Hab vor ner Zeit hier mal ne Kurzgeschichte reingepostet, war allerdings die erste Fassung. War für son Wettbewerb hab von denen bis jetzt noch nix gehört, aber mich interesiert mal was ihr von der überarbeiteten Fassung haltet:
K-L-I-C-K
Verdammt! Scheiße! Verdammt noch mal! Ja, ich sitze echt verdammt tief in der Scheiße. Die Polizeisirenen kommen immer näher. Alle Bullen der Stadt sind hinter mir her, natürlich sind sie das! Wann passiert denn schon so etwas in Münster? Das Blut klebt noch überall, die Pistole halte ich fest in meiner verschwitzten Hand. Ich habe nicht nur eine Ameise plattgetreten, oder eine Mücke mit einer zusammen-gerollten Zeitung erschlagen, nein, einen Menschen habe ich umgebracht!
Ich streiche mir die Haare aus dem Gesicht, Schweiß und Tränen laufen mir über die Wangen, "Männer weinen nicht!" heißt es zwar aber das ist mir jetzt egal. Alles ist mir jetzt egal! Ich wollte doch nur das Geld, ich brauchte es doch unbedingt! Sonst hätten sie mir Alles genommen! Und wohnen, ja wohnen hätte ich dann auf der Straße können, mit einem Pappkarton als Dach, und all mein Besitz in zwei Einkaufstüten... So hoch meine Schulden. Nein, so wollte, so konnte ich doch nicht enden.
Ich hatte mir die Sparkassenfiliale in der Nähe des alten Zwingers ausgesucht. Dort sollte ich genug Geld ergattern können, und die Promenade schien mir als guter Fluchtweg. Klar, ganz ohne Risiko war das trotzdem nicht, aber was hatte ich schon zu verlieren? Eine Pistole zu bekommen war kein Problem! Brauchst du Waffen, gehst du zu Manfred, na ja Manni wird er ja eigentlich nur genannt, aber alle haben höllischen Respekt vor ihm. Liegt wohl an den Geschichten die über ihn im Umlauf sind. Also Manni der kann dir wirklich alles besorgen, das weiß hier jeder, jedenfalls jeder, den ich kenne. Also stürmte ich bewaffnet und mit einem Damenstrumpf über den Kopf gezogen in die Bank. Großartig geplant hatte ich nix. Man kennt das doch aus den Filmen. Das Geld kommt in die Plastiktüte, und immer schön drohen mit der Waffe, benutzen muss man das Ding ja eh nicht. Dachte ich -aber einer musste ja unbedingt den Helden spielen, solche gibt’s anscheinend immer, dabei hatte der doch gar nichts damit zu tun, kein Typ von der Bank, nee! So’n typischer Bausparer, so einer, der niemals an den Automaten gehen würde zum Geldziehen. Von wegen persönliche Kontakte halten mit den Bankangestellten, und son Scheiß. Noch bevor er die 110 auf seinem Handy wählen konnte, traf ihn meine Kugel mitten in die Brust. Das Blut spritzte umher. Der war tot, noch bevor sein Schädel auf dem Boden einschlug. Sein lebloser Körper lag mitten auf dem in den Teppich eingewebten Sparkassenlogo und bildete eine Blutlache. Dann eskalierte die Situation total. Die Menschen schrieen fürchterlich. Meine Nerven - total am Ende. Und das Geld? Egal, „Einfach nur raus hier!"
Nun sitze ich hier in einer dreckigen Fixerecke hinter der Promenade, Solche Plätze kenn ich zu Hauf. Überall liegen benutze Spritzen und rußige Löffel. Hier kommt bestimmt kein Passant hin, und wenn dann würde er nur weggucken, so tun als wenn nix sei, hier bin ich alleine, nur die alte Statue, Droste heißt sie , ist in der Nähe aber die starrt stur geradeaus wie immer, soll sich wohl auch nicht umdrehen. Aber sie werden mich finden. Genug Leute haben mich auf der kurzen Flucht gesehen. Schreiend sind sie weggelaufen. Kein Wunder, ich hatte ja auch die ganze Zeit die Pistole in der Hand.
Noch immer umklammere ich sie krampfhaft. Alles ist nun verloren, nicht mal das Geld habe ich. Meine Freunde habe ich schon vor langer Zeit verloren, und auch meine Familie wollte nix mehr von mir wissen als das mit dem Heroin losgegangen ist. Nun kenn ich niemanden mehr der nix mit Drogen am Hut hat. Einen Kick suchte ich damals, Flucht aus dem langweiligen Alltagsleben als Sohn eines Schuldirektors - süchtig war ich sofort. Meine Ausbildung als KFZ Mechaniker war damit auch gegessen. Mein Chef hat mich direkt rausgeschmissen als er merkte was mit mir los war. Dann kamen die ersten Einbrüche und kleine Diebstähle, gefolgt von einer milden Haftstrafe! "Beschaffungs-kriminalität" hatte es der Richter genannt. Im Knast war es besonders schwer an das Zeug ranzukommen. Ist schon irre, der Knast ist hier ja gleich um die Ecke! Aber da will ich nie wieder hin! Aber jetzt sitze ich hier und heule wie ein Mädchen. Ich ertrage den Gedanken nicht einen Menschen umgebracht zu haben. Wie in einer Endlosschleife sehe ich immer und immer wieder dieselbe Szene vor mir - wie die Kugel in den Brustkorb des Mannes einschlägt.
Die Bullen sind gleich da, die Droste sieht sie schon mit ihren Glotzaugen! Ich kann sie hören. Wenn ich mich wehre, gibt es noch mehr Tote. Muss ja nicht sein, haben ja alle ihr Recht auf Leben – auf Unversehrtheit. Aber wer ist schon unversehrt? Schließlich hatte ich nun schon einen Menschen erschossen. Ist die Kanone geladen? Scheiß drauf, keine Zeit... Meine Hand löst sich von der Waffe. Ich streiche mir die Haare noch einmal aus dem Gesicht, lege dabei diesmal die Schläfe frei und meine nun stark zitternden Finger zurück an die Waffe, zurück an den Abzug ---KLICK
K-L-I-C-K
Verdammt! Scheiße! Verdammt noch mal! Ja, ich sitze echt verdammt tief in der Scheiße. Die Polizeisirenen kommen immer näher. Alle Bullen der Stadt sind hinter mir her, natürlich sind sie das! Wann passiert denn schon so etwas in Münster? Das Blut klebt noch überall, die Pistole halte ich fest in meiner verschwitzten Hand. Ich habe nicht nur eine Ameise plattgetreten, oder eine Mücke mit einer zusammen-gerollten Zeitung erschlagen, nein, einen Menschen habe ich umgebracht!
Ich streiche mir die Haare aus dem Gesicht, Schweiß und Tränen laufen mir über die Wangen, "Männer weinen nicht!" heißt es zwar aber das ist mir jetzt egal. Alles ist mir jetzt egal! Ich wollte doch nur das Geld, ich brauchte es doch unbedingt! Sonst hätten sie mir Alles genommen! Und wohnen, ja wohnen hätte ich dann auf der Straße können, mit einem Pappkarton als Dach, und all mein Besitz in zwei Einkaufstüten... So hoch meine Schulden. Nein, so wollte, so konnte ich doch nicht enden.
Ich hatte mir die Sparkassenfiliale in der Nähe des alten Zwingers ausgesucht. Dort sollte ich genug Geld ergattern können, und die Promenade schien mir als guter Fluchtweg. Klar, ganz ohne Risiko war das trotzdem nicht, aber was hatte ich schon zu verlieren? Eine Pistole zu bekommen war kein Problem! Brauchst du Waffen, gehst du zu Manfred, na ja Manni wird er ja eigentlich nur genannt, aber alle haben höllischen Respekt vor ihm. Liegt wohl an den Geschichten die über ihn im Umlauf sind. Also Manni der kann dir wirklich alles besorgen, das weiß hier jeder, jedenfalls jeder, den ich kenne. Also stürmte ich bewaffnet und mit einem Damenstrumpf über den Kopf gezogen in die Bank. Großartig geplant hatte ich nix. Man kennt das doch aus den Filmen. Das Geld kommt in die Plastiktüte, und immer schön drohen mit der Waffe, benutzen muss man das Ding ja eh nicht. Dachte ich -aber einer musste ja unbedingt den Helden spielen, solche gibt’s anscheinend immer, dabei hatte der doch gar nichts damit zu tun, kein Typ von der Bank, nee! So’n typischer Bausparer, so einer, der niemals an den Automaten gehen würde zum Geldziehen. Von wegen persönliche Kontakte halten mit den Bankangestellten, und son Scheiß. Noch bevor er die 110 auf seinem Handy wählen konnte, traf ihn meine Kugel mitten in die Brust. Das Blut spritzte umher. Der war tot, noch bevor sein Schädel auf dem Boden einschlug. Sein lebloser Körper lag mitten auf dem in den Teppich eingewebten Sparkassenlogo und bildete eine Blutlache. Dann eskalierte die Situation total. Die Menschen schrieen fürchterlich. Meine Nerven - total am Ende. Und das Geld? Egal, „Einfach nur raus hier!"
Nun sitze ich hier in einer dreckigen Fixerecke hinter der Promenade, Solche Plätze kenn ich zu Hauf. Überall liegen benutze Spritzen und rußige Löffel. Hier kommt bestimmt kein Passant hin, und wenn dann würde er nur weggucken, so tun als wenn nix sei, hier bin ich alleine, nur die alte Statue, Droste heißt sie , ist in der Nähe aber die starrt stur geradeaus wie immer, soll sich wohl auch nicht umdrehen. Aber sie werden mich finden. Genug Leute haben mich auf der kurzen Flucht gesehen. Schreiend sind sie weggelaufen. Kein Wunder, ich hatte ja auch die ganze Zeit die Pistole in der Hand.
Noch immer umklammere ich sie krampfhaft. Alles ist nun verloren, nicht mal das Geld habe ich. Meine Freunde habe ich schon vor langer Zeit verloren, und auch meine Familie wollte nix mehr von mir wissen als das mit dem Heroin losgegangen ist. Nun kenn ich niemanden mehr der nix mit Drogen am Hut hat. Einen Kick suchte ich damals, Flucht aus dem langweiligen Alltagsleben als Sohn eines Schuldirektors - süchtig war ich sofort. Meine Ausbildung als KFZ Mechaniker war damit auch gegessen. Mein Chef hat mich direkt rausgeschmissen als er merkte was mit mir los war. Dann kamen die ersten Einbrüche und kleine Diebstähle, gefolgt von einer milden Haftstrafe! "Beschaffungs-kriminalität" hatte es der Richter genannt. Im Knast war es besonders schwer an das Zeug ranzukommen. Ist schon irre, der Knast ist hier ja gleich um die Ecke! Aber da will ich nie wieder hin! Aber jetzt sitze ich hier und heule wie ein Mädchen. Ich ertrage den Gedanken nicht einen Menschen umgebracht zu haben. Wie in einer Endlosschleife sehe ich immer und immer wieder dieselbe Szene vor mir - wie die Kugel in den Brustkorb des Mannes einschlägt.
Die Bullen sind gleich da, die Droste sieht sie schon mit ihren Glotzaugen! Ich kann sie hören. Wenn ich mich wehre, gibt es noch mehr Tote. Muss ja nicht sein, haben ja alle ihr Recht auf Leben – auf Unversehrtheit. Aber wer ist schon unversehrt? Schließlich hatte ich nun schon einen Menschen erschossen. Ist die Kanone geladen? Scheiß drauf, keine Zeit... Meine Hand löst sich von der Waffe. Ich streiche mir die Haare noch einmal aus dem Gesicht, lege dabei diesmal die Schläfe frei und meine nun stark zitternden Finger zurück an die Waffe, zurück an den Abzug ---KLICK