Asylbewerber und Flüchtlinge

Gronka Lonka

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find ich irgendwie dumm, dass sich halb twitter darüber totlacht...
dem gehts doch als selbstmordattentäter nicht darum sich zu killen, sondern möglichst viele andere mitzunehmen...
und wie ip schon sagt, einfach abkürzung nehmen ins paradies geht ja nicht

bah, diese islamisten drehen sich doch alles so hin, wie sies brauchen. selbstmord in der zelle, um nicht evtl. nachher im verhör doch was dummes zu sagen ist doch sicher auch durch den jihad legitimiert oder so.
 

Mr Okamoto

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Feier ich so hart

Auf den 15. März datiert darüber noch einmal hinaus eine letzte längere Abschiedsrede auf dem Totenbettt, die damit endet, dass Seripando die Stimme versagt. Hubert Jedin, der große Historiker des Tridentinum, dessen Schilderung meiner zugrundeliegt, war der Ansicht, dass deren „ergreifende Wahrhaftigkeit durch eine Umschreibung nur abgeschwächt“1 worden wäre und hat sie daher ungekürzt ins Deutsche übertragen. Die Übersetzung sei an dieser Stelle vollständig eingefügt:


Ich bin im Begriffe, von hier zu scheiden und fröhlich dem Ruf des Herrn zu folgen. Ich möchte Euch bei diesem Hinschied einiges sagen, von dem Ihr mir glauben werdet, daß es sich so verhält, wie ich es sagen werde. Denn in Kürze stehe ich vor dem Angesicht der untrüglichen Wahrheit, und dies sollen meine letzten Worte sein. Geliebteste Brüder! Durch die Gnade Gottes, dem immerdar für ein so hohes Geschenk gedankt sei, habe ich in Sachen des Glaubens immer geglaubt und für wahr gehalten, was die heilige Kirche für wahr hält und glaubt, und an keinem einzigen Glaubensartikel je gezweifelt noch auch die geringste Versuchung dazu empfunden. Insbesondere was das heilige Sakrament der Eucharistie angeht, habe ich so fest geglaubt, was die Kirche glaubt, daß ich niemals auch nur die geringste Unruhe oder Versuchung deswegen hatte, und kann mit Cyrill sagen: Jenes Wort ¸Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?´ ist ein judaistisches Wort. Nein, ein solcher Zweifel ist nie in meine Seele gefallen. Das habe ich gesagt, damit Ihr alle wißt, mit welchem Glauben ich sterbe.


Nun will ich vom Vertrauen reden. In diesem Punkt habe ich viele heftige Versuchungen durchgemacht und wäre beinahe gefallen, denn viele Jahre hindurch habe ich auf die eigenen Werke vertraut, aber seit einiger Zeit habe ich meinen Irrtum eingesehe und bekenne meine Sünde. Auch in diesem Punkt glaube ich, wie die Kirche glaubt, daß wir uns in niemand anderem als in Jesus Christus und der Gnade Gottes rühmen dürfen, so daß ich in meinem Sterben in der Kirche, von der Kirche und durch die Kirche bin.


Noch vieles andere wollte ich sagen, aber, wie Ihr seht, fehlt mir der Atem. Ich gehe deshalb dazu über, Euch einige Worte über den Tod zu sagen, und zwar, was der Apostel Paulus [1 Thess. 4, 12ff] de dormientibus meint. Man darf trauern beim Tod der Verwandten und Freunde, jedoch mit Hoffnung und nicht wie die Heiden ohne Hoffnung. Und welches ist diese Hoffnung? Die Hoffnung auf Auferstehung. Denn wenn Christus auferstanden ist, werden auch wir auferstehen. Das Erscheinen des Engels, der Schall der Trompete, die Wolke, auf der der Sohn Gottes herabsteigen wird, sind keine Argumente der Auferstehung, sondern Werkzeuge, welche die göttliche Majestät gebraucht, um jene Wirkung hervorzurufen. Das Fundament der Auferstehung aber ist die Hoffnung, daß wir einst aufgeweckt werden. Aber auch darüber kann ich nicht alles sagen, was ich vorhatte.


Ich wollte noch vom Konzil und seinem Fortgang reden, aber Gott verbietet es mir. Der Herr selbst wird sprechen, wenn es nötig ist. Mir bleibt nur noch übrig, Euch, heiligste Väter, und Euch, meine geliebtesten Brüder, um Euer Gebet bei Gott zu bitten, daß er mir meine Sünden verzeiht.


1Jedin, Konzil von Trient, IV 2, S. 267; die Schilderung der Todesfälle erstreckt sich über die Seiten 264 bis 269.


Lel, geh ma weg mit deim tuntemroman
 

IP.Saint

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Nach meinen Erfahrungen setzt der menschliche Körper alle Hebel in Bewegung, um (auf welche Art und mit welchen Einschränkungen auch immer) zu überleben, weiterzuleben. Es bedarf also einer starken geistigen Kraft, um diesem Lebenswillen entgegenzuwirken. Vermutlich nur durch eine Krankheit wie Depression oder Wahnsinn aufzubringen.
Selbsterhaltung ist ein natürlicher Instinkt, das ist richtig. Dass z.B. Mütter ihre Jungen auch bis zum Tod beschützen sieht man aber auch schon im Tierreich, und der Mensch kann sich durch seine Fähigkeit zu denken noch besser über seine Instinkte hinwegsetzen. Da ist meiner Meinung nach diese Unantastbarkeit des Lebens eher etwas erlerntes, was ich persönlich auch durchaus kritisch sehe.
Warum solltest du das Leben deiner Familie über dein eigenes stellen? (Außerdem sind das ja alles nur Absichtserklärungen, wer weiß, wie's dann aussieht, wenn's wirklich mal hart auf hart kommt. Vielleicht nur im kleinen Bereich: Schon mal eine Niere gespendet?)
Dass ich das tun würde habe ich gar nicht gesagt, ich bin da ganz bei dir, Absichtserklärungen sind nichts wert. Wie ich mich verhalten würde zeigt sich wenn ich mal in eine entsprechende Situation kommen sollte. Ich habe das Beispiel lediglich gewählt, weil es für viele Menschen vermutlich leichter nachzuvollziehen ist, wenn sich jemand für seine Familie opfert, als wenn er das für eine (religiöse) Ideologie tut.
Worum es mir ging war lediglich, dass jemand, der bereit ist sein Leben für einen Zweck zu opfern, nicht automatisch suizidgefährdet ist.
 

--Cha\/ezz--

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Ich würde mal spontan sagen, dass die meisten Eltern ihr Leben für das ihrer Kinder geben würden.
 

BuddyHolly

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Dass ich das tun würde habe ich gar nicht gesagt, ich bin da ganz bei dir, Absichtserklärungen sind nichts wert. Wie ich mich verhalten würde zeigt sich wenn ich mal in eine entsprechende Situation kommen sollte. Ich habe das Beispiel lediglich gewählt, weil es für viele Menschen vermutlich leichter nachzuvollziehen ist, wenn sich jemand für seine Familie opfert, als wenn er das für eine (religiöse) Ideologie tut.
Worum es mir ging war lediglich, dass jemand, der bereit ist sein Leben für einen Zweck zu opfern, nicht automatisch suizidgefährdet ist.
Man darf den Einfluss der monotheistischen Religionen, vor allem ihre Glaubens- und Gedankenkonstrukte, nicht unterschätzen. Das Zeug hat sich wie Krebs verbreitet und wird immer noch freigiebig verteilt. Welche Geisteskrankheiten allein durch die Erziehung zum Christentum entstehen, ist gar nicht geklärt.
Ich denke da z.B. an den niederländischen Psychiater Piet C. Kuiper, der sehr spät in seinem Leben an einer Depression erkrankte, in der sich all die Wahnbilder des Calvinismus manifestierten, die ihm als Kind eingetrichtert wurden - oder die er eben aufnahm.
Durch die Misshandlung der Religion ist eine Geisteskrankheit doch meist latent vorhanden. Leute, die für "eine Sache" sterben, sind vorgeschädigt.
 

Marek Prollski

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Wisst ihr was geil wäre? Merkel tritt vor's Mic und spittet:"niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten" mit Ulbricht Scratches unterlegt.
Nachts wird dann in einer gemeinsamen Aktion von Deutschland,Polska und Tschechei Sachsen eingemauert
 

IP.Saint

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Man darf den Einfluss der monotheistischen Religionen, vor allem ihre Glaubens- und Gedankenkonstrukte, nicht unterschätzen. Das Zeug hat sich wie Krebs verbreitet und wird immer noch freigiebig verteilt. Welche Geisteskrankheiten allein durch die Erziehung zum Christentum entstehen, ist gar nicht geklärt.
Ich denke da z.B. an den niederländischen Psychiater Piet C. Kuiper, der sehr spät in seinem Leben an einer Depression erkrankte, in der sich all die Wahnbilder des Calvinismus manifestierten, die ihm als Kind eingetrichtert wurden - oder die er eben aufnahm.
Durch die Misshandlung der Religion ist eine Geisteskrankheit doch meist latent vorhanden. Leute, die für "eine Sache" sterben, sind vorgeschädigt.
Mit einer kritischen Haltung zu ideologisierter(!) Religion rennst du mir bei offene Türen ein. Dem pauschalen Urteil, dass jemand, dem das eigene Leben nicht den höchsten Wert darstellt, zwingend (vor)geschädigt ist stimme ich allerdings nicht zu.
 

BuddyHolly

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Dem pauschalen Urteil, dass jemand, dem das eigene Leben nicht den höchsten Wert darstellt, zwingend (vor)geschädigt ist stimme ich allerdings nicht zu.
Ich gehe weiterhin davon aus, dass jemand, der sich selbst verletzt und vielleicht sogar tötet, nicht im landläufigen Sinne als "gesund" betrachtet werden kann. Auch jemand, der sich tötet, weil das Leben unerträglich geworden ist, z.B. durch Schmerzen, ist eindeutig "vorbelastet" und kann keine "freie" Entscheidung mehr treffen. Man muss es ja nicht gleich "geschädigt" oder (noch härter) "geisteskrank" nennen.
 

IP.Saint

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Ich gehe weiterhin davon aus, dass jemand, der sich selbst verletzt und vielleicht sogar tötet, nicht im landläufigen Sinne als "gesund" betrachtet werden kann. Auch jemand, der sich tötet, weil das Leben unerträglich geworden ist, z.B. durch Schmerzen, ist eindeutig "vorbelastet" und kann keine "freie" Entscheidung mehr treffen. Man muss es ja nicht gleich "geschädigt" oder (noch härter) "geisteskrank" nennen.
Ich verstehe schon die Logik hinter deiner Argumentation, aber die basiert halt auf dem Leben als Selbstzweck, als höchstes Gut. Das kann man so sehen, habe ich kein Problem mit, muss man aber nicht. Ich persönlich finde es sogar eher gesünder den Tod nicht als etwas Schlimmes zu betrachten und deswegen alles andere seiner Verzögerung unterzuordnen.
 

BuddyHolly

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Da setzte doch mein erster Beitrag an: Leben als Selbstzweck ist die Tyrannei des Körpers, der nur sehr schwer zu entkommen ist. Entweder durch Krankheit oder maximale Willenskraft. ;)
 

XRebellX

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wenn sie deutsch und afd-wähler gewesen wären, wäre der kerl wohl kaum zu denen nach hause gegangen, oder? aber alternativszenario: sie sehen ihn auf der straße, überwältigen ihn und geben ihn bei der bullerei ab. ja, die hätten dann auch das verdienstkreuz verdient.
glaub mir, die Diskussion wäre eine ganz andere gewesen!
 

TonyYayYo

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LilJD

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