Die Stunde der arabischen Revolutionen.

Kickzstyler

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Egal was die USA oder Europa ("der Westen") machen werden, sie werden es falsch machen. Im Kosovo haben sie zurecht interveniert und das ganze Anti-Imp Pack brüllte los, hätten sie aber nicht interveniert hieße es "der Westen guckt zu".

Sollten die Kämpfe in dieser Intensität weitergehen sollte über eine Flugverbotszone, notfalls auch ohne UN Mandat, daurchgesetzt werden, denn Gaddafis Truppen sind den Rebellen militärisch überlegen und werden vielleicht? die Rebellion niederschlagen können. Das die Arabische Liga sich gegen eine Intervention ausspricht ist logisch, da die Mehrheit, der dort versammelten Regime, das eigene Volk ebenfalls bombarideren würde, um eine Revolte niederzuschlagen.
Obama kann natürlich wieder Stärke zeigen aber mischt sich die USA erstmal ein können sie nicht so schnell einen Rückzieher machen.

http://www.abendblatt.de/politik/au...oht-Wenn-USA-eingreifen-sterben-Tausende.html

Ich kann aber jetzt schon wieder die Stimmen hören, die wieder mit Verschwörungstheorien anfangen dass die USA auf Öl aus ist.
 

Slevin

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die solln nicht einmarschieren, die sollen diesen wahnsinnigen eliminieren....kein militärschlag....dann passiert wirklich, was einige jetzt auch schon hier befürchtet haben....eine offizielle "einmischung" der usa führt wieder nur zu theater. und es ist auch relativ latte, ob das jetzt deutsche, französische, britische oder amerikanische Killer sind, die gaddafi in den kopf schießen oder seinen arsch in die luft jagen....hauptsache es tut überhaupt irgendeiner und lässt sich nicht mehr allzu viel zeit damit...
 
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Di$$kret

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Wäre es nicht möglich den Ort zu bombadieren an dem Gaddafi sich verschanzt? Würde bei präziser Durchführung auch zu wenig Kollateralschäden führen. Aber das wäre natürlich völkerrechtswidrig und eine Verletzung der libyschen Souveränität. :O

Ich bezweifel wirklich, dass die Amis den Krieg gegen die Nazis gewonnen hätten, wenn diese "Pazifisten" in den 40er Jahren was zu sagen gehabt hätten. Der D-Day war doch auch total unverhältnismäßig und den Amis ging es sowieso um die Steinkohle im Ruhrpott.
 

--Cha\/ezz--

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Wäre es nicht möglich den Ort zu bombadieren an dem Gaddafi sich verschanzt? Würde bei präziser Durchführung auch zu wenig Kollateralschäden führen. Aber das wäre natürlich völkerrechtswidrig und eine Verletzung der libyschen Souveränität. :O

Ich bezweifel wirklich, dass die Amis den Krieg gegen die Nazis gewonnen hätten, wenn diese "Pazifisten" in den 40er Jahren was zu sagen gehabt hätten. Der D-Day war doch auch total unverhältnismäßig und den Amis ging es sowieso um die Steinkohle im Ruhrpott.
Da das deutsche Reich der USA den krieg erklärt hatten, erübrigt sich dein Konjunktiv. Einzig Gaddafis Bunker (angeblich ein Atombunker) plattzumachen, halte ich für keine praktikable Lösung. Da selbst nach Gaddafis Tot seine Söhne wahrscheinlich weiterkämpfen würden....
 
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Di$$kret

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Da das deutsche Reich der USA den krieg erklärt hatten, erübrigt sich dein Konjunktiv. Einzig Gaddafis Bunker (angeblich ein Atombunker) plattzumachen, halte ich für keine praktikable Lösung. Da selbst nach Gaddafis Tot seine Söhne wahrscheinlich weiterkämpfen würden....
Sicher, aber was wäre wenn Hitler der USA nicht den Krieg erklärt hätte und Roosevelt aus eigenem Antrieb sich an die Seite der Briten gestellt hätte... natürlich immer eine "was wäre wenn"-Frage, ich wollte damit nur ausdrücken, wie unsinnig ich das Denken der Antiimps finde, dass alle Situationen gleich behandelt und die Souveränität eines Staates weit über das Verhindern eines Massenmordes stellt.

Was Libyen angeht, erscheint es mir doch so, dass Gaddafi eigentlich nur rum um Tripolis das Sagen hat, der Rest ist umkämpft oder in der Hand der Protestler. Wenn es dann wiederum so sein sollte, dass Gaddafi samt Truppen sich ebenfalls in bestimmte Gebiete verschanzt haben, könnte man diesen doch durch präzise Luftangriffe erhebliche Verluste beibringen... sicherlich genauso wichtig wäre es zu verhindern, dass Gaddafi sich weiter Söldner herbeikaufen kann, denn anscheinend kann er der eigenen Armee gar nicht mehr vertrauen, zu einigen Teilen ist sie ja bereits übergelaufen.
 

--Cha\/ezz--

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Du hast natürlich Recht, allerdings würde eine so starke US Intervention wieder Proteste in der arabischen Welt nachsichziehen. Mir würde eine Flugverbotszone schon reichen, den Rest sollen dann die Rebellen erledigen. Militärisch hat Libyen den USA eh nichts entgegenzusetzen.
 

--Cha\/ezz--

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Von Demokratie war da auch nie die Rede :O

Hab ich das richtig verstanden, die USA denken ernsthaft darüber nach militärisch zu intervenieren? Bin ich ja mal gespannt.
Im Moment sieht es doch so aus: Entweder der Westen interveniert - vielleicht auch mithilfe Ägyptens - oder der Bürgerkrieg in Libyen wird von Gaddafi gewonnen oder endet im Patt und viele tausende Menschen werden noch sterben.
 

nasirjones88

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Im Moment sieht es doch so aus: Entweder der Westen interveniert - vielleicht auch mithilfe Ägyptens - oder der Bürgerkrieg in Libyen wird von Gaddafi gewonnen oder endet im Patt und viele tausende Menschen werden noch sterben.
Ja aber das war dem Westen ja im Grunde schon immer scheissegal ob irgendwo tausende Menschen sterben.
 
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Di$$kret

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Ja aber das war dem Westen ja im Grunde schon immer scheissegal ob irgendwo tausende Menschen sterben.
Wen interessieren denn die Motive oder was dem Westen sonst egal oder nicht egal war. Das ist was für die Feuilletons oder alternativen Öko-Podiumsdiskussionen. Was zählt ist das Ergebnis! Und wenn eine Intervention des Imperiums (also des Westens) dafür sorgt, dass dieser geisteskranke Schlächer abtritt und er so die Demonstranten nicht mehr mit der Luftwaffe beschießen kann, dann ist das doch eine positive Sache.
 

superhater

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Eine Intervention im Sinne von: den Libyern helfen, Gaddafi abzusägen und ihnen dann schnellstmöglich die Verantwortung zu überlassen, fände ich gut. Nur sollte man nicht den Fehler machen, sich um die "Sicherheit" der Ölförderung und -distribution zu kümmern, sondern sich darauf beschränken, Gaddafi dingfest und weitere Massaker unmöglich zu machen. So instabil und bürgerkriegsgefährdet wie Afghanistan oder der Irak scheint Libyen ja nicht zu sein. Und vielleicht würde es das richtige Signal senden, wenn nicht westliche, sondern höchstens ägyptische Truppen dort übergangsweise stationiert und die politische Neuordnung sichern würden.
 
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Braveheart

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blos nicht intervernieren! das einzige was der westen im bezug auf lybien machen sollte ist evtl. die aufständischen unterstützen (auch mit waffen) und frontex massiv ausbauen
 

superhater

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blos nicht intervernieren! das einzige was der westen im bezug auf lybien machen sollte ist evtl. die aufständischen unterstützen (auch mit waffen) und frontex massiv ausbauen
Na das ist mal ein Vorschlag: Erst per Hochrüstung den Konflikt eskalieren lassen und dann dafür sorgen, dass einen das Ganze bloß nichts angeht. Hier, schießt euch tot. Aber wenn ihr davon lauft, dann versenken wir euch. Selber schuld, ätsch! :D
 

--Cha\/ezz--

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Naja momentan schießt Gaddafi mit alten russischen Waffen auf seine Gegner. Die einzigen westlichen Waffen sind die alten Crotale SAMs und die Mirage F1.
 
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Braveheart

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@superhater

willst du lieber ein neues afghanistan eröffnen? wundert mich dass gerade du für eine intervention bist

man kann natürlich darauf hoffen dass gaddhafi mit messern und säbeln gestürzt wird, ne gescheite ausrüstung würde das ganze aber extrem beschleunigen, im anschluss daran dann natürlich hilfe beim aufbau von institutionen etc.
 

superhater

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Wie gesagt, ich glaube nicht, dass das ein neues Afghanistan wird: Libyen ist kein strategisch wichtiger Haufen Steine voller Extremisten, Kriegstraumatisierten und mittelalterlicher Sozialstruktur, sondern ein zumindest potenziell wohlhabendes Land, in dem sich die verschiedenen Stämme schon auf eine nationale Einheit und ein föderales System geeinigt haben – und das, bevor der Diktator gestürzt ist. Und gesellschaftliche Institutionen bauen die Libyer ja gerade schon selbst auf, etwa mittels Kommitees. Und eine Verfassung ist offenbar auch gewollt und in Planung.
 
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