Gronka Lonka
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Aus einem autokratischen Herrschaftsstil resultiert aber noch lange kein Machtanspruch des Militärs. Ein Militärputsch ist grundsätzlich noch mal ein ganzes Stück autokratischer, als ein demokratisch gewählter Präsident, auch wenn der gewaltsam gegen Demonstranten vorgeht. Insbesondere, wenn das Militärregime dann noch mit einer Brutalität vorgeht, die die des vorigen Amtsinhabers mindestens um das Zehnfache übersteigt.
also wäre das stauffenberg-attentat ein ganzes stück autokratischer als hitler?
"Im Angesicht eines drohenden Bürgerkriegs". Schön, dass du hier völlig unreflektiert die selbstgerechte Propaganda eines brutalen Militärregimes reproduzierst. Das zeigt wessen Geistes Kind du bist.
"wes geistes kind..." ist deine lieblings-plattitüde, wa?
Natürlich hat das Militär einfach die Gelegenheit genutzt, um die Macht wieder an sich zu reißen. Du kannst über Mursi sagen was du willst, aber er war im Begriff die Rolle des Militärs aufs Nötigste zu reduzieren. Das hat den Generälen nicht gefallen und deswegen nutzten sie die Gunst der Stunde, um ihren eigenen Status zu sichern (und auszubauen).
Ich sehe übrigens nicht, wie man einen Bürgerkrieg verhindern kann, indem man die Konfliktpartei entmachtet, unter deren Anhängern sich vermutlich mehr gewaltbereite Fanatiker befinden als im liberalen Camp. Nagut, es sei denn man massakriert die Anhänger besagter Konfliktpartei massenhaft, aber ob die sich davon dauerhaft einschüchtern lassen, ist auch wieder eine andere Frage. Und außerdem sind das doch irgendwie ganz schön krasse Nazimethoden, nicht?
Was spielt das für eine Rolle, was die Muslimbrüder "gesät" haben? Die Demonstranten waren nichts weiter als friedliche Demonstranten mit einem legitimen Anliegen, die auf brutalste Weise massakriert wurden. Und daran ändert nichts etwas, egal wie du dir die Dinge hindrehst. Insofern ist und bleibt das entsprechende Cover von Charlie Hebdo eine asoziale Verhöhnung unschuldiger Opfer eines Massakers und hat mit Religionskritik nicht das Geringste zu tun.
und jetzt führ dir bitte noch mal den auszug aus wikipedia vor augen, den ich gepostet hatte, und überlege dir, welche infos am 10. juli 2013 bekannt waren und welche nicht. wie viel dreck sisi und co am stecken haben, hat sich erst im laufe der zeit herausgestellt,
Wieso hinkt der Vergleich? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Offenbar tragen die Demonstranten die dort abgeschlachtet wurden in deinen Augen mehr oder weniger eine Mitschuld an den Verbrechen des Mursi-Regimes und haben es dadurch mehr verdient verspottet zu werden als israelische Siedler, die ermordet werden (und die übrigens auch oft gewalttätig sind, aber lassen wir das mal beiseite).
die ermordeten tragen natürlich insofern eine mitschuld an den verbrechen des mursi-regimes, als dass sie (nebst vielen anderen) das mursi-regime erst ermöglicht haben. israelische siedler hingegen haben können gar kein unrechtsregime ermöglicht haben, da israel ein demokratischer rechtsstaat ist.
Das Vorurteil (Sozialschmarotzer) bezieht sich aber auf Muslimas, die in Europa leben. Wenn mir also die "Ambivalenz, dass Muslimas einerseits sexuell unterdrückt und andererseits als Sozialschmarotzer bezeichnet werden (und das Vorurteil damit entkräftet werden soll)" (es fällt mir schwer diese Scheiße überhaupt zu wiederholen) bewusst werden soll, dann muss sich die Idee, dass Musliminnen sexuell unterdrückt werden zwangsläufig auch auf in Europa lebende Musliminnen beziehen.
Ich halte es für rassistisch ständig antimuslimische Klischees zu reproduzieren.
immer ein bisschen mühsam, wenn man alles zwei mal schreiben muss. kenn ich eigentlich eher aus diskussionen mit o.gebannter und ceza. also noch mal: wenn du es wirklich für rassistisch hältst, darauf hinzuweisen, dass in der islamischen welt frauenrechte systematisch missachtet werden, dann bin ich gerne ein rassist in deinen augen.
Publikationen wie Charlie Hebdo definieren immer mehr das Bild, was man in Europa von Muslimen im Allgemeinen hat. Und mit der islamischen Welt hat das überhaupt nichts zu tun. Als würde uns das interessieren. Es geht um die hier lebenden Muslime. Die paranoide Sicht auf die, die hier leben, gibt den Impuls ständig sowas zu zeichnen und die Zeichnungen verstärken wiederum die Paranoia. Aber klar, geschieht alles im Dienste der Aufklärung.
und wenn man nicht über probleme redet, dann verschwinden sie irgendwann von selbst?
So wie es einiges über deine Einstellung aussagt, wenn du die antisemitischen Cartoons eines Nazi-Sympathisanten verteidigst, sagt es einiges über die Einstellung der Charlie Hebdo Mitarbeiterin aus, wenn sie einen Karikaturisten verteidigt, der ganz klar rassistisch motiviert ist.
aus deinem artikel: "I remember a full-page article by Caroline Fourest which appeared on June 11 2008. In it, she recounted her friendly meeting with the Dutch cartoonist Gregorius Nekschot, who had gotten some grief for representing his Muslim fellow-countrymen in a particularly hilarious way." - du argumentierst jetzt also ernsthaft damit, dass sich eine teilzeit-mitarbeiterin von charlie hebdo, die übrigens auch bis 2012 für le monde geschrieben hat und eine wöchentliche radiokolumne beim öffentlich-rechtlichen radiosender france culture hat, mal mit einem zweifelhaften holländischen zeichner getroffen hat?
Zumindest bist du beispiellos unaufrichtig und übertriffst mit deinem prätentiösen, hochtrabenden Geschwafel selbst Chavezz. Deshalb klinke ich mich an dieser Stelle aus der Diskussion aus.
na also