Pac´s Life (21.11.2006)
So, kommen wir nun zum letzten offiziellen Album. Nach dem absolut desaströsen “Loyal to the Game” kann es ja eigentlich nur besser werden. Schauen wir mal, ob dies der Fall war.
Das Album enthält 14 Tracks, wobei ausnahmslos jeder Track Gastbeiträge enthält. Für mich steht dies schon ziemlich konträr zum Albumtitel. Das Feld an Feats geht über alte Weggefährten (Snoop, BTNH, Outlawz) bis hin zu Rappern, die mit Pac überhaupt nichts zu tun hatten, zu der Zeit aber angesagt waren (T.I., Papoose, Chamillionaire). Letzterer ist zwar ein ziemlich stabiler Dude, hat hier drauf aber nichts zu suchen. Selbiges gilt für Jungs wie Nipsey Hussle, Ludacris oder Young Buck. Ersterer hat dies sicher genutzt, um seinen Bekanntheitsgrad zu steigern, aber alle sollten schlau genug sein, zu wissen, dass dies bei den realen Dudes eher nicht so knorke ankommt. Die finanzielle Entschädigung wird eventuelle Gewissensbisse sicher schnell revidiert haben. Eine andere Intention als den finanziellen Aspekt kann es für die Produktion dieser Scheibe gar nicht gegeben haben. Ashanti muss schließlich auch an die Rente denken und jeden Cent mitnehmen, den es gibt. Allgemein gilt zu sagen, dass die Wahl der Feats eher willkürlich stattgefunden hat. Viele Gastbeiträge haben mit den Parts von 2Pac gar nichts gemeinsam und geben keine harmonierenden Songs ab.
Beats kommen von Swizz Beats, Sha Money XL, L.T. Hutton und weiteren.
Man merkt, dass die Texte in 2Pacs Augen eher B-Ware waren. Dieser hatte, wie auch Suge bei Death Row, eine enorme Qualitätskontrolle bezüglich seines Outputs. Tupac liefert hier ab, wie er immer abgeliefert hat, aber es sind wirklich allesamt nicht seine allergrößten Leistungen. Er performt immer noch wie kein Zweiter, aber das drumherum macht es einfach alles kaputt.
Die Beats passen zum größten Teil überhaupt nicht zu Pac. Einzig der erste Track stellt in meinem Auge eine gelungene Produktion dar. Das Soundbild des kompletten Albums hat mit dem Soundbild, welches man bei einem typischen Pac-Album erwartet, nichts zu tun. „Soon as i get home“ mit Kadafi gefällt mir noch ganz gut, der Rest fällt sehr ab. Gründe: Beats, Feats und allgemeine Intention des Albums. Auch der Remix zu „Dear Mama“ ist komplett überflüssig und dient nur dem Füllen von Lücken.
Naja, man braucht hier auch gar nicht groß rumreden: Es ist besser als der Vorgänger, aber ist unnötiger als unnötig. Werde demnächst die originalen Songs bewerten, dann werdet ihr es selber sehen. Gebe hier
1,5 von 10, da es sich vom Vorgänger abhebt, welcher den Begriff „dreist“ damals neu definierte.