Beats mit echten Instrumenten - Innovation oder Rückschritt?

K!llahOnThaRoaD

Gold Status
Mitglied seit
6 April 2006
Beiträge
6.876
heutzutage bestehen die hiphop-beats ja beinahe nur aus klängen, die am computer erzeugt wurden (und entsprechend auch klingen). dann wird über diese vorher gebastelten beats gerappt und schon hat man tracks

was mich (und evtl. auch andere) wesentlich mehr interessieren würde, wären ne art "live"-albumaufnahmen, wo der beat mit echten instrumenten gespielt wird und es gleichzeitig drüber gerappt wird... dadurch hätte man etwas mehr spielraum für beatvariationen und es wäre auch der beweis für die fähigkeiten der jeweiligen rapper, über jeden beat zu rappen

für mich ist die vorstellung von einem von echten instrumenten gespielten beat, der dann mehrmals variiert (ähnlich wie bei mixtapes) zu herrlich. was haltet ihr davon? wäre die rückkehr zu den echten instrumenten für den hiphop ein rückschritt oder ist sie die nächste stufe der sprechgesang-"kunst"?
 

SchwanzusLongus

ist hier aktiv
Mitglied seit
27 August 2006
Beiträge
116
Also ich finde, das man über vsts teilweise schon echt der realität immer näher kommt (zu den echten instrumenten)
Finds auch ganz cool, wenn mal so paar beats gemacht werden, aber ich glaube eigentlich eher, das der "trend" weiter gehn wird in elektronische musik. Und diese wiederrum wird einfach immer realistischer
 

K!llahOnThaRoaD

Gold Status
Mitglied seit
6 April 2006
Beiträge
6.876
vst kann so gut sein wie es will, die meisten beats, die ich bisher gehört hab, wirkten künstlich (entweder durch elektronisch wirkende samples oder durch künstlich wirkende drums)...
 

SchwanzusLongus

ist hier aktiv
Mitglied seit
27 August 2006
Beiträge
116
da mag was dran sein, aber ich finde teilweise elektrische sounds auch richtig derbe! Mal was von dem, mal was vom andern halt
 

K!llahOnThaRoaD

Gold Status
Mitglied seit
6 April 2006
Beiträge
6.876
ja auf jeden fall... ich sag ja auch nicht, dass jeder rapper/produzent sich mit nem orchester zusammenhocken soll ^^
 

SchwanzusLongus

ist hier aktiv
Mitglied seit
27 August 2006
Beiträge
116
Am meisten steh ich ehrlich gesagt auf so Hörner, Trompeten und andre bläser (hihihi - bläser :oops: :rolleyes: ) Kennst du zufällig "the ruler's back" (intro von Blueprint 1/jigga), da kommt im chorus auch so ne posaune oder sowas, einfach der killer, da hol ich mir immer ein runter. Oder sowas wie pinky ring (uzi) von wu-tang
 

SAGE & PerPlex

Senior Member
Mitglied seit
15 Oktober 2006
Beiträge
2.617
K!llahOnThaRoaD schrieb:
wäre die rückkehr zu den echten instrumenten für den hiphop ein rückschritt oder ist sie die nächste stufe der sprechgesang-"kunst"?

Ich bin der Meinung, dass man hier weder von Rückschritt noch von der nächsten Stufe sprechen kann. Das sind 2 völlig unterschiedliche Herangehensweisen an die Musik, welche beide ihre Vor- und Nachteile haben.
 

Tha Undertaker

am Start
Mitglied seit
31 März 2006
Beiträge
82
Ganz klar Innovation, wenn man weiß wie man es richtig nutzt. The Roots habens vorgemacht, auch wenn die auf ihren Alben auch nicht alles 100% aus Instrumenten rausholen und da sich einfach nicht genügend Spielraum bieten (zumindest auf den neuen Alben). Bestes Beispiel Jazz-Hip Hop: Viele Platten bauen ein paar Saxophon-Augenblicke ein, sonst wird zu sehr gerappt. Was ich mir wünsche (und auch gerne mal selbst umsetzen würde :D) wären entsprechend lange Instrumenten-Soli, Songs in den kaum gerappt wird, dann wieder der Fokus auf dem und dem liegt usw.

Kurz und knapp: Ein Innovationspool, der noch längst nicht ausgeschöpft ist.
 

sIcKWitIt

Altgedient
Mitglied seit
3 November 2003
Beiträge
3.476
SAGE & PerPlex schrieb:
Ich bin der Meinung, dass man hier weder von Rückschritt noch von der nächsten Stufe sprechen kann. Das sind 2 völlig unterschiedliche Herangehensweisen an die Musik, welche beide ihre Vor- und Nachteile haben.
Seh ich auch so. Kommt auch sehr auf den Künstler an und was er daraus macht... "echte" Instrumente haben natürlich ihren Reiz.
 

K!llahOnThaRoaD

Gold Status
Mitglied seit
6 April 2006
Beiträge
6.876
Tha Undertaker schrieb:
Was ich mir wünsche (und auch gerne mal selbst umsetzen würde :D) wären entsprechend lange Instrumenten-Soli, Songs in den kaum gerappt wird, dann wieder der Fokus auf dem und dem liegt usw.
das ist aber eher was für produzentenalben (so wie detox), wo es mehr auf das instrumental ankommt...

ich würde mir jedenfalls wünschen, dass echte instrumente und s.g. "live"-aufnahmen (beat und rap gleichzeitig) bei mehreren künstlern einzug halten
 

PitSchBlack

Senior Member
Mitglied seit
21 April 2004
Beiträge
2.263
SAGE & PerPlex schrieb:
Ich bin der Meinung, dass man hier weder von Rückschritt noch von der nächsten Stufe sprechen kann. Das sind 2 völlig unterschiedliche Herangehensweisen an die Musik, welche beide ihre Vor- und Nachteile haben.


ganz genau, ich liebe zum beispiel die synthetischen beats von animalsons auf den booba alben (oder bei la fouine) genauso wie die live eingespielten vom max herre album!:)
 

cäsar of rap

BANNED
Mitglied seit
18 Oktober 2006
Beiträge
2.532
also es gibt einige künstler die mit orchesterbeats experimentieren und cih fahr voll auf sowas ab... ich fand schon splash meets klassic umwerfend...
 

Sandmann da MC

Gold Status
Mitglied seit
7 Februar 2003
Beiträge
17.481
Finde ich innovativ. Hört sich bei bestimmten Liedern auch einfach gut an, allerdings passt es nicht zu jedem Rapper.
 

dizzee rascal

auf Eis gelegt
Mitglied seit
15 März 2006
Beiträge
728
die produktion mit "echten" instrumenten is halt auch viel teurer,
was sich viele, speziell deutschrapper, nicht leisten können. :(
 
Oben Unten