Katholiken, Protestanten, Freikirchen - Der Threat über das Christentum

Hemphans

Altgedient
Mitglied seit
7 April 2002
Beiträge
7.483
So, da es ja schon lange den Islam Threat gibt, könnte man auch mal über das Christentum diskutieren.

Als Einstiegsthema:

Wie sieht es aus mit der katholischen Kirche? Soll das Zölibat abgeschafft werden? Wie sollte die Kirche auf die Missbräuche von Kindern reagieren?
 

Juventus

Altgedient
Mitglied seit
15 März 2009
Beiträge
2.714
katholizisten und protestanten/freikirchen in einen topf zu werfen ist genauso daneben, wie alleviten und schiiten pauschal als muslime zu bezeichnen.
 
Mitglied seit
21 November 2008
Beiträge
2.558
Meiner Meinung nach gehört das Zölibat abgeschafft, da es ausschließlich mit Nachteilen verbunden ist.
- Zum einen liegt es in der Natur des Menschen, dass sich Familien bilden, Mann und Fau zueinander finden und Kinder gezeugt werden, die mit ihren Eltern aufwachsen. Nimmt man Menschen diese Option, dann fehlt ihnen etwas. Auch wenn das dann freiwillig geschieht, besteht ja enormer Druck, da der Priester schließlich seinen Job nicht verlieren will. Damit fehlt ihm etwas, was für ein erfülltes Leben zu großer wahrscheinlichkeit notwendig ist.
Sein Beruf besteht auch darin, auf Menschen zuzugehen und ihnen Halt zu geben, was wiederum eine gewisse Menschenkenntnisund Lebensnähe verlangt, die ihm selbst jedoch verwehrt bleibt. An eigenen Erfahrungen reicher, könnte er seine Aufgabe in der Gemeinde möglicheweise besser wahrnehmen, weil er die "Probleme" der Menschen kennen würde.

- Der Mensch hat einen Sexualtrieb in sich, den er in aller regel auf gesunde Art und Weise äußert, indem er eine Partnerschaft aufbaut und meinetwegen unverbindlichen Geschlechtsverkehr hat. Das ist uns in die Wege gelegt, um uns zu vermehren und auch so "zum Spaß" ist Sex wichig, um bestimmte Bindungen aufzubauen. Sex hat auch eine soziale Komponente und selbst der Schimpanse schafft mit Sex Streit in seinem Gruppengefüge aus dem Weg.
Da der Katholik an die Schöpfungsgeschichte glauben sollte und den Mensch in all seinen Fasetten als Produkt Gottes ansieht, wäre es nur konsequent Sex zu haben, da Gott die Sexualität dem Menschen schließlich in die Wiege gelegt hat.

- Selbst in der Bibel gibt es Zitate, die dazu auffordern, dass der Mensch Pärchen bilden soll, um "Unzucht" zu vermeiden, folglich hätten sie auch eine Textquelle, die es ihnen ausdrücklich erlaubt.
Und da ist eben das nächste Problem: Der Trieb ist wie in jedem menschen vorhanden, darf aber nicht ausgelebt werden. Die Folge ist, dass Sex nur heimlich funktioniert. Im harmlosesten Fall wird dann die Haushälterin gebügelt, der Delinquent denkt er habe gesündigt und schämt sich oder verdeckt seine Aktivitäten mit viel Aufwand. Sex erhält dann den Anstrich des Bösen/Unreinen und der Schritt hin zu wirklichen sexuellen Abartigkeiten (Pädophilie zum Beispiel) in kein weiter, da Sex an sich schon verwerflich ist.

- Kinder werden gezeugt. Diese sind unerwünscht und stellen einen "Unfall" dar. Und wenn ein menschliches Leben, ein so hohes Gut ein "Unfall" ist, dann liegt es ja auch Nahe, dass mit diesem Wesen nicht menschenwürdig verfahren wird. Die Kinder werden geheimgehalten, sehen ihren Vater nicht und werden zum Schweigen gebracht. Die Entwicklung dieser Kinder ist dadurch familiär gestört und man kann sie ruhig als Opfer und leidtragende des Zölibarts darstellen. Nicht umsonst gibt es da doch Gruppen verstoßener Kinder die für ihre Rechte kämpfen. Und da die Kirche vieles unter sich ausmacht und diese öminöse Kirchenrecht besteht, werden die Fälle nicht publik und der normale juristische Weg -zum Beispiel für Unterhaltsklagen -wird gar nicht erst beschritten.

- Gerade der Umstand nie einen Partner haben zu können mit dem man sich offen zeigt führt dazu, dass allerhand sexuell-anderstickende, insbesonderere Pädophile vom Kirchenamt angezogen werden. Menschen die sich damit abfinden können, keine Frau zu haben, weil sie im Zweifelsfalle auf kleine Jungs stehen. Pädophil werden die WENIGSTEN sein, das sei gesagt, trotzdem zieht es diese Klientel trotzdem an.

- Und mal aus kirchlicher Sicht ganz egoistisch Argumentiert verliert das Amt an attraktivität, da einige Leute vor dem Beruf zurückschrecken, da sie gerne eine Familie, eine Freundin, Ehefrau oder sonstwas haben möchten. Hier gibt es schon Gemeinden, die keine Priester finden und Bezirkskirchen zusammenlegen oder Personal aus Polen rübersiedeln. So bleibt man auf Dauer nicht zukunftstauglich, zumal das Zölibat vom Ottonormalverbraucher zu Recht eher befremdlich wargenommen wird.




Auf Missbrähe sollte die Kirche so reagieren, wie andere Leute/Institutionen auch auf Missbrauchsfälle reagieren. Die Fälle sind anzuzeigen, damit Untersuchungen dürchgeführt werden können und Täter normal bestraft werden. Was an einer staatlichen Schule gilt, das muss auch für ein Jesuiteninternat gelten. Ganz einfach.
Auffällig gewordene Geistliche sollten ihren Beruf nur dann noch ausüben dürfen, wenn andere die sich so verhalten würden es auch dürften. Sprich wenn der Herr Sportlehrer nie wieder an einer Schule unterrichten darf, dann darf es der Klosterbruder genausowenig. Alles andere wäre ungerecht. Die Strafen sollten auch nicht höher sein, als für "normale" Leute. Da sollte eine gewisse Gleichheit herrschen.
 

Hemphans

Altgedient
Mitglied seit
7 April 2002
Beiträge
7.483
katholizisten und protestanten/freikirchen in einen topf zu werfen ist genauso daneben, wie alleviten und schiiten pauschal als muslime zu bezeichnen.

Jo, macht aber hier keiner. Deswegen versteh ich jetzt nicht was du damit sagen willst.:confused:

@ Puffbeleuchtung: Jupp, kann dir in allen Punkten recht geben - aber: Es gibt auch Leute die es durch Willenstärke schaffen ihren "Trieb" in so weit zu kontrollieren, dass sie sich völlig der Meditation hingeben können und damit Gott oder inneren Frieden finden. Deswegen gibt es die Mönchskultur auch auf der ganzen Welt. Aber das ist eben eine Sache, die völlige Hingabe verlangt und auch nicht jeder kann.

Aber bei einem Priester der ja zwischen "normalen" Menschen sein muss und sich nicht im Kloster abschottet, sollte auch eine Frau und Familie haben dürfen. Vor allem diese Scheinheiligkeit mit der "Haushälterin" usw. ist ziemlich schwachsínnig, weil sich die Kirche damit nur selbst was vormacht
 

Juventus

Altgedient
Mitglied seit
15 März 2009
Beiträge
2.714
prinzipiell wollte ich mich aufspielen. habe überlegt, das mit einem verweis auf die priester-pädophilie zu besorgen, aber dann fiel mir das ein.
 

Juventus

Altgedient
Mitglied seit
15 März 2009
Beiträge
2.714
Wieso? Sind doch alles Christen.
Niemand wirft Aleviten und Schiiten in einen Topf, aber es sind dennoch Muslime.

nein, viele aleviten bezeichnen sich selbst nicht als muslime. das habe ich intensiv bei wikipedia recherchiert, nachdem ich mich mit einem aleviten austauschte.
 

Sandmann da MC

Gold Status
Mitglied seit
7 Februar 2003
Beiträge
17.481
Das mit dem Zölibat ist eben so eine Sache.

Einerseits zeugt es eben von einem gotterfüllten Leben, für jemanden, der sein Leben allein Gott widmet, ist eine Ehefrau nicht gerade von Vorteil.
Andererseits sieht man eben auch, was dabei rauskommt.

Prinzipiell bin ich für eine Abschaffung, wer dennoch im Zölibat leben möchte, der soll das eben auf freiwilliger Basis tun.
 

Sandmann da MC

Gold Status
Mitglied seit
7 Februar 2003
Beiträge
17.481
nein, viele aleviten bezeichnen sich selbst nicht als muslime. das habe ich intensiv bei wikipedia recherchiert, nachdem ich mich mit einem aleviten austauschte.
Ok, da kenne ich mich jetzt weniger aus als du.
Aber ich kann dir dennoch versichern, dass sich so gut wie alle Katholiken und Protestanten als Christen bezeichnen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

--Cha\/ezz--

Moderation
Supporter:in
Mitglied seit
31 Oktober 2002
Beiträge
45.417
nein, viele aleviten bezeichnen sich selbst nicht als muslime. das habe ich intensiv bei wikipedia recherchiert, nachdem ich mich mit einem aleviten austauschte.

hahah und schiiten sind auch keine moslems, sind etwa nur sunniten die einzig wahren moslems ? :rolleyes:

du bist ja nicht nur links sondern auch noch verblendet
 
Mitglied seit
21 November 2008
Beiträge
2.558
aber: Es gibt auch Leute die es durch Willenstärke schaffen ihren "Trieb" in so weit zu kontrollieren, dass sie sich völlig der Meditation hingeben können und damit Gott oder inneren Frieden finden. Deswegen gibt es die Mönchskultur auch auf der ganzen Welt. Aber das ist eben eine Sache, die völlige Hingabe verlangt und auch nicht jeder kann.
Wie gesagt, es kann nicht jeder und will auch nicht jeder.
Nur viele Möche, denen es gelingt so zu leben, die haben ein ganz anderes Umfeld. Das sind menschen die recht isoliert in irgendwelchen Bergklöstern leben, sich sehr viel mit Philosophie und ihren Weltanschauungen befassen und eben dafür meditieren und sich ein Lebenlang dahingehend bilden. Meistens geschieht das dann auch fernab des Trubels der westlichen Welt.
Guck dir Anhänger des Budismus in westlichen Ländern an, die haben wenig gemein mit den asketischen Mönchen und was bleibt ist eher eine bestimmte Weltanschaung.

Ein Priester hier, der steht ganz anders im Leben. Dem begegnen etliche normale Leute, da er voll in ihrem Kulturkreis eingespannt ist. Er ist viel mehr Reizen ausgesetzt und nicht alles was er macht ist intellektuell oder hat mit Meditation und Selbstbeherrschung zu tun.
Er verwaltet die Kirche mit, passt auf dass pubertierende Blagen auf Kirchenfreizeiten nicht saufen, gibt sich dem Klatsch und Tratsch beim Gemeindekaffeetrinken hin und so weiter. Er hat ja viel mehr Außenkontakt als etwa ein Mönch in einem Bergkloster irgendwo im asiatischen Hochland.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Juventus

Altgedient
Mitglied seit
15 März 2009
Beiträge
2.714
Ok, da kenne ich mich jetzt weniger aus als du.
Aber ich kann dir dennoch versichern, dass sich so gut wie alle Katholiken und Protestanten als Christen bezeichnen.

das glaube ich gern. ein bekannter baptist ist auch nicht müde, zu erwähnen, dass er christ ist, obwohl er absolut gegen die katholische kirche ist aufgrund deren system.
 

Sandmann da MC

Gold Status
Mitglied seit
7 Februar 2003
Beiträge
17.481
das glaube ich gern. ein bekannter baptist ist auch nicht müde, zu erwähnen, dass er christ ist, obwohl er absolut gegen die katholische kirche ist aufgrund deren system.
Jo, es gibt sicherlich auch Leute, die sich als Christen bezeichnen, die gegen jede Art von Kirche sind.
 

Buckaroo Banzai

Senior Member
Mitglied seit
25 Januar 2003
Beiträge
2.529
Sollte abgeschafft werden! Die Katholische Kirche übernimmt sowieso bis zum zweiten Kind die Alimente für ihre Priester.

Zudem läuft da doch sowieso was. Die haben alle Affäre, das hält ein normaler Mensch ja auch gar nicht aus. Man sieht es ja, dann machen sie sich an kleinen Jungs zu schaffen.

Aber die Katholische Kirche hat ja sowieso ein abstraktes Weltbild. Sie halten die Erde noch für eine Scheibe. Und das sage ich als Katholik.
Eine Kollegin von mir wurde aus der Kirche geschmissen, weil sie schriftlich bei ihrer Hochzeit einwilligen musste, ihre Kinder Katholisch zu taufen und zu erziehen. Hat sie nicht gemacht da hat man sie rausgeschmissen.:p
 

Hemphans

Altgedient
Mitglied seit
7 April 2002
Beiträge
7.483
Das die Erde eine Scheibe ist wurde nicht einmal im Mittelalter geglaubt;)
 
Mitglied seit
21 November 2008
Beiträge
2.558
Der Papst persönlich hat die Erde in den 90er!-Jahren zur Erdkugel erklärt.
:D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Buckaroo Banzai

Senior Member
Mitglied seit
25 Januar 2003
Beiträge
2.529
Ne da hat er doch nur erklärt das die Menschen Irrtümnlicherweise doch vom Affen abstammen oder verwechsel ich da was?:D:cool:
 

Estevan Oriol

ist hier aktiv
Mitglied seit
24 Juli 2008
Beiträge
602
soweit ich weiß war seit der antike bekannt das die erde eine kugel ist es wurde von der kirche lediglich behauptet die erde wär der mittelpunkt des universums und nicht die sonne

ich finde für den einfach pfarrer ist das zöllibat unnötig für höhere würdenträger vll. z.B. wenn man kardinal oder papst werden will aber so als ich sag mal "Dorfpfarrer" wozu =?
 

--Cha\/ezz--

Moderation
Supporter:in
Mitglied seit
31 Oktober 2002
Beiträge
45.417
ich persönlich finde, dass das zöllibat nicht das problem an der sache ist. schließlich wird man freiwillig priester und weiß, was auf einen zukommt. klar ist es irgendwie "unnatürlich", allerdings muss die kirche auch gewisse traditionen bewahren und solange man sich diesen freiwillig unterordnet, hab ich damit kein problem.
 
Oben Unten