Historische Konflikte und Militärische Auseinandersetzungen in der Analyse

Sandmann da MC

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Kein Ding.;)

Wie geht das dann vonstatten?
Nennt man sich dann ab einem bestimmten Tag einfach Kaiser?^^
 

Sandmann da MC

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Was ich mich noch frage:
Warum werden die Namen ausländischer Herrscher eingedeutscht bis auf die der letzten Jahre?
Also warum sagt man z.B. König Ludwig, der 14., aber andererseits Queen Elizabeth von England oder König Juan Carlos von Spanien?
Gibt es dafür ein bestimmtes Jahr, ab welchem man die Namen nicht mehr eindeutscht?
 

DoctahCerveza

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Was ich mich noch frage:
Warum werden die Namen ausländischer Herrscher eingedeutscht bis auf die der letzten Jahre?
Also warum sagt man z.B. König Ludwig, der 14., aber andererseits Queen Elizabeth von England oder König Juan Carlos von Spanien?
Gibt es dafür ein bestimmtes Jahr, ab welchem man die Namen nicht mehr eindeutscht?
jap...............der fall des hitlerregimes:D
 

DoctahCerveza

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bis dahin wurd hier halt no deitsch gschwätzt wie mers dahoim glernt hatt,dann kamen halt die briten und die amis.hip hop würd wohl heutzutage auch hüfte hüpf heissen:::::::::::::nonsens:D::::::::::::::::
 

Hemphans

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Ich hab mir heute mittag mal eine Frage gestellt:
Kaiser wurden doch vom Papst gekrönt.
Oder war das nur im HRR so?

Und wenn nicht:
Die Preußen waren ja Protestanten, wie wurden die dann gekrönt?

Im Mittelalter wurden die Kaiser seit Karl dem Großen vom Papst gekrönt (was Karl bei der Krönung unheimlich angekotzt hat, weil er sich die Krone selbst aufsetzen wollte um nicht von der Gnade des Papstes abhängig zu sein).

Im 19. Jhd. wurde der Papst dann zunehmend unwichtiger. Bei der Kaiserkrönung Napoleons war der Papst zwar dabei, die Krone hat sich Napolean aber selbst aufgesetzt. 1805 wurde das HRR von ihm aufgelöst. Ich bin mir jetzt auch nicht ganz sicher, aber die Kaiser von Österreich (ab 1804) wurden auch nicht mehr vom Papst gekrönt.

Auch Peter der Große von Russland hat im 18. Jhd. seinen Titel von Zar auf Kaiser geändert, ohne dafür irgend einen Papst zu brauchen.

Das die Deutschen dass dan 1871 gemacht haben ohne einen Papst dafür zu brauchen ist eher selbstverständlich gewesen, mit Papst wäre das eher albern.
 

JohnDoe7

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Ich glaube auch, dass das ganze eben auch mit dem Ende des HRR zusammenhängt. Wenn man das ausschreibt heißt es wie jeder weiß "Heiliges RÖMISCHES Reich DEUTSCHER Nation". Es bestand immer ein Zusammenhang zwischen Rom und dem HRR, man sah sich ja auch selbst in der Nachfolge des Römischen Reichs, ich glaube auch der Papst sah das so. Außerdem wurden die jeweiligen Träger ja zu den "Römisch-Deutschen Königen bzw. Kaisern" ernannt. Nach dem Ende des HRR hatte man ja zunächst nur den losen Deutschen Bund, bis Preußen sich immer mehr gegen Österreich durchsetzte. Wilhelm I. wurde dann glaube ich v. a. aus Gründen der Nationsbildung neben dem Titel des "Preußischen Königs" noch der des "Deutschen Kaisers" übertragen.
 

Ghostwriter

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Ich glaub diesen sakralen Charakter des Kaisertums gab es nur im Mittelalter und evtl der Renaissance.
Die meisten der römischen Kaiser hatten ja mit Papst und christlicher Kirche auch nix am Hut (erst in der Endphase des Reiches).
In der Phase als die Kirche auf dem Höhepunkt ihrer Macht war haben sie es dann als Titelaufwertung benutzt, Kaiser = Behüter, Beschützer des christlichen Abendlandes. Als im Zuge der Aufklärung, der Kirchenspaltung und später der aufkommenden industriellen Revolution die päpstlicher Kirche immer mehr an Einfluß verloren hat waren die weltlichen Machthaber halt nicht mehr so auf deren Wohlwollen angewiesen.
Da verlor der Kaisertitel wohl wieder den sakralen Charakter.
Wenn der Papst selbst die Krönung vornahm war es nur noch hübsches Beiwerk, wenn nicht - auch egal.
 

Hemphans

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"Heiliges RÖMISCHES Reich DEUTSCHER Nation". Es bestand immer ein Zusammenhang zwischen Rom und dem HRR, man sah sich ja auch selbst in der Nachfolge des Römischen Reichs, ich glaube auch der Papst sah das so

Das HRR hatte den Zsatz "deutsch" erst im 15. Jhd. bekommen.

Das der Papst auch nicht immer den Kaiser als höchste Inszanz angesehen hat, sieht man gut an Gregor VII der Heinrich IV exkommuniziert hat. Daraufhin gab es immer wieder Stress zwischen dem römisch-deutschen Königen / Kaisern und dem Papst, die sich jeweils für wichtiger gehalten haben.

@ Ghostwriter: Zur Zeit der römischen Kaiser gab es noch kein Papstum. Das entwickelte sich, in der Form des Bischofs von Rom als oberster Kircheninstanz, erst im 6. Jhd. Ansonsten kann ich dir zustimmen.
 
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JohnDoe7

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Das HRR hatte den Zsatz "deutsch" erst im 15. Jhd. bekommen.

Das der Papst auch nicht immer den Kaiser als höchste Inszanz angesehen hat, sieht man gut an Gregor VII der Heinrich IV exkommuniziert hat. Daraufhin gab es immer wieder Stress zwischen dem römisch-deutschen Königen / Kaisern und dem Papst, die sich jeweils für wichtiger gehalten haben.

@ Ghostwriter: Zur Zeit der römischen Kaiser gab es noch kein Papstum. Das entwickelte sich, in der Form des Bischofs von Rom als oberster Kircheninstanz, erst im 6. Jhd. Ansonsten kann ich dir zustimmen.

Du hast völlig Recht. Ich dachte in meinem Post auch eher an die Frühe Neuzeit.
Bin gerade zufällig über die Info gestoßen, dass Karl V. (1500-1558) der letzte vom Papst gekrönte römisch-deutsche Kaiser war. Mit seiner Abdankung begann ja dann auch die Spaltung der Habsburger in Österreichische und Spanische Habsburger. Nach Karl V. gab es bis Wilhelm I. keinen Deutschen Kaiser mehr, sondern nur noch den österreichischen Habsburger-Kaiser. Den kann man aber nicht als "Deutschen Kaiser" bezeichnen, weil man bis 1871 dann den "Fleckenteppich" HRR hatte und die österreichischen und spanischen Habsburger mal mehr mal weniger erfolgreich versucht haben, das ganze wieder unter Kontrolle zu kriegen, in Folge der Konfessionalisierung aber vor große Probleme gestellt waren (siehe z. B. Dreißigjähriger Krieg).
 

Hemphans

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Nach Karl V. gab es bis Wilhelm I. keinen Deutschen Kaiser mehr, sondern nur noch den österreichischen Habsburger-Kaiser.

Kommt darauf an wie man das Definiert. Die Kaiser stammten alle aus der Habsburgerdynastie, waren aber bis 1805 Kaiser des HRRdN, den Titel "Österreichischer Kaiser" gab es dann erst nach der Auflösung des Reiches durch Napoleon.
 

JohnDoe7

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Kommt darauf an wie man das Definiert. Die Kaiser stammten alle aus der Habsburgerdynastie, waren aber bis 1805 Kaiser des HRRdN, den Titel "Österreichischer Kaiser" gab es dann erst nach der Auflösung des Reiches durch Napoleon.

Ja das stimmt. Der Titel des Kaisers bestand weiterhin und war auch ganz offiziell, wenn die Kaiser auch nicht vom Papst gekrönt wurden. Der Titel war halt "automatisch" beim Antritt zum römisch-deutschen König dabei. Der entscheidende Unterschied ist in meinen Augen, dass die Kaiser im 19. Jahrhundert ja wirklich einen Staat unter sich hatten, das Deutsche Reich. Das HRR war ja kein Staat, der Kaiser war zwar Reichsoberhaupt, aber doch immer auch auf die Zusammenarbeit mit den Reichsständen angewiesen. Über das Territorium konnte er eben nur bedingt verfügen.
 

Hemphans

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Das HRR war ja kein Staat, der Kaiser war zwar Reichsoberhaupt, aber doch immer auch auf die Zusammenarbeit mit den Reichsständen angewiesen. Über das Territorium konnte er eben nur bedingt verfügen.

Das stimmt, kommt aber immer auf den Zeitpunkt an, das "Reich" bestand ja über 900 Jahre. Im Mittelalter gab es durchaus römisch-deutsche Könige, die eine relativ straffe Herrschaft ausgeübt haben. Natürlich waren sie immer auch auf die Reichstände angewiesen, aber das waren die Kaiser des 19. Jhd auch, dazu kamen noch Minister, Militärs, Reichstag usw. Reichsgründer Wilhelm z.B. war wesentlich weniger selbständig als es oft erscheint. In der Neuzeit war es dann klar, durch die Reformation und den 30-Jährigen Krieg hatte der Kaiser fast nur noch symbolische Macht über das HRR.
 

JohnDoe7

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Das stimmt, kommt aber immer auf den Zeitpunkt an, das "Reich" bestand ja über 900 Jahre. Im Mittelalter gab es durchaus römisch-deutsche Könige, die eine relativ straffe Herrschaft ausgeübt haben. Natürlich waren sie immer auch auf die Reichstände angewiesen, aber das waren die Kaiser des 19. Jhd auch, dazu kamen noch Minister, Militärs, Reichstag usw. Reichsgründer Wilhelm z.B. war wesentlich weniger selbständig als es oft erscheint. In der Neuzeit war es dann klar, durch die Reformation und den 30-Jährigen Krieg hatte der Kaiser fast nur noch symbolische Macht über das HRR.

Ich meinte auch die Frühe Neuzeit. Im 19. Jahrhundert gab es aber keine Reichsstände mehr, vielmehr waren die Kaiser dann oft auf den Reichstag angewiesen (v.a. Budgetrecht), auch wenn er mit Tricks (z. B. Bismarcks Lückentheorie) gerne umgangen wurde. Klar ist aber auch, dass gerade in der Zeit vor Wilhelm II. die Politik aber weniger durch den Kaiser, sondern v.a. von Bismarck geprägt war, der ja bekanntlich Reichkanzler war. Sonstige Minister würde ich außen vor lassen, die waren relativ wahllos einsatz- und entfernbar.
Rein symbolische Macht ist vielleicht auch wieder etwas zu sehr untertrieben, z. B. hat es Leopold I. geschafft nach dem Westfälischen Frieden geschafft, durch Gegenrefomation usw. das Reich zumindest wieder in den Griff zu kriegen und mit leicht absolutistischen Tendenzen zu leiten. Natürlich war das ganze halt nur in nem bestimmten Rahmen möglich, da die Reichsstände im Westfälischen Frieden ja mehr Rechte zugesprochen bekamen.
 

Hemphans

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Ja, stimmt. Hab mich auch unklar ausgedrückt, ich meine die Stände in Preussen: Adel, Städte, Klerus, die vor der Reichsbildung 1871 (aber auch danach) noch Einfluss hatten.

Leopold hat sicher den Absolutismus in Österreich, Böhmen und den anderen Habsburgergebieten betrieben, aber seine Herrschaft im Rest des Reiches jetzt "Absolutistisch" zu nennen, wär jetzt übertrieben.
 

Hemphans

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Kein Ding.;)

Wie geht das dann vonstatten?
Nennt man sich dann ab einem bestimmten Tag einfach Kaiser?^^

Der Begriff "Kaiser" ist ja ein Rückgriff auf das Kaiserreich in Rom. Ursprünglich war das ja kein Amtstitel, sondern einfach nur der Namenszusatz der Principes (der historisch Korrekte Begriff) ab Octavian. Der hatte sich nach seinem Adoptivater und Onkel, Gaius Julius Ceaser (lateinsich korrekt Keasar ausgesprochen) genannt (mit dem späteren Ehrennamen Augustus). Der Königstitel war in der Republik Rom extrem verhasst und offiziell war Augustus auch nur ein Senator von vielen (Primus inter pares). Seine Macht hatte er nicht durch Ämter, sondern durch außerordentliche Machtbefugnisse, etwa in der Armee. Alle seine Nachfolger haben dann ebenfalls den Namen Caesars angenommen, wurden damit "Kaesar".

Der erste westliche "Kaiser" wurde dann Karl der Große, der hat den Titel vom Papst erhalten, als dank für seine Rettung vor internen Feinden in Rom. Der Kaisertitel ging an Karls Sohn Ludwig weiter und wurde dann wieder vom Ostfränkischen / HRR wieder aufgenommen.

An Nach dem Ende des Reiches 1805 nannten sich dann viele Leute Kaiser (aber auch schon davor, Peter der Große von Russland z.B:) - allen vorran Napolen, der seine Anerkennung als "Kaiser" (im Bezug auf die Tradition der römischen Republik) durch Waffengewelt durchsetzte. Es gab auch einen Kaiser von Brasilien, Haiti oder Zentralafrika.
 

JohnDoe7

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Leopold hat sicher den Absolutismus in Österreich, Böhmen und den anderen Habsburgergebieten betrieben, aber seine Herrschaft im Rest des Reiches jetzt "Absolutistisch" zu nennen, wär jetzt übertrieben.

Sicher, deswegen hab ich "absolutistische Tendenzen" geschrieben ;)
Leopold hat es halt wie kein Zweiter geschafft, mit den Reichsständen ne Klüngelpolitik zu betreiben und seine Leute an die entscheidenden Stellen innerhalb der Reichsstände und des Reichskammergerichts zu platzieren. Die Bedeutung des Reichstags hat ja auch immer mehr abgenommen, insofern kann man schon von einer Machtzunahme für den Kaiser sprechen.
 

O.Gebannter.

Platin Status
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