nee ich wohne nicht da, aber niemand baut Häuser die dann nicht genutzt werden
wasn das fürn quatsch? das gibts in jeder deutschen großstadt en masse. hauptsache ein investor baut nen neuen prunkbau hin. dass drei andere dafür danach leerstehen juckt ja keinen. und dabei handelt es sich mitnichten um altbauten. das sind dann vielleicht 10 jahre alte gebäude.
Ja aber im neuen Viertel sind das sind Büroflächen in bester Lage mit guter Verkehrsanbindung, da werden sich auf alle Fälle Firmen ansiedeln.
Mag sein kann ich im Detail nichts zu sagen. Beim UFA scheint ja in Bahnhofsnähe zu sein, aber man muss bedenken, das sich durch den Neubau die Lage komplett ändert und verbessert.
also erstens gehören BÜROS eben gerade NICHT in die beste city-lage.
zweitens sind die grundstückpreise und damit die Mietpreise in dieser lage exorbitant hoch. wenige firmen können sich das leisten, die meisten wollen es sich gar nicht leisten. oder warum sitzen die meisten firmen im umland der deutschen städte. dass eine LBBW, die vor 2 Jahren mit frischen Steuermilliarden vor dem Untergang gerettet worden ist, dort ein komplettes Verwaltungsviertel leisten kann, dass ist mir schon klar. ich rede aber vom normalen mittelständischen unternehmen, dass sich selbst finanziert.
nächster punkt: das geplante riesige einkauszentrum; da kann man nicht mit einem einzigen interessanten Geschäft rechnen. Stichwort Mieten. das können sich nur Filialisten leisten. da wird ein 5. H&M aufmachen, ein 4. Media Markt/Saturn, ein drölfter Starbucks, ein 27. McDonals, Zara usw. So ne scheiße will und braucht kein Mensch. Und zwei Jahre später wird eine andere Filiale in einem anderen Stadtteil dicht gemacht und alle wundern sich, wieso man wieder ein neues Geisterstadt-Viertel hat.

Das ist einfach Unfug. Nichts gegen ein Einkaufszentrum, aber wenn, dann macht es bitte richtig, so dass man auch einen Nutzen davon hat.
Was hast du denn erwartet? Das wir Befürworter nun alle unsere Meinung ändern, nachdem du uns mit deinen tiefschürfenden Erkenntnissen darüber das wir von den Politikern nur verarscht werden erleuchtet hast ?

Ab zum Bahnhof den Juchtenkäfer schützen, die Wasserwerfer warten!
hä, es geht um differenzierte betrachtung.

du schaust eine animation an und sagst das findest du gut. schön. so ging es mir auch bis vor 3 monaten. aber tiefgehend setzt du dich ja gar nicht mit den problemen auseinander. und offenbar auch nicht mit der äußerst umstrittenen art und weise wie das ding geplant wurde.
also ich finde es nervig, dass sich jetzt soviele nicht-stuttgarter da einmischen. ich wohne nicht in stuttgart, also kann ich auch schlecht einschätzen, was dieser veränderung bringen würde.
am demokratischsten wäre doch einfach eine volksabstimmung, natürlich nur wenn man vorher eine hohe zahl (also einen bestimmten prozentsatz) an stimmen hat, die so ein volksbegehren wollen, nach umfragen wollen das 2/3, also hätte das auch aussicht auf erfolg. dann gibt es entweder bestätigung oder ablehnung von s21, aber keiner kann meckern nicht gefragt worden zu sein.
ja und genau so eine Volksabstimmung hat unser Oberbürgermeister Schuster versprochen. nachdem er (mal wieder) nicht nach dem ersten Wahlgang gewählt war, musste er mit dem grünen gegenkandidaten Palmer in die Stichwahl. Palmer hat ihm angeboten, dass er zurückzieht, wenn Schuster eine Volksabstimmung über S21 macht. Schuster hat eingeschlagen, blieb im Amt des OBs und hat fortan behauptet, eine Volksabstimmung sei juristisch gar nicht möglich. Seit dem gibt es doch diesen Konflikt erst. Es geht doch gar nicht um den Bahnhof, sondern weil der Eindruck erweckt wird, dass da nur Gauner am Werk sind.
Vor etwa zwei Jahren wurde das Projekt S21 kritisch hinterfragt wegen Kosten-Nutzen etc, da protestierten die Grünen man müsse den Schienenverkehr interessanter gestalten und die Nutzfläche durch die verschwunden Gleise wären auch gut zu gebrauchen für Parks etc..
Damals wurden die Zweifel ganz schnell bei Seite gelegt und fand in den Nachrichten nur im Regional-TV Beachtung.
Und wer steht jetzt an vorderster Front “um gegen das Abholzen und den Abriss des wirklich hässlichen Gebäudes vorzugehen” auf der Matte?
Wieder die Grünen.
ja natürlich, die Grünen sind ja gar nicht schon seit 15 Jahren dagegen
Wo steht denn das die Feinstaubbelastung steigt?

Es fahren ja nicht auf einmal nur noch Dieselloks.
Dasselbe gilt für die CO2 Bilanz, weil die Bahn
verpflichtend ist neue Bäume anzupflanzen.
Stuttgart hat die höchste Feinstaubbelastung Deutschlands und die EU droht schon mit Fahrverboten und Tempo 30 oder 40 auf
allen innerstädtischen Straßen steht zur Debatte. Und eine Baustelle mit Millionen m³ Aushub, der abtransportiert werden muss, erzeugt natürlich keine weitere Belastung. nee is klar.
Ich bin dagegen, aus verschiedenen Gründen:
1. Es gibt kaum etwa was diese gewaltigen Kosten rechtfertigt! 27 Minuten schneller nach Ulm? Irgendwann 2050 mal schneller nach Budapest? Die Zahlen der Bahnbenutzer sind ja in den letzten Jahren nicht wirklich so stark gestiegen, dass man so ein Projekt ernsthaft rechtfertigen kann. (Mit dem Flugzeug kann man eh schneller und billiger hin)
Mitte der 90ger konnte man 22 oder 24 Minuten schneller von Stuttgart nach Ulm gelangen als heute. Dann lässt die Bahn ihre Gleisanlagen vergammeln so dass Züge gezwungen sind langsamer zu fahren und jetzt ist ihr Hauptargument, dass man mit der Neubaustrecke 27 min weniger nach Ulm braucht. Das ist einfach Volksverdummung, sorry. Man kann es nicht anders sagen. 
Außerdem wird gegen die Neubaustrecke gar nicht protestiert, es geht doch einzig und allein um den unterirdischen Bahnhof, der gar keinen Einfluss auf die Fahrzeit nach Ulm nimmt.
2. Die Bahn spart dadurch am Regionalverkehr: Kaputte Neigetechnik, überfüllte Züge weil man an der Zahl der Waggons spart, Verspätungen - kaputte Züge und Gleisanlagen - da sollte man mal investieren!!!
Da kann ich nicht wirklich mitreden, aber Fakt ist, dass der Stuttgarter Bahnhof deutschlandweit mit der stabilste und zuverlässigste ist. Und den könnte man sicher noch deutlich optimieren.
Fakt ist auch, dass der Verkehrsclub Deutschland und ProBahn Gutachten vorgelegt haben, dass die DB bei der Kapazitätsberechnung des Tiefbahnhofs die ganze Sache schöngerechnet haben und Gutachten vorgelegt haben, die das Gegenteil belegen. Ich kann dazu nichts sagen, aber ich denke schon, dass der 8gleisige Tiefbahnhof funktionieren kann. Aber warum das Ding nicht einfach neutralen Experten vorlegen und die sollen dann sagen, was Sache ist? Mir gibt es schon zu denken, wenn diese beiden Verbände, die ein solches Projekt doch eigentlich unterstützen müssten, sich dagegen stellen.
Darmstadt hat auch einen Durchgangsbahnhof. Die haben ungefähr 1/10 des Stuttgarter Verkehrsaufkommens, aber 12 Gleise. 
Warum nimmt man nicht einfach den Bahnhof Stuttgart Bad Cannstatt, baut die Schilder ab und hängt Stuttgart HBF hin. Dann hat man einen 8gleisigen Durchgangsbahnhof.

3. Güterverkehr wirds mit der neuen Bahnanlage nicht geben
Auch so ein Punkt. Da argumentieren die, dass die alte Trasse über die Geislinger Steige zu steil, zu bergig, zu hoch ist. Aber der höchste Punkt der neuen Trasse liegt 180 m höher als der höchste Punkt der alten Trasse. WTF?
Wenn man schon so ein Mega-Projekt plant, warum macht man es dann nicht gleich richtig??? Was soll denn das? Das ist doch alles nur Stückwerk, es kann doch nicht so schwierig sein, die Strecke so gestalten, dass auch der eine oder andere Güterzug die Trasse nutzen kann. Mir ist das unbegreiflich.
4. Neue Bauflächen kann man auch mit einem überirdischen Durchgangsbahnhof gewinnen. Viele Stuttgarter haben die Befürchtung, dass die neuen Gebäude die gebaut werden, einfach viel zu elitär und teuer werden. So ein Wohnprojekt für die Reichen in der Stadt (wie z.B. die Hamburg Hafen-City).
Das ist nicht nur eine Befürchtung, das ist Fakt. Es ist doch gar nicht möglich, auf dem teuersten Boden der Stadt, mit unmittelbarem Anschluss an Stadtpark und HBF, Wohnungen für Normalsterbliche zu bauen. Dabei herrscht gerade auf diesem Bereich der ärgste Notstand in Stuttgart. Dazu kommt: die rechnen mit Wohnungen für 10.000 bis 20.000 Menschen. Dabei wächst Stuttgart schon seit Jahren nicht mehr richtig, die Einwohnerzahlen sinken eher. Prognosen sagen voraus, dass die Einwohnerzahl in den nächsten 10 Jahren um ca. 25.000 sinken wird. Und ob Stuttgart durch dieses Projekt nun plötzlich so geil wird, dass 10.000 Leute hier herziehen.
Ist auch wieder so ein Punkt, der mir etwas schleierhaft vorkommt.
5. Zwar haben die Regionalparlamente vor einigen Jahren alle zugestimmt, aber sie gingen von ganz anderen Kosten aus! Insgesamt haben sich die Kosten inzwischen verdoppelt! (man muss ja immer damit rechnet dass es etwas teurer wird, aber nicht so extrem!)
Allgemein hat sich die Situation doch komplett geändert. Die Haushalte sind ganz anders (Stichworte: keine Neuverschuldung, Wirtschaftskrise), die Kosten sind enorm gestiegen, es sind immer mehr Ungereimheiten an den Tag gekommen, viele Dokumente und Gutachten werden geheim gehalten (warum?). Warum klatschen die eine Schülerdemo und nehmen eine deutschlandweite Negativpublicity in Kauf, anstatt einfach mal die Fakten auf den Tisch zu legen? Jetzt scheint es ja Gespräche zu geben, ich hoffe da wird mal alles transparent.
Also insgesamt einfach ein teueres und wenig nützliches Prestigeprojekt.
tja, die waggons am nordbahnhof, die röhre....wer braucht schon kultur in ner stadt? gibt doch die theo heuss mit seinen tollen clubs.

was warn jetzt eigentlich mitm rocker33? da gabs doch auch mal gerüchte über ne schließung wegen s21?? traurige sache und allein deshalb sollte S21 schon abgeblasen werden.

zum glück bin ich eh zu alt zum feiern

aber es wär schon nett, wenn wenigstens EIN nettes plätzchen noch in der stadt wäre, falls ich n arsch doch mal hochbekomm.
man sollte den Südflügel stehen lassen und in ein Szene-, Kneipen-, Künstlerviertel umbauen. Den neuen Bahnhof würde das null jucken.
Das stimmt ja nicht. Die Bahn ist auch für den Fernverkehr hochinteresant, auch wenn sie dort aus konzeptionellen Gründen nicht so leistungsfähig ist wie beispielsweise in Frankreich.
Es wird in naher Zukunft eine Zeit kommen in der Flugreisen unbezahlbar werde, Ob das nun in 20 oder 40 Jahren der Fall ist, das ist noch ungewiss. Öl ist beschränkt und wird nur noch immer teurer.
Der Energiebedarf von Zügen, insbesondere von den meisten Fernverkehrszügen, wird per Oberleitung gedeckt und das ermöglicht das hier besipielsweise auch der Strom aus erneuerbaren Energien stammen kann.
Bahnverkehr ist die Technik der Zukunft
ich würde mal behaupten, wenn es kein Öl mehr gibt, brauchen wir auch keinen Strom mehr. da braucht man Essen und das würde ziemlich schnell ziemlich knapp werden. so gesehen muss man den bahnhof eh nicht bauen, wenn er in 30 jahren nicht mehr genutzt wird.


wobei das jetzt sehr theoretisch ist und nicht weiter vertieft werden soll.
Außerdem werden viel mehr europäische Reisende die Strecke Paris Stuttgart ... nutzen.Solche Verbindungen gibt es zum Beispiel noch nicht.Oder zumindest nicht ohne erheblichen zeitlichen Aufwand.
erzähl doch nichts, hier fahren täglich zig TGVs ein und aus.
http://news.idealo.de/news/4283-deutsche-bahn-tgv-paris/
da ändert sich überhaupt nichts, da die strecke über Karlsruhe geht, aber nur die trasse nach Ulm neu gebaut werden soll.
http://de.wikinews.org/wiki/Premiere:_Mit_dem_TGV_von_Stuttgart_nach_Paris
alles in allem reden viel zu viele und wissen viel zu wenig. das betrifft befürworter genauso wie gegner. also mir ist das ganze nach wie vor zu hoch, ich kann nicht verstehen, wie sich soviele Menschen von diesem Thema so krass vereinnahmen lassen. mir ist es nachwievor einigermaßen bumms. es spricht viel dafür, viel dagegen. mit dingen wie grundwasser, gipskeuper, mineralquellen, kosten für tunnelbau, prozesssicherheit von bahnhöfen usw. kenn ich mich viel zu wenig aus. also kann ich mir auch kein bild machen.
dennoch sollte man das ding nicht gegen die bevölkerung bauen, sondern sich die zeit nehmen, sie zu überzeugen und sie mitgestalten zu lassen. also, zusammensetzen, eier aufn tisch, chancen klar und verständlich darlegen und die risiken ebenso. nicht mehr, aber auch nicht weniger.


