Hier werden die Begriffe "freier Wille" und "freie Entscheidung" irgnedwie gleich gesetzt. Da was man will, also der persönliche Wille, ist durch das geformt, was in der jeweiligen Umgebung als "wichtig", "gut" und "schön" gilt, oder einem als solchen vermittelt wird, zu mindest abgesehen von Dingen die direkt das leibliche Wohl betreffen. Insofern ist unser Wille nie ganz frei. Entscheidungen die wir innerhalb dessen zwar treffen sind zwar immer beeinflusst, aber durchaus nicht vorherbestimmt.
Jedes Ereignis und jede Entscheidung sind aber aus dem einfachen Unvermögen von Bewusstsein und Unterbewusstsein nicht Folge und Bindeglied einer Kette denn,
im Moment der Entscheidung haben wir nicht alles vorausgegange im Bewusstsein, daß heißt wir entscheiden nach allgemeinen Annahmen und zufällig im Gedächtnis präsenten Erlebenissen,
auch das Unterbewusstsein arbeitet nicht so kontinuierlich, chronologisch und logisch, daß es eine Entscheidung unterbewusst durch die Erfahrung alles vorhergeschehenen beeinflusst. Auch im Unterbewusstsein sind einige dinge betonter, andere vergessen und von einer Chronologie kann auch nicht die Rede sein, man denke an Traumata.
Man muss sich bei der Entscheidung auch Fragen, wie rational der mensch vorgeht. Wägt er alles was er weiss gegeneinander ab, ist das was grade im Gedächtnis vorhanden ist, verantwortlich für die Entscheidung. Entscheidet er willkürlich so sind zufällige Faktoren wie Position oder äußere Form wichtig. Insofern ist unser Wille/ unsere Entscheidungskraft scohn gebunden, an etwas das vorhanden ist und wenn es nur die Tatsache ist, daß man sich beim tritt auf eine Platte für die mit der "schöneren" Farbe entscheidet. Aber wenn es keine Art von anhaltspunkten gibt, könnte man garnicht zwischen Dingen unterscheiden, weil sie gleich wären.
Weiterhin denkt man sich Entscheidungswege die in einer ganz bestimmten Route enden, sehr zweidimensional, wie eine Aneinanderreihung von Weggabelungen. Die realen Wege der Dinge und Menschen aber sind wie in einem riesigen 3D Konstrukt mit einander verknüpft. Man kann in diesem Konstrukt auch durch andere Entscheidungen zu einer Weggabelung kommen, die in einem 2D System nur durch eine andere Vorrausentscheidung möglich gewesen wäre. Auch gibt es zahlreiche Faktoren die zwar unsere Entscheidungsmöglichkeiten und die Bedingungen unter denen wir entscheiden bestimmen, die wir aber weder erlebt noch überhaupt realisiert haben. Sie sind deshalb weder in unserem Gedächtnis verankert, noch haben sie uns geprägt. Auch beeinflussen sie den Entscheidungsprozess nicht zwingend extern, weil wir möglicherweise über etwas entscheiden unter Bedingungen die durch andere Ereignisse entstanden, von denen wir aber nichts wissen können und die in keinerlei Beziehung mehr zu dem geschaffenen stehen.
Diese vielfachen Möglichkeiten für ein und diesselbe Bedingungen enstehen durch die riesige menge an Entscheidungen und Entscheidenen. So ist es nicht von einzelnen abhängig, ob etwas geschieht, weil sonst eine äquvivalente Entscheidung von jmd. anderes getroffen wäre. Beispiel: Ein Mann zieht in den krieg und erschießt einen anderen Mann. Wäre alles anders gekommen, wenn der Schießende nicht in den krieg gezogen wäre? Wohl kaum, sein Platz hätte ein anderer eingenommen.