Der Doping-Thread

Hustleröder!

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hmm aber vergleich doch mal. wenn ich sehe wie die im radsport xxxxxxxxx kolimeter fahren, berg auf, berg ab und das in so einer geschwindigkeit, da muss man dopen um vorne dabei zu sein.

im fußball kann man sich talent nicht dopen. technik sowieso nicht. und das mit den gelaufenen kilometer ja, aber son vorteil wäre das nicht. die laufen im schnit ja sowieso ''nur'' 10km pro spiel, dazu kann man immer mal ne pause einlegen, die hz kommt dazu.

ein trugschluss ist es auch - das mehr km = besseres spiel ist..

bayern ist eines der laufschwächsten teams, und sind trotzdem auf platz 1, freiburg war das laufstärkste in der hinrunde und war letzter..
es ist ja auch ne systemsache.. naja

..
was ich eigentlich sagen will. ich halte es nicht fü einen großen vorteil falls sich ein fußballkicker dopt.. im gegensatz zum radsport.

Naja, du hast, und das meine ich nicht böse, auch keine Ahnung von den Vorteilen die Doping so mit sich bringt. Sehe ich schon an deinem Distanzenvergleich. Du legst dabei grundsätzlich nur die körperliche Ermüdung direkt während des Spiels/Rennens zugrunde und vergisst das auch der Kopf mit steigender Anstrengung nachlässt. Ein Boxer z.B mit konditionellen Schwierigkeiten im Kampf geht schneller K.O als ein fitter Boxer, das liegt aber nicht unbedingt an der körperlichen Verfassung sondern vielmehr daran das er die Eindrücke nichtmehr schnell genug verarbeiten kann und dadurch einen Schlag der zum Treffer wird nichtmehr "kommen sieht" was dann zum K.O führt da sein Körper sich nicht rechtzeitig darauf einstellen kann. Deswegen funktionieren "erzwungene K.O´s" auch immer so schlecht.

Auf den Fußballer umgemünzt heißt das nichts anderes als das er zu fortgeschrittener Zeit im Spiel evtl. den Ball nichtmehr exakt trifft, oder eine Torgefährliche Situation falsch einschätzt.

Von den Vorteilen einer verbesserten Regeneration möchte ich jetzt garnicht erst anfangen.

Bei einem Gewichtheber z.B zweifelt kein Mensch daran das er doped und das obwohl seine Belastungsdauer ja wohl weiiit unter der eines Fussballspielers oder Radfahrers liegt. Trotzdem sind die Mittel die in diesen Sportarten eingesetzt werden meist die selben, nur die Dosen verschieben sich je nach Bedarf...;)
 

FlyingSaesch

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Ich denke auch,dass in nahezu allen Sportarten Dopingmittel eingesetzt werden.

Selbstverständlich bevorzuge ich fairen und sauberen Sport,aber wo wird der denn noch geboten?
Inzwischen denke ich,dass der ganze Scheiß einfach legalisiert werden sollte,damit der Sport wieder fair wird.
So kann sich jeder seinen Bedürfnissen anpassen. Ich würd's einfach als technische Hilfsmittel betrachten,die jeder nutzen kann.
Der eine braucht sein Asthmaspray, der andere kokst gerne, irgendwer nutzt irgendwas zum Muskelaufbau und ein anderer zur Steigerung der Ausdauer... Einfach frei geben. Die Vereine können ja noch immer Verträge mit Ihren Spielern abschließen, in denen dann Drogenmissbrauch etc. verboten ist.
 
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SirJackson

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Und was ist mit jugendteams bzw 17,18 jährigen, die noch im Wachstum sind? Willste das mit altersbeschränkung machen? dann haben junge Spieler im erwachsenenbereich aber eine eklatanten Nachteil.
 

Don Donat

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Ich gehe auch davon aus, das überall und in großem Maße gedopt wird, trotzden wirst du selten so viele Vorbilder finden wie im Sport, gerade im Fußball. Da ein Zeichen zu setzen, sich selbst zu zerstören is okay für Leistung, wär nich so pralle. Zumal das Feld eben nicht gleich wäre, Stichwort neue Dopingarten, nimmt man halt mehr von dem Zeug und riskiert n Herzinfarkt vor der Meisterschaft usw., es würd doch eher in nem Wettstreit ausarten, wer sich mehr Zutraut zu nehmen als das es um Leistungsfähigkeit gehen würde.
 

Hustleröder!

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Ich gehe auch davon aus, das überall und in großem Maße gedopt wird, trotzden wirst du selten so viele Vorbilder finden wie im Sport, gerade im Fußball. Da ein Zeichen zu setzen, sich selbst zu zerstören is okay für Leistung, wär nich so pralle. Zumal das Feld eben nicht gleich wäre, Stichwort neue Dopingarten, nimmt man halt mehr von dem Zeug und riskiert n Herzinfarkt vor der Meisterschaft usw., es würd doch eher in nem Wettstreit ausarten, wer sich mehr Zutraut zu nehmen als das es um Leistungsfähigkeit gehen würde.

Jupp... also ne Legalisierung dieses Zeugs ist absolut der falsche Weg. Im Endeffekt gibt es nur einen schuldigen an diesem Wettrüsten, das sind wir, die Zuschauer. Keiner von uns kräht nach dem zweitplatzierten in einem Wettkampf, es zählen nur Siege. Und nur Sieger werden entsprechend finanziell unterstützt. Das variiert je nach Sportart, aber egal was für nen Sport man ausübt, als ehrgeiziger Athlet möchtest du immer zu den Besten und damit zu den Topverdienern zählen. Daher auch der Druck nach illegalen Mitteln zu greifen. Das ist ein Teufelskreis der erst durchbrochen wird wenn dieses System durch den Zuschauer abgelehnt wird. Und damit meine ich nicht den kurzfristigen Aufschrei der Empörung der nach bekanntwerden eines Dopingvorfalls während der Tour de France gang und gäbe ist...

Eine Legalisierung würde das ganze in noch extremeren Ausmaßen ablaufen lassen. Ich hab mal meinen Fahrlehrer gefragt warum auf einer Straße bei uns, die kerzengerade und weiträumig einsehbar ist nur 60 statt 80 gefahren werden darf. Seine Antwort darauf passt auch zum Dopingthema, er meinte "Jetzt wo hier nur 60 erlaubt sind, fahren alle schon 80, wenn man das Tempolimit hier auf 80 erhöhen würde, würden alle 100 fahren und damit wäre die Gefährdungslage schon wieder eine ganz andere"... das triffts eigl ganz gut...
 

FlyingSaesch

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Eine Legalisierung würde das ganze in noch extremeren Ausmaßen ablaufen lassen. Ich hab mal meinen Fahrlehrer gefragt warum auf einer Straße bei uns, die kerzengerade und weiträumig einsehbar ist nur 60 statt 80 gefahren werden darf. Seine Antwort darauf passt auch zum Dopingthema, er meinte "Jetzt wo hier nur 60 erlaubt sind, fahren alle schon 80, wenn man das Tempolimit hier auf 80 erhöhen würde, würden alle 100 fahren und damit wäre die Gefährdungslage schon wieder eine ganz andere"... das triffts eigl ganz gut...

Ja,das ist richtig.
Aber Gesetze werden überall gebrochen,auch im Sport.
Mit Tests und verschärften Regeln kommt man nicht nach. Strafen oder Sperren helfen auch nicht. Die hälfte aller Dopingmittel kann man nicht mal nachweisen.
Es weiß doch jeder,dass Armstrong bei der tour ohne Ende beschissen hat. Und?
Verboten sind viele Dopingmittel,interessieren tut das niemanden. So bleibt der Sport unsauber und der Wettkampf unfair.
 

Don Donat

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Ja,das ist richtig.
Aber Gesetze werden überall gebrochen,auch im Sport.
Mit Tests und verschärften Regeln kommt man nicht nach. Strafen oder Sperren helfen auch nicht. Die hälfte aller Dopingmittel kann man nicht mal nachweisen.
Es weiß doch jeder,dass Armstrong bei der tour ohne Ende beschissen hat. Und?

Das ist doch kein Kiffen und n Problem der gesamten Gesellschaft, der Kreis der bezahlten Leistungssportler ist doch noch relativ überschaubar. Einmal Doping => Lebenslanges Verbot wär ne perspektive über 2 Jahre Berufsverbot gackern doch die Hühner. Wenn se ganz lustig sind können se auch noch ne Doping- und, in Erwartung einer rosigen Zukunft, Roboterliga machen oder weiß der Geier was.


Verboten sind viele Dopingmittel,interessieren tut das niemanden. So bleibt der Sport unsauber und der Wettkampf unfair.

Mehr Tests, mehr Budget. Der Wettkampf wird weder fairer noch sauberer durch eine Legalisierung von Doping.
 

SirJackson

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Für lebenslange sperren wäre ich jetzt nicht, das könnte viele Karrieren vernichten, in anbetracht dessen wie ekelhaft und skrupellos das Geschäft ist. Man stelle sich vor, Spieler xy geht iwo essen und der Chef des restaraunts, leidenschaftlicher Fan des rivalen, haut ihm da schön ne viagra rein. Dann ist schicht. Ich denke jeder weiß, was ich sagen will.

5 Jahre berufsverbot, bei rein LEISTUNGSSTEIGERNDEN illegalen Substanzen.
 

pabeluga

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Es stellt trotzdem einen enormen Vorteil dar, wenn du im Spiel 2 Kilometer mehr laufen kannst als dein Gegenspieler.... Bei Fuentes waren ja auch einige Fußballspieler in Behandlung.......
Und man braucht eben nicht so tun als wären die Radsportler eine besondere Spezie Mensch, die eine besonders schlechte Moral besitzen, sondern die anderen Sportarten sind genauso Doping verseucht.

sehe doping im mannschaftsport jetzt nicht als ein so gravierendes problem. ein fußballspiel hat soviele unterbrechungen und erholungspausen + eine halbzeitpause. die sprintanteile sind verdammt gering. 10 km in 90 minuten sind ein klacks. soviel km legt man auch zurück, wenn man 90 min zügig spazieren geht. die belastungsspitzen sind eher punktuell.
sicherlich hilft es dennoch weiter, wenn man mittelchen nimmt, die einen langsamer müder werden lassen. dann noch pillen gegen schmerzen, pillen gegen die angst (vor zB dem zweikampf oder dem Druck), mittelchen für die konzentration und mittelchen zum aufputschen. aber wenn man das talent nicht hat und man in der 90. den stockfehler macht, der zum konter und zur niederlage führt, dann hilft das auch nichts.
da hilft auch systematisches doping nicht zwingend weiter. wenn man vorne 3x den pfosten trifft und hinten der einzige schuss reingeht...
sicher, doping bringt auch im fußball vorteile mit sich, aber die sind schon beträchtlich geringer als im ausdauer- oder kraftsport.
ansonsten ist der sport halt ein abbild der gesellschaft. ist ja nicht so, dass es in wirtschaft und politik anders läuft. wenns nach oben gehen kann, dann wird ein großteil der leute zu hu.rensöhnen. :)
 

Hustleröder!

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sehe doping im mannschaftsport jetzt nicht als ein so gravierendes problem. ein fußballspiel hat soviele unterbrechungen und erholungspausen + eine halbzeitpause. die sprintanteile sind verdammt gering. 10 km in 90 minuten sind ein klacks. soviel km legt man auch zurück, wenn man 90 min zügig spazieren geht. die belastungsspitzen sind eher punktuell.
sicherlich hilft es dennoch weiter, wenn man mittelchen nimmt, die einen langsamer müder werden lassen. dann noch pillen gegen schmerzen, pillen gegen die angst (vor zB dem zweikampf oder dem Druck), mittelchen für die konzentration und mittelchen zum aufputschen. aber wenn man das talent nicht hat und man in der 90. den stockfehler macht, der zum konter und zur niederlage führt, dann hilft das auch nichts.
da hilft auch systematisches doping nicht zwingend weiter. wenn man vorne 3x den pfosten trifft und hinten der einzige schuss reingeht...
sicher, doping bringt auch im fußball vorteile mit sich, aber die sind schon beträchtlich geringer als im ausdauer- oder kraftsport.
ansonsten ist der sport halt ein abbild der gesellschaft. ist ja nicht so, dass es in wirtschaft und politik anders läuft. wenns nach oben gehen kann, dann wird ein großteil der leute zu hu.rensöhnen. :)

Du gehst das ganze falsch an. Was du siehst ist das Spiel, was ich sehe sind unzählige Trainingseinheiten und zwar nicht nur die auf dem Platz, sondern auch noch Krafttraining UND dann noch fit zum Spiel erscheinen... niemand der nicht schonmal 2x am Tag, 5-6 Tage die Woche auf hohem Anstrengungslevel Sport betrieben hat kann sich vorstellen wie sehr das nach ein paar Wochen schlauchen kann...
 

pabeluga

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ja, du hast vollkomen recht, ich trainiere auch tlw. 8 bis 14 Einheiten die Woche und weiß wie es, wenn man abends nach feierabend bei 2° und Dunkelheit noch 20 km reißen muss. und am nächsten tag wieder. :D nach ein paar wochen kann das böse blüten treiben. da hast du auch völlig recht. und auf dieser ebene sind dopingmittel vermutlich auch extrem nützlich.

aber mein punkt war ja eher, dass dies zwar einen vorteil mit sich bringt, aber trotzdem nicht zwingend über sieg und niederlage entscheidet, wenn es der einzelne sportler macht.
klar, wenn ein team das systematisch betreibt und das andere gar nicht, dann ist es ein immenser vorteil. aber ich glaube nicht an ein systematisches doping im fußball. wobei es dahingehend ja schon auch indizien gibt... aber denke trotzdem, dass es sich eher um einzelfälle handelt.
 

Hustleröder!

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ja, du hast vollkomen recht, ich trainiere auch tlw. 8 bis 14 Einheiten die Woche und weiß wie es, wenn man abends nach feierabend bei 2° und Dunkelheit noch 20 km reißen muss. und am nächsten tag wieder. :D nach ein paar wochen kann das böse blüten treiben. da hast du auch völlig recht. und auf dieser ebene sind dopingmittel vermutlich auch extrem nützlich.

aber mein punkt war ja eher, dass dies zwar einen vorteil mit sich bringt, aber trotzdem nicht zwingend über sieg und niederlage entscheidet, wenn es der einzelne sportler macht.
klar, wenn ein team das systematisch betreibt und das andere gar nicht, dann ist es ein immenser vorteil. aber ich glaube nicht an ein systematisches doping im fußball. wobei es dahingehend ja schon auch indizien gibt... aber denke trotzdem, dass es sich eher um einzelfälle handelt.

Ich muss das jetzt vorsichtig formulieren aber ich hab mal von jemandem gehört, der jemanden kennt der von jemandem gehört hat das selbst in der 3. Liga schon recht ordentlich zugelangt werden soll. Aber nehmen wir doch mal einen bekannteren Fall, damals, Juve, dick im Epo-Buisness und das war nur die Substanz die man nachweisen konnte. Da wollen wir nichtmal vom unscheinbareren Gebrauch diverser Steroide sprechen. Gerade bei Propionaten, also kurzfristigen Estern die rel. schnell wieder aus dem Blut verschwunden sind. Blutdoping z.B ist auch ein Thema, soll ja bei Zidane auch Gang und Gäbe gewesen sein...
 

FurioG

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pressetermin mit siegertreppchen und schampus rumspritzen wär natürlich jetzt der knaller :cool:
 

JamesOttl

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Vor allem die Schlecks sind ja die Saubermänner der Sportart :D Aber bei Radsport is in der Hinsicht eh beste, da reicht ja schon ein Blick in die Gesichter der Akteure und du hast keine Fragen mehr :D Hab mir grad Mal die Diskussion gegeben hier, Doping legalisieren, schon Mal der Bullshit Vorschlag des Jahres! Ich mein es ist naiv zu denken, dass Sportarten wie Fußball auch nur annähernd sauber sind, aber trotzdem kann man das Doping und dessen positive Auswirkung auf die Leistung zwischen Ballsportarten und mehr oder weniger reinen Kraft bzw. Ausdauersportarten nicht ansatzweise miteinander vergleichen.
 
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