Der Medienteufel.

GyveMacker

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Ich beobachte wie viele andere zwangsläufig auch,
schon länger wie die Medien mehr und mehr Einzug in Kinderzimmer finden
und normales und gesundes spielen , von Fernsehen und Videospielen verdrängt wird,


hab gerade nebenher nen Testbericht im Stern gesehen indem es um realistische Pferdesimulationen geht, womit Eltern deren Töchter Pferde verrückt sind,
was vermutlich jede zweite ist, jetzt ein Mittel zur Hand haben die quängelden Kinder ruhig zu stellen ohne wirklich mit ihnen auf den Reiterhof zu gehen oder evtl. sogar ein Pferd zu kaufen.

Mir brauch keiner sagen das sowas ein echtes Pferd vermutlich nicht ersetzen wird, obwohl ich da nicht auf Erfahrung aus erster Hand zurück greifen kann.


Aber das ist nur ein Beispiel von vielen, wie der Umgang mit Tieren, und das im Wald oder aufm Sportplatz rumrennen und sich prügeln, durch Mediale Entsprechungen ersetzt wird, was das Sozialverhalten von Kindern mit Sicherheit nicht auf gleiche Art und Weise positiv beeinflussen wird,

davon das inzwischen schon viele Grundschüler nen Kabelanschlussfernseher im Zimmer haben, und nach der Schule, das gelernte direkt wieder mit Pokemon und anderem Japanschrott verdrängen wollen wir ma gar nicht reden.


Ich frag mich halt ob unsere Gesellschafft nicht auf dem besten weg ist, ganze Generationen von Emotional geschädigten Kinder ins leben zu schicken.

Um sich dann zu wundern warum wir in Pisa alle so abkacken.

Ich sage wir brauchen Pädagogische Zensur im Deutsche Kinderfernsehen
und sowohl für junge Eltern als auch für Leute die es werden wollen,
müssten umsonst Kurse oder ähnliches angeboten werden in denen sie beigebracht kriegen wie man Kindern richtig umgeht, und was es heisst verantwortungsbewusst zu sein und zu handeln,
vieleicht sollte man sogar drüber nachdenken sowas zur Plichtübung zu machen.

Wie seht ihr das?




ps. Ja ich bin undercover auf Stimmenjagd damit ihr mich irgendwann mal in den Bundestag wählt, ihr werdet schon rechtzeitig mitkriegen mit wem ihr es zu tun habt.
 

oder so

BANNED
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Naja, ein virtueller Pferd hab ich nicht. Auch keinen Fussball, Pokemon guck ich auch nie. Ich weiss nicht so recht, hier ist es wohl ein wenig übertrieben dargestellt?
 

Don Donat

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Is ne neue generation, die da heranwächst, die leben eben so. Ich seh das ganze nich so dramatisch. Ich war z.B. n klassischer Stubenhocker, hatte zwar nicht nen Fernseher im Zimmer und durft auch nur ne stunde gucken ne zeit lang, aber wirklich im Wald gespielt oder echte Pferde geritten hab ich auch nicht. Und ich betrachte mich als das beste, was die Menschheit je hervorgebracht hat und bin keineswegs n Emotionskrüppel oder so (das wirkt nur im Forum so) Solang das nich ausartet, geht das alles. Und ich sehe diese Kabelanschluss im Zimmer und Internetz und hassu nich gesehen inner Grundschule als Übertrieben an.


GyveMacker schrieb:
Um sich dann zu wundern warum wir in Pisa alle so abkacken.
.

Das hat mehr was mit dem mehr als Vorsintflutlichen schulsystem zu tun, aber das is n andrer Käse.
 

¢¥kØ

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Der einzigste Unterschied zu meiner Kindheit ist, dass es
mittlerweile für Eltern diverse Ratgeber gibt. Schau dich
mal im Off-Topic Media um: Ich zähle mich selbst zu einer
Generation vor dem TV aufgewachsener Menschen. Sicher-
lich mögen sich die Sendungen verändert haben, aber wirklich
sinnvoller waren sie in den 90ern auch nicht.

Irgendwann lässt das Interesse am Fernsehen auch nach.
Obwohl ich durchaus mal Zeiten hatte, in denen ich am Tag
8 oder mehr Stunden am TV geschaut habe, gucke ich
heute in der Woche noch maximal 10Std.

Ich hab wesentlich mehr Respekt vor dem Internet. Durch
das Internet wurde ich wesentlich stärker beeinflusst als
durch all die Jahre vor dem Fernseher. Ausserdem: Wer
Kinder zeugt, sollte auch die Verantwortung tragen können.
Wer sich kleine dicke Törtchen heran zieht soll irgendwann
nicht jammern, dass der/die liebe Kleine für eine ganze
Familie frisst und schon mit 15 kaputte Knie hat.

Ausserdem hat das, was "die Großen" machen ohnehin mehr
Einfluss als alles andere. Wenn Vater den ganzen Tag nur
Faul herum hängt färbt das mehr ab, als die gestörten Krüppel
bei der Supernanny. Und nicht jedes Kind wird glauben, dass
aus ihm mal ein Pokémonjäger wird.

Den Vergleich zu der Pferde-Simulation verstehe ich nicht ganz.
Ich hab Pferde nie ausstehen können, aber vom hören-sagen ist
mir bekannt, dass die Viehcher verdammt teuer sind. Ich glaube
kaum, dass ein Mädchen dessen Eltern sich ein Pferd nicht leisten
können irgendwann sagt: "Was, wir haben im Lotto gewonnen?
Behalt die lebende Salami, mein virtuelles Pferd ist viel toller".

Du hast zwar dazu erwähnt, dass es nur ein Beispiel ist, aber es
ist wie ich finde ein sehr schlechtes. Ich denke mir, dass Schlank-
heit als eines der gängigen Schönheitssymbole noch lange Bestand
haben wird. Auch wenn Kinder immer fetter werden, wird sich
das irgendwann noch fangen, notfalls mit Hilfe von RTL, Pro7 oder
Dr. IchsaugdirdasFettweg.
 

Tokka

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ich seh das schon problematisch.

besonders in naturwissenschaftlichen fächern kacken doch die meisten kids ab, weil die einfach keine entsprechenden erfahrungen ham. die könn sich z.b. nicht mal die simpelsten physikalischen sachverhalte erklärn, weil sie die erfahrungen nie gemacht ham. selbst unser physiklehrer hat uns das ein oder andere mal komisch angeguckt, weil wir mit manchen sachen halt nix anfangen konnten und hat uns aus seiner kindheit dann beispiele gebracht...

zu hause vorm tv bekommt man auch keinesfalls so viel abwechslung und anregungen geboten, dass sich das gehirn weiterentwickeln kann. die kids können halt net mehr so komplex denken, wodurch mathematisches verständnis und auch kreativität fehlt.

es gibt auch wahrnehmungen, die können gar nicht durch medien erzeugt werden, z.b. gerüche oder entfernungen. entfernungen abzuschätzen ist aba eine wichtige eigenschaft, um z.b. im strßenverkehr bestehen zu können.

konflikte werden nicht mehr im real life ausgetragen sondern an der ps2, da spürt man keinen schmerz und kennt auch keine gefühle. und wenn man dann doch mal eins richtig auf die schnauze kriegt, dann gibts ja zum glück noch "restart"
...
 

seltsamurai

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der vergleich mit dem pferd ist eigentlich nicht so übel...ist wie der unterschied zwischen der verantwortung und der bindung mit einem hund...und der mit einem pokemon.
 

Big Mäk

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Es ist nicht die Industrie Schuld an dem Verwahrlosen unserer Kinder! Das auf die multimediale Entwicklung zu schieben ist eine zu grobe Vereinfachung, die Spieleindustrie profitiert aus dem momentanen Trend, die Ursachen aber liegen woanders. Mal paar Stichworte: Femminismus (von einigen Frauen als "Emanzipation" fälschlich benannt), Familienpolitik, Geburtenschwund, Stadtplanung, Entfremdung, Scheidungsrate...könnt noch paar Sachen mehr ausm Stegreif nennen, aber das artet aus...

PEACE!!!
 

seltsamurai

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nicht komplett bigmäk, aber die mediale verstrahlung total auszublenden ist mindestens genauso falsch wie sie zur einzigen ursache zu erklären.
 

GyveMacker

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Klar kann man jetzt sagen das viel mehr Probleme dran Schuld sind,
aber ich bau mein Wahlprogramm halt Stück für Stück auf,
you know,
über viele Probleme reden aber keins wirklich zu Ende behandeln tun schon alle echten Politiker zur genüge.



Wir können die anderen Probleme ja gesondert in eigenen Threads besprechen,
wenn da wirklich Bedarf besteht,


den Medienkram kann man meiner Meinung nach auch am besten angehen,
weil man im Zweifelsfall als Elternteil schlicht und einfach den Stecker ziehen kann, das ist nicht wirklich Zeitaufwendig und kann deswegen auch von jungen Berufstätigen Eltern praktiziert werden die nicht so super viel zeit haben.


.. Ich zähle mich selbst zu einer
Generation vor dem TV aufgewachsener Menschen. Sicher-
lich mögen sich die Sendungen verändert haben, aber wirklich
sinnvoller waren sie in den 90ern auch nicht...

Frag dich mal was du in deiner Kindheit geguckt hast und wann das lief,
und guck dir mal Mittags um 1 oder so, Japanschrott und Teletubies an
dann weisste schon Bescheid.

Irgendwann lässt das Interesse am Fernsehen auch nach.
Obwohl ich durchaus mal Zeiten hatte, in denen ich am Tag
8 oder mehr Stunden am TV geschaut habe, gucke ich
heute in der Woche noch maximal 10Std

Du hast eben noch gelernt dich anders zu beschäftigen,
und es geht halt nicht nur ums Fernsehen,
sondern auch explizit darum das es für fast alles was Spaß macht, inzwischen ein annähernd kongruentes Videospiel gibt, bei dem man sich nicht wirklich weh tun kann und man sich auch nicht wirklich anstrengen brauch,

zur Not kann man immer noch cheaten, was bei einigen dazu führt das sie sich nicht mal der geringen Herausforderung stellen die das Videospiel an sie stellt,


was dann wiederum dazu führt das sich die mediale Verdummung im Kinderzimmer eben auch dann weiter fort setzt wenn der Fernseher aus ist.
 

GyveMacker

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Kennt jemand diesen Marketingtechnisch ausgefeilten Yugi O müll ?

Da sassen dochn paar Japaner im 50. Stockwerk von so nem Industrietower
und haben sich gedacht: " Dieser Pokemon müll verkauft sich so gut, da muss doch noch Potenzial drin stecken, was verkauft sich gut und ist am billigsten zu Produzieren und zu im portieren, Sammelkarten !*,

also machen wir eine Sendung in der irgend eine auf cool getrimmte Tucke spielkarten sucht und damit ganz tolle und spannende Arbenteuer erlebt, damit sich diese Wertlosen Karten noch besser verkaufen, und haben sich den Arsch abgelacht was fürn absurder Schwachsinn das doch ist den sie da an westliche Kinder verballern.


*( ja, Mitschüler von mir haben sich auch vorrübergehend nen Spaß draus gemacht Pokemon Karten einzellnt, aus`m 1. Stock, auf`n Schulhof ,fallen lassen um zu sehen wie sich Horden von 5t Klässlern darum prügeln ,
und für einen Moment fand ich`s auch witzig )
 

seltsamurai

Altgedient
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also da muss ich dir widersprechen...

dieses yugioh kommt mir genauso dämlich vor wie die panini sammelbilder die es davor gab...bloß kann man die spielkarten immerhin nicht nur in ein album kleben.
 

¢¥kØ

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Du weißt aber, dass es H-Man erst als Figur gab, und sich auch
irgendwer gedacht hat, dass sie sich besser verkaufen lässt, wenn
es dazu eine Serie gibt, ne? Von daher: "Das war früher genauso"

:D :rolleyes:

GyveMacker schrieb:
Frag dich mal was du in deiner Kindheit geguckt hast und wann das lief,
und guck dir mal Mittags um 1 oder so, Japanschrott und Teletubies an
dann weisste schon Bescheid.

Mir fiel vor einiger Zeit mal auf, dass Samstags durchaus noch
Cartoons bei Pro7 gezeigt werden, nur wesentlich früher als "damals".
Oder halt, so ganz stimmt das nicht. Die beginnen nach wie vor
ab ca. 6Uhr, nur halt nicht mehr den ganzen Vormittag. Dafür läuft
es dann bei Tele5 und Co. In der Woche läuft ab Mittags alles bei
SuperRTL/RTL2 und vermutlich auch bei Tele5, wobei ich es bei
letzterem auch nicht genau weiß, da ich um diese Uhrzeit äusserst
selten TV schaue. Aber: Die Sendezeiten haben sich auch nicht
groß verändert, nur die Sender haben die Formate gewechselt.

GyveMacker schrieb:
Du hast eben noch gelernt dich anders zu beschäftigen

Das war keine bewusste Entscheidung. Fernsehen langweilt mich
immer mehr. Ich weiß wann die Sendungen laufen die ich sehen
will, dann mach ich den Fernseher bei Gelegenheit an, gucke mir
die jeweilige Sendung oder den Film an und dann entscheidet sich,
ob ich a) noch Lust habe etwas anderes zu gucken, oder ob ich b)
überhaupt etwas finde, wenn mir denn der Sinn danach ist. Würden
mehr Sachen laufen die mich interessieren, würde ich Literatur und
Internet als TV-Ersatz auch wieder zurück schrauben. Aber:

GyveMacker schrieb:
und es geht halt nicht nur ums Fernsehen,
sondern auch explizit darum das es für fast alles was Spaß macht, inzwischen ein annähernd kongruentes Videospiel gibt, bei dem man sich nicht wirklich weh tun kann und man sich auch nicht wirklich anstrengen brauch,
zur Not kann man immer noch cheaten, was bei einigen dazu führt das sie sich nicht mal der geringen Herausforderung stellen die das Videospiel an sie stellt,
was dann wiederum dazu führt das sich die mediale Verdummung im Kinderzimmer eben auch dann weiter fort setzt wenn der Fernseher aus ist.

Egal ob ich jetzt Fernseh gucke oder meine Playstation entstaube,
der Grund warum ich das mache ist, dass es mich unterhalten soll.
Ich bin bekennender Cheater. Wenn ich nicht weiter komme, suche
ich nach Lösungen im Internet. Entweder Komplettlösungen oder
irgendwelche versteckten Features (Cheats). Ob ich das jeweilige
Spiel auch ohne jegliche Hilfe schaffe interessiert mich nicht; wenn
ich nicht weiter komme, macht es mir keinen Spaß mehr.

Mir fällt da aber noch ein Beispiel zu ein: Mein Vater fährt eine
Triumph Sprint ST (für die unwissenden: Ist ein Motorrad), dazu
bekommt er einmal im Monat eine Zeitschrift von Triumph zugeschickt,
in dem nicht nur Neuigkeiten drin stehen, sondern allmögliches
Merchandising propagiert wird. Und: Bis auf Tapete und Klopapier
im Triumph-Design ist dort wirklich alles dabei. Soll ich daraus folgern,
dass dahinter eine durchdachte Manipulation steckt die dazu dient
die Leute so zu manipulieren, dass sie nurnoch in Triumph Bekleidung
mit passendem Schlüsselband, dazu abgestimmten Flaschenöffner
und mit Portemonnaie rum laufen, oder entscheiden Leute wie mein
Vater vllt auch selber, in wie fern sie nach Außen zeigen, was für
ein Motorrad sie fahren? ;)

Letztendlich bestimmen nach wie vor Angebot und Nachfrage was
sich verkaufen lässt. Wenn Kinder die zu der Serie pasenden Spielkarten
wollen, werden sie produziert, und so lange mein Vater Polos in passender
Farbe zu seinem Mopped will, werden auch diese hergestellt.
Letztendlich finde ich, wird da zu viel drüber diskutiert. Meiner Ansicht
nach hat sich nicht sehr viel geändert. Der Mensch ist nach wie vor ein
frei denkendes Wesen. Wer sich zu sehr von äusseren Einflüssen wie
TV beeinflussen lässt, hat es meiner Ansicht nach eh nicht anders
verdient als irgendwann an seinen Kartoffelchips getunkt in Nutella
zu versticken.
 

GyveMacker

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@ Murai

Kenn nur die Panini Bilder die zur Wm rausgekommen sind
und sowas zu dokumentieren macht für mich noch irgendwo Sinn, auch wenn ich
mir nie son Müll gekauft hab.



@ Cyko
Hast recht einiges wird wohl lange Zeit ähnlich ablaufen.

1. cooler Neologismus da am Ende

2.Ne kein plan kenn mich mit H-man nicht so aus.
Ich hatte auch kein tele5 oder son zeug.
Hab aufm 1. teilweise Marshall bravestar geguckt das lief dann aber auch irgendwann aufm andern Sender, und dann bin ich oldskool auf Sendung mit der Maus umgestiegen, jüüar und hab irgendwann Disneyclub geguckt.

3. Du bistn Cheater, warum red ich überhaupt mit dir..., und naja ist jetzt n bischen weit hergeholt aber haste ma drüber nachgedacht das du dann die LösungsIdeen von anderen verwendest ?

4. Die triumph die ja eigentlich n Klassiker ist, und die Produkte Nostalgie Wert haben für Liebhaber, die sich bewusst entschieden haben dieses Motorad zu kaufen weil der Name auch für Qualität steht, jetzt mit Pokemon zu vergleichen ist so ne Sache für sich aber kannst das ja mal mit deinem Vadder diskutieren.

5. Gesetze der Marktwirtschafft sind eine Sache, aber geziehlt Nachfrage zu schaffen und damit kleinen Kindern das Taschengeld für Müll aus der Tasche zu ziehen ist und bleibt eine Sauerei. Und es geht mir ja auch nicht nur um die Kapitalistische Seite von dem ganzen Medienrummel.

6. wenigstens ham wir keine Verständnissprobleme auch wenn du manche Dinge anders siehst.
 

Big Mäk

Altgedient
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GyveMacker schrieb:
Klar kann man jetzt sagen das viel mehr Probleme dran Schuld sind,
aber ich bau mein Wahlprogramm halt Stück für Stück auf,
you know,
über viele Probleme reden aber keins wirklich zu Ende behandeln tun schon alle echten Politiker zur genüge.



Wir können die anderen Probleme ja gesondert in eigenen Threads besprechen,
wenn da wirklich Bedarf besteht,

Ein multifaktorielles Problem lässt sich aber nicht in seine Einzelteile zerlegen. Es gibt kein klar definiertes Ursache -> Wirkungsprinzip, dass diese analytische Herangehensweise erlaubt. Ein Faktor wirkt sich auf alle weiteren Faktoren aus, möchte man das Problem erörtern gilt es also zu allererst die Faktoren genau zu bestimmen und als nächstes die möglichen Wechselwirkungen zu beschreiben. Das ist ne Menge Arbeit, ja, deshalb schreiben Menschen da auch ihren Doktor in Soziologie drüber und diskuttieren es nicht in einem Hip Hop Forum voller Minderbegabter aus... :D.

@Seltsamurai: Die Medien als Kofaktor...sicher. Da stimme ich zu. Die Medien als einzigen Faktor, oder einen wesentlichen Faktor...nein, da lehne ich ab. Medien wurden schon immer verteufelt, vor dem Fernseher waren es die Bücher, vor dem Buchdruck war es die Gabe Lesen und Schreiben zu können, davor bestimmte Geschichten die von fahrenden Barden und Minnesängern erzählt wurden und und und... Auch das Problem der Verwahrlosung der Jugend ist kein Neues, über die Respektlosigkeit den Alten gegenüber, die Faulheit, die rebellischen Impulse und die Tendenzen zu Aggressionen beschwerte sich schon Platon 300 vor Christus... Die Form hat sich gewandelt, die Intensität ist gestiegen...aber welcher normal und gesund entwickelte Jugendliche wird bitteschön bei Karstadt einbrechen und die Videospielabteilung plündern, weil es ihm ein Sido im Fernsehen rät? Welcher selbstsichere, selbstbewusste, psychisch gut entwickelte und sozial angepasst und gut aufgehobener Jugendlicher wird "einfach für den Kick" mal Anfangen sich Koks durch die Nase zu ziehen, weil ein 50 Cent das im Video als "cool" beschreibt???
Medien bedienen ein bestimmtes Publikum, würde es dieses Publikum nicht geben, würde kein Bedarf nach diesen Medien bestehen.
Das Beispiel mit dem Pferdevideospiel z.B... Wieviele Eltern haben das Geld oder die Zeit mit ihren Kindern aufn Ponyhof zu fahren? Wer mitten in der Stadt wohnt, 42 Stunden die Woche arbeiten muss, alleinerziehend ist, oder beide Eltern vollzeitberufstätig, trotzdem stets knapp bei Kasse und mit der Insgesamtsituation aus wiederrum völlig verschiedenen Gründen selbst überfordert, ist dazu in der Lage??? Sony weiss das...und liefert deshalb den Ponyhofsimulator fürs Kinderzimmer... Natürlich heisse ich das nicht gut, es ist aber kein Ansatz den Medien die Schuld zuzuschieben. Das ist nur das Einfachste.
Glaubt hier einer wirklich ein Robert St. aus Erfurt auf ehemalige Mitschüler und Lehrer aus scharfen Waffen schiesst und sich im Endeffekt selbst eine Kugel setzt, weil er zuviel Counterstrike gezockt hat??? Wer den Ansatz bei den Medien sucht, beisst dem Problem nur in den Schwanz. Wenn ich nen Baum entfernen will, kappe ich nicht die Äste...ich muss tief graben und die Wurzeln ausheben.

PEACE!!!
 

size 13

Altgedient
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ich hab damals noch mit lebendigen, freilaufenden pokemons gespielt und nicht mit denen aus dem gameboy :D ;)
 

Smooth810

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GyveMacker schrieb:
für junge Eltern als auch für Leute die es werden wollen,
müssten umsonst Kurse oder ähnliches angeboten werden in denen sie beigebracht kriegen wie man Kindern richtig umgeht, und was es heisst verantwortungsbewusst zu sein und zu handeln,
vieleicht sollte man sogar drüber nachdenken sowas zur Plichtübung zu machen.

Wie seht ihr das?

Und wer entscheidet, was es heißt "richtig" mit Kindern umzugehen?? Wenn es, wie du es vorschlägst, zur Pflichtübung wird, solche Kurse zu besuchen, würden alle Eltern ihre Kinder auf die gleiche Art und Weise erziehen und dadurch geht die Individualität eines Jeden verloren.. Thomas Gordon is z.B. einer von den bekanntesten Pädagogen.. Er hat die Methode des aktiven und passiven Zuhörens erfunden etc.. Meiner Meinung nach is das absolut schwachsinnig, wieso sollte ich also zulassen, dass mein Kind so erzogen wird bzw. wieso sollte ich mich damit einverstanden erklären, mein Kind so zu erziehen?
 

Big Mäk

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Smooth810 schrieb:
Und wer entscheidet, was es heißt "richtig" mit Kindern umzugehen?? Wenn es, wie du es vorschlägst, zur Pflichtübung wird, solche Kurse zu besuchen, würden alle Eltern ihre Kinder auf die gleiche Art und Weise erziehen und dadurch geht die Individualität eines Jeden verloren.. Thomas Gordon is z.B. einer von den bekanntesten Pädagogen.. Er hat die Methode des aktiven und passiven Zuhörens erfunden etc.. Meiner Meinung nach is das absolut schwachsinnig, wieso sollte ich also zulassen, dass mein Kind so erzogen wird bzw. wieso sollte ich mich damit einverstanden erklären, mein Kind so zu erziehen?

Das ist etwas zu schematisch gedacht. Ein pädagogischer Kurs zur Schulung der Elter kann darauf abzielen von vielleicht selbst erfahrenen rigiden, unflexiblen und autoritären Erziehungsstilen zu konkret entwicklungsförderlichen, demokratischen und verantwortungsvollen Erziehungsstilen zu wechseln. Es wird in solchen Kursen nicht schematisch gelehrt: "Wenn das Kind A sagt, müssen sie sagen..." sondern es wird eine Empathie für das kindliche Empfinden geschult und nach modernen entwicklungspsychologischen Erkenntnissen Methoden zur gezielten Förderung des Kindes gelehrt.
Das Problem ist nur, dass selbst bei Pflichtkursen nur jene lernen würden, die ohnehin interessiert sind an dem Thema. Die Eltern, die statt mit den Kindern zu sprechen den Fernseher anschalten, würden aus diesen Kursen nicht profitieren.
Ein Elternführerschein wäre zwar ein probates Mittel, aber eine zu krasse Einschränkung der Persönlichkeitsrechte in einem demokratischen Staat.

PEACE!!!
 

GyveMacker

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alter MÄK was geht bei dir.

Du magst Recht haben das weitführende Problemverstrickungen Soziologisch betrachtet als ganzes behandelt, kp hatte nie Soziologie inner Schule.

Ich bin trotzdem der Meinung das es eindeutig zu weit führt,
wenn wir in einem Forum voller Minderbegabter wie du dich ausdrückst,
jetzt die komplexe Problematik unserer verhassten Gesellschafft disskutieren, außerdem würde den einzellnen Dingen, die ich an dieser Gesellschafft hasse, dann nicht die Aufmerksamkeit geschenkt die Sie, traurigerweise, in einem Rahmen wie diesem, verdient hätten.


Du schliesst vom Geschichtenerzählern und Büchern auf Fernsehen und Medien von heute, find ich`n bischen weit hergeholt, mag sein das es früher so war, aber mit dem Argument, die Aussage zu entkräften das mit den Medien heut zu tage einiges falsch läuft und das diese einen schlechten
Einfluss auf Kinder und Jugendliche haben würde bei mir nicht ziehen.

Das sich das ganze nur gewandelt hat aber im Grunde genommen das selbe Problem ist wie seit anbeginn der modernen Zeitrichtung, seh ich auch anders,

mich stört es überhaupt nicht, das Jugendliche, ich zähl mich selber dazu, einen eigenen Weg finden sich auszudrücken und ihr Ding zu machen und dabei auch n bischen rum probieren.

Sonst wäre ich hier wohl auch falsch am Platz.

Und ein geistig gesunder jugendlicher macht etwas mit Sicherheit nicht nur weil Sido,50cent, oder irgendwer anders es sagt, deswegen Pranger ich ja das die Medien dem entgegenwirken das Kinder zu Intelligenten und Emotional gefestigten Jugendlichen heran wachsen.

Und nein ich glaube nicht dass dieser Spinner nur um sich geballert hat weil er Counterstrike gespielt hat, weiss ich aber nicht genau, hab mich nie Ernsthaft
mit dem Vorfall befasst und hab keine Ahnung wie exesiv er dieses Spiel betrieben hat und was ihn, evtl., dazu gebracht sich so in dieses Spiel zu flüchten.

Ich weiss aber weil ich selber ne Zeitlang gespielt hab, das er durch das Spiel darin geschult wurde wie er taktisch andere Leute bekämpft und das die Hemschwelle im entscheidenen Moment abzudrücken dadurch das er das am Pc Millionen mal gemacht hat, herabgesetzt wurde ist wohl jedem anderen auch klar, nicht umsonst trainiert die Us Armee teilweise mit ähnlichen Simulationen.

Wenn die wurzeln von einem evtl. sogar geschützten Baum den Gehweg ganz langsam aber sicher nach oben drücken, irgendwann die Straße aufreissen werden, und vieleicht sogar das Fundament vom Nachbarhaus angreifen,
und mir die Äste ins Dach wachsen besorg ich mir auch erstmal eine Genehmigung um besagte Äste zu kappen.

Um mal bei deiner Metapher zu bleiben.
 

GyveMacker

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Big Mäk schrieb:
Das ist etwas zu schematisch gedacht. Ein pädagogischer Kurs zur Schulung der Elter kann darauf abzielen von vielleicht selbst erfahrenen rigiden, unflexiblen und autoritären Erziehungsstilen zu konkret entwicklungsförderlichen, demokratischen und verantwortungsvollen Erziehungsstilen zu wechseln. Es wird in solchen Kursen nicht schematisch gelehrt: "Wenn das Kind A sagt, müssen sie sagen..." sondern es wird eine Empathie für das kindliche Empfinden geschult und nach modernen entwicklungspsychologischen Erkenntnissen Methoden zur gezielten Förderung des Kindes gelehrt.
Das Problem ist nur, dass selbst bei Pflichtkursen nur jene lernen würden, die ohnehin interessiert sind an dem Thema. Die Eltern, die statt mit den Kindern zu sprechen den Fernseher anschalten, würden aus diesen Kursen nicht profitieren.
Ein Elternführerschein wäre zwar ein probates Mittel, aber eine zu krasse Einschränkung der Persönlichkeitsrechte in einem demokratischen Staat.

PEACE!!!


Das kann ich so in etwa unterschreiben, ich hätte mich nur nicht ganz so schwülstig ausgedrückt..., ne spaß, ich merk schon das zu Soziologie studierst,
welcher Teufel dich auch immer geritten hat das zu tun.
 
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