die chinesen wollten nichts mit anderen kulturen zu tun haben (so hats mal nen dozent erklärt) genau so wie die japaner, die ja bis zum 18 jahrhundert auch nur nen paar kontakte hatten.
Das stimmt, aber es bestand ja auch kein großer diplomatischer Austausch zwischen Europa und Afrika, und diese Beiden kannten sich schon ein Weilchen. Die Europäer hielten einen Großteil Afrikas für unzivilisiert, genau wie die Asiaten Europa lange Zeit für Barbaren hielten. Trotzdem kolonialisierte Europa die Barbaren, während Asien die Nase rümpfend wieder nach Hause fuhr.
Schon nach kurzem begannen Kolonien auch als militärische Stützpunkte eine Rolle zu spielen. Gesicherte Häfen mit Zugang zu Nachschub erhöhen den Aktionsradius einer Flotte und geben dem Staat die Möglichkeit, mehr Druck auf andere, formal weiter unabhängige Staaten in ihrem Radius auszuüben. Die deutschen Kolonien in Asien sollten vor allem die Kohleversorgung der Kanonenbootpolitik sicherstellen, dazu waren Handel und in letzter Konsequenz auch Minen notwendig. Die deutsche Kolonialpolitik kam verspätet und gegen den Willen von Bismarck. Zumindestens der vom Staat vorangetriebene Teil folgte exakt diesem Prinzip der Stützpunktkolonie, deren Bedürfnisse den Grundstein für Witschaft und Siedlung legen: "Der Handel folgt der Flagge".
Heutzutage sind natürlich Militärstützpunkte mit Flughafen und Flugzeugträger viel wichtiger. Wobei 'Kolonien' total aus der Mode sind. Freunde sind in.