Original geschrieben von UnknownSOS
Diese ganze Legalisierungskiste kommt mir manchmal so vor, als wäre es einfach der bequemere Weg, mit der Drogenproblematik umzugehen, als das Übel bei seiner Wurzel zu packen. Klar ist das Risiko geringer, aber die Problematik verschwindet nicht!! Es verschwinden nur die unangenehmen Begleiterscheinungen wie die org. Kriminalität, die Dealer usw., aber die Abhängigen verschwinden NICHT!
es ist ja auch illusionär zu glauben man könnte das drogenproblem in den griff bekommen, indem man "das übel an der wurzel packt".
welche wurzel meinst du denn damit?
die menschen haben immer drogen konsumiert, auch sucht ist ja kein phänomen der neuzeit. dein post impliziert, dass es möglich wäre drogen vollkommen abzuschaffen. weil nur so könnte man alle suchtgefahr bannen.
wenn man ein drogenkartell plattmacht wird das nächste umso mächtiger, wenn man alle mohnfelder plattmacht steigt der preis so hoch das allle wieder das risiko auf sich nehmen anzubauen.
solange die nachfrage nach drogen da ist werden sie verkauft, je krasser die verbote desto höher die lohnerwartungen.
da es also unmöglich ist drogen aus der welt zu schaffen, sollte man doch versuchen wenigstens die folgen des drogenmissbrauchs so weit wie möglich zu lindern.
das ist natürlich nicht die lösung für alle probleme, aber es verbessert eindeutig den status quo.
die erfahrung zeigt einfach, das verbote nicht wirksam sind und gleichzeitig die verelendung der user fördern.
wie schon öfter gesagt: nicht die drogen an sich sind das problem, nur die sucht. es gibt ja auch noch andere süchte ausser drogen - internetsucht, workoholics, spielsucht o.ä.