Alles zum Thema Islam, Islamismus, politischer Islam und Islamofundamentalismus III

Cuvo

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wirkt halt so, als ginge es eher darum, dass man seine eigenen ansichten für richtig hält und deswegen meint, das recht zu haben zu sagen, was man will.

Es wirkt nicht so, dass der französische Staat und die überwältigende Mehrheit der Franzosen ihre Meinung für richtig halten, sondern es ist genau das. Und deswegen wollen sie das verteidigen. Und daraus machen sie auch kein Geheimnis.
 

The Great Saiyaman

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In meinem Weltbild muss es Deutschlands Anliegen sein sich um ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarländern sowie Russland und Amerika zu bemühen. Dabei sehe ich Frankreich als Deutschlands wichtigsten Verbündeten, in jeder Hinsicht.

Ich gestehe jedem das Recht zu, dass anders zu sehen und es gibt dafür sicher auch gute Gründe dafür.
#lachkick
 

The Great Saiyaman

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Wenn du nur für Meinungsfreiheit für Meinungen bist, die du für richtig hältst, bist du nicht für Meinungsfreiheit.
komische ansicht von dir ...
sollte dies also als 'meinungs- und redefreiheit' gelten? Oder noch besser, man ruft zu Gewalt und Mord gegen Lauterbach auf -> ja, das sollte bestraft werden.
Jeden scheiss Nazi bzw. Holocastleugner will ich hängen sehen - wo ist das problem :cool:
es handelt sich um Artikel 421-2-5 des französischen Strafgesetzbuchs. Demnach kann derjenige, der zu Terrorakten aufruft oder diese öffentlich verherrlicht, zu fünf Jahren Haft und 75 000 Euro Geldstrafe verurteilt werden. Diese Strafe kann auf sieben Jahre Haft und 100 000 Euro Geldstrafe erhöht werden, wenn der Betroffene einen der Öffentlichkeit zugänglichen Online-Dienst benutzt.
 

O.Gebannter.

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Kein Wort darüber, dass Erdoğan völlig ohne Not angefangen hat Macron persönlich zu beleidigen
Du solltest vielleicht mal "Türkei Griechenland Mittelmeer Erdgas" googlen, da steht vielleicht auch was zur Rolle Frankreichs und dir geht ein Licht auf.
 

FifthAce1

Babo
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Was ich mich immer frage....was bringt es eigentlich eine Mohammed Karikatur zu veröffentlichen oder dies als Aufgabe im (christlichen) Religionsunterricht den Kindern aufzugeben?

man könnte zb lernen dass die eigentliche zielscheibe einer karikatur nich unbedingt immer dass sein muss was dort dargestellt wird
 

Clarence Boddicker

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komische ansicht von dir ...
das ist keine "komische ansicht", sondern eine völlig offensichtliche feststellung.
glaub du begreifst nicht, dass es Ansichten und Straftaten gibt und das zwei verschiedene Dinge sind. Aufruf zu Terrorakten ist letzteres.
was eine straftat ist, hängt nicht davon ab, was prinzipiell unter redefreiheit fällt und was nicht, sondern davon, was im strafgesetzbuch steht. und ob diese bestimmungen das prinzip der redefreiheit achten, ist wieder eine völlig andere frage.

wenn aufrufe zu terrorakten von islamischen extremisten illegal sein sollen, sollte es auch illegal sein, wenn in einem kommentar in einer zeitung dazu aufgerufen wird, den iran zu bombardieren. außerdem spricht das gesetz auch von "verherrlichung". das soll illegal sein? okay, dann wie gesagt bitte jeden verhaften, der die kriege westlicher nationen in irgendeiner form rechtfertigt.

aber du hast natürlich recht: die doppelmoral, die hier von euch propagiert wird, ist so "normal", dass ihr nicht in der lage seid, trivialitäten zu verstehen.
 

Cuvo

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Du solltest vielleicht mal "Türkei Griechenland Mittelmeer Erdgas" googlen, da steht vielleicht auch was zur Rolle Frankreichs und dir geht ein Licht auf.

Ich meinte das darauf bezogen, dass Erdoğan Macron als "Krankheitsfall" bezeichnet hat und dass er sich untersuchen lassen müsse, dass er sich in psychische Behandlung begeben soll und dass er seinen eigenen Hirntod untersuchen lassen soll. Mir ist bewusst, dass das mit der Redefreiheit von Clarence d'accord geht, für mich hat das allerdings nichts mit einem angemessenen Verhalten von Staatschefs untereinander zu tun.

Meines Wissens nach hat Macron derartige Beleidigungen gegenüber Erdoğan nicht gemacht, falls doch, bitte Link. Dann sind sie natürlich genauso zu verurteilen (rechtfertigt aber auch nicht, es mit dem gleichen zu vergelten).
 

netflix&chill

Altgedient
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Welcher Schüler bekommt denn als Hausaufgabe Mohammed Karikaturen zu zeichnen? Ist doch völliger Blödsinn.
Würde vllt einigen Moslems auch nicht schaden, sich mal kritisch mit ihrer Religion auseinander zu setzen (Geschichte des Islams, bedenkliche Suren usw.) , was mittlerweile im Christentum größtenteils Gang und Gäbe ist.
Wir haben zb im katholischen Religionsunterricht auch Leben des Brian geschaut.
 

Clarence Boddicker

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Mir ist bewusst, dass das mit der Redefreiheit von Clarence d'accord geht, für mich hat das allerdings nichts mit einem angemessenen Verhalten von Staatschefs untereinander zu tun.
Ich hab nie behauptet, dass alles, was nicht illegal ist, auch gesagt werden sollte.
 

O.Gebannter.

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Ich meinte das darauf bezogen, dass Erdoğan Macron als "Krankheitsfall" bezeichnet hat und dass er sich untersuchen lassen müsse, dass er sich in psychische Behandlung begeben soll und dass er seinen eigenen Hirntod untersuchen lassen soll. Mir ist bewusst, dass das mit der Redefreiheit von Clarence d'accord geht, für mich hat das allerdings nichts mit einem angemessenen Verhalten eines Staatschefs untereinander zu tun.

Meines Wissens nach hat Macron derartige Beleidigungen gegenüber Erdoğan nicht gemacht, falls doch, bitte Link. Dann sind sie natürlich genauso zu verurteilen (rechtfertigt aber auch nicht, es mit dem gleichen zu vergelten).
Natürlich hat Macron Erdoğan nicht beleidigt/ihm gedroht. Er hat vielmehr die gesamte Türkei bedroht, indem er im August französische Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer entsandt hat.
Frage, was haben französische Kriegsschiffe vor der türkischen Küste verloren? Stell dir mal vor, die Türkei würde Kriegsschiffe ins westliche Mittelmeer vor die Küste Frankreichs entsenden. Was hier los wäre...

Du hältst Erdoğan für einen reaktionären Vollspast? Ist er auch, dennoch besteht auch der Fakt, dass er Respräsentant der türkischen Bevölkerung ist. Und 70-80 % der Bevölkerung hätten vermutlich befohlen, die französischen Kriegsschiffe zu versenken. Gott sei Dank, ist Erdoğan besonnener, oder?
 

Remraf781

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was eine straftat ist, hängt nicht davon ab, was prinzipiell unter redefreiheit fällt und was nicht, sondern davon, was im strafgesetzbuch steht. und ob diese bestimmungen das prinzip der redefreiheit achten, ist wieder eine völlig andere frage.

wenn aufrufe zu terrorakten von islamischen extremisten illegal sein sollen, sollte es auch illegal sein, wenn in einem kommentar in einer zeitung dazu aufgerufen wird, den iran zu bombardieren. außerdem spricht das gesetz auch von "verherrlichung". das soll illegal sein? okay, dann wie gesagt bitte jeden verhaften, der die kriege westlicher nationen in irgendeiner form rechtfertigt.
du kannst mit deinem mund ansichten äußern
oder du kannst mit deinem mund dinge tun (beleidigen, hetzen etc.)

ansicht: "frankreich ist scheiße"
keine ansicht: "wir sollten franzosen enthauptet, weil sie kuffars sind"

ist nicht so schwer zu verstehn oder
 

Cuvo

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Natürlich hat Macron Erdoğan nicht beleidigt/ihm gedroht. Er hat vielmehr die gesamte Türkei bedroht, indem er im August französische Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer entsandt hat.
Frage, was haben französische Kriegsschiffe vor der türkischen Küste verloren? Stell dir mal vor, die Türkei würde Kriegsschiffe ins westliche Mittelmeer vor die Küste Frankreichs entsenden. Was hier los wäre...

Du hältst Erdoğan für einen reaktionären Vollspast? Ist er auch, dennoch besteht auch der Fakt, dass er Respräsentant der türkischen Bevölkerung ist. Und 70-80 % der Bevölkerung hätten vermutlich befohlen, die französischen Kriegsschiffe zu versenken. Gott sei Dank, ist Erdoğan besonnener, oder?

Ich sehe keinen Widerspruch darin das von dir angesprochene zu kritisieren und trotzdem das von mir angesprochene zu kritisieren.
 

Clarence Boddicker

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@Remraf781 Okay, lassen wir mal außen vor, dass du bewusst nicht auf meine Argumente bzgl. der Extremfälle eingehst und konzentrieren uns auf das, was wirklich vor sich geht. Human Rights Watch dazu:
Should someone go to prison for calling terrorists “courageous” even though they also express fundamental disagreement with their ideology? France’s answer since the Charlie Hebdo attacks in 2015 has increasingly been: Yes. Seizing on a criminal provision enacted in November 2014 that criminalized “apology for terrorism,” French prosecutors have been aggressively pursuing anyone who speaks positively of a terrorist act or group even if their intention is not to incite violence or promote the group.

...

Interior Ministry statistics show that the police intervened in more than 2,300 cases in 2015 and 1,850 in 2016. While not all police interventions led to prosecutions, Justice Ministry statistics cite 306 convictions for apologies for terrorism in 2016 alone, with prison sentences for 232 of those.


Many of those caught up in the new law are minors. French Interior Ministry figures show that 20 percent of those investigated under this provision in 2016 were minors – and 6 percent were between the ages 10 and 14.


The cases do not typically involve direct incitement to violence but usually revolve around drunken interactions with the police or provocative – and sometimes obnoxious – statements in school courtyards or on social media. Most do not gain national notoriety and are handled by local courts in summary proceedings.


The case that led to the constitutional challenge was different. It involved Jean-Marc Rouillan, a prominent former member of Action Directe, a French far-left extremist group that carried out a series of assassinations and violent attacks in France in the 1980s. In a radio interview in February 2016, Rouillan said that the men who carried out the November 2015 terror attacks in Paris, which killed 130 people, had fought “courageously knowing that there were 2,000 to 3,000 cops around them.” Rouillan was clear in expressing his hostility to the attackers’ ideology, nor did he call for any violence. But for this speech, Rouillan was sentenced to 18-months in jail – though he will probably be able to replace the jail time with noncustodial alternative punishment.


Two months ago, following an attack on a supermarket in which the store butcher was among those killed, a vegan activist was given a seven-month suspended sentence because she posted on social media the following comment about the butcher’s death: “It shocks you that an assassin is killed by a terrorist? Not me, I have zero compassion for him. There is justice after all.”


These comments are insensitive and obnoxious. As one prosecutor noted in another case, “Words should not be trivialized.” But is criminalizing such words appropriate – much less the best way to counter them?


The risk is two-fold. This approach can create an environment in which people are afraid to question or challenge prevailing opinions, express unpopular views, or even make controversial jokes. The right to hold obnoxious views and offend has always been a key part of freedom of expression. Indeed, if freedom of expression applied only to views deemed acceptable or majoritarian, it would be stripped of its essence. The irony that the fervor for these prosecutions is in part a reaction to the January 2015 attack on Charlie Hebdo, a publication that became a symbol of freedom of expression because it insisted on its right to be irreverent and insensitive, seems to have been missed by France’s Constitutional Court, as well as the broader public debate around these provisions. In addition, in an era of impulsive statements on social media, police investigations or criminal sentences that carry the stigma of counterterrorism can easily become disproportionate.


The trend of criminalizing statements that do not go so far as to incite or promote violence or terrorist acts, but might present them positively, has been gaining traction across Europe. The United Kingdom and Spain have laws criminalizing “glorification” of or “apology” for terrorism, and such laws have been proposed – though not adopted – in Belgium and the Netherlands. The European Union Directive on combating terrorism, adopted in 2017, contains a vague offense of “public provocation to commit a terrorist offense” and expressly refers to “glorification” as an example of expression that may be criminalized. By the end of this year, every single EU member state will be required to have incorporated those provisions into their domestic law, if they have not already done so. We will be seeing more cases like this soon enough elsewhere in Europe.
https://www.hrw.org/news/2018/05/30/frances-creeping-terrorism-laws-restricting-free-speech
 
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