Der Grünen-Politiker Fritz Kuhn hat den ersten Wahlgang der Stuttgarter Oberbürgermeister-Wahl gewonnen und geht nun als Favorit in die Endrunde. Der Bundestagsabgeordnete setzte sich am Sonntag knapp gegen den bürgerlichen Kandidaten Sebastian Turner durch.
Bei der Oberbürgermeisterwahl in der Landeshauptstadt zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommt Fritz Kuhn (Grüne) auf 36,5 Prozent, Sebastian Turner, der von CDU, FDP und Freie Wähler unterstützt wird, auf 34,6. Bettina Wilhelm, die von der SPD nominiert wurde, auf 15,1 und Hannes Rockenbauch (SÖS) auf 10,4 Prozent.
Zahlt sich ja top aus, so vehement auf einen Bahnhof zu setzen, den die überwiegende Mehrheit nicht will.


Hurra CDU! Glückwunsch. Da baut man sich jahrelang alles durch gute Arbeit auf und dann zerstört man sich wegen so einem unnötigen Prestige-Objekt selbst total und vollständig.
2009: CDU erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr alleinbestimmend im Stuttgarter Gemeinderat
2011: CDU stellt erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg. Erster grüner MP Deutschlands.
2012: Erstmals in der Stuttgarter Geschichte kein Oberbürgermeister aus dem konservativ-bürgerlichen Lager. Erstmals ein grüner OB in einer deutschen Landeshauptstadt.
Zack, in 3 Jahren das über Jahrzehnte erarbeitete Vertrauen zerstört. Unfassbar, jetzt bestimmt die Öko-Baggage hier wirklich ALLES, nur weil die schwarzen Trottel so beknackt sind und an diesem Unsinn festhalten.

Da tun sich FDP, CDU und Freie Wähler schon zusammen und einigen sich auf einen gemeinsamen Kandidaten und dann bekommen sie trotzdem nicht mal ne einfache Mehrheit hin. Ganz stark.

Mehr in die Fresse hat eigentlich nur noch die SPD bekommen, die mittlerweile überhaupt keine Rolle mehr spielt.
Gleichzeitig bestätigt das Resultat aber einen seit 2009 bemerkenswert konstanten Befund: Stuttgart ist nicht mehr klassisch konservativ. Sowohl bei den Bundestags- und Gemeinderatswahlen vor drei Jahren als auch bei der Abstimmung über die Zusammensetzung des Landtags vor einem Jahr gab es in der Landeshauptstadt stabile Mehrheiten jenseits von CDU, FDP und – auf kommunaler Ebene – den Freien Wählern. Diese Tendenz hat sich mit dem nun vorliegenden Zwischenergebnis der OB-Wahl in dramatischer Weise beschleunigt. Zusammengerechnet kommen Grüne, SPD und SÖS/Linke auf mehr als 60 Prozent aller abgegebenen Stimmen. In der Hauptstadt des schwäbischen Liberalismus ist das ein politischer Erdrutsch, der auch die CDU in eine tiefe Krise stürzt.
Naja, soll mir recht sein. Korruptes unbelehrbares Pack. Mappus, die Ratte hat mich zum Grünenwähler bei Regionalangelegenheiten gemacht. Selber Schuld, sag ich mal.

Quellen: Online Angebot von StN und StZ