Unity Kassel
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- 9 Juli 2002
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- 27
Die CDU fordert - wie jedes Jahr - die Abschaffung der legalen Graffiti-Flächen in Kassel.
Anbei ist eine Resolution für den Erhalt der legalen Graffiti-Flächen in Kassel. Sie wird bisher von über 20 Organisationen - wie z.B. SAV, DGB Kassel, Kasseler Jugendring, Kirchen, Grüne Kassel, usw. - aber auch von Künstlern wie ANUS ONE, TA55O, TASEK, WOK usw. Um es hier kurz zu machen: Wir suchen möglichst viele weitere Künstler, Organisationen, Vereine, Galerien usw., die diese Resolution unterstützen.
Resolution
(zur Weitergabe an die Presse und die Stadtverordneten)
Forderungen der CDU würden illegales Graffiti steigern und Jugendliche zu Straftaten treiben
Die CDU Kassel will erneut gegen die legalen Graffiti-Flächen in Kassel vorgehen. Wie schon bei Ihren Anti-
Graffiti-Kampagnen der letzten Jahre versucht sie noch nicht einmal, sich genauer über das Thema zu informieren, sondern propagiert lieber die Argumente gegen Graffiti, die schon vor Jahren widerlegt wurden.
Weder Axel Thiel vom Kasseler Graffiti Archiv, der u.a. die Stadt London bei diesem Thema berät, noch das Kasseler Graffiti-Projekt wurden jemals von der CDU befragt - die würden wohl auch nicht das erzählen, was die CDU hören will.
Nun will die CDU erneut versuchen, die legalen Flächen für Graffiti in Kassel abzuschaffen bzw. keine weiteren zuzulassen. In der Vergangenheit ist sie immer wieder am Widerstand der betroffenen Jugendlichen gescheitert. So gab es inzwischen drei mal große Kampagnen für den Erhalt der Flächen mit Demos, über 2000 Unterschriften usw. Dies zeigt unserer Meinung nach eindeutig, dass der Bedarf an diesen Flächen da ist.
Außerdem ist inzwischen eine neue Generation von Jugendlichen mit den legalen Flächen herangewachsen, die kein illegales Malen im Sinn haben und hatten - sie werden von der CDU vor den Kopf gestoßen.
Seit fast 10 Jahren wird in Kassel legal gemalt, Geschäftsleute und Privatpersonen wollen Graffitimaler als Gestalter, in Schulen und Jugendhäusern finden Workshops statt: von der Farbenlehre bis zur Historie des Graffiti, Aufklärung über die Folgen illegalen Sprühens, Werbung für legales Sprühen... Da hat niemand etwas gegen legales Graffiti - wieso auch?
Was hingegen das Ergebnis eines Abbaus der legalen Graffitiflächen ist, konnten wir im Jahr 1999 in Kassel – wie auch in vielen anderen Städten Deutschlands und weltweit – sehen: der BGS machte an den legalen Flächen so
übertriebene Überwachungsaktionen mit Fotos, Video, Verfolgungsaktionen,
permanenten Ausweiskontrollen usw., dass er dadurch eigentlich alle
Jugendlichen von den legalen Flächen vertrieb. Eine Steigerung der
illegalen Graffiti in Kassel um mindestens 400% war das direkte
Ergebnis dieser praktischen Illegalisierung der eigentlich legalen
Graffiti-Flächen.
Dies zeigt, dass die aktuellen Vorschläge der CDU das „illegale“
Graffiti deutlich vermehren würden. Dadurch werden Jugendliche,
die einfach nur ihre Kreativität ausleben wollen mangels
legaler Alternative zu Straftaten motiviert.
Aber es gibt auch ganz praktische Argumente für die legalen
Flächen: Da Jugendliche ein begrenztes Budget haben und
Sprühdosen teuer sind, können sie sich nicht endlos Sprühdosen
kaufen. Und logischerweise kann jede Sprühdose, die an einer
legalen Fläche versprüht wird, nicht mehr „illegal“ benutzt werden.
Wir fordern die CDU auf, sich ernsthaft mit dem Thema auseinander
zusetzen und sich die Folgen ihrer Forderungen klarzumachen,
bevor sie ihre nächste Presseerklärung zu diesem Thema macht.
Außerdem fordern die unterzeichnenden den Erhalt & Ausbau der
bestehenden, legalen Graffiti-Flächen, und eine stärkere und
direkte Förderung der Jugendkultur in Kassel.
Dies ist eine gemeinsame Presseerklärung des Vereins
zur Förderung der Jugendkultur Kassel e.V. sowie der
folgenden UnterstützerInnen: .......
Initiator: Verein zur Förderung der Jugendkultur Kassel e.V. - Kontakt: Jugendkultur-kassel@gmx.net
Falls Du die Resolution unterstützen willst, schickt uns am besten ne e-mail!
Im voraus vielen Dank dafür!
Boris Bouchon
für den Verein zur Förderung der Jugendkultur Kassel e.V.
P.S.: Über eine Verbreitung an weitere potentielle UnterstützerInnen wären wir sehr dankbar!
Kontakt:
Verein zur Förderung der Jugendkultur Kassel e.V.
Werner hilpert Str. 22
34117 Kassel
Jugendkultur-Kassel@gmx.net
Anbei ist eine Resolution für den Erhalt der legalen Graffiti-Flächen in Kassel. Sie wird bisher von über 20 Organisationen - wie z.B. SAV, DGB Kassel, Kasseler Jugendring, Kirchen, Grüne Kassel, usw. - aber auch von Künstlern wie ANUS ONE, TA55O, TASEK, WOK usw. Um es hier kurz zu machen: Wir suchen möglichst viele weitere Künstler, Organisationen, Vereine, Galerien usw., die diese Resolution unterstützen.
Resolution
(zur Weitergabe an die Presse und die Stadtverordneten)
Forderungen der CDU würden illegales Graffiti steigern und Jugendliche zu Straftaten treiben
Die CDU Kassel will erneut gegen die legalen Graffiti-Flächen in Kassel vorgehen. Wie schon bei Ihren Anti-
Graffiti-Kampagnen der letzten Jahre versucht sie noch nicht einmal, sich genauer über das Thema zu informieren, sondern propagiert lieber die Argumente gegen Graffiti, die schon vor Jahren widerlegt wurden.
Weder Axel Thiel vom Kasseler Graffiti Archiv, der u.a. die Stadt London bei diesem Thema berät, noch das Kasseler Graffiti-Projekt wurden jemals von der CDU befragt - die würden wohl auch nicht das erzählen, was die CDU hören will.
Nun will die CDU erneut versuchen, die legalen Flächen für Graffiti in Kassel abzuschaffen bzw. keine weiteren zuzulassen. In der Vergangenheit ist sie immer wieder am Widerstand der betroffenen Jugendlichen gescheitert. So gab es inzwischen drei mal große Kampagnen für den Erhalt der Flächen mit Demos, über 2000 Unterschriften usw. Dies zeigt unserer Meinung nach eindeutig, dass der Bedarf an diesen Flächen da ist.
Außerdem ist inzwischen eine neue Generation von Jugendlichen mit den legalen Flächen herangewachsen, die kein illegales Malen im Sinn haben und hatten - sie werden von der CDU vor den Kopf gestoßen.
Seit fast 10 Jahren wird in Kassel legal gemalt, Geschäftsleute und Privatpersonen wollen Graffitimaler als Gestalter, in Schulen und Jugendhäusern finden Workshops statt: von der Farbenlehre bis zur Historie des Graffiti, Aufklärung über die Folgen illegalen Sprühens, Werbung für legales Sprühen... Da hat niemand etwas gegen legales Graffiti - wieso auch?
Was hingegen das Ergebnis eines Abbaus der legalen Graffitiflächen ist, konnten wir im Jahr 1999 in Kassel – wie auch in vielen anderen Städten Deutschlands und weltweit – sehen: der BGS machte an den legalen Flächen so
übertriebene Überwachungsaktionen mit Fotos, Video, Verfolgungsaktionen,
permanenten Ausweiskontrollen usw., dass er dadurch eigentlich alle
Jugendlichen von den legalen Flächen vertrieb. Eine Steigerung der
illegalen Graffiti in Kassel um mindestens 400% war das direkte
Ergebnis dieser praktischen Illegalisierung der eigentlich legalen
Graffiti-Flächen.
Dies zeigt, dass die aktuellen Vorschläge der CDU das „illegale“
Graffiti deutlich vermehren würden. Dadurch werden Jugendliche,
die einfach nur ihre Kreativität ausleben wollen mangels
legaler Alternative zu Straftaten motiviert.
Aber es gibt auch ganz praktische Argumente für die legalen
Flächen: Da Jugendliche ein begrenztes Budget haben und
Sprühdosen teuer sind, können sie sich nicht endlos Sprühdosen
kaufen. Und logischerweise kann jede Sprühdose, die an einer
legalen Fläche versprüht wird, nicht mehr „illegal“ benutzt werden.
Wir fordern die CDU auf, sich ernsthaft mit dem Thema auseinander
zusetzen und sich die Folgen ihrer Forderungen klarzumachen,
bevor sie ihre nächste Presseerklärung zu diesem Thema macht.
Außerdem fordern die unterzeichnenden den Erhalt & Ausbau der
bestehenden, legalen Graffiti-Flächen, und eine stärkere und
direkte Förderung der Jugendkultur in Kassel.
Dies ist eine gemeinsame Presseerklärung des Vereins
zur Förderung der Jugendkultur Kassel e.V. sowie der
folgenden UnterstützerInnen: .......
Initiator: Verein zur Förderung der Jugendkultur Kassel e.V. - Kontakt: Jugendkultur-kassel@gmx.net
Falls Du die Resolution unterstützen willst, schickt uns am besten ne e-mail!
Im voraus vielen Dank dafür!
Boris Bouchon
für den Verein zur Förderung der Jugendkultur Kassel e.V.
P.S.: Über eine Verbreitung an weitere potentielle UnterstützerInnen wären wir sehr dankbar!
Kontakt:
Verein zur Förderung der Jugendkultur Kassel e.V.
Werner hilpert Str. 22
34117 Kassel
Jugendkultur-Kassel@gmx.net