Globalisierung

Sherlock_Homez

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Wie steht ihr dazu?
Meine Meinung ist, dass mit den momentanen Voraussetzungen eine gerechte Globalisieungspolitik nicht möglich ist, da die 3. Welt, wie so oft, dabei benachteiligt wird.
Der Norden (die 1. Welt) muss die Voraussetzungen schaffen, dass sich die Entwicklungsländer auch wirklich entwickeln können. Dazu müssten die Industrieländer ihre Märkte öffnen, was sie zwar teilweise tun, trotzdem aber Güter subventionieren, die z.B. Länder in Afrika billiger herstellen könnten.
 

Arentu

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Original geschrieben von Attaphek
versteh ich nicht was du da geschrieben hast....
lol, das war mir klas :rolleyes:

aber ich denke: globalisierung? ja bitte!

denn es geht ja um die Erhöhung der Armut in den Entwicklungsländern, wie sherlock homez schon geschrieben hat. Diese Behauptung steht jedoch in direktem Gegensatz zum obigen Argument der Globalisierungsgegner. Wenn die Entwicklungsländer von uns Arbeit abziehen, dann müssen sie dadurch reicher werden. Tatsächlich ist die Entwicklung in diesen Ländern sehr uneinheitlich. Grundsätzlich gilt: je stärker sich ein Land dem internationalen Handel geöffnet hat, desto größer ist sein Wirtschaftswachstum und desto geringer der Anteil der Armen an der Gesamtbevölkerung. Siehe dazu das Beispiel von Süd- und Nordkorea. Der ostasiatisch-pazifische Raum hat sich am stärksten in die Weltwirtschaft integriert, dem entsprechend auch seine Wirtschaftsdaten: das durchschnittliche Wachstum des BIPs pro Kopf/Jahr im Zeitraum von 1991 bis 1998 betrug 7,1%, der Anteil der Armen (weniger als 1 $ pro Tag für Konsum) sank in dieser Periode um 12,3 Prozentpunkte. Für Südasien sind die entsprechenden Zahlen: +3,9 und -4,0, Lateinamerika: +1,8 und -1,2. Dieser Trend entspricht dem Marktöffnungsgrad der jeweiligen Regionen. Die Globalisierungsgegner verweisen gerne auf die 25 ärmsten Staaten der Welt, erwähnen dabei aber nicht, daß die dortige Armut die Folge von Diktatur, Kriegen und Abschottung vom Weltmarkt ist. Nicht der Freihandel macht arm, sondern der Mißbrauch politischer Macht.

ich hoffe dieser beitrag wird nicht nur gelesen sondern auch verstanden ;)

peaz !
 

weirdlof

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klingt nach optimalen vorraussetzungen für nen gangsta, oder?
 

Attaphek

Altgedient
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Original geschrieben von Arentu

lol, das war mir klas :rolleyes:

aber ich denke: globalisierung? ja bitte!

denn es geht ja um die Erhöhung der Armut in den Entwicklungsländern, wie sherlock homez schon geschrieben hat. Diese Behauptung steht jedoch in direktem Gegensatz zum obigen Argument der Globalisierungsgegner. Wenn die Entwicklungsländer von uns Arbeit abziehen, dann müssen sie dadurch reicher werden. Tatsächlich ist die Entwicklung in diesen Ländern sehr uneinheitlich. Grundsätzlich gilt: je stärker sich ein Land dem internationalen Handel geöffnet hat, desto größer ist sein Wirtschaftswachstum und desto geringer der Anteil der Armen an der Gesamtbevölkerung. Siehe dazu das Beispiel von Süd- und Nordkorea. Der ostasiatisch-pazifische Raum hat sich am stärksten in die Weltwirtschaft integriert, dem entsprechend auch seine Wirtschaftsdaten: das durchschnittliche Wachstum des BIPs pro Kopf/Jahr im Zeitraum von 1991 bis 1998 betrug 7,1%, der Anteil der Armen (weniger als 1 $ pro Tag für Konsum) sank in dieser Periode um 12,3 Prozentpunkte. Für Südasien sind die entsprechenden Zahlen: +3,9 und -4,0, Lateinamerika: +1,8 und -1,2. Dieser Trend entspricht dem Marktöffnungsgrad der jeweiligen Regionen. Die Globalisierungsgegner verweisen gerne auf die 25 ärmsten Staaten der Welt, erwähnen dabei aber nicht, daß die dortige Armut die Folge von Diktatur, Kriegen und Abschottung vom Weltmarkt ist. Nicht der Freihandel macht arm, sondern der Mißbrauch politischer Macht.

ich hoffe dieser beitrag wird nicht nur gelesen sondern auch verstanden ;)

peaz !




Ja,toll verstanden, aber trotzdem falsch.....
 

Attaphek

Altgedient
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Hab ich jetzt die Zeit......

Wenn in Entwicklungsländern(beschränkt sich ja nicht nur auf diese!) Unternehmen angesiedelt werden passiert das meist in so genannten Freihandelszonen, dort genießen die Unternehmen kaum Besteuereung,freie Nutzung der Infrastruktut,Zollfreien Import von Rohstoffen oder Halbfertigwaren, freien Kapitalverkehr und können sozial bzw umwelt Gesetzgebungen umgehen.


Dem jeweiligen Staat bringt das Arbeitsplätze und einen eventuellen wirtschaftlichen Aufschwung, aber meist werden politische,ökologische,wirtschaftliche Probleme durch das ausländische Unternehmen ins Land getragen.



Aber allein auf das kann man Globalisierung nicht beschränken, beantwortet deine Frage.
 

Sherlock_Homez

Altgedient
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Original geschrieben von Attaphek
versteh ich nicht was du da geschrieben hast....

Bsp. Agrarprodukte: Die EU subventioniert diese in sehr hohem Maße, so dass der Preis für den sie in Europa verkauft werden niedriger ist als der in den Entwicklungsländern. Folge: Entwicklungsländer importieren Agrarprodukte aus Europa und schädigen damit ihre eigene Wirtschaft.
 

adrep

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also im prinzip wat ihr meint is:
früher wurden die menschen im durchschnitt nur cira 30,40 jahre alt.
heut zu tag werden die menschen 80,90 jahre alt.(aber nur in reichen ländern)
in armen ländern werden die menschen im durchschnitt 50,60 jahre alt.
also soll man sich nich beschweren wenn man nur 50 jahre alt wird denn man is immer noch 10 jahre bessa dran als man es früher war
oder hab versteh ich euch jez falsch?
 

skunky

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wenn man eure beiträge so liest, könnte man meinen, dass das alles ein kinderspiel sei...:rolleyes:
 

Battlejuice

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echte globalisierungsgegner labern nich im net rum sondern gehen auf die nächste welthandelskonferenz und treten ein paar bonzenärsche :oops: :rolleyes: :cool:

BJ
 

Sherlock_Homez

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Original geschrieben von Battlejuice
echte globalisierungsgegner labern nich im net rum sondern gehen auf die nächste welthandelskonferenz und treten ein paar bonzenärsche :oops: :rolleyes: :cool:

BJ

...und zum Glück bringt das auch was :rolleyes:
irgendwie is das Thema glaub ich für 95% hier zu hoch..

edit: Arentu hats wenigstens gecheckt was ich mein
 

Arentu

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Original geschrieben von Sherlock Homez


...und zum Glück bringt das auch was :rolleyes:
irgendwie is das Thema glaub ich für 95% hier zu hoch..
ja leider... tztztz...
die können hier halt doch nur darüber diskutieren, wie man sich am besten einen runterholt... :oops:
 

Ghostwriter

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Was ich viel schlimmer finde, ist das dadurch die Konzerne immer größer werden (der Mittelstand kann da nicht mehr mithalten), womit die gesamte Wirtschaft immer mehr zu einem Monopol einzelner Konzerne wird, die dann Preis- und Qualitätsdiktatur einfürhen können. Zudem ist bald jeder Industriestaat abhängig vom Wohlwollen dieser Konzerne, sodass der Poltik dann ein sehr großer Teil ihrer Handlungsmacht verloren geht.
Das geschieht ja jetzt schon zu einem gewissen Teil.

Helmut Schmidt (ja, der Kanzler) hat vor 3 oder 4 Jahren nen sehr nettes und verständliches Buch darüber hinausgebracht.
 

Faber

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Original geschrieben von Arentu

ja leider... tztztz...
die können hier halt doch nur darüber diskutieren, wie man sich am besten einen runterholt... :oops:


:D
muhahaha !
kennen wir uns ? wir sollten ! :D



naja zum thema:
ja.... pff.... öhm....
....wichsen wär jetzt nicht schlecht !



im ernst:
kurz zu der monopolbildung von ghost:
ich denke auch dass die kartellbehörden zu lasch über fusionen entscheiden. durch gewitzte firmengeflechte und auffächerungen werden die kriterien übergangen. das darf nciht sein. die hürden zur zustimmung einer übernahme oder fusion müssen sinken, sodass weniger quasi-monopole den markt beherrschcen können.




g.b.
faber
 

Arentu

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und was ist mit argentinien? die sind ja voll in die schuldenfalle getappt. dort breitet sich die armut wieder aus. vom freihandel profitiert dort nur ein minimaler teil der bevölkerung.
gerade habe ich einen artikel über china gelesen. seit china der wto beigetreten ist wird immer weniger reis und weizen angebaut, da andere sorten mehr geld bringen. nun ist langsam die selbstversorgung des landes gefährdet.
ausserdem kann kein fairer freihandel zwischen ungleichen beteiligten herrschen. wie sollten afrikanische kleinbauern gegen den superbilligen weizen der usa antreten.
ich sage dir worin freihandel besteht. arme länder machen sich völlig abhängig vom weltmarkt, exportieren ihre rohstoffe und importieren sie als verarbeitete ware wieder. der vorteil der industriestaaten ist zu gross. kein wunder, dass dort (und nur dort) die wirtschaft nach freihandel schreit um neue absatzmärkte zu erschliessen.
japan kann man nicht mit entwicklungsländern vergleichen und in den anderen ostasiatischen ländern herrschen soviel ich weiss grosse unterschiede zwischen einigen reichen grossstädten(mal abgesehen von den slums) und den armen landregionen. siehe china.
 
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