Ist Deutsch Rap zu pussy?

whattheFFFFever

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Ist Deutsch Rap zu pussy? auch, aber das hauptproblem ist das deutschrap zu "wannabe" ist (und dabei auch noch den amis immer 2 jahre hinterherhinkt)

Wie muss die Rubrik aussehen, die euch vom Hocker reißt?

das GESAMTE spektrum von rap nicht nur grosse artists bei denen man was vom promo budget abzocken kann

das ist aber wirklich übertrieben...deutschrap häbgt mindestens 20 jahre hinter amirap
 

badabimbadabash

Frischling
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rap ist einfach massentauglich und populär geworden und nicht mehr nur subkultur was ich persönlich auch gut finde...... das wir alles neuartige anfangs ablehnen war aber schon immer so in bezug auf deine comment zum beispiel "crunk"..... genauso wie dann plötzlich alle schreien werden "ich hab das schon von anfang an gehört da wusstet ihr noch nicht mal blablabla..." wenn es plötzlich markttauglich wird..... ist immer wieder ein kreislauf der von neuem beginnt...

Das stimmt allerdings. Bin sowieso gespannt ob deutscher Crunk sich soweit entwickelt das er clubtauglich wird. Aber bleibt alles abzuwarten.
 

izzy*lutZZZ

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Meiner Meinung nach ist ein großes Problem auch die Tatsache, dass sich die meisten Hörer selbst in Kategorien stecken: Die einen hören ausschließlich "intelligente" Tracks und verachten jeden, der auch mal Battlekram hört. Dann gibts die Bushido-Kids für die jeder, der ne Curse CD hat, gleich ein "schwuler Student" ist, usw. Ich kenn fast niemanden, der sich vorbehaltslos einfach mal nen Track anhört und ihn nicht vorher schon abstempelt.

Peace Izzy
 

badabimbadabash

Frischling
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Ich glaub hier ist aber auch das Problem das einige die Künstler vorher schon in Schubladen stecken anstatt offen ranzugehen. Je nachdem welcher Track zuerst gehört wird. Wenn als erstes ein Battletext von demjenigen rauskommt und er noch dementsprechend aussieht wird sofort im Kopf festgelegt das er nichts anderes kann. Also ist alles was danach kommt (wenn mir der Song nicht gefiel) auch Müll. Dabei gibt es bestimmt Rapper die einfach mal ein Text rausschmeißen um sich Luft zu machen und Dampf abzulassen und dann im nächsten Moment vielleicht was tiefgründiges bringen. Aber da hat Deutschland noch zu viel Scheuklappendenken!!!
 

izzy*lutZZZ

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Ganz genau!

Und so hat jeder Mc, besonders wenn er nicht bekannt ist, von vornherein viel zu wenige potenzielle Hörer...
 

BerlinCrimeTime

Frischling
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scheuklappendenken ist das richtige wort...... aber momentan kommt auch nicht wirklich jemand der sich von dem ganzen irgendwie abhebt oder aber einfach etwas eigenes macht..... und die die man schon kennt fangen jetzt alle an sich allmählich zu ändern..... ob zum guten oder schlechten lassen wir mal offen....
 

D.U.T47

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naja die technischversierten mcs sollten eher ins rampenlicht gerück werden
 

Poetricia

Frischling
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So traurig wie es manchmal ist aber die Techniker werden wahrscheinlich selten Erfolg im bekannteren Bereich oder der Kommerzschiene haben.
 

EizEizBaby

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Mehr Bushido oder mehr Lady Bitch Ray?

hä?:D
nee lass ma^^

naja, für mich is hiphop in deutschland teilweise entartet...jeder fritz und fatih fängt an zu rappen weils grad kool is und man geld mit machen kann, irgndwelche rapper mit pitbull und cordon jacke und socken in die hosen, das bedeutet für mich keine vielfältigkeit desr rapmusik in deutschland, das is kein hiphop :D

für die mehrheit aber schon, sehn wir ja alle was auf mtv und viva abgeht
und da viele menschen sich auf mtv und viva über aktuelle musik "bilden" wollen, is die sparte auch einfach verpöhnt
"was hörst du so?"
"rap...vorwiegend deutschen"
"ahhh bushido, fler und jimi blue (scheiße, die muss dumm wie stroh seinn)"
:rolleyes:
daran merk ich immer, dass das was wichtig is in der breiten öffentlichkeit und masse einfach untergeht und dass solche rapper dann deutschen hiphop repräsentieren

und die leute ganz klar vorurteile haben

daran wird sich leider so nix ändern, die großen labels haben die großen musiksender und andre medien im griff und es wird gezeigt was sich verkauft
 

N.W.A Thug

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Ich sehe ein großes Problem in der medialen Wahrnehmung von Rapmusik durch die Gesellschaft, die sich nicht mit der Szene auseinander setzt und dementsprechend nur höchst selektiv das aufnimmt, was MTV und VIVA als gewinnträchtig und massentauglich ansehen. Damit wird in der Außenwirkung nur ein Bruchteil dessen abgedeckt, was das Spektrum Rapmusik aus Deutschland wirklich bietet. Und dabei geht es mir nicht einmal um den Gangstarap-Hype, da es ja tatsächlich ab und zu Lieder mit einer vermeintlich optimistischen und "deepen" Aussage in die Charts schaffen. Ich denke da an Azad zum Beispiel. Nur leider habe ich das Gefühl, dass diese Gegenseite mittlerweile so von Plattitüden und Worthülsen lebt, dass ein normaler Nicht-Raphörer dies zwangsläufig als Kitsch wahrnimmt. In dieser Hinsicht ist Rap dann in der Tat zu pussy, wohingehen die Gangsta-Sparte anscheinend niemals hart genug sein kann. Das ergibt offensichtlich einen Konflikt, da Rap dadurch entweder ausgelacht oder belächelt wird. Der Zwang zur Massentauglichkeit macht es fast unmöglich für die Künstler, sich jenseits dieser Polasrisierung zu bewegen - einerseits Weltfriedenhymnen, andererseits Ghetto-Geschichten. Daran tragen die Medien eine nicht unerhebliche Schuld.

Die Selbsteinschätzung der Szene lebt aber dann größtenteils auch nicht von Realitätsnähe. Ich bin es jedenfalls satt, den 10ten x-beliebigen Rapper zu hören, der jetzt auf einem kleinen Label gesignt ist und meint mit seinem ersten Mixtape "das Game zu übernehmen", wie es so schön heißt. Wenn ich schon Begriffe wie "Spitter" höre, wird mir ein wenig übel. Aber der Markt ist einfach übersättigt.

Genauso sind aber auch die Jugend und die Gesellschaft übersättigt. Wir haben in Deutschland vor allem eine Mediengesellschaft und -jugendkultur. Musik ist nicht mehr Kunst, sondern schnell konsumbierbares Entertainment, das möglichst einfach zugänglich und aufnehmbar sein muss. Und viele Rapper passen sich diesen Erwartungen an. Lieber nicht in die Tiefe gehen, lieber ein bisschen auf amilike Beats abspitten oder so ein Blödsinn. Kaum einer hat doch den Mut, ein wirklich stringentes und relevantes Produkt zu machen. Was wir haben, ist größtenteils Fast-Food-Rap und ich meine damit keineswegs die Forderung nach Politisierung des Raps. Es geht mir vielmehr um Relevanz, künstlerischen Anspruch, Authenzität und Aussagekraft.

Es sind meiner Meinung nach also viele verschiedene Aspekte, die teilweise gleichzeitig Ursache und Wirkung sind und somit wechselseitig aufeinander einwirken. Ich für meine Person suche mir das heraus, was meinen Ansprüchen an Musik als Kunstform entspricht und pfeife getrost auf 90% dessen, was deutscher Rap hervorbringt oder gezwungen ist, hervorzubringen.
 

kaio

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"was hörst du so?"
"rap...vorwiegend deutschen"
"ahhh bushido, fler und jimi blue (scheiße, die muss dumm wie stroh seinn)"
:rolleyes:

daran merk ich immer, dass das was wichtig is in der breiten öffentlichkeit und masse einfach untergeht und dass solche rapper dann deutschen hiphop repräsentieren

was ist denn deiner meinung nach "wichtig" ?

deutscher rap ist übrigens nicht zu pussy, aber definitv ziemlich behindert ...
 

EizEizBaby

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credibile künstler, bei denen du auch merkst dass da noch KUNST is und die was in die musik reinstecken
ja, für mich is tatsächlich die kunst das wichtige

man brauch leute die nich nach der pfeife eines majorlabels tanzen, im moment seh ich da keine individualität mehr sondern nur n haufen marionetten, wo eine wie die andre is
 

kaio

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credibile künstler, bei denen du auch merkst dass da noch KUNST is und die was in die musik reinstecken
ja, für mich is tatsächlich die kunst das wichtige

man brauch leute die nich nach der pfeife eines majorlabels tanzen, im moment seh ich da keine individualität mehr sondern nur n haufen marionetten, wo eine wie die andre is

deutschrap und kunst ? ah ja ... hip hopper bleibt hip hopper ... oder denkst du, dass ein samy deluxe auf den 40 jährigen otto normalverbraucher weniger peinlich wirkt als bushido ?

das ist dieser irrglaube, dass es einen nicht rap fan interessieren würde, wenn da auf mtv jemand über die politische lage in mogadischu rappt und dies einen positiven effekt auf das bild des deutschen hiphops hätte ...

ich meine ... deutschrap ist nun mal auch zu 99% peinlich ... und damit meine ich nicht nur die sachen die auf mtv oder viva laufen ... die sind noch weniger peinlich als der großteil der irgendwo im keller rappt und sich lustige myspace seiten einrichtet ...
 

whattheFFFFever

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WeitWeitWeg

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Also erstmal ich finde diesen Thread sehr gut da sich hier Leute echt mal Gedanken machen und nicht nur einfach mal im Forum andere Leuts Müttern bangen. Props

Der Threadstarter hatte glaube ich was von den 3 Phasen geschrieben und ich denke die nächste Phase wird deep und wieder in eine lyrische Richtung zielen. Aber nicht künstlich deep so wie es momentan künstlich gangster ist.

Ich höre Hip Hop seit Anfang der 90er und klar trauer ich der Zeit nach in der alles noch so neu für einen war. In der Zeit wo man gleichgesinnter war weil man Hip Hoper war weil man kein Techno Proll Mitte der 90er war wo es dann angefangen hat guten deutschen Rap zu geben. Aber in der Zeit war ich dann 15 und heute mit fast 28 vermisse ich halt das unbeschwerte Lebensgefühl was man in dem alter hatte, nicht mit den Sorgen die man jetzt so hat weil man halt mehr in die Zukunft blickt und nicht einfach nur im hier und jetzt mit den Jungs im Park lebt und kifft und über die Ruhrpottausgabe vom Graffitimagazin flasht.

Ich sehe eine Entwicklung in Deutschland von 4 Gewinnt über Klasse von 95 über Deluxe und KKS bis hin zu Bushido. Also technisch gesehen ist mit der Gangsterwelle ein Rückschritt zu sehen, aber es ist ja nicht alles Technik im Rap. Und es ist schön das es jetzt auch guten Strassenrap gibt in Deutschland. Der Hype klingt langsam aus das sieht man an der Unzufriedenheit der Menschen die sich mit Rap und Hip Hop auseinandersetzten und deutscher Rap wird sich wieder mal neuerfinden wie er es schon einige male getan hat.

Und wenn heute die alten Hasen sich aufregen und guten Rap vermissen sollten diese nicht vergessen wie sie zu Rap gekommen sind, denn die fingen ja auch in der Regel nicht an mit gutem Rap sondern sind über Populären Kram wie MC Hammer und Vanille Ice zu Rakim gekommen und so denke ich wird einer der Kids der mit Eminem oder Bushido zu Hip Hop gekommen ist der neue deutsche Nas werden.

Ein großes Problem was ich sehe ist einfach das es den Menschen in unsere Gesellschaft die geprägt ist von Gewinnmaximierung und ständiger Veränderung die Liebe untereinander fehlt. Die pflegebedürftige Oma von nebenan nur als finanzielle Belastung gesehen wird und vergessen wird, dass sie eine von den Trümmerfrauen ist die Deutschland wieder aufgebaut hat. Und da ist der Hip Hop mit seinem Gangstertum einfach nur ein Spiegelbild der Gesellschaft der es an Liebe fehlt.

Was das Business angeht gibt es doch schon Veränderungen heute gibt es Leute die in Amerika 3 Millionen Klingeltöne verkaufen während gestandene Alben Schwierigkeiten haben über 100.000 abzusetzen. Und solange Menschen Interesse an der Musik und an dem Künstler haben wird auch Geld fließen. Heute ist die Musik doch nur noch der Einstieg in ein Business in dem Milliarden umgesetzt werden. Und Künstler die einfach nur Musik machen und weniger Interesse an Business haben werden ihr Geld mit Konzerten und live Konzerten im Internet und Konzert Dvds und mit einem kleinem Kontingent an Merchandise machen solange es Fans gibt die ihre Musik mögen.

One Love
Peace
 
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