Em pickt seit / ab MMLP2 eigentlich nur noch minimalistische Drecksbeats, die seinen hibbedibabbedi Flow in den Fokus stellen. Vielleicht gibt es hier und da mal Ausnahmen, aber insgesamt sind seine Alben seit dem besagten Release nicht mehr hörbar. Das ist so, als haut jemand die ganze Zeit mit nem Baseballschläger auf deinen Kopf.
Technisch gesehen sind sowohl Flow und Lyrics von MMLP2 auf hohem Niveau aber es klingt einfach nicht gut.
Rick Rubin hat weder auf MMLP2 noch auf Revival einen guten Job gemacht. Sein letztes gutes Rap-Album war von Jay-Z "The Black Album". Der Sound des Albums passt nicht zu MM. Rubin hat deutlich bessere Alben für andere Künstler produziert wie Linkin Park, Johnny Cash oder Red Hot Chili Peppers.
Ich erachte Eminem generell als nicht sehr kreativ hinsichtlich Sound und Produktionen. Rick Rubin Einflüsse fruchten, wenn der Artist oder die Band an sich kreativ ist und einfach ein paar Anstöße braucht, um (wieder) abzuliefern. Das gilt eigentlich fast ausnahmslos für jede gelungene Platte mit Rubin-Beteiligung. Von daher war die Zusammenarbeit mit Em auch zum Scheitern verurteilt, da einfach dieser kreative Kopf fehlte, der so banale Rubin-Ideen wie Rock Drums in was Hörbares ummünzt. Deswegen klingen MMLP2 und Revival so, wie sie klingen -> Scheiße. Dazu auch platt, da Rubin bekanntlich auf so Sachen wie Reverbs komplett verzichtet. Ein Jigga z.B. wuppt dir das Black Album alleine, Rubin wirft aber so geniale Sachen wie nen Acapella-Einstieg auf 99 Problems in den Raum. Eminem bräuchte eher ne soundästhetische Person an seiner Seite.
Rubin schätze ich sehr, aber vor allem die von dir genannten Alben oder auch das Metallica Ding sind halt die Inbegriffe von Loudness, ganz schrecklich. Der Kerl is auch irgendwie ambivalent: Reduziert die Produktionen aufs Äußerte, eliminiert dann aber oft die gesamte Dynamik. Aber seine Arbeit ist trotzdem beeindruckend und er macht auch konstant weiter, die letzte Strokes war großartig, das Weezer Teil auch.