Die Juden und das Tätervolk

alpha

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...und die kosten für entschädigung und mahnmäler, die die deutschen berappen müssen, sind volkswirtschaftlich betrachtet doch nur peanuts.
 

Nordwind

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Kleinvieh macht auch Mist.

In Berlin das Mahnmal hat Baukosten von´einigen Millionen Euro, plus saftiger Folgekosten. Das bei einer Stadt die quasi pleite ist.


Und nochwas, was hat Möllemann bitte falsches gesagt.
Und wo hat Hohman die Geschichte gefälscht ?
 

alpha

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Original geschrieben von Nordwind
Und nochwas, was hat Möllemann bitte falsches gesagt.
Und wo hat Hohman die Geschichte gefälscht ?

möllemann hat mit antijüdischen resentiments wahlkampf für sich gemacht, die geschichtsfälschung hohmanns hat dir hakan schon ausgiebig versucht zu erklären, besser könnt ichs auch nicht, du willst es einfach nicht begreifen.

und ich find das geld nicht schlecht ausgegeben, die baukosten übernimmt doch der bund, oder? und wie hoch werden den die folgekosten sein?
 

Nordwind

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sind einige milliönchen für etwas überflüssiges, die wohl besser bei der stadt angelegt wären


Ich kann jeden Berliner verstehen der beim Anblick einen Hass auf die Erbauer kriegt weil er sich daran erinnert dass im selben moment die Stadt überall sparen muss, menschen entlässt und Studiengebühren erhebt.

möllemann hat mit antijüdischen resentiments
ist es antijüdisch zu sagen, dass repräsentatnen, die ein schlechtes bild abgeben, dafür sorgen dass man dieses bild dann auch von der gruppe hat ?


Hakan hat dazu leider auch nix gesagt.
Wie auch, gibts auch nix zu.
 
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Original geschrieben von Che_Guevara

nein, kein guter Vergleich......

Doch, sogar sehr gut.

Der böse Spiegel macht mir Angst im TV, genau wie die bösen Nazis. Und was haben sie gemeinsam? Sie tauchen beide immer nur bei taff auf...
 

alpha

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Original geschrieben von Nordwind
möllemann hat mit antijüdischen resentiments
ist es antijüdisch zu sagen, dass repräsentatnen, die ein schlechtes bild abgeben, dafür sorgen dass man dieses bild dann auch von der gruppe hat ?



es fügt sich einfach dem geiste des antisemitismusses, weil möllemann eben ein sich wiederholendes antisemitisches denkmuster zur steigerung der eigenen popularität einsetzte: der arrogante jude, der an den antisemitischen anfeindungen selbst schuld ist. möllemann war vielleicht nicht mal antijüdisch, aber er setzte den political-correctness-tabubruch und das "man wird doch wohl noch sagen dürfen..."-stammtischgewäsch ein.
 

Nordwind

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Was ist falsch daran ?
Daran zu sagen, dass Menschen wie Friedman oder Sharon dafür sorgen dass eine Abneigung dem Jüdischen Volke gegenüber entsteht.

Wenn ich im Namen einer Minderheit jemanden anfeinde, muss man sich doch nicht wundern wenn die gesamte Minderheit angefeindet wird von anderen.
 

alpha

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Original geschrieben von Nordwind
Was ist falsch daran ?
Daran zu sagen, dass Menschen wie Friedman oder Sharon dafür sorgen dass eine Abneigung dem Jüdischen Volke gegenüber entsteht.

Wenn ich im Namen einer Minderheit jemanden anfeinde, muss man sich doch nicht wundern wenn die gesamte Minderheit angefeindet wird von anderen.


friedmann war eben nicht schuld am antisemitismus, er war aber ein guter sündenbock oder anlass. und friedmann hat "im namen einer minderheit" auf möllemanns attaken reagiert, weil er eben nicht, was legitim gewesen wäre, als schlechter talkshowmann oder politischer konkurrent angefeindet wurde, sondern wegen seinem judesein. ausserdem war die anfeindung friedmann gegenüber nur ein teil der möllemanschen populismus-taktik.


diese sachen sind aber schon sooo oft durchgekaut worden. ich kenn keinen intellektuellen aufsatz oder kommentar, der möllemanns oder hohmanns verhalten soweit entschuldigt und begründet, das ein weniger hartes umgehen gerechtfertigt hätte. bitte zeig mir welche.
 

Nordwind

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Sicher hat er sie nicht allein dafür schuldig bezeichnet. Aber eine Mitschuld, eine gehörige Mitschuld ist unabstreitbar.


Und nein, Friedman wurde nicht auf seine Judensein reduziert...



Und ich sehe kein Argument, keinen Grund für ein dermaßen Zensur-ähnliches Verhalten, wie es hier an den Tag gelegt wird.
Wie Menschen hier beleidigt werden, und wie man ihnen falsche Absichten unterstellt.
 

Son

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Original geschrieben von Nordwind
Was ist falsch daran ?
Daran zu sagen, dass Menschen wie Friedman oder Sharon dafür sorgen dass eine Abneigung dem Jüdischen Volke gegenüber entsteht.


AAAAAHH!!! Du hast gerade die Definition von Antisemitismus formuliert.

Und merkst es gar nicht.

Was ist eigentlich dein Problem mit deiner Geschichte?

Als ob euch jeden tag jemand jüdischen Glaubens eure Kollektivschuld als Tätervolk vorwerfen würde. WAS IST DAS PROBLEM?

Wieviele Juden gibt es denn überhaupt in Deutschland? Weiß das überhaupt jemand?

Ich kann nicht fassen, dass Anhänger der HipHop-Kultur ein derartig problematisch/verdrängend/konservatives Verhältnis zu ihrer eigenen Geschichte haben. Und ein Problem mit Minderheiten.

Aber wieso soll es hier auch anders sein?

Hier bewegen sich eben doch nur größtenteils kleine Geister aus Deutschland.
 

Son

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Antisemitismus ist gekennzeichnet durch eine brisante Mischung von sehr alten Stereotypen, die zum Teil auf das Christentum zurückgehen. Zum anderen gibt es einen neuen Antisemitismus, den Antisemitismus nach 1945. Dabei wird den Juden vorgeworfen, dass sie den Holocaust nicht vergessen wollen und den Deutschen für immer ein schlechtes Gewissen machen wollten. Diese Mischung ist in breiten Gesellschaftsschichten anschlussfähig.


Hohmann hat das Stereotyp vom jüdischen Bolschewisten wiederbelebt, das ein zentraler Punkt der nationalsozialistischen Propaganda war. Zum anderen hat er, indem er die Juden als Täter beschreibt, das Vorurteil vom rachsüchtigen Juden aufgenommen.
Hohmanns Äußerungen stehen außerdem im Kontext der Debatte, in der die Deutschen ihre Opferrolle im Zweiten Weltkrieg betonen, etwa als Bombenopfer und Vertriebene. Wenn die Deutschen, die ja eigentlich Täter waren, jetzt zu Opfern gemacht werden, dann ist natürlich die Rolle des Täters frei und in diese Rolle werden dann die Juden gedrängt, die damit auch eine gewisse Sündenbockfunktion übernehmen müssen.

Dieses Argumentationsmuster ist...immer wieder dasselbe.

der historiker wolfgang wippermann auf http://www.netzeitung.de/deutschland/260914.html
 

Nordwind

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Du vergisst die Position die Friedman oder Spiegel in der Jüdischen Gemeinschaft einnehmen.

Und es sind nur ein paar 10 Tausend also nicht wirklich bedeutend. Bedeutend genug um aber 3 Mio jährlich zu erhalten, aber darüber will ich mich gar nicht aufregen.

Das Problem ist, dass man in Dland nix sagen kann ohne gleich irgendwelchen Vorwürfen dieser Art ausgesetzt zu sein.
Aber schön dass du ausfallend werden kannst, Glückwunsch.
 

Nordwind

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Hohmann hat das Stereotyp vom jüdischen Bolschewisten wiederbelebt, das ein zentraler Punkt der nationalsozialistischen Propaganda war. Zum anderen hat er, indem er die Juden als Täter beschreibt, das Vorurteil vom rachsüchtigen Juden aufgenommen.
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Hat er Zahlen manipuliert oder falsche Aussagen getroffen ? NEIN !

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Hohmanns Äußerungen stehen außerdem im Kontext der Debatte, in der die Deutschen ihre Opferrolle im Zweiten Weltkrieg betonen, etwa als Bombenopfer und Vertriebene.


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Auch die Deutschen waren Opfer, eben als Bombenopfer und Vertriebene. Sowie als Soldaten.

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Wenn die Deutschen, die ja eigentlich Täter waren, jetzt zu Opfern gemacht werden, dann ist natürlich die Rolle des Täters frei und in diese Rolle werden dann die Juden gedrängt, die damit auch eine gewisse Sündenbockfunktion übernehmen müssen.

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Du willst also die deutschen als Tätervolk bezeichnen ?
Rassist !
 

alpha

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Original geschrieben von Nordwind
Sicher hat er sie nicht allein dafür schuldig bezeichnet. Aber eine Mitschuld, eine gehörige Mitschuld ist unabstreitbar.


Und nein, Friedman wurde nicht auf seine Judensein reduziert...



Und ich sehe kein Argument, keinen Grund für ein dermaßen Zensur-ähnliches Verhalten, wie es hier an den Tag gelegt wird.
Wie Menschen hier beleidigt werden, und wie man ihnen falsche Absichten unterstellt.

siehst du wirklich nicht die ganzheitliche taktik möllemann?

Ich habe nicht gesagt das friedmann auf sein judensein reduziert wurde, aber um friedmanns judesein ging es möllemann in seiner tabubruch-taktik.
was war den die absicht möllemanns seine kritik vorwiegend auf friedmann und scharon zu bauen, zwei themen, die von anderen themen zu dieser zeit spielend in schatten gestellt wurde. was, wenn nicht populistischer wahlkampf?

aber irgendwie bringt das alles nix. du siehst kein argument für das verhalten der öffentlichkeit? wir zählen dir doch dauernd welche auf, klar kannst du so ewig auf deiner position beharren, mit gegenfragen hälst du noch ewig durch. ich sag auch gern, das du gewonnen hast, das deine argumente einfach besser waren als die von hakan oder mir, das deine intensive auseinadersetzung mit geschichte und der hohmannrede einfach besser ist als unsre. okay. die meisten anderen blicken wenigstens was wir meinen.
 

Nordwind

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Ich will nicht drüber diskutieren was Möllemann im Hinterkopf hatte bei der Sache, das wusste letztlich nur er selbst.

Seine Aussagen haben aber eher aus der Seele vieler gesprochen. Und wenn es nicht Ironie wäre, was bringt es wenn andere kapieren was ihr meint, es aber falsch recherchiert ist ?

Dass er in die Schlagzeilen kommen wollte ist sicher, aber bestimmt nicht mit Antisemitismus-Vorwürfen.

Wie gesagt, die Klinge dieses Vorwurfs wird stumpf.
 

Son

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Original geschrieben von Nordwind
Hohmann hat das Stereotyp vom jüdischen Bolschewisten wiederbelebt, das ein zentraler Punkt der nationalsozialistischen Propaganda war. Zum anderen hat er, indem er die Juden als Täter beschreibt, das Vorurteil vom rachsüchtigen Juden aufgenommen.
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Hat er Zahlen manipuliert oder falsche Aussagen getroffen ? NEIN !

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Hohmanns Äußerungen stehen außerdem im Kontext der Debatte, in der die Deutschen ihre Opferrolle im Zweiten Weltkrieg betonen, etwa als Bombenopfer und Vertriebene.


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Auch die Deutschen waren Opfer, eben als Bombenopfer und Vertriebene. Sowie als Soldaten.

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Wenn die Deutschen, die ja eigentlich Täter waren, jetzt zu Opfern gemacht werden, dann ist natürlich die Rolle des Täters frei und in diese Rolle werden dann die Juden gedrängt, die damit auch eine gewisse Sündenbockfunktion übernehmen müssen.

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Du willst also die deutschen als Tätervolk bezeichnen ?
Rassist !

vergiss es. dir ist nicht zu helfen.

gehst du dann demnächst auf die strasse gegen die ungerechtigkeit?
 
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