Leistungsgesellschaften – Oder warum Geld nicht glücklich macht!

Soundblast

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ja, ich bin auch eher jemand der mit wenig auskommt. ich hab nichtmal ein auto und kann ohne leben. vor allem hast du recht dass die eigentlich wichtigeren sachen im alltagsstress vergessen werden.

naja ich kann auch ohne leben, aber warum soll ich auf was verzichten, wenn es mein Leben doch vereinfacht?
 

Hemphans

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Der Philosoph Epikur hat sich besonders mit "Glück" beschäftigt:

Er meint dass man nur in sofern materiellen Wohlstand braucht um keine "Schmerzen" zu haben: Also Essen, ein Dach über dem Kopf usw.

Alles weitere sollte man sich dann gründlich überlegen, bevor man es sich kauft.Das übermäßige Kaufen sieht Epikur als eine Ersatzthandlung für fehlende menschliche Kontakte.

In menschlichen Kontakten mit "Gleichgesinnten" sieht Epikur dagegen das wahre "Glück"

Klar hat sich seit der Antike einiges geändert, vor allem haben sich die "Grundbedürfnisse" geändert und wir brauchen viel mehr als früher um eine Basis zu haben. Aber im Grunde hat er recht finde ich.

Unsere Generation ist mit Sicherheit die welche den meisten materiellen Wohlstand hat. Wer konnte sich vor 50 Jahren einen Fernseher und ein Auto leisten? Heute geht das auch mit Hartz 4.

Mit materiellen Dingen allein kann man auf keinen Fall "glücklich" sein finde ich.
 
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deine leistung ist eh nicht vorhanden. so leute wie du haben doch schon nen vorgezeichneten weg in die unbeschwerte zukunft. dass ist bei anderen leuten anders.
Ich habe überhaupt keinen vorgezeichneten weg, sondern habe das meiste noch vor mir, und das wird alles nicht einfach, und ich muss leistung bringen um das zu erreichen, was ich gerne möchte. eine unbeschwerte zukunft hat niemand.
 
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Der Philosoph Epikur hat sich besonders mit "Glück" beschäftigt:

Er meint dass man nur in sofern materiellen Wohlstand braucht um keine "Schmerzen" zu haben: Also Essen, ein Dach über dem Kopf usw.

Alles weitere sollte man sich dann gründlich überlegen, bevor man es sich kauft.Das übermäßige Kaufen sieht Epikur als eine Ersatzthandlung für fehlende menschliche Kontakte.

In menschlichen Kontakten mit "Gleichgesinnten" sieht Epikur dagegen das wahre "Glück"

Klar hat sich seit der Antike einiges geändert, vor allem haben sich die "Grundbedürfnisse" geändert und wir brauchen viel mehr als früher um eine Basis zu haben. Aber im Grunde hat er recht finde ich.

Unsere Generation ist mit Sicherheit die welche den meisten materiellen Wohlstand hat. Wer konnte sich vor 50 Jahren einen Fernseher und ein Auto leisten? Heute geht das auch mit Hartz 4.

Mit materiellen Dingen allein kann man auf keinen Fall "glücklich" sein finde ich.
Klar sind soziale Kontakte sehr wichtig, und es gibt viele Leute die materiell zufrieden sein können, aber aus anderen Gründen unglücklich sind.
Allerdings macht geld aber auch nicht unglücklich, und kaufen macht auch nicht unglücklich.
Beides zu haben ist sicherlich das beste, und konsumieren kann man auch mit anderen zusammen.
 
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eiskalt

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Das nicht, aber sie beruht doch häufig auf pragmatischen Überlegungen.
Ich bin ja auch alles andere als brav und habe als Jugendlicher sehr viel Scheiße gebaut, aber so, dass ich nicht sonderlich negativ aufgefallen bin. Hatte eine ganz normale Jugend, und hab ganz normal Mist gebaut wie andere auch. Nur ich bin halt nicht so der Revoluzzertyp, der überall aneckt, war ich auch nicht, als ich jünger war. Ich hab nie auf Null-Bock-Typ und Stresser gemacht. Da hab ich lieber beim Familentreffen die 1er und 2er Noten vorgezeigt, hab Lob und Geld bekommen und dann von Opas Fuffi Alk für meine Jungs und mich geholt.
Außerdem verzeihen einen die Leute auch Fehltritte eher, wenn man sonst rundläuft.
Muss halt jeder für sich selbst wissen, wie er das handhabt. Ich bewerte andere Menschen zumindest nicht nach ihren Leistungen und Statussymbolen, aber möglicherweise tun andere das mit mir, und dann sorg ich präventiv vor, und erfüll meinen Soll. Dann kann mir keiner ins Kaffeewasser spucken, und ich hab trotzdem meinen Spaß.

Ich meinte eher mit dem brav, dass du eben die Dinge erledigst, die von dir erwartet werden. Beispielsweise sollst du eine, aus deiner Sicht, total unsinnige Aufgabe erledigen und strengst dich sonst was an, anstatt zu sagen "Hey, warum" oder "Seh ich keinen Sinn drin". So in der Richtung.
 

FTWo_O

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Haltet ihr es für richtig, dass man ab 5-6 Jahren in eine Maschinerie gerät, die einem von Anfang an einbläut, dass nur Leistung zählt?

Na viel Spaß wenn das nicht mehr der Fall ist :D Natürlich ist das wichtig. Ich will, dass die besten die Dinge erledigen die wichtig sind.
 

Romantichero

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naja ich kann auch ohne leben, aber warum soll ich auf was verzichten, wenn es mein Leben doch vereinfacht?
klar vereinfacht es einem das leben, es ist ja nicht so dass ich mir nicht auch oft denke "hm, hätt ich jetzt ein auto - würd ich da und da hin fahren" - aber
das sollte einfach nur als beispiel dienen dass ich eben bisher mein leben lang damit ausgekommen bin, in einem land wo es als was absolut wichtiges angesehen wird, jugendliche schon früh den tag herbeisehen ihren führerschein zu machen und der auto thread hier in rdw wohl auch ziemlich beliebt ist glaub ich (keine ahnung, bin ja nie dort drin)... aber ob ich jetzt selber irgendwo zum nem festival hinfahren könnte, oder weiter auf zug und andere die mich mitnehmen angewiesen bin - das würde mich nicht jetzt unbedingt unglaublich glücklicher machen.
 

Hemphans

Altgedient
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Klar sind soziale Kontakte sehr wichtig, und es gibt viele Leute die materiell zufrieden sein können, aber aus anderen Gründen unglücklich sind.
Allerdings macht geld aber auch nicht unglücklich, und kaufen macht auch nicht unglücklich.
Beides zu haben ist sicherlich das beste, und konsumieren kann man auch mit anderen zusammen.

Ja das stimmt, man kann natürlich auch kaufen ohne unglücklich zu werden. Wir alle kaufen ja Zeug. Aber es geht darum das etwas "bewusster" zu machen, halt mal überlegen "brauche ich das wirklich?"

Wenn man jetzt mit Freunden zusammensitzt und dann eben Getränke "konsumiert" ist es auch was anderes, als wenn man frustriert zuhause sitzt und sich Müll aus dem Teleshopping kauft.
 
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Ich meinte eher mit dem brav, dass du eben die Dinge erledigst, die von dir erwartet werden. Beispielsweise sollst du eine, aus deiner Sicht, total unsinnige Aufgabe erledigen und strengst dich sonst was an, anstatt zu sagen "Hey, warum" oder "Seh ich keinen Sinn drin". So in der Richtung.
Wenn ich etwas anbolut sinnlos finde, dann lasse ich es auch bleiben, nur wenn ich an etwas mal keinen spaß habe, dann habe ich nicht gleich miese laune.
wenn mich zum beispiel die arbeit nervt(ich jobbe nebenbei als telefoninterviewer und nerve menschen am telefon) dann gehe ich da trotzdem hin und nehms mit einem lächeln. dann jammer ich nicht rum, und sag "man, man man was mach ich hier eigentlich", sondern bringe vielleicht noch n flcokigen spruch dazu und gut ist. um so erleichterter bin ich dafür, wenn ich dann feierabend habe.:)
 

Romantichero

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Ja das stimmt, man kann natürlich auch kaufen ohne unglücklich zu werden. Wir alle kaufen ja Zeug. Aber es geht darum das etwas "bewusster" zu machen, halt mal überlegen "brauche ich das wirklich?"

Wenn man jetzt mit Freunden zusammensitzt und dann eben Getränke "konsumiert" ist es auch was anderes, als wenn man frustriert zuhause sitzt und sich Müll aus dem Teleshopping kauft.
:thumbsup:
das ist ein gutes stichwort.
der unterschied zwischen konsumgüter die einem fehlendes ersetzen sollen und als füller dienen oder so dinge die das glücklich sein in dem moment unterstützen.
 
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Wenn man jetzt mit Freunden zusammensitzt und dann eben Getränke "konsumiert" ist es auch was anderes, als wenn man frustriert zuhause sitzt und sich Müll aus dem Teleshopping kauft.
Konsumeiren war jetzt nicht nur auf trinken bezogen. Wenn ich shoppen gehe zum Beispiel, dann mach ich das in der Begleitung von Freunden, man berät sich gegenseitig usw. Und auch so ist es doch nicht schlecht, wenn man nicht so sehr aufs Geld achten muss.
In übermäßigen Maße ist soetwas wie Kaufsucht natürlich krankhaft und damit schlecht. Nur ich finds halt gut, wenn man zumindest die potenzielle Möglichkeit hat, konsumieren zu können. Wenn es dann heißt, "ach solln wir vorher noch kurz irgendwo etwas essen gehn", dann kann ich sagen, "jap, warum nicht" und wenn freunde von mir das nicht können, dann lad ich sie natürlich ein, und möchte es nicht zurück.
 
E

eiskalt

Gast
Wenn ich etwas anbolut sinnlos finde, dann lasse ich es auch bleiben, nur wenn ich an etwas mal keinen spaß habe, dann habe ich nicht gleich miese laune.
wenn mich zum beispiel die arbeit nervt(ich jobbe nebenbei als telefoninterviewer und nerve menschen am telefon) dann gehe ich da trotzdem hin und nehms mit einem lächeln. dann jammer ich nicht rum, und sag "man, man man was mach ich hier eigentlich", sondern bringe vielleicht noch n flcokigen spruch dazu und gut ist. um so erleichterter bin ich dafür, wenn ich dann feierabend habe.:)

Du hast doch sicherlich Scheiße in der Schule gemacht, auf die du keinen Bock hattest. Z.B. Kunst, ich hab mich immer für total unbegabt gehalten und hab die Bilder nicht gemalt, du hast sie (wahrscheinlich) gemalt (vllt. hattest du auch Spaß dran, ist jetzt wurscht). Sowas meine ich.
Ich hab jetzt auch nie nach der Schulzeit gedacht "Alter, hättest du die Bilder mal gemalt, ne geschenkte Note, bla", ich würd sie heute noch nicht malen.

Das mit dem Job ist was anderes, da hat man ja auch ne Wahlmöglichkeit, wenn man da mal irgendwas beschißenes machen muss, ist das i.O., da der Rest entschädigen sollte (Erfüllung im restlichen Teil etc.). Allerdings würde ich nie irgendwas abge****tes machen, hinter dem ich nicht stehen kann und das ist in unserer Gesellschaft nun mal anders, ganz besonders bei dem Teil Leute, die eine große "Leistungsbereitschaft" (das Wort passt nicht, ich orientier mich nur am durchschnittlichen Verständnis) an den Tag legen. Dann wird irgendwann die eigene Person zum absoluten Mittelpunkt des Lebens, ohne Rücksicht auf Verluste. Z.B. wenn der Chef eine Aufgabe gibt und Person A voll der Burner ist und alles locker hinkriegt und nicht auf Person B achtet, die vllt. Hilfe benötigt, damit man auch ja den großen Lob des Chefs absahnt. Man hat es sich ja schließlich verdient...
 

RaperII

Frischling
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Ich habe überhaupt keinen vorgezeichneten weg, sondern habe das meiste noch vor mir, und das wird alles nicht einfach, und ich muss leistung bringen um das zu erreichen, was ich gerne möchte. eine unbeschwerte zukunft hat niemand.

vorgezeichnet vielleicht nicht, aber was ich damit meine dürfte klar sein. wie das leben von so bonzenkindern wie dir abläuft wissen wir ja. und wie viel "leistung" dafür erforderlich ist. versuch einfach nicht mir zu wiedersprechen oder so, du machst dir eh mehr gedanken über deine schuhe oder so als über die tiefgründigen themen, du kannst da garnicht mitreden, sieht man ja immer wieder wenn du über politik oder so redest. cdu, fdp bla :rolleyes:
 

AlfredHipHop

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Na viel Spaß wenn das nicht mehr der Fall ist :D Natürlich ist das wichtig. Ich will, dass die besten die Dinge erledigen die wichtig sind.

dann wähle mein system bitte.
dort ist vollkommen ausgeschlossen, dass irgendein gelangweilter student dessen nc für psychologie nicht reicht, medizin studiert und dich später operiert. ausserdem holen dann nur gutgelaunte müllmänner deinen müll ab und die masseuse legt gern nochmal 10 minuten kostenlos oben drauf, einfach weils ihnen spass macht :)
 
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Du hast doch sicherlich Scheiße in der Schule gemacht, auf die du keinen Bock hattest. Z.B. Kunst, ich hab mich immer für total unbegabt gehalten und hab die Bilder nicht gemalt, du hast sie (wahrscheinlich) gemalt (vllt. hattest du auch Spaß dran, ist jetzt wurscht). Sowas meine ich.
Ich hab jetzt auch nie nach der Schulzeit gedacht "Alter, hättest du die Bilder mal gemalt, ne geschenkte Note, bla", ich würd sie heute noch nicht malen.
Wenn ich in der Schule auf etwas keine Lust hatte, dann habe ich mir es insoweit anmerken lassen, dass ich die Sachen ins lächerliche gezogen habe, dumme Sprüche gebracht habe usw. Aber am Ende hab ich mich trotzdem kurz auf den Arsch gesetzt und die Sache geschaukelt, zur Not auch durch Beschiss.
Und wenn ich etwas so scheiße fand, dass ich mich nicht hätte dazu bringen können es selbstständig zu lernen, dann habe ich mich mit gleichgesinnten dahingesetzt und wir haben uns überlegt, wie wir mit möglichst geringem Arbeitsaufwand das beste raus machen können, haben notdürftig das Referat fertig gemacht und danach n bisschen gefeiert.
 

Theo Rem

Altgedient
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Das ist seine Art zu Argumentieren, wenns unangenehm wird, weicht er auf Sarkasmus aus. Er GLAUBT es dir einfach NICHT, wenn du sagst, du willst keinen Porsche und eine Villa, weil er einfach komplett andere Wertvorstellungen hat.

Du musst dir das so vorstellen, Theo Rem ist in der Beziehung wie ein Tier, dem du das Denken beibringen willst. Das geht aber gar nicht, weil dem Hund quasi physiologische Voraussetzungen fehlen, um überhaupt denken zu können. Deshalb kann Theo einfach gar nicht verstehen, warum Menschen ernsthaft sagen "ich hab ne kleine Wohnung, ne nette Freundin und nen lustigen Freundeskreis und mit der Bahn komm ich überall hin, ich brauch kein Auto, keinen Plasma Fernseher und auch keine Rolex", er kann diesen Gedankengang gar nicht denken und deshalb seid ihr (sind wir) in seinen Augen alles kleine Lügner, die sofort zugreifen würden, wenn ihr (wir) die Gelegenheit hättet (hätten).

Moment...in seiner Aussage ging es nicht darum. Er hat gesagt, dass er es soweit in Ordnung findet, nach Materiellen Dingen zu streben, bis man sein Stadium der Glücklichkeit erreicht hat. Das kann bei einem der Porsche, beim anderen ne DVD sammlung sein. Er findet es nur willkürlich und schlecht, wenn man das hat, was man braucht um glücklich zu sein, und dann noch sich kaputt macht für mehr.

So hab ich das verstanden, und daher ist meine Aussage auch nicht sarkastisch gemeint der herr....
 

Bengalo

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Du hast doch sicherlich Scheiße in der Schule gemacht, auf die du keinen Bock hattest. Z.B. Kunst, ich hab mich immer für total unbegabt gehalten und hab die Bilder nicht gemalt, du hast sie (wahrscheinlich) gemalt (vllt. hattest du auch Spaß dran, ist jetzt wurscht). Sowas meine ich.
Ich hab jetzt auch nie nach der Schulzeit gedacht "Alter, hättest du die Bilder mal gemalt, ne geschenkte Note, bla", ich würd sie heute noch nicht malen.

:cool::rolleyes:
 

EizEizBaby

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ja, ne scheiß situation

oft is es halt so dass die chefetagen sich nich um dich reißen müssen sondern du dich um den job mit etlichen andern :(

ich hoff da ja auf glück :D
 
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