Größter Kritikpunkt ist definitiv die Länge. Ich kann schon verstehen, dass sich in den letzten Jahren einiges an Tracks angesammelt hat, aber 1,5 h sind mir einfach zu viel, was sich vor allem im Mittelteil vom Album durch einige eher unauffällige Tracks bemerkbar macht.
Der Start mit dem Intro der Mutter und dem grandiosen "Don't Cry" auf jeden Fall sehr geil. Ist bisher einer meiner Lieblingstracks aus diesem Jahr, extrem geile Atmosphäre.
Danach folgen auch einige richtig gute Dinger. "Dedicate" geht steil nach vorne und den Swizz-Track finde ich auch ganz geil, da man vom Sound einfach mal 10 Jahre in die Vergangenheit katapultiert wird. Da fehlt eigentlich nur noch ein DMX-Feature. Die Tracks mit Nicki und Travis gefallen mir auch.
"Can't Be Broken" auch mit nem richtig krassen Instrumental und bei der gepitchten Hook bekomme ich immer wieder Gänsehaut.
Bei "Mona Lisa" ist der Anfall von Kendrick total unnötig und auch das abgehackte gerappe von Wayne hätte nicht sein müssen. Bei "Dope N!ggaz" wirkt das "Xplosive"-Sample und Snoop irgendwie total fremd, hört sich irgendwie komisch an.
Am Ende dann noch drei richtig starke Tracks. Bei "Perfect Strangers" hört man bei der Produktion definitiv Mannie Fresh raus und "Let It All Work Out" mit der Selbstmord-Beichte auch großartig.
Kann sicherlich nicht mit C1-3 mithalten. C2 ist eins meiner absoluten Lieblingsalben und auch 1 und 3 waren damals extrem stark. Mit 4 kann 5 aber schon mithalten. Da ich schon immer Fan von Wayne war konnte ich eigentlich mit allen seinen Sachen etwas anfangen, Carter V ist aber ohne Frage das beste was er in den letzten Jahren veröffentlicht hat.