Der Thread für das bedingungslose Grundeinkommen

GlocK

Altgedient
Mitglied seit
6 Januar 2004
Beiträge
5.139
Ich gebe etwas von meinem Geld ab und es geht als direkte Zahlung unter anderem an Menschen die es nicht nötig haben ( DAX- Vorstände, reiche Erben) oder denen ich es nicht gönne ( Kriminelle, Deutschrapper ). Find ich unsozial, sinnlos und senkt den Anreiz zu arbeiten.
Warum sollte jemand mit einem Niedriglohnjob Abgaben zahlen an jemand der 30 mal so viel verdient ?
Jetzt du: was wäre ein Vorteil ?

Hast du dir mal überlegt warum Menschen kriminell werden ? Meistens weil sie keine andere Perspektive haben.

Wie viele Dax Vorstände gibt es denn schon ? So viele sind das nicht. Die Menschen die das Geld nicht nötig haben können es wie in der Petition angemerkt wurde zurück zahlen.

Man könnte das Grundeinkommen durch eine Steuer auf Derivate locker finanzieren. Geld ist genug da nur es ist schlecht verteilt.

edit: ok ich sehe gerade das die Derivate Steuer bald kommt, ebenso eine Finanztransaktionssteuer von lachhaften 0,2%. Das ist deutlich zu wenig, ich würde vorschlagen mind. 1%
 
Zuletzt bearbeitet:

FurioG

Platin Status
Mitglied seit
4 April 2008
Beiträge
11.954
Mein Vater hat glaubich das Buch von diesem dm Typen und war davon voll begeistert.
Hab mal die Kapitel zur Finanzierung gelesen und war trotz niedrigster Erwartungen geschockt, wie lächerlich das ist, was der da schreibt. Wirkte echt so als hätte der sich gedacht "liest eh keiner, die glauben mir dass das alles tiptop durchdacht ist, weil ich ja immerhin erfolgreicher Unternehmer bin."
Kann aber auch sein, dass das ein anderes Buch war :emoji_open_hands: :emoji_open_hands: :emoji_open_hands:
 

Fiesoduck Rises

Platin Status
Mitglied seit
2 Mai 2017
Beiträge
4.667
Ja. In der Petition ist von 1000 Euro die Rede.Wenn man das über eine Einkommenssteuer finanziert muss irgendwo also die Einkommensgrenze festgelegt werden, ab der jemand mehr als die 1000 Euro einzahlt die er raus bekommt. Zu erfassen, wer monatlich Einkommen über dieser Grenze hat ist ein unglaublicher Aufwand und ermöglicht circa 3 Millionen Möglichkeiten den Staat zu verarschen. Bei Falschangaben wird also erstmal ein taui vorgepumpt.

Selbst wenns klappt find ichs unsinnig und aufwendig jemanden dann zB. 2000 Euro einzahlen zu lassen und ihm dann 1000 Euro auszuzahlen. Dann schließt man ihn doch lieber von der Auszahlung aus, hat etwas weniger Bürokratie und eben kein bedingunsloses Grundeinkommen.
Kann's sein dass du den Verwaltungsaufwand von Arbeitsamt und Jobcenter inklusive der Betrugsmöglichkeiten, Einzelfallprüfungen bei jedem Antrag und tausend Termine vergisst?
 

Para_Paule

Gold Status
Mitglied seit
13 Mai 2020
Beiträge
4.368
Hast du dir mal überlegt warum Menschen kriminell werden ? Meistens weil sie keine andere Perspektive haben.

Wie viele Dax Vorstände gibt es denn schon ? So viele sind das nicht. Die Menschen die das Geld nicht nötig haben können es wie in der Petition angemerkt wurde zurück zahlen.

Man könnte das Grundeinkommen durch eine Steuer auf Derivate locker finanzieren. Geld ist genug da nur es ist schlecht verteilt.

edit: ok ich sehe gerade das die Derivate Steuer bald kommt, ebenso eine Finanztransaktionssteuer von lachhaften 0,2%. Das ist deutlich zu wenig, ich würde vorschlagen mind. 1%
Bei 1000 Euro Grundeinkommen für 80 Millionen Einwohnern bis du bei 80 Milliarden im Monat und 960 Mrd im Jahr.
Zum Vergleich: Steuereinnahmen letztes Jahr: circa 320 Milliarden für den Bund und 800 Mrd für Bund / Länder ung Gemeinden https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw48-de-haushaltsgesetz-668634
1 % auf Derrivate wird wohl kaum so viel Geld einbringen wie alle anderen Steuern zusammen.

Wenn du dran glaubst, dass es sich irgendwie schon finanzieren lässt ist das ja schön. Ich tue es nicht.
 

Para_Paule

Gold Status
Mitglied seit
13 Mai 2020
Beiträge
4.368
Kann's sein dass du den Verwaltungsaufwand von Arbeitsamt und Jobcenter inklusive der Betrugsmöglichkeiten, Einzelfallprüfungen bei jedem Antrag und tausend Termine vergisst?

Wenn man gleichzeitig Arbeitslosengeld und Hartz 4 abschafft wird es bestimmt weniger Aufwand geben. Davon war bisher ja nicht die Rede und das wäre glaub ich auch nicht sozialer. 1000 Euro anstatt circa 70 % des aktuellen Gehalts wäre für viele ne Verschlechterung und der Hartz 4 Empfänger ist, wenn er mit den 1000 dann Miete, Heizung, Strom etc. zahlen muss auch nicht zwingend besser dran.

einfach mehr geld drucken oder

Hyperinflation = beste Leben. Könnens jeden Tag regnen lassen wie Flizzy.
 

FreshFroFizzle

Gold Status
Mitglied seit
18 Juni 2007
Beiträge
3.652
am ende, würd man nicht mehr in der Tasche haben als jetzt.

Allerdings, würde für jene die Hartz 4, Wohngeld, Lohnaufstockung, Bafög usw beantragen, der ganze (nicht digitalisierte) Papierkram der alle paar Monate nachgereicht werden muss entfallen, oft verzichten Bürger sogar die Anspruch haben auf einige der Leistungen wegen dem gedöhns welcher zeit und nerven rauben kann
Wiederum würde Ämter und Behörden dadurch Personalkosten einsparen oder eben Abms für jene einführen. / auch entfallen dann die sozialgerichts kosten etc für sozialfälle bei sanktionen etc.

Auch wenn ich davon null profitieren würde, wäre ich dafür.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fiesoduck Rises

Platin Status
Mitglied seit
2 Mai 2017
Beiträge
4.667
Wenn man gleichzeitig Arbeitslosengeld und Hartz 4 abschafft wird es bestimmt weniger Aufwand geben. Davon war bisher ja nicht die Rede und das wäre glaub ich auch nicht sozialer. 1000 Euro anstatt circa 70 % des aktuellen Gehalts wäre für viele ne Verschlechterung und der Hartz 4 Empfänger ist, wenn er mit den 1000 dann Miete, Heizung, Strom etc. zahlen muss auch nicht zwingend besser dran.

Verfolge Diskussion nicht wirklich, selbstverständlich sollte ein BGE an Abschaffung von Hartz 4 gekoppelt sein. Bei ALG natürlich schwieriger, da deutlich höheres Gefälle.

Mit der Mietpreisentwicklung ist der Hartzer tatsächlich eventuell schlechter dran. Er könnte aber gediegen einen Minijob machen, während er als Hartz-Empfänger glaube nur 100 Euro davon behalten dürfte. Für irgendwelche Alleinerziehende, Frührentner und Leute, die tatsächlich versuchen, in einen Beruf zu kommen und sich zu empfehlen, sicherlich eine Erleichterung.


Wenn die Rechnung aber so einfach wäre, wie du oben suggerierst, wäre eine Diskussion doch nicht über einen Vorschlag und 5 Minuten Gespräch hinausgegangen.
 

Para_Paule

Gold Status
Mitglied seit
13 Mai 2020
Beiträge
4.368
Wenn die Rechnung aber so einfach wäre, wie du oben suggerierst, wäre eine Diskussion doch nicht über einen Vorschlag und 5 Minuten Gespräch hinausgegangen.

Das wird ja auch von niemandem ernsthaft vorgeschlagen. Nichtmal die Linke hat das im Wahlprogramm. Petitionen gibt es zu noch viel abwiegigeren Themen.
Kosten lassen sich bei so einem unomplizierten Verfahren, wie " jeder kriegt 1000 monatlich" easy auf ungefähr 1 Billion jährlich festlegen.

Höre mir aber gerne die Argumente an, wie das ganze billiger zu haben sein könnte oder wie man Steuereinnahmen von momentan 700 - 800 Mrd. mal eben so verdoppelt. Vielleicht überseh ich da ja was grundlegendes.
 
Zuletzt bearbeitet:

Haram_Jackson

Platin Status
Supporter:in
Mitglied seit
30 Mai 2018
Beiträge
8.498
Wenns um die Finanzierung geht, wird des Öfteren erwähnt, dass das BGE die Sozialleistungen ersetzen soll. Dahinter also auch die ganze Bürokratie hinsichtlich SGB.

Ich weiß nicht auch nicht, wie man es am besten lösen oder umsetzten will. Aber früher oder später wird solch ein Konzept kommen. Einfach gesagt: Wenn die Arbeitswelt weiter digitalisiert (Stichwort Automatisierung von Jobs) und dadurch Arbeitsplätze wegfallen, muss man sich überlegen, ob mit dem jetzigen System diese Leute wieder in den Arbeitsmarkt zurückgeführt werden können.
Das muss nicht der Lkw-Fahrer sein, sondern kann Banker oder Steuerberater treffen. Wozu braucht man den Angestellten vor Ort, wenn ich alles online machen kann?

Ist natürlich alles Zukunftsmusik. Aber das wird auch immer gerne in den Raum geworfen.
 

Para_Paule

Gold Status
Mitglied seit
13 Mai 2020
Beiträge
4.368
Ist natürlich alles Zukunftsmusik. Aber das wird auch immer gerne in den Raum geworfen.
Da geh ich mit. Wenn man mir 2001 gesagt hätte, dass ich2020 über mein Handy Zugang zu Carsharing, Netflix und Paypal hätte aber dafür mit Maske einkaufe und es eine Sperrstunde gibt, hätte ichs auch nicht geglaubt.

Also vielleicht kassieren wir 2050 alle unser Grundeinkommen, gehen nicht mehr arbeiten und alle Drogen sind legal. Wäre auch nicht abwiegiger :D Meinte nur in den nächsten 5 - 8 Jahren wäre das verrückt.
 

Haram_Jackson

Platin Status
Supporter:in
Mitglied seit
30 Mai 2018
Beiträge
8.498
Da geh ich mit. Wenn man mir 2001 gesagt hätte, dass ich2020 über mein Handy Zugang zu Carsharing, Netflix und Paypal hätte aber dafür mit Maske einkaufe und es eine Sperrstunde gibt, hätte ichs auch nicht geglaubt.

Also vielleicht kassieren wir 2050 alle unser Grundeinkommen, gehen nicht mehr arbeiten und alle Drogen sind legal. Wäre auch nicht abwiegiger :D Meinte nur in den nächsten 5 - 8 Jahren wäre das verrückt.
Beachte aber, dass durch Corona diese Entwicklung forciert wird. Man wird jetzt mit solchen Szenarien konfrontiert. Ist auch nicht abwegig, dass darüber diskutiert und geplant wird.
 

RapGalaktischNr1

Gold Status
Mitglied seit
19 Oktober 2017
Beiträge
2.310
Verfolge Diskussion nicht wirklich, selbstverständlich sollte ein BGE an Abschaffung von Hartz 4 gekoppelt sein. Bei ALG natürlich schwieriger, da deutlich höheres Gefälle.

Mit der Mietpreisentwicklung ist der Hartzer tatsächlich eventuell schlechter dran. Er könnte aber gediegen einen Minijob machen, während er als Hartz-Empfänger glaube nur 100 Euro davon behalten dürfte. Für irgendwelche Alleinerziehende, Frührentner und Leute, die tatsächlich versuchen, in einen Beruf zu kommen und sich zu empfehlen, sicherlich eine Erleichterung.
Könnte, könnte. Gibt auch Menschen, die nicht in der Lage sind zu arbeiten. Die sind dann bei einem fixem BGE gefickt, wenn der Hartzer schon einen Minijob annehmen muss, um selbst mit BGE über die Runden zu kommen. Man könnte jetzt sagen, dann erhöht man das BGE einfach. Aber dann frage ich erneut: wie zur hölle soll das realistisch finanziert werden? BGE ist einfach unrealistisch und unsozial.
 

Rückenhaar

Senior Member
Mitglied seit
28 Januar 2018
Beiträge
342
Extrem hohe Erbschaftssteuern einführen, dann wäre dies schon finanzierbar. Erben gehört mMn sowieso abgeschafft da es Glücksache ist.
 
Oben Unten