Finanzprobleme von Sportvereinen

--Cha\/ezz--

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das ist doch unsinn? zu resignieren und einfach aufzugeben, wär das dümmste. man kann doch für seine sache kämpfen? wo käme man denn hin, wenn sich jeder zurückziehen würde, wenn einem etwas nicht passt?

abgesehen davon, dass diese fans ja auch an die amateurspiele (wie auch an spiele der jugend etc.) gehen, kann man es den fans ja nicht verübeln, dass sie der mannschaft folgen, der sie schon viel länger folgen, als der präsident/trainer/wer auch immer im amt ist...

bitte "kämpfen" meinst du ein ultra kann an der aktuellen situation etwas ändern ? diese kämpfe werden seit jahren geführt, ohne positive ergebnisse für dieser art von fans. hoeness hat ganz recht, ich kann nicht die leute auf den business logen beschimpfen, aber erwarten, dass der verein ribery finanziert.

:thumbsup:
 

--Cha\/ezz--

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nö, beide vereine haben geld von außerhalb bekommen, das mit "normalen" sponsoring nicht zu hatte. bei hoffenheim findest du so etwas scheiße, aber bei dortmund ist es legitim, wie ich diese doppelmoral doch liebe....

Neben Kürzungen der Spielergehälter sorgte die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand wie der lokalen Industrie letztlich für das Überleben des Vereins. Die Stadt übernahm Bürgschaften, und Hoesch stellte dem Verein neben Geld die Trainingsplätze am Hoeschpark sowie den medizinischen Apparat zur Verfügung.
:D

euer stadion wurde übrigen auch nicht durch den verein, sondern durch bund & land finanziert..... bu ihh pfui
 
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metz

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Trotzdem vergleichste Äpfel und Birnen.
Sind doch 2 komplett unterschiedliche Situationen.
 

Seb!83

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Ich versuche mal zu definieren, was für mich ein Traditionsverein ist.

Ein Traditionsverein, ist ein Verein, der über viele Jahrzehnte hinweg "natürlich" gewachsen ist und den nun aufgrund seiner Vergangenheit ein gewisser Ruf (von mir aus auch Mythos) umgibt, der ihn in der Fußballwelt zu etwas besonderem macht. Ein Verein, der seit Generationen die Menschen aus seiner Stadt/Region in den Bann zieht und mit dem auch Anhänger anderer Vereine und lediglich fußballinteressierte Menschen etwas verbinden (sei's positiv, negativ oder neutral).

Hab versucht es so allgemein wie möglich auszudrücken, weiß nicht, obs mir gelungen is.

Der oben beschriebene, selbsterarbeitete Status hat also einen gewissen Werbeeffekt, den sich die Sponsoren zu nutzen machen und somit dem Verein Geld geben, um unter seinem Namen Werbung betreiben zu dürfen. Sie sind quasi die Ernte jahrzehntelanger Arbeit.
Dass in sportlich erfolgreichen Zeiten mehr Sponsoren aufspringen und umgekehrt ist klar. Dass sich viele Traditionsvereine selbstverschuldet in die Scheiße geritten haben auch. Allerdings tragen auch DFB & DFL mit ihren Lizenzauflagen, im Speziellen denen für die unteren Ligen (ab Liga 3), zu einem guten Teil zum Niedergang vieler Traditionsvereine bei und ermöglichen es diversen Konstrukten und Hirngespinsten reicher Geldgeber Clubs nach oben zu kaufen, um die sich keiner einen Dreck schert und der folglich zum Großteil Eventfans und Trittbrettfahrer anzieht...wo soll die Fanbasis auch herkommen? So ein Club wird bei andauerndem Misserfolg sowohl von den "Fans" als auch den Sponsoren fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel, während Vereine wie Rot-Weiß Essen, die selbst in der Regionalliga noch einen Zuschauerschnitt von 6-7000 Zuschauern haben, ums überleben kämpfen.

Was ich jetzt hier so genau sagen wollte, weiß ich grad auch net mehr ;)

Ach ja, NIE MEHR SV WALDHOF, ... !!! :D:D:D
 

aycool

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Das glaubst aber auch nur du.

Klar steckt man Geld in den verein den man liebt, DAS sehe ich auch garnicht als Doppelmoral.

Es geht doch hauptsächlich gerade darum, ob man Teams a la Leverkusen, Hoffenheim und Co. als "richtigen" Verein ernst nimmt oder (ernsthafte Frage) ?

Gerade das Beispiel Dortmund ist doch ein Gutes. Viele preisen diesen verein als einen der Traditionsvereine an, der "sein" Geld selbst erwirtschaftet hat....Das ist aber eben nicht so. Auch Dortmund wurde gesponsort und wer "gegen den modernen Fußball" ist, der kann nicht gleichzeitig ein Trikot tragen auf dem Werbung für Kondome,Bier oder was weiß ich zu lesen ist. Denn gerade Trikots das beliebteste Merchandise (das Trikot) ist ein anziehbarer Werbebanner und die Vereine lassen sich dafür von Firma xy bezahlen.

:) das können dir alle bestätigen, die aktiv in der szene. bei der WM 2006 gab es landesweite aktionen von aktiven fans gegen public viewings.
und dass die nicht die neusten trikots tragen, siehst du bei jedem spiel, wenn du in die kurven schaust.

vereine wie hoffenheim machen den sport in seiner ursprünglichen form meiner ansicht nach kaputt.
es sollte nicht der verein gut sein, der am meisten geld generieren kann. also zumindest habe ich ein anderes verständnis von sport und dass es anders geht, zeigen vereine wie st. pauli.
nochmal, diese welche sich gegen den modernen sport wenden, tragen diese trikots genau aus diesem grund auch nicht - insofern hast du recht.
 

aycool

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bitte "kämpfen" meinst du ein ultra kann an der aktuellen situation etwas ändern ? diese kämpfe werden seit jahren geführt, ohne positive ergebnisse für dieser art von fans. hoeness hat ganz recht, ich kann nicht die leute auf den business logen beschimpfen, aber erwarten, dass der verein ribery finanziert.

:thumbsup:

unsinn. ultras erreichen bei sehr vielen vereinen einiegs. siehe st. pauli, siehe union berlin - und es gibt noch viele andere beispiele, bei denen die veränderungen kleiner sind und weniger ersichtlich. wenn der widerstand der ultras (oder aktiven fans, wie man das auch immer nennen mag) nicht da wäre, würde es vielerorts schlimmer aussehen.
 

--Cha\/ezz--

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Ich versuche mal zu definieren, was für mich ein Traditionsverein ist.

Ein Traditionsverein, ist ein Verein, der über viele Jahrzehnte hinweg "natürlich" gewachsen ist und den nun aufgrund seiner Vergangenheit ein gewisser Ruf (von mir aus auch Mythos) umgibt, der ihn in der Fußballwelt zu etwas besonderem macht. Ein Verein, der seit Generationen die Menschen aus seiner Stadt/Region in den Bann zieht und mit dem auch Anhänger anderer Vereine und lediglich fußballinteressierte Menschen etwas verbinden (sei's positiv, negativ oder neutral).

ich kann dieser definition nur zustimmen, allerdings hat heutzutage kein verein mehr die chance diesen status zu erreichen, ohne das er große externe finanzquellen akquiriert, da ein verein schon in der dritten liga ein relativ großes budget aufweisen muss, von der 2 liga ganz zu schweigen. ergo kann ein "neuer" verein heute gar nicht den prozess, der früher ganz normal war, durchlaufen, da die finanziellen unterschiede viel größer sind als früher. das heisst er kann ohne finanzielle hilfen nicht mehr die erfolge feiern, die er braucht um mehr fans zu gewinnen etc. langfristig bleiben die professionellen ligen anderen, neuen vereinen verschlossen, außer sie bekommen kapital von außerhalb. das ganze dann aber sofort als retortenclub etc brandzumarken halte ich für falsch. immerhin haben auch die traditionsvereine "klein" angefangen, nur früher lag zwischem dem budget des kleinen vereins und den oberen 5 der bundesliga bei weitem nicht so ein großer unterschied.
 

aycool

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ich kann dieser definition nur zustimmen, allerdings hat heutzutage kein verein mehr die chance diesen status zu erreichen, ohne das er große externe finanzquellen akquiriert, da ein verein schon in der dritten liga ein relativ großes budget aufweisen muss, von der 2 liga ganz zu schweigen. ergo kann ein "neuer" verein heute gar nicht den prozess, der früher ganz normal war, durchlaufen, da die finanziellen unterschiede viel größer sind als früher. das heisst er kann ohne finanzielle hilfen nicht mehr die erfolge feiern, die er braucht um mehr fans zu gewinnen etc. langfristig bleiben die professionellen ligen anderen, neuen vereinen verschlossen, außer sie bekommen kapital von außerhalb. das ganze dann aber sofort als retortenclub etc brandzumarken halte ich für falsch. immerhin haben auch die traditionsvereine "klein" angefangen, nur früher lag zwischem dem budget des kleinen vereins und den oberen 5 der bundesliga bei weitem nicht so ein großer unterschied.

theoretisch geht das (st. pauli) praktisch wirds schwieriger. da hast du recht. und du willst diesen umstand nun einfach akzeptieren und im sport soll der gewinnen, welcher am meiste kohle generieren kann? MEIN sport sieht anders aus.
 

--Cha\/ezz--

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:) das können dir alle bestätigen, die aktiv in der szene. bei der WM 2006 gab es landesweite aktionen von aktiven fans gegen public viewings.
und dass die nicht die neusten trikots tragen, siehst du bei jedem spiel, wenn du in die kurven schaust.

vereine wie hoffenheim machen den sport in seiner ursprünglichen form meiner ansicht nach kaputt.
es sollte nicht der verein gut sein, der am meisten geld generieren kann. also zumindest habe ich ein anderes verständnis von sport und dass es anders geht, zeigen vereine wie st. pauli.
nochmal, diese welche sich gegen den modernen sport wenden, tragen diese trikots genau aus diesem grund auch nicht - insofern hast du recht.

sankt pauli das mit seinem merchandise millionen verdient geht als einen anderen weg - das ist doch lächerlich :D selbst dieser verein hat sich mittlerweile professionalisiert, um eben die finanziellen möglichkeiten zu haben, in die bundesliga aufzusteigen.

was sollen bitte aktionen "gegen public viewing". ich muss das als "aktiver fan" (was auch immer das ist) natürlich nicht unterstützen, aber kann wohl kaum dagegen sein, dass bei em's oder wm's mittlerweile halb deutschland feiert, schließlich werde ich ja nicht gezwungen in dortmund auf den friedensplatz zu gehen.


unsinn. ultras erreichen bei sehr vielen vereinen einiegs. siehe st. pauli, siehe union berlin - und es gibt noch viele andere beispiele, bei denen die veränderungen kleiner sind und weniger ersichtlich. wenn der widerstand der ultras (oder aktiven fans, wie man das auch immer nennen mag) nicht da wäre, würde es vielerorts schlimmer aussehen.

das sind 2 vereine in den beiden ligen......... hätten diese fans erfolg, dann wäre ihr verein schnell abgestiegen, da die finanziellen ressourcen, um den kalssenerhalt zu sichern, nicht mehr vorhanden wären. ich finde das ja auch geil, wenn in berlin fans am stadion mitbauen, aber den "kommerz" einfach zu verdammen, dann aber trotzdem die teuren stars zu feiern halte ich für gelebte doppelmoral.
 

--Cha\/ezz--

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theoretisch geht das (st. pauli) praktisch wirds schwieriger. da hast du recht. und du willst diesen umstand nun einfach akzeptieren und im sport soll der gewinnen, welcher am meiste kohle generieren kann? MEIN sport sieht anders aus.

mein sport mit kollegen auf dem rasenplatz auch, aber nicht in der bundesliga, der ligue 1 oder der serie a.
 

IRaper

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dass bei em's oder wm's mittlerweile halb deutschland feiert, schließlich werde ich ja nicht gezwungen in dortmund auf den friedensplatz zu gehen.




.

mittlerweile :rolleyes:

mittlerweile

dazu braucht man kein schwules public viewing wo nur opfas abhängen die nichts mit fußball zu tun haben und einfach mal ein bisschen jubeln wollen und so. so schwule studenten und so. oder diese gefakte pseudobegeisterung seit 2006 oder sonst wann, was unwissende opfas anscheindend als begeisterung für die wm wahrnehmen, wenn irgendwelche studenten opfas sich versammeln um jedes mal fake artig zu jubeln wenn deutschland ein tor schießt.

das ist nix. die echte begeisterung gibts schon immer und die umgibt uns alle. aber da es kein feuerwerk der fakeness ist und schwule studenten damit nix am hut haben kennt ihr dass wahrscheinlich nciht.
 
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aycool

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sankt pauli das mit seinem merchandise millionen verdient geht als einen anderen weg - das ist doch lächerlich :D selbst dieser verein hat sich mittlerweile professionalisiert, um eben die finanziellen möglichkeiten zu haben, in die bundesliga aufzusteigen.

was sollen bitte aktionen "gegen public viewing". ich muss das als "aktiver fan" (was auch immer das ist) natürlich nicht unterstützen, aber kann wohl kaum dagegen sein, dass bei em's oder wm's mittlerweile halb deutschland feiert, schließlich werde ich ja nicht gezwungen in dortmund auf den friedensplatz zu gehen.




das sind 2 vereine in den beiden ligen......... hätten diese fans erfolg, dann wäre ihr verein schnell abgestiegen, da die finanziellen ressourcen, um den kalssenerhalt zu sichern, nicht mehr vorhanden wären. ich finde das ja auch geil, wenn in berlin fans am stadion mitbauen, aber den "kommerz" einfach zu verdammen, dann aber trotzdem die teuren stars zu feiern halte ich für gelebte doppelmoral.

ist ja auch vollkommen legitim, dass st. pauli erfolgreiches merchandising betreibt, da stört sich niemand daran. niemand hat ein problem mit geld. probleme gibts erst dann, wenn wichtige werte/traditionen verkauft werden. wenn das geld eine rolle einnimmt, in der es denn sportlichen wettbewerb verfälscht.
es stört sich auch niemand an einem professionell geführten verein.

na man hat einfach darauf aufmerksam gemacht, dass diese art den sport zu zelebrieren nicht in jedem fall unproblematisch ist. ob das nun gut ist oder nicht, spielt vollkommen keine rolle. damit wollte ich nur sagen, dass diese fans von denen ich spreche - wie auch immer man sie nennen mag - eben genau nicht an public viewings gehen.

wie gesagt sind das nur zwei plakative beispiele. es gibt andere beispiele, in denen die fans den verein gerettet haben oder ihren eigenen verein aufgebaut haben. es gibt beispiele, bei denen kleinere dinge wie sitzplätze in fankurven verhindert wurden oder was auch immer. ich wollte ja auch nur sagen, dass es viele beispiele gibt, bei denen die fans mit ihrem kampf gegen den "modernen sport" erfolg haben.

einfach zu sagen: "meinst du ein ultra kann an der aktuellen situation etwas ändern" ist einfach nur undifferenziert und falsch.
 

aycool

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mein sport mit kollegen auf dem rasenplatz auch, aber nicht in der bundesliga, der ligue 1 oder der serie a.

wenn dir die bundesliga oder die ligue 1 nicht passt, dann mach doch was dagegen.

auch in der ligue 1 gibts übrigens viele beispiele, bei denen die fans erfolgreich waren - marseille beispielsweise.
 

--Cha\/ezz--

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mittlerweile :rolleyes:

dazu braucht man kein schwules public viewing wo nur opfas abhängen die nichts mit fußball zu tun haben und einfach mal ein bisschen jubeln wollen und so. so schwule studenten und so. oder diese gefakte pseudobegeisterung seit 2006 oder sonst wann, was unwissende opfas anscheindend als begeisterung für die wm wahrnehmen, wenn irgendwelche studenten opfas sich versammeln um jedes mal fake artig zu jubeln wenn deutschland ein tor schießt.

das ist nix. die echte begeisterung gibts schon immer und die umgibt uns alle. aber da es kein feuerwerk der fakeness ist und schwule studenten damit nix am hut haben kennt ihr dass wahrscheinlich nciht.

:thumbsup:

:D
 

pabeluga

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In Stuttgart hat die aktive Fanszene auch dafür gesorgt, dass es in der neuen Heimkurve keinen Business-Bereich mit Logen gibt. Und dass nicht alles bestuhlt wird, sondern ein großer Stehplatzbereich gebaut wird. Alles im Dialog mit dem Verein. Find ich gut von beiden Seiten. :thumbsup: Vorallem, dass der Club auf Geld verzichtet um seinen "Kunden" entgegenzukommen.
 
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