesen!?
„Dirty White Boy“ ist der x-te „Style & das Geld“ Ripoff. „Spiegelbild“ ist die wohl uncoolste, deutscheste Party-Nummer, die ich jemals gehört habe, dagegen wirken Massive Töne wie OGs. „Wir machen einen drauf“ handelt ganz stumpf davon, wie Ober-Player Flizzy irgendeine Olle durchnimmt oder so, ich habs ab der Hälfte geskippt. „Teer in meiner Lunge“ lässt mich mit 1000 Fragezeichen zurück!?!? So Sachen wie „Kein Kommentar“ und „Wenn ich kein Rapper wär“ sind blasse Ghostwriter-Pflichtaufgaben, absolut belanglos. MoTrip macht einfach fassungslos, das Album ist übersät mit Schlagwort-Vergleichen und komischen Formulierungen.
Es ist ja ganz lustig, Flers musikalische Selbstfindungsphase quasi live per Album mitverfolgen zu können. Aber dafür dann immer 15€ zu verlangen, ist dann nicht mehr so zum Lachen. Die Kohle braucht er wohl, um solche Nichtigkeiten wie „Im Bus ganz hinten“ auch noch als Premium oder Deluxe Edition mit fancy Pappschuber rausbringen zu können, zumindest liegt mir hier sowas vor.
Ich weiß ja nicht, ich hau das Teil wohl straight in den Müll. Ich möchte mir das Wochenende jetzt auch nicht weiter versauen eigentlich, geht wohl erst nächste Woche weiter.
Hörenswert: Ums uns rum, Freunde werden Feinde
Vermeiden: Spiegelbild, Zeichen, Wir machen einen drauf, Wenn ich kein Rapper wär, Blut auf dem Dancefloor