Legalisieren von Drogen

S

SebS

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Jo, stimmt! Les dir trotzdem alles mal durch, wenn du dich wirklich beteiligen willst.
Nicht böse nehmen, aber sonst kann mans stecken ;)

peazen
musst dir halt ein bisschen zeit nehmen
 

H aka N

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Der Vergleich ist schlicht unsinnig und "unvergleichbar", da mit Schusswaffen eine akute Gefahr auf andere Personen ausgeht. Der Schaden den mensch bei Drogen davonträgt, wirkt sich in erster Linie direkt und allein auf den Konsumenten aus, anders als bei Schusswaffen. Nicht in einen Topf zu schmeißen, weil es 2 komplett verschiedenen Sachen sind.

Hakan
 

H aka N

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Original geschrieben von Petrowski
wer hat das festgestellt?

Naja, soweit ich persönlich das mitbekommen habe alle die aktiv in diesem Thread und speziell zu dieser Problematik mitdiskutiert haben. Kann auch sein, dass es anderen Meinungen gibt, aber im Endeffekt würde ich das gerne mal hören, was noch nicht so wirklich besprochen sein soll, denn ich bin mir eigentlich sicher, dass schon alles (zumindest das essentiellste) durchdiskutiert wurde.

hakan
 

Petrowski

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eure argumentation überzeugt mich trotzdem nicht...ihr stellt genauso vermutungen an; alles theoretisch ohne bezug zur wirklichkeit...
 

H aka N

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Also ist es für dich eine Vermutung, wenn behauptet wird, dass durch eine Legalisierung
  1. das Heroin "clean" wird
  2. das die Junkies wenigstens ne Wohnung hätten
  3. der Staat mehr Geld hätte
  4. dem klassischen Schwarzmarkt das Wasser abgegraben wäre (zumindest zu einem bedeutenden Teil)

EDIT: das sind natürlich nur ein paar Argumentationen...

Hakan
 

Petrowski

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alles keine punkte die ich angesprochen habe...natürlich gibts da nichts zu zweifeln...es geht mir um die umstände, die daraus resultieren...woher wisst ihr, wie menschen mit drogen umgehen? und bitte jetzt kein can-bsp.
 

H aka N

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Naja, darum gehts überhaupt nicht. Bei der Forderung nach dem Legalisieren geht es wie gesagt in erster Linie darum, den "Junkies" wenigstens ein besseres Leben zu ermöglichen. Alles andere ist natürlich rein hypothetisch und es kann nicht belegt werden. Zumal es bei jeder Person anders wäre

Hakan
 
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UnknownSOS

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Zitat Haka N:
Der Schaden den mensch bei Drogen davonträgt, wirkt sich in erster Linie direkt und allein auf den Konsumenten aus, anders als bei Schusswaffen. Nicht in einen Topf zu schmeißen, weil es 2 komplett verschiedenen Sachen sind.

Du weißt folglich nicht, was es heißt, einen Drogenabhängigen in der Familie zu haben. Die nächsten Angehörigen zerbrechen manchmal noch früher an der Sucht eines geliebten Menschen, als dieser selbst.

Peace
 

Petrowski

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ihr müßt euch doch der konsequenzen eurer forderungen im klaren sein...was für eine idee, drogen nur zu legalisieren damit es junkies besser geht! ziemlich kurz gedacht!
 

mighty Komapatient

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ich für meinen teil würde behaupten, dass es gegen die legalisierung von cannabis keine stichhaltigen argumente gibt.
ich habe zumindest noch kein einziges gehört.
bei der teillegalisierung von harten drogen ist die sache natürlich schwieriger, aber auch hier habe ich wenig argumente gehört die mich von meiner position abbringen könnten.

ich kenne einige, die sich beruflich mit drogensucht auseinandersetzen... die können sicher besser urteilen wie die sucht am besten bekämpft werden kann. alle die ich kenne, befürworten zumindest die legalisierung von cannabis und die konsequente abgabge von harten drogen an süchtige.

eigentlich reicht fast ein satz um den kritikern der legalisierung den wind aus den segeln zu nehmen:
drogen werden konsumiert, ob mit oder ohne verbot - nur ist es viel leichter den süchtigen zu helfen wenn sie sich nicht wie kriminelle verstecken müssten, oder sogar kriminell werden.
 
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UnknownSOS

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Original geschrieben von H aka N
Also ist es für dich eine Vermutung, wenn behauptet wird, dass durch eine Legalisierung
  1. das Heroin "clean" wird
  2. das die Junkies wenigstens ne Wohnung hätten
  3. der Staat mehr Geld hätte
  4. dem klassischen Schwarzmarkt das Wasser abgegraben wäre (zumindest zu einem bedeutenden Teil)

EDIT: das sind natürlich nur ein paar Argumentationen...

Hakan

5. Sie immer an Heroin kommen würden und wohl nie aus diesem Milieu ausbrechen könnten, da es jetzt der Apotheker/Kiosk an der Ecke verkauft. Im Moment hat man zumindest eine kleine Chance den Drogenkonsum eizuschränken.

Peace

P.S. war nur auf Heroin bezogen
 

Petrowski

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Original geschrieben von mighty Komapatient
eigentlich reicht fast ein satz um den kritikern der legalisierung den wind aus den segeln zu nehmen:
drogen werden konsumiert, ob mit oder ohne verbot - nur ist es viel leichter den süchtigen zu helfen wenn sie sich nicht wie kriminelle verstecken müssten, oder sogar kriminell werden.

das cannabis ding is doch eh gegessen...

das zitat: natürlich werden drogen konsumiert, so oder so, aber in welchem maß denn bitte? ich habe es schonmal gesagt: nicht jeder jugendlich kann sich innerhalb kurzer zeit harte drogen beschaffen, das is eine illusion

was mich an euren forderungen stört is eigentlich, daß es für euch ein ding der unmöglichkeit zu sein scheint, daß auch nur ein mensch an legalen drogen kaputt gehen kann und daß aufklärung, die leute bewußter konsumieren läßt...sozusagen: alles wird besser!
das nenne ich irrsinn!
 

H aka N

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Original geschrieben von UnknownSOS
Du weißt folglich nicht, was es heißt, einen Drogenabhängigen in der Familie zu haben. Die nächsten Angehörigen zerbrechen manchmal noch früher an der Sucht eines geliebten Menschen, als dieser selbst.

Peace

Naja, erstens kannst du nicht wissen, wer in meinem Freundeskreis ist und zweitens ist dein Argument wieder nicht ausreichend, denn Waffen lassen Menschen neben dem zerbrechen auch sterben*. Bei den Drogen geht der Mensch selbst kaputt, die Familie geht sicher auch in die Brüche (nicht alle aber ein Großteil) doch dies ist nicht das selbe wie wenn eine Person mit ner Waffe durch die Straßen läuft. Ist einfach ein dummer Vergleich. Glaubst du jemand zückt sein Heroin (angenommen diese Person ist abhängig) und rammt es dem nächstbesten in die Adern? Andersrum ist es einleuchtender**, dass ein Amoklauf in der Fussgängerzone stattfindet. Desweiteren wäre ein Gesetz zur Freigabe von Schusswaffen mal interessant: Nach welchen Kriterien willst du vorgehen? Nach süchtig und nicht süchtig? :p

*natürlich geh ich hier davon aus, dass jede Person anders mit und bei Waffen reagiert, genau wie bei Drogen...
**wenn auch unwahrscheinlich

Hakan
 

H aka N

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Original geschrieben von UnknownSOS


5. Sie immer an Heroin kommen würden und wohl nie aus diesem Milieu ausbrechen könnten, da es jetzt der Apotheker/Kiosk an der Ecke verkauft. Im Moment hat man zumindest eine kleine Chance den Drogenkonsum eizuschränken.

Peace

P.S. war nur auf Heroin bezogen

Diese Chance hast du jetzt genauso, Dealer brauchen immer Kunden. Mal ganz davon abgesehen, dass es schon sehr fraglich ist, wo so ein Milieu dann weiter existieren soll, oder besser: Inwieweit sich das Milieu mit den alten Verhältnissen decken würde.

Hakan
 
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UnknownSOS

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Hab´ ich irgendwo gesagt, dass ich Schusswaffen legalisieren will??? Ich wollte nur damit sagen, dass der Staat aus finanziellen Gründen keine illegalen Gegenstände oder Kosumgüter legalisieren darf.
Ich glaub´ die vielen Fremdwörter und der Duden neben dir ham dich etwas verwirrt;) .

Peace
 

H aka N

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Original geschrieben von Petrowski
nicht jeder jugendlich kann sich innerhalb kurzer zeit harte drogen beschaffen, das is eine illusion


Schon klar, aber dieser jugendliche kann es heute wie morgen genausowenig, denn es sollte klar sein, dass es gewisse Richtlinien geben müsste. Alter etc. pp. (Ausnahme natürlich 14 jähriger Junkie)

was mich an euren forderungen stört is eigentlich, daß es für euch ein ding der unmöglichkeit zu sein scheint, daß auch nur ein mensch an legalen drogen kaputt gehen kann und daß aufklärung, die leute bewußter konsumieren läßt...sozusagen: alles wird besser!
das nenne ich irrsinn!

Ne, es wird in erster Linie nur wenig besser, denn es wird sicherlich Personen geben, die unreflektiert handeln. An legalen Drogen gehen auch genug Menschen kaputt, siehe Alkohohl etc. Ich glaube kaum, dass mighty Koma eine Aussage wie "ALLES wird besser" unterschreiben wrüde, denn das ist natürlich nur ein Luftschloß.

Hakan
 

H aka N

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Original geschrieben von UnknownSOS
Hab´ ich irgendwo gesagt, dass ich Schusswaffen legalisieren will??? Ich wollte nur damit sagen, dass der Staat aus finanziellen Gründen keine illegalen Gegenstände oder Kosumgüter legalisieren darf.
Ich glaub´ die vielen Fremdwörter und der Duden neben dir ham dich etwas verwirrt;) .

Peace
Dennoch bist du ausgewichen. Ich glaub ich schlag mal den Duden auf und such das Wort, dass die Situation beschreibt :oops:

Hakan
 

Petrowski

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Original geschrieben von H aka N


Schon klar, aber dieser jugendliche kann es heute wie morgen genausowenig, denn es sollte klar sein, dass es gewisse Richtlinien geben müsste. Alter etc. pp. (Ausnahme natürlich 14 jähriger Junkie)


darum geht es mir nicht...es gibt menschen, die keinen kontakt zu drogen bekommen können...z.b. der "häßliche streber", den keiner mag...wie kommt der an die nötigen kontakte? heißt das aber auch, daß er keine drogen nehmen will?!
desweiteren gibts nicht in jeder kleinstadt oder einem dorf ne anlaufstelle, wo man sich mit drogen eindecken kann (was glaubst du, wird auf dorfdiscos so viel gesoffen?)...es gibt unzählige möglichkeiten, die einem menschen die welt der drogen verschließen...und sei es bloß, daß er/sie zu schüchtern ist zu fragen...

Original geschrieben von H aka N


Ne, es wird in erster Linie nur wenig besser, denn es wird sicherlich Personen geben, die unreflektiert handeln. An legalen Drogen gehen auch genug Menschen kaputt, siehe Alkohohl etc. Ich glaube kaum, dass mighty Koma eine Aussage wie "ALLES wird besser" unterschreiben wrüde, denn das ist natürlich nur ein Luftschloß.

Hakan

"wenig besser" is aber auch nicht der große durchbruch...das ist nur ein handel....junkies geht es zwar besser, doch werden andere "ans messer geliefert"...
und dieses "an alkohol gehen auch leute kaputt", nach der legalisierung verbreitert sich dann nur das spektrum der suchtarten oder wie?
es ist einfach klar, daß menschen nach der legalisierung, durch diese drogen kaputt gehen...und wenn das nur einer mehr ist, "reicht das denn nicht?!!" ist das verantwortlich?
 
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UnknownSOS

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Original geschrieben von H aka N


Diese Chance hast du jetzt genauso, Dealer brauchen immer Kunden. Mal ganz davon abgesehen, dass es schon sehr fraglich ist, wo so ein Milieu dann weiter existieren soll, oder besser: Inwieweit sich das Milieu mit den alten Verhältnissen decken würde.

Hakan

Klar brauchen Dealer immer Kunden, aber überleg mal, wenn die BW, die im Moment in Afghanistan eines der größten Mohn?anbaugebiete kontrolliert durchgreifen würde, statt nur aus Angst vor den Warlords wegzusehen hättest du dieses Problem schon mal (etwas) unter Kontrolle, denn:

kein Mohn > keine Hersteller von Heroin > keine Großdealer (keine Organisierte Kriminalität) > keine Straßendealer > weniger bis keine Drogenabhängige

Diese ganze Legalisierungskiste kommt mir manchmal so vor, als wäre es einfach der bequemere Weg, mit der Drogenproblematik umzugehen, als das Übel bei seiner Wurzel zu packen. Klar ist das Risiko geringer, aber die Problematik verschwindet nicht!! Es verschwinden nur die unangenehmen Begleiterscheinungen wie die org. Kriminalität, die Dealer usw., aber die Abhängigen verschwinden NICHT!

Peace
 

mighty Komapatient

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Original geschrieben von UnknownSOS
Diese ganze Legalisierungskiste kommt mir manchmal so vor, als wäre es einfach der bequemere Weg, mit der Drogenproblematik umzugehen, als das Übel bei seiner Wurzel zu packen. Klar ist das Risiko geringer, aber die Problematik verschwindet nicht!! Es verschwinden nur die unangenehmen Begleiterscheinungen wie die org. Kriminalität, die Dealer usw., aber die Abhängigen verschwinden NICHT!
es ist ja auch illusionär zu glauben man könnte das drogenproblem in den griff bekommen, indem man "das übel an der wurzel packt".
welche wurzel meinst du denn damit?
die menschen haben immer drogen konsumiert, auch sucht ist ja kein phänomen der neuzeit. dein post impliziert, dass es möglich wäre drogen vollkommen abzuschaffen. weil nur so könnte man alle suchtgefahr bannen.
wenn man ein drogenkartell plattmacht wird das nächste umso mächtiger, wenn man alle mohnfelder plattmacht steigt der preis so hoch das allle wieder das risiko auf sich nehmen anzubauen.
solange die nachfrage nach drogen da ist werden sie verkauft, je krasser die verbote desto höher die lohnerwartungen.
da es also unmöglich ist drogen aus der welt zu schaffen, sollte man doch versuchen wenigstens die folgen des drogenmissbrauchs so weit wie möglich zu lindern.
das ist natürlich nicht die lösung für alle probleme, aber es verbessert eindeutig den status quo.
die erfahrung zeigt einfach, das verbote nicht wirksam sind und gleichzeitig die verelendung der user fördern.

wie schon öfter gesagt: nicht die drogen an sich sind das problem, nur die sucht. es gibt ja auch noch andere süchte ausser drogen - internetsucht, workoholics, spielsucht o.ä.
 
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