Ich und mein Flow

CutStevens

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Wenn ich mich selber cutten höre, denk ich oft:
»Scheisse, Du machst ständig die gleichen Combos, Du entwickelst Dich gar nicht«
Hör ich dann aber andere Leute, denk ich oft:
»Warum hört sich das so frisch an?«
Wovon kommt das? Liegts daran, dass man bei sich selbst die »Standards« einfach mehr heraushört, weil man sich selbst ja schon 1000x gehört hat und bei anderen das einfach nicht so »auffällt«? Scratcht man so, wie man es selber hört, oder hört es sich nur für einen selbst so an und für jeden anderen anders?
Und was kann man tun, um seinen Flow mehr zu variieren?

Bin mal gespannt...;)
 

vincent

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mir geht das ganz genauso und ich hätte gegen gute vorschläge nix einzuwenden...aber ich glaube um neue sachen dazuzulernen musst du dir auch erstmal alte gewohhnheiten wieder "abtrainieren". bei mir war das z.b. der fall als ich endlich den 2-click konnte, danach hab ich sehr viel doppel clicks gemacht und das hat sich schon stark bemerkbar gemacht.
in sachen flow viel tears und transformer einbauen, wenn die mit den anderen scratches ideal sitzen kann man schon einigermassen flowen ohne sich gleich anzuhören.

was noch gut sein soll: viel aufnehmen und sich das zeug anhören, da hört man schon einiges raus...
 

Scholar

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nein...es darf nich "ich und mein flow" heissen sondern "mein flow"...sonst werdet ihr nie freunde

also ich denk das einem die eigenen patterns nicht so gefallen bzw langweiligen liegt, wie du schon gesagt hast, das man sie halt immer wieder hört. so hören sich automatisch alle anderen sachen fresher an...ich persönlich finde das nur gute methode is ein spektrum zu erweitern in dem man mit jemand anders cuttet...immer wenn ich bei freunden bin oder jemand hier is und wir ne kleine session machen dann denk ich mir auch immer "what the **** is this"...währned freund schon von seinen eigenen combos gelangweilt is...ich find es pusht jedoch einen mitzuhalten bzw es zu toppen...aight



peace
 

HORDAK

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ich glaub das ist so ähnlich wie wenn du deine eigene stimme aufgenommen hörst. das hört sich auch anders an.
 

Scholar

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Original geschrieben von HORDAK
ich glaub das ist so ähnlich wie wenn du deine eigene stimme aufgenommen hörst. das hört sich auch anders an.


yau stimmt...oder auf einem foto. ich finde das is ne gute selbstreflexion...wenn man nach vollkommenheit strebt, darf man im grunde genommen nie mit sich zufrieden sein (das habe ich aus hagakure ;) )


peace
 

underdog

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also bei mir ists am schlimmsten wenn ich ne lange zeit vor den plattendingern stand, da denk ich oft "immer dasselbe". aber wenn ich mal paar tage oder ne woche nix gemacht hat, und dann das erste mal wieder rangehe, da kann ich dann auch mich selbst gut finden. das unterstützt ja diese "überdosis" theorie, und ich denk das ist es auch, man hört sich einfach zu oft.

mein problem z.b.: ich hab ein paar combos die gehen bei mir schon automatisch und ich muss mich richtig anstrengen die nich zu machen. folge: ich mach die combos immer und immer wieder. das hat man sich halt mal antrainiert und kriegts nicht mehr raus.
lösung: mehr sachen antrainieren und automatisieren. nichts leichter als das, nech? :D
 

Schi-Man-Ski

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Ich entdecke eigentlich mehr die Fehler, wenn ich mal Pause mache und dann mit einem frischen Ohr an die Sache gehe und da bemerkt man dann auch die Sachen, die gut sind.
 

CutStevens

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Danke für die Antworten.
Das man sich selber frischer (ich liebe dieses Wort;)) findet, wenn man ein paar Tage nicht gecuttet hat hab ich auch schon rausgefunden.
Ich will aber jeden Tag cutten und immer frisch sein:cool:
Lasst ihr Euch von anderen Musikern oder Musikstilen inspirieren, oder entstehen neue Combos und Flows durch ausprobieren?
Oder einfach aus einem Gefühl heraus?

@Scholar:
Hagakure:Geiles Buch. Ich glaube man kann über jedes »Sprüchlein« darin ewig lange nachdenken und dadurch viele Sachen verstehen bzw. neue Sichtweisen entdecken.
 

Manic Mike

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ich kann was neues immer am besten wenn ich mal 1-2 tage nich dran war, zB urlaub und so, und dann wirklich endlos bock hab an die teile zu gehen

erstmal so bischen auf nen geilen beat cutten und dann experimentieren ... und wenn man kreativ genug is und genug bock auf skratchen hatte kommt man dabei auf die ein oder andere idee, die man etwas verfolgt und evtl sogar als kleine pattern entwickeln kann, oder wenigstens kleine kreative combo

also ich schau nirgends nach, einfach aufs geradewohl losskratchen und wenn sichs gut anhört => rekonstruieren und verbessern
 

OO Lee

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mir geht's 100 pro genauso, nur dass ich manchmal tage habe an denen ich denk: "jetzt machst du das schon ne ganze weile und bist immer noch extrem beschissen." da gelingt mir dann gar nichts. aber an anderen tagen denk ich mir:" hey cool, wusste gar nicht wie fresh ich doch bin." ... :D

ich denk da entscheidet eben tagesform und die dosis stark mit !
... und wenn man kreativ genug is und genug bock auf skratchen hatte kommt man dabei auf die ein oder andere idee
eben, man muss auch lust haben, sonst wird's wie oben beschrieben.
:cool:
 

Petrowski

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man sollte einfach musik machen und nich combos abarbeiten...skratches von der soundsituation abhängig zusammensetzen....erst dann entsteht diese unendliche vielfalt...;)

viel andere musik hören, inspirieren lassen....möglichst mit irgendeinem instrument im vordergrund, und das genaustens verfolgen....probieren...einfach selbst kombinieren....

ich hab letztens gelesen, daß niemand musikbegabt geboren wird, es entscheidet nur das gehirntraining....also qualitativ hochwertige und auch komplexe musik hören, nachvollziehen, verstehen....dann wirds musik!...:)




ich kanns doch selber nich! :oops:
 

Petrowski

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das sga ja nich ich, sondern irgend son professor....habs in ner apothekenzeitung gelesen....der hatte da auch tests gemacht und das begründet....

würde für mich aber wiederrum erklären warum sich der musikgeschmack ändert....das verständnis ändert sich....

kein plan.
 

Manic Mike

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wenn man einige zeit lang sein zeug nicht hört und dann rangeht denkt man wie dope das ist, und man hats einfach leichter auf den beat und musikalisch zu skratchen finde ich

in 2-3 tagen gehts weiter, mein zeug steht seit 2 wochen bei nem kumpel :(
und jetzt hab ich schon bock drauf!

zwangspausen helfen manchmal echt



wurde zwar alles schon geschrieben aber egal

und mit der musikalität .... das talent mit etwas umgehen zu können wird wohl angeboren, musikalität kann man entwickeln .... man kann ein mozart-hörender schlagzeuger sein oder n typ der absolut unkreativ ist und nichts von musik versteht, jedoch jede flöte die er anfasst perfekt beherrscht und alle möglichen stücke spielen die man ihm gibt
 

CutStevens

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Original geschrieben von Petrowski
man sollte einfach musik machen und nich combos abarbeiten...skratches von der soundsituation abhängig zusammensetzen....erst dann entsteht diese unendliche vielfalt...;)
Das ist mir schon klar!
Mir geht es nicht um Technik sondern um den eigenen Ausdruck.
Die Technik ist dafür nur Werkzeug. Ich glaube aber, dass das etwas ist, was viele falsch verstehen. Wer mit Scratching anfängt arbeitet sich durch alle Tutorials und meint dann »alles zu können«. Viele gehen einfach zu sehr auf Technik ab.
D-Styles Album: Von den Cutz her an vielen Stellen absolut simpel gehalten und trotzdem Bombe.
Das »Verständnis« für Musik entwickelt sich auf jeden fall mit der Zeit weiter! Ich hatte früher viele Alben, für die ich lange gebraucht hab um sie zu verstehen:confused:
 

Petrowski

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d's album is technischer als man glaubt....

und mir ging es auch nicht um technik, ich meint man sollte sich nach dem beat richten...deswegen mag ich auch abwechslungsreiche beats, nich nur loops....wenn man sich nach dem beat richtet kann man keine eingeübten comobs runterkloppen...
am besten beats benutzen, die man nicht oder kaum kennt und dann freestyle drüber....

wenn man sich selber scheiße findet, liegt das wohl auch dran, daß man immer genau weiß was man gemacht hat und seine "ideallinie" hinterherträumt....von jemand anders kennt man sie ja nich....
 

CutStevens

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Original geschrieben von Petrowski
d's album is technischer als man glaubt....

wenn man sich selber scheiße findet, liegt das wohl auch dran, daß man immer genau weiß was man gemacht hat und seine "ideallinie" hinterherträumt....von jemand anders kennt man sie ja nich....
Es ist technisch aber nicht so technisch wie ich es mir vorgestellt hatte:p
Den Vergleich mit der »Ideallinie« find ich gut! Man ist sich dieser Linie nur nicht bewusst.
 

Petrowski

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also ich bin mir meiner idealline schon bewußt, deswegen hör ich ja auch mehr fehler, als ein außenstehender......
ich hab in dem moment im kopf immer den skratch, wie er nun klingen sollte und wie das ergebnis insgesammt klingen sollte, wenns dann nich so is kotzt mich das natürlich an....
jeder empfindet musik anders, jeder würde zu einem bestimmten zeitpunkt anders skratchen.....fast als würde man äpfel mit birnen vergleichen...;)
 

kratzkreyer

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Combos

Klar sollte man nicht Combos zum Abwinken trainieren, dennoch sollte man des öfteren Combos trainieren und weiterentwickeln! Das ist schon wichtig, und sollte man nicht verdrängen, da einstudierte Combos einem Sicherheit geben und weiterentwickeln! Außerdem kann man die Combos dem Beat entsprechend anpassen, dass ist nämlich der nächste Schritt! Das man den Combo allgegenwärtig einsetzen kann! Klappt nicht bei allen, aber bei den meisten!


püeace

KRATZKREYER
 
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