Da funke ich doch jetzt gern mal dazwischen.
Hab mir gedacht, ich hake am besten da ein, wo gesagt wurde, dass das bilden von Religionen/Religösität irgendwo in einem stecken könnte.
Alles vielleicht im Kern nicht neu in dieser Diskussion, doch ich neige dazu meinen Senf zu spenden, wenn ich eine gewisse Ausführlichkeit vermisse.
Starten wir mal bei Gott bzw. Allah.
In Karikaturen meist als Mensch dargestellt. Daneben gibt es noch eine Vorstellung... irgendwas formloses im Off.
Gesprochen wird bei den Christen davon, dass Gott dem Menschen den freien Willen gab.
Man nimmt dies nun erstmal als Fakt. Man denkt also, man hat einen freien Willen.
Gegeben von einer Existenz, die folglich selbst einen freien Willen besitzt. Meint man.
Weitergeschaut verhält es sich bei anderen Phänomenen wie nordische Götter, ägyptische, griechische, römische, indische ähnlich.
Da geht es auch um Charaktere. Gerade weil diese schon spezifischer, bzw. eingeschränkter komplex sind.
Dort kann man jedoch die Herkunft besser ableiten, da es sich schon um sehr nachvollziehbare, menschliche Eigenschaften handelt. (Oder um Vorurteile?)
Wenn man nun argumentieren möchte, kommt man erstmal vielleicht darauf, dass der christliche Gott schonmal viel weiter gedacht ist als sone Göttersammlung, denn er ist ja so unglaublich unglaublich.
Haken: Luzifer. In gottes Stimmigkeit herrscht scheinbar doch totales Chaos.
Allerdings evtl. nur in unserer Dimension?
Gott hat unser Universum schließlich aus Hobby erschaffen. Vorher gabs dieses Chaos ja nicht.
Wir landen also bei dem Schluß, dass egal ob real oder gesponnen, dieses Dasein hier Grenzen besitzt.
Innerhalb derer können wir also unseren freien Willen entfalten, unterworfen den Gesetzmäßigkeiten.
Modern ist ohnehin hier und dort bereits, die Wissenschaft und die Religion gemeinsam anzuerkennen.
Gut, wir sind evolutioniert, doch der Urknall und sogar alles davor kommt trotzdem vom Spirit!?
Gehen wir also auch den Weg der Evolution, wenn wir schauen wollen, woher der Impuls der Religion/Religiösität kommt.
Nebenan haben wir den Thread über Esotherik. Da fällt evtl. auch der Begriff Spiritualität.
Dieser umschließt nicht zwangsweise den Begriff Religion per se.
Soweit wir den Wissenschaftlern trauen können (und ich tue das jetzt mal nach reiflicher Überlegung), besteht eine
gigantische Wahrscheinlichkeit, dass wir vom Affen abstammen.
Was ist unser Trumpf? Das Gehirn...
Der Daumen...
Denn der Daumen hat unsere Möglichkeiten, die Umwelt in unser Leben/Überleben, unsere Entwicklung zu integrieren ums X-fache potenziert.
Mit gegarten Lebensmitteln ham wir uns scheinbar nochmal extra gepusht.
....
Jedenfalls: das Gehirn.
Also ein Maulwurf hatte mal brauchbare Augen, is dann subterran gegangen, deshalb Blind, hat dafür aba tolle Baggerhände entwickelt.
Klar. Braucht er.
Dinos können jetzt dank Federn fliegen.
Und wir ham... Gehirn.... Verstand.... Denke....
Das evolutionäre Leben hat scheinbar zur Datenverarbeitung der Sinne den Rechner optimiert.
Und nun kann es soger die Auswertung neu interpretieren, taktische Überlegungen anstellen und komplexesten shit im Austausch mit gleichen Wesen anstellen.
Emotionen.
Tja.
Die haben scheinbar sogar geringere Lebensformen, doch wir können ungleich heftiger darüber sinnieren.
Ein Gemisch aus körperlichen Empfindungen, Reflexen und Instikten.
Vielleicht gibt es nix zu entdecken, sondern das Potenzial unseres Geistes ist zu groß.
Wir haben massig ungenutzte Gehirnkapazität. Vorsorglich angelegt?
Wollte die evolutionäre Energie endlich herausfinden in watt für ner Scheiße sie wühlt?
Oder ist es einfach unvermeidbar, dass das Voranschreiten von Veränderungen "Intelligenz" erzeugt?
Was man also mindestens respektieren muss, ist diese Natur, der wir entspringen.
Wahnvorstellungen, Emotionen, das Erleben des Chaos. Ein Computer muss die Frage nach dem Sinn einfach stellen.
Stellt Euch das Bild vor, wie ein Mensch plötzlich völlig paranoid durch den Djungel hetzt und egal wo er herauskommt, egal wo eine Lücke in den Wipfeln klafft, dieses Auge starrt ihn immernoch an.
Höhnisch. Seine Absichten undurchschaubar.
Vergleicht es evtl. auch mit dem Licht, das manchmal hinter seiner Stirn erscheint.
Odins Wolkenreich.....etc.
Ich denke, viele kennen solche Eindrücke.
Nehmen wir auch das Phänomen der Hexenjagt. Immernoch verbreitet in Afrika zB.. Eine Mischung aus Halbwahrheit und Fehlinformation.
Unser Universum nur eine Zelle eines Multiversums.
Die frage nach Gott unbeantwortbar. Unnötig. Gerechtfertigt.
Vielen Dank!
Spiritualität sehe ich daher als die natürliche Verarbeitung und Bearbeitung emotionaler bis physischer Ereignisse, die lebenslinienbedingt sind.
Bzw. ist für mich mit Spiritualität auch gemeint, diesen freien Willen den wir eingeschränkt besitzen zu planen und zu erleben.
Spiritualität macht sich im Erleben von Kultur bemerkbar.
Unser Verstand braucht die Erfahrung der Religionsfrage, sowie vieler anderer Dinge um den Evolutionsschritt des Gehirns verarbeiten zu können.
Ob das vorhergesehen war, ist dabei eher nicht so wichtig finde ich.