Gehirnf1ckmucke
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- 272
In der Nacht zum Neujahr 2009 wurde der wegen minderschweren Delikten
gesuchte Dennis J. vom Berliner Polizisten Reinhard Rother in Schönfließ
erschossen. Der LKA-Fahnder hatte einen Tip über Dennis Aufenthaltsort
bekommen, fuhr mit zwei seiner Kollegen in das brandenburgische Dorf und
fand Dennis dort in seinem Auto sitzend vor. Warum der Polizeikommissar
Rother das ganze Magazin seiner Waffe auf den 26-jährigen abfeuerte und
ihn so tötete ist unklar. Fakt ist, das Dennis unbewaffnet war und keine
Gefahr von ihm ausging.
Die offiziellen Medien übernahmen Tags darauf die Meldung der
Polizei-Pressestelle, sprachen von Notwehr und hetzten gegen den
"Intensivtäter" Dennis. Doch die Familie machte Pressearbeit und nach
dem ersten Gutachten wurden auch in Berlins Medienlandschaft Zweifel an
der Notwehrtheorie laut.
Zur Beerdigung am 17.01.2009 kamen über 300 Familienmitglieder und
Freunde von Dennis. Nach der Trauerfeier zogen viele von ihnen zum Sitz
des Polizeipräsidenten. Auch sie zweifelten an der offiziellen Version
und forderten Gerechtigkeit. Von nun an wurden immer wieder
Demonstrationen durchgeführt und schließlich wurden der Todesschütze
und seine Kollegen vor Gericht gestellt.
Mit Hilfe linker Gruppen wurde der Prozess gegen die Polizisten medial und
durch verschiedene Aktionen begleitet. Vor Gericht selbst wurde allerdings
nur deutlich, wie schlampig die Polizei Ermittlungen fährt,
wenn es gegen die eigenen Kollegen geht. Selbst der ermittelnde
Staatsanwalt beklagte, dass der Korpsgeist der Berliner
Polizei die Aufklärung erschwere. Ende Juli 2010 verurteilte der Richter
den
schiesswütigen Polizisten zwar wegen Todschlag, gab ihm jedoch nur zwei
Jahre auf Bewährung.
Im Gerichtssaal kam es zu Tumulten und Freunde von Dennis wurden
festgenommen. Andere Familienmitglieder und Freunde sowie einige Linke,
die am Abend der Urteilsverkündung gegen diese Zustände demonstrierten,
wurden von der Polizei verprügelt. Selbst eine drei Tage später
durchgeführte Infoveranstaltung wurde von einer halben Hundertschaft der
Polizei gestürmt.
Doch die Familie will den Kampf um Gerechtigkeit auch nach dem
lächerlichen Urteil nicht aufgegeben. Um sie herum sammeln sich immer
mehr Betroffene von Polizeigewalt, um nicht mehr alles hinnehmen zu
müssen.
Anbei ein paar links zu Interviews, Fernsehberichten, Fotos und
Zeitungsartikeln zum Thema
Der Schwager von Dennis spricht auf einer Veranstaltung über den Mord und
die Ermittlungspannen:
http://vimeo.com/13703763
RBB Klartext -Bericht:
http://www.youtube.com/watch?v=oH9lD-0So7A
Brisant:
http://www.youtube.com/watch?v=8SR5U7L38rw
Fotos:
http://www.flickr.com/photos/pm_cheung/sets/721576
24289697419/
http://www.flickr.com/photos/mikaelzellmann/sets/7
2157624288971539/
http://www.flickr.com/photos/pm_cheung/sets/721576
24186652845/
http://www.flickr.com/photos/mikaelzellmann/sets/7
2157624324694660/
einige Presseartikel:
http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/multikulti-au
f-der-strasse/
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/
die-todesschuesse-von-schoenfliess/
http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-all
ianz-der-acht-kugeln/
gesuchte Dennis J. vom Berliner Polizisten Reinhard Rother in Schönfließ
erschossen. Der LKA-Fahnder hatte einen Tip über Dennis Aufenthaltsort
bekommen, fuhr mit zwei seiner Kollegen in das brandenburgische Dorf und
fand Dennis dort in seinem Auto sitzend vor. Warum der Polizeikommissar
Rother das ganze Magazin seiner Waffe auf den 26-jährigen abfeuerte und
ihn so tötete ist unklar. Fakt ist, das Dennis unbewaffnet war und keine
Gefahr von ihm ausging.
Die offiziellen Medien übernahmen Tags darauf die Meldung der
Polizei-Pressestelle, sprachen von Notwehr und hetzten gegen den
"Intensivtäter" Dennis. Doch die Familie machte Pressearbeit und nach
dem ersten Gutachten wurden auch in Berlins Medienlandschaft Zweifel an
der Notwehrtheorie laut.
Zur Beerdigung am 17.01.2009 kamen über 300 Familienmitglieder und
Freunde von Dennis. Nach der Trauerfeier zogen viele von ihnen zum Sitz
des Polizeipräsidenten. Auch sie zweifelten an der offiziellen Version
und forderten Gerechtigkeit. Von nun an wurden immer wieder
Demonstrationen durchgeführt und schließlich wurden der Todesschütze
und seine Kollegen vor Gericht gestellt.
Mit Hilfe linker Gruppen wurde der Prozess gegen die Polizisten medial und
durch verschiedene Aktionen begleitet. Vor Gericht selbst wurde allerdings
nur deutlich, wie schlampig die Polizei Ermittlungen fährt,
wenn es gegen die eigenen Kollegen geht. Selbst der ermittelnde
Staatsanwalt beklagte, dass der Korpsgeist der Berliner
Polizei die Aufklärung erschwere. Ende Juli 2010 verurteilte der Richter
den
schiesswütigen Polizisten zwar wegen Todschlag, gab ihm jedoch nur zwei
Jahre auf Bewährung.
Im Gerichtssaal kam es zu Tumulten und Freunde von Dennis wurden
festgenommen. Andere Familienmitglieder und Freunde sowie einige Linke,
die am Abend der Urteilsverkündung gegen diese Zustände demonstrierten,
wurden von der Polizei verprügelt. Selbst eine drei Tage später
durchgeführte Infoveranstaltung wurde von einer halben Hundertschaft der
Polizei gestürmt.
Doch die Familie will den Kampf um Gerechtigkeit auch nach dem
lächerlichen Urteil nicht aufgegeben. Um sie herum sammeln sich immer
mehr Betroffene von Polizeigewalt, um nicht mehr alles hinnehmen zu
müssen.
Anbei ein paar links zu Interviews, Fernsehberichten, Fotos und
Zeitungsartikeln zum Thema
Der Schwager von Dennis spricht auf einer Veranstaltung über den Mord und
die Ermittlungspannen:
http://vimeo.com/13703763
RBB Klartext -Bericht:
http://www.youtube.com/watch?v=oH9lD-0So7A
Brisant:
http://www.youtube.com/watch?v=8SR5U7L38rw
Fotos:
http://www.flickr.com/photos/pm_cheung/sets/721576
24289697419/
http://www.flickr.com/photos/mikaelzellmann/sets/7
2157624288971539/
http://www.flickr.com/photos/pm_cheung/sets/721576
24186652845/
http://www.flickr.com/photos/mikaelzellmann/sets/7
2157624324694660/
einige Presseartikel:
http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/multikulti-au
f-der-strasse/
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/
die-todesschuesse-von-schoenfliess/
http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-all
ianz-der-acht-kugeln/