Mensch und Tier - Tierquaelerei, Massentierhaltung usw.

Staatsfeind

Kenner
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Da das Thema im Kochthread aufkam, dachte ich, ein eigener Thread wäre angemessen. Alles zum Thema "Mensch und Tier" hierein. War der Umgang mit nichtmenschlichen Lebewesen früher, als es noch keine Massentierhaltung gab, humaner als heute? Ich denke nicht, aber heutzutage hat es durch die Industrialisierung ganz andere Formen und Ausmaße angenommen....

Hier ein Video, in dem gezeigt wird, wie es auf Pelzfarmen zugeht:
http://www.youtube.com/verify_age?n...=3qFjJUtRIn8&feature=player_embedde d#at=146

(Bitte mit Vorsicht genießen und von rassistischen Pauschalisierungen wie "Scheiss Chinesen" absehen!)

Auch zu empfehlen ist die Dokumentation "Earthlings" aus dem Jahre 2005:

 
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EizEizBaby

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War der Umgang mit nichtmenschlichen Lebewesen früher, als es noch keine Massentierhaltung gab, humaner als heute? Ich denke nicht
naja es is schon ein unterschied ob man sich lediglich das aus der FREIEN natur nimmt, was man benötigt und sich in den kreis einfügt oder ob man tiere unter abartigen, unnatürlichen und unwürdigen bedingungen züchtet und mästet um seinen heißhunger nach fleisch befriedigen zu können

ein kompromiss is artgerechte haltung, aufzucht und ein möglichst stressloses leben der tiere...alles was darüber hinaus geht finde ich echt schlimm
 
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Staatsfeind

Kenner
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Da hast du natürlich vollkommen Recht!
Ich meinte das bei meiner Frage eher allgemein auf die "Achtung vor dem Tier" bezogen.
War ein Tierleben früher mehr wert (wenn man den finanziellen Aspekt, der damals noch viel erheblicher war, außer Acht lässt)?
 

EizEizBaby

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ein tierleben war früher definitiv wert, weil menschen vom tier abhängig waren
ohne tiere ging gar nix...sie lieferten nahrung und andere produkte, wie kleidung...waren arbeitskräfte (jagd, schutz, feldbestellung, mahlen, schwere lasten befördern) und sicherten mobilität (man denke an das pferd)...grade in lebensfeindlichen gebieten sind tiere heute noch überlebenswichtig, für inuit-völker und wüstenbewohner...gerade indianische völker wie die inuit haben ein ganz anderes verständnis von natur und lebensräumen....diese völker wissen, dass sie tiere zum überleben brauchen und würden niemals ganze arten ausrotten

das is/war ja auch das problem, wenn es um den walfang ging...diese völker lebten etliche jahrtausende oder so von diesen tieren, ohne sich je zuviel zu nehmen....bis entdeckt wurde was für ein profit sich damit machen ließ...irgendwann kamen die anti-walfang gesetze weil die walbestände so stark dezimiert waren, dass manche arten kurz vorm aussterben standen...kann man sich ja vorstellen was indianische völker davon hielten
 
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Gronka Lonka

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guter thread :thumbsup: immerhin tut sich in deutschland was, nach und nach werden strengere tierschutzgesetze eingeführt, auch wenn diese immer noch viel zu lasch sind. was auch sehr scheisse ist, ist die tatsache, dass diese durch import von tierprodukten, die unter grausamen bedingungen hergestellt wurden, umgangen werden können.
 

EizEizBaby

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vor allem is es ja so, dass gerade in deutschland eigentlich ein sehr ausgeprägter sinn für den tierschutz herrscht...und wenn man den leuten vor augen führen würde, wie ihr fleisch aus dem supermarkt meistens hergestellt wird, dann würden auch viel mehr protestieren
 

dreamconnection

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wetten, dass sich auch hierbei kaum jemand einig ist? bis jetzt schon noch, aber bald...
 

--Cha\/ezz--

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Da hast du natürlich vollkommen Recht!
Ich meinte das bei meiner Frage eher allgemein auf die "Achtung vor dem Tier" bezogen.
War ein Tierleben früher mehr wert (wenn man den finanziellen Aspekt, der damals noch viel erheblicher war, außer Acht lässt)?
Nein war es nicht. Wie Eizi richtig beschrieben hat, waren die Menschen auf ihre Nutztiere angewiesen und haben diese (solange sie arbeiten konnten) dementsprechend behandelt. Mit den anderen Tieren hatten sie aber kein mitleid. Tierschutz ist eine moderne "Erfindung".
 

EizEizBaby

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Tierschutz ist eine moderne "Erfindung".
was ich besonders lachhaft finde, is die tatsache, dass sich westliche tierschützer dann aufregen wenn die lebensräume für den tiger oder so immer weiter schrumpfen....weil die menschen sich immer mehr ausbreiten
als ob das in europa nicht genauso passiert wäre
selbst in seiner heilen welt leben, von sich entwickelnden ländern dann aber verständnis für den tierschutz zu verlangen, obwohl den menschen in indien einfach nix anderes übrig bleibt als mit dem tiger ca. so umzugehen wie wir früher mit dem wolf...tiger und menschen vertragen sich nicht besonders gut im gleichen lebensraum

ähnlich verhält es sich mit landstrichen in afrika, wo elefanten die ernten zertrampeln und vernichten...is doch klar dass die leute kein interesse daran haben die elefanten zu schützen :D
 

Gronka Lonka

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das ding ist halt, dass die wälder in europa erstens nunmal bereits zu weiten teilen abgeholzt sind und zweitens nie mit den urwäldern südostasiens, afrikas oder lateinamerika zu vergleichen waren, was artenreichtum in pflanzen- und tierwelt angeht. und wenn diese wälder abgeholzt werden, wodurch lebensräume für u.a. tiger zerstört werden, damit aus den bäumen papier hergestellt wird und auf dem boden palmöl für biosprit angebaut wird, dann ist das 1. zum kotzen und 2. vermeidbar.

menschen und raubtiere können im normalfall relativ problemlos koexistieren, in kanada gibt es massig bären, wölfe und pumas und da gibts vielleicht jedes schaltjahr mal nen toten. gut, kann man jetzt nicht unbedingt mit indonesien, indien oder china vergleichen, aber doch ganz gut mit sibirien, wo der amur-tiger vom aussterben bedroht ist.
 

Mandelbrot

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Nein war es nicht. Wie Eizi richtig beschrieben hat, waren die Menschen auf ihre Nutztiere angewiesen und haben diese (solange sie arbeiten konnten) dementsprechend behandelt. Mit den anderen Tieren hatten sie aber kein mitleid. Tierschutz ist eine moderne "Erfindung".
Das stimmt ja so nicht. Zunächst muss man sich aber fragen, ob die heutige Ausnutzung von Tieren nicht Dimensionen angenommen hat, die es so vorher noch nicht gab.
Tiere werden turbo-gezüchtet und dann industriell geschlachtet- das ist schon anders als im Mittelalter. Dort hat man natürlich auch geschaut das die Sau möglichst schnell groß und fett wurde, aber da man einfach nicht die Möglichkeiten hatte war die Behandlung und Lebensqualität des Tieres schon besser als heute.

Um dein Vorurteil Tierschutz wäre eine moderne Erfindung zu entkräften, hätte ein Blick bei Wikipedia genügt:

In den frühen Kulturen der Menschheit (beispielsweise im alten Ägypten) und bei so genannten Naturvölkern findet man eine mehr oder weniger ausgeprägte Tierverehrung. So waren die alten Ägypter sich beispielsweise über die gemeinsame Herkunft von Tier und Mensch in der Schöpfung bewusst. Dementsprechend hatten sie auch ein sehr partnerschaftliches Verhältnis zu den Tieren und vertraten die Auffassung, dass beide gleich viel wert seien. Dies drückte sich auch in ihrer Götterdarstellung aus: Die meisten ägyptischen Götter wurden mit Menschenkörpern und Tierköpfen dargestellt.

In asiatischen Religionen wie Hinduismus, Jainismus und Buddhismus haben bestimmte Tiere, insbesondere bezüglich des Reinkarnationsgedankens, eine besondere Stellung. So gelten in diesem Zusammenhang im Hinduismus die Kühe als unantastbar. Und da der Mensch unter Umständen als Tier wiedergeboren werden kann, spielt dort die Verkörperung der menschlichen Seele in einem Tier eine sehr prägende Rolle. Im Jainismus geht der Tierschutzgedanke so weit, dass alle seine Glaubensanhänger vegan leben.

Der jüdische Tierschutz – mit seinem bereits in der Tora verankerten Verbot der Tierquälerei (Tza`ar ba`alei chayim) und mit der Formulierung von Tierrechten wie Schabbatruhe für Tiere, der Verantwortung des Tierhalters für das Tier sogar am Ruhetag – ist Grundlage der Argumentation von Hanna Rheinz: Sie führt das Schächten, die Shechita (das betäubungslose jüdische Schlachten) und das Tieropfer im Tempel auf das ursprünglich auch für Tiere geltende Tötungsverbot zurück. Neben der auch im Judentum verwurzelten Ethik des Mitgefühls steht nicht das willkürlich und nach Spezies selektierende Mitleid, sondern der im jüdischen Religionsgesetz verankerte Rechtsanspruch des Tieres im Mittelpunkt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tierschutz#Religi.C3.B6se_Begr.C3.BCndung
 

EizEizBaby

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gut, kann man jetzt nicht unbedingt mit indonesien, indien oder china vergleichen, aber doch ganz gut mit sibirien, wo der amur-tiger vom aussterben bedroht ist.
ja okay, beim amur-tiger liegt es ja auch nicht daran dass er vom menschen aus seinem lebensraum verdängt wird (da wohnt ja keine sau), sonder eher an der wilderei oder? also in dem fall is es auf jeden fall vermeidbar
grad in china is so n tigerzeug ja heiß begehrt, weil es irgndwelche heilenden kräfte haben soll, da blüht der handel ja angeblich wie sonst was

aber was willst du machen, wenn indien außerhalb der reservate nunmal so dicht bevölkert is, dass die tiere mit ihren riesigen ansprüchen da nicht mehr leben können...vor allem weil die menschen selbst dort das großwild erlegen...aufgrund dieser nahrungsknappheit und der enge werden dort wohl ziemlich oft menschen angefallen...da kommt es zu einem konflikt, wo du mit der aufforderung zum artenschutz nicht weit kommst
 
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Hoheit

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darüber hab ich auch mal was gesehen.
es gibt in china extra tiger-farmen die die züchten, wegen irgendwelcher glücksbringer-scheisse, und da das schlachten von tigern da offiziell verboten is oder so, lassen sie die tiere solange in winzigen käfigen verwahlosen bis sie von alleine sterben.
sowas find ich richtig schlimm, wie ist die gesellschafft eigentlich drauf?
ich meine ich bin auch kein vegetarier, aber ich brauch nicht unbedingt was ganz ausgefallenes essen aus hinter-simbabwe das dann seinen kopf für mich hinhalten muss nur damit ich mich selbst als feinschmecker titulieren kann.
und pelze oder so ne glücksbringer sind schon dreimal kein grund tiere umzubringen.
gewisse tiere, wenn sie artgerecht gehalten werden zu schlachten um unseren bedarf an fleisch zu decken halte ich nicht für verwerflich, aber unsere gesellschafft ist über die jahre weg wie in sovielen punkten ins maßlose abgedriftet, und in manchen kreisen (wie besonders in asien) nimmt das echt bizarre formen an.
delphine werden geschlachtet obwohl sie nichteinmal einen großen absatz haben und meist stark quecksilberverseucht sind, und noch dutzende weitere sachen wo ich mich frage was geht den ab
 
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Gronka Lonka

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wtf??? da fällts mir echt schwer, rassistische pauschalisierungen zu vermeiden. diese tiger- und nashorn-medizin ist einfach nur kranke scheisse, die man schleunigst aus den köpfen der menschen verbannen sollte. da hat mao aber geschlampt :thumbsdown:
 
E

eiskalt

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Das stimmt ja so nicht. Zunächst muss man sich aber fragen, ob die heutige Ausnutzung von Tieren nicht Dimensionen angenommen hat, die es so vorher noch nicht gab.
Tiere werden turbo-gezüchtet und dann industriell geschlachtet- das ist schon anders als im Mittelalter. Dort hat man natürlich auch geschaut das die Sau möglichst schnell groß und fett wurde, aber da man einfach nicht die Möglichkeiten hatte war die Behandlung und Lebensqualität des Tieres schon besser als heute.

Um dein Vorurteil Tierschutz wäre eine moderne Erfindung zu entkräften, hätte ein Blick bei Wikipedia genügt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Tierschutz#Religi.C3.B6se_Begr.C3.BCndung
Ja, total gutes Argument, voll die Tierschützer damals. Schächten ist ja auch ne sehr tolle Methode ein Tier zu töten, da sind wir heute echt rückständig. Ja, die Kuh gilt im Hinduismus als unantastbar, dann informier dich auch mal wie man mit Nutztieren umgegangen ist und wie man andere Tiere geschlachtet hat. Nur aufgrund der Verehrung einzelner Tierarten (meist welche, die besonders mächtig erscheinen), kannst du dir hier doch kein ausgeprägtes Bewusstsein für den Tierschutz zusammenreimen.
 

pabeluga

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ich denke beim mensch-tier verhältnis gibt es keinen großen unterschied zwischen heute und früher. der respekt des einzelnen menschen vor dem tier ist unverändert. früher gab es halt religion, heute gibt es staatliche vorschriften. macht unter dem strich keinen unterschied.

der tierwelt geht es heute sicher deutlich schlechter als vor 500 jahre. überbevölkerung, industrialisierung, massive umweltverschmutzung, zerstörung von lebensräumen, massentierhaltung, hi-tech waffen um tiere zu bejagen, etc. pp.
 

Staatsfeind

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der tierwelt geht es heute sicher deutlich schlechter als vor 500 jahre. überbevölkerung, industrialisierung, massive umweltverschmutzung, zerstörung von lebensräumen, massentierhaltung, hi-tech waffen um tiere zu bejagen, etc. pp.
Das steht für mich absolut ausser Frage.
 

dreamconnection

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es gibt sogar einen berühmten, antiken tierschützer, über den gerade heut wieder jeder spricht:
Das unnötige Schlachten, Töten, Schlagen und grausame Behandeln von Tieren ist eine große Sünde. Wer gegenüber einem Tier Mitleid fühlt, dem wird auch Gott Mitleid schenken. Wahrlich kein Tier gibt es und keinen Vogel, der mit seinen Schwingen fliegt, die nicht Völker wie ihr wären ..... Alsdann werden auch sie zu ihrem Herrn versammelt.

Mohammed, (570 - 632)
 

--Cha\/ezz--

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ich denke beim mensch-tier verhältnis gibt es keinen großen unterschied zwischen heute und früher. der respekt des einzelnen menschen vor dem tier ist unverändert. früher gab es halt religion, heute gibt es staatliche vorschriften. macht unter dem strich keinen unterschied.

der tierwelt geht es heute sicher deutlich schlechter als vor 500 jahre. überbevölkerung, industrialisierung, massive umweltverschmutzung, zerstörung von lebensräumen, massentierhaltung, hi-tech waffen um tiere zu bejagen, etc. pp.
Seh ich absolut nicht so. Gerade in den Industrieländern geht der Mensch weitaus sorgsamer mit Tieren um. Früher wurden überzählige Haustiere und kranke Nutztiere getötet und die Umwelt vergiftet. Heutzutage ist solch ein Verhalten in der (Mehrheit) der Gesellschaft nicht mehr akzeptiert.
 

Staatsfeind

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Nur weil man sich heutzutage eher öffentlich darüber empört, heißt das ja nicht, dass es weniger akzeptiert wird. Abgesehen davon hat ein "tierfreundlicheres" Verhalten des Einzelnen ja leider kaum einen Einfluss darauf, dass gerade wildlebende Tiere durch Umweltzerstörung ihres natürlichen Lebensraumes beraubt werden.
 
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