Das Reh vor dem parieren und klein schneiden. Ich hab relativ großzügig geschnitten, damit ich a) nicht soviel Gulasch am Ende habe und b) damit ich den Rest für meine Fleischwolf zum Wursten nutzen kann.
Nachdem ich das Fleisch, Wurzelgemüse, Karotten und Zwiebeln angebraten habe, habe ich alles mit Bockfond und Rotwein abgelöscht und eigene getrocknete Steinpilze hinzugegeben. Dazu noch etwas ungarische Paprikapaste für die schärfe, aber weniger als bei Schwein/ Rind-Gulasch. Weiterhin hab ich noch Wacholderbeeren, tasmanischen Pfeffer, getrocknete Tomatenflocken und Lorbeer in den Mörser angeknackt und dann in das Tee-Ei rein und mit in den Gulasch.
In der Zwischenzeit hab ich den Rotkohl durch die Reibe gezogen, mit Balsamico, Preiselbeer-Gelee, Orangensaft und verschiedenen Weihnachtsgewürze vermixt und das ganze einziehen lassen. Kurz vor dem Servieren habe ich Schwarzwälder Pfefferspeck und Schalotten kleingeschnitten und kurz angebraten, bevor ich den Rotkohl hinzugegeben habe. Leider vergessen Bilder zu machen
Für die Klöße hab ich mehlig kochende Kartoffeln gekocht, 4h auskühlen lassen, mit der Gabel kleingedrückt (Kartoffelpresse wäre besser gewesen), mit Weizenkleber, Kartoffelfasern, Ei-Gelb und Muskatnuss vermengt. Und bei siedenden Wasser kochen lassen. Hat am Anfang auch gut geklappt, aber irgendwie haben mir die Erfahrungswerte gefehlt, wann die Teile fertig sind und dadurch sind sie mir etwas verkocht. Die Fustregel, wenn sie oben schwimmen, fand ich nicht so hilfreich.
Der Gulasch war nach 3h45 fertig. Hab ihn dazwischen immer mal wieder mit etwas Gemüsebrühe begossen, wenn es zu sehr eingedickt ist. Das Bild hier ist circa 1h vor dem Servieren entstanden
Endergebnis: Gulasch war perfekt. Super zart, sehr intensiv und lecker. Rotkohl war wie immer solide, aber ich mag den auch so und mach den schon ewig so. Und Klösse muss ich noch weiter probieren, die waren leider etwas verkocht und mussten, damit ich sie nicht matschig serviere, leider abkühlen, damit sie fest werden, was bei dem Essen kein Problem war, aber halt auch nicht die optimale Lösung. Da geht noch mehr.
Als nächstes dann Rehschnitzel in Laugenpanade probieren. Muss ich mir nur noch passende Beilagen einfallen lassen.