Loyal To The Game (14.12.2004)
Vielleicht die schlechteste CD, die ich besitze. Hier gibt es gar nicht viel zu erzählen. Das Album ist so dermaßen überflüssig, dass es einfach nur noch sprachlos macht. Eminem ist ja sowieso schon nicht als toller Produzent bekannt, so liefert er hier sicher die schlechteste Arbeit seiner Karriere. Neben der Tatsache, dass die Beats schlecht sind, passen sie auch einfach null zu 2Pac oder zur Thematik der Songs generell. Man hat den Eindruck, Eminem hat im Vorfeld noch nie einen Track von Pac gehört und soll hier das Debütmixtape eines Newcomers mixen.
Positiv zu erwähnen sind die Produktionen, die nicht von Eminem stammen, ganz vorweg der Beat von Scott Storch. Das ist nämlich ein Brett. DJ Quik und Red Spyda liefern auch solide Arbeit ab. Die Feats sind komplett unpassend, nur Nate Dogg gibt (wie fast immer) eine gute Figur ab. Elton John ist eigentlich ein respektabler Atze, aber das wirkt halt wie die letzte kalkulierte Scheiße. Eminem kann auch nicht überzeugen, was nach Encore ja irgendwie zu erwarten war. Beispiel ist direkt der erste Song. Die Hook geht gar nicht. Nebenbei wurden originale Feats wie Treach gegen G-Unit ausgetauscht. Gewisse Songs waren sogar im Vorfeld bereits in einer originalen Version veröffentlicht worden und waren nicht einfach nur unveröffentlicht.
Die Tracks wirken teilweise wie Parodien. Vocals sitzen nicht richtig im Takt oder das Tempo des Instrumentals wurde völlig falsch gewählt. Zusätzlich wurden Raps gezielt verlangsamt. Außerdem ist es irgendwie armselig, dass man das gezielte Zusammenschneiden verschiedener Silben raushört, sodass Wörter wie G-Unit, 50. Banks, Trice, Em oder 2005 von Pac gesagt werden. Es klingt durchweg amateurhaft und ist einfach eine dreiste Verfälschung der Dinge.
1 von 10 Punkten für Nate und Scott. Dieses Album stellt leider die größte Schändung im Nachwerk 2Pacs dar.
Hier der direkte Vergleich: